Saison 1999/2000
CFC / 2. Bundesliga



 
Karlsruher SC
Karlsruher SC1:2Chemnitzer FC
Chemnitzer FC
9. Spieltag - 2. Bundesliga - Saison 1999/2000
Sonntag, 24. Oktober 1999, 15:00 Uhr
Wildparkstadion, Karlsruhe
Zuschauer: 12.000
Schiedsrichter: Milic (Carlsberg)
Karlsruher SCTorfolgeChemnitzer FC
T Jentzsch
A Braun (86. Paeslack)
A Sequeira (51. Auer)
A Amadou
A MolataGelbe Karte
M Pavlin
M Fährmann (51.Kienle)
M Bäumer
M Arnold
S Meissner
S Krieg

Trainer: Buchwald
0:1 Skela (49./Foulelfer)
1:1 Laudeley (85./Eigentor)
1:2 Jendrossek (88.)

T Ananiev
A Laudeley
A WeberGelbe Karte (54. Jan Schmidt)
A Mehlhorn
M TetznerGelbe Karte (46. Kujat)
M Köhler
M KönigGelbe Karte (54. Jendrossek)
M OswaldGelbe Karte
S Dittgen
S Skela
S Krupnikovic

Trainer: Franke
Spielbericht

Couragierte Vorstellung mit drei Punkten belohnt

Von Pierre Schönfeld

Der Chemnitzer FC ist in der 2. Bundesliga weiter auf dem Vormarsch. Beim Ex-Bundesligisten Karlsruher SC gelang ein überraschender 2:1-Erfolg. Damit stehen die Himmelblauen nach dem 9. Spieltag auf einem hervorragenden 5. Tabellenplatz.

Vor 12.000 Zuschauern im Karlsruher Wildparkstadion zeigten die Chemnitzer von Beginn an nur wenig Respekt vor den Badenern. Ganz im Gegenteil, in den Anfangsminuten heizte der CFC den Karlsruhern mächtig ein und hatte durch Dittgen (2.) und Tetzner (8.) gute Chancen zur Führung. In der 12. Minute konnte der Ex-Cottbuser Amadou einen Heber von Krupnikovic gerade so noch auf der Linie klären. Der KSC kam erst nach etwa einer Viertelstunde zu seiner ersten Tormöglichkeit. Der gefährlichste Torjäger der zweiten Liga, Rainer Krieg (bisher 9 Treffer), scheiterte am gut aufgelegten Ananiev. Kurz darauf hatte abermals Krieg die Führung für den KSC auf dem Fuß, sein Flachschuß ging aber am langen Pfosten vorbei. Torlos ging es dann in die Kabine.

Gleich nach der Pause sorgten die Himmelblauen dann für Ernüchterung im Wildpark. KSC-Abwehrspieler Sequeira hatte Krupnikovic an der Strafraumgrenze zu Fall gebracht, woraufhin der Unparteiische Milic sofort auf den Elfmeterpunkt zeigte. Da der etatmäßige Elfmeterschütze des CFC, Ulf Mehlhorn, zuletzt gegen Wolfsburg verschossen hatte, schnappte sich Ervin Skela die Kugel und verwandelte sicher zur Führung (49.). Der CFC hatte jetzt noch gute Möglichkeiten, die Führung auszubauen. Die beste Gelegenheit bot sich dem eingewechselten Kujat, welcher allein durch die gegnerische Abwehr marschierte, dann aber am guten KSC-Keeper Jentzsch und seinen eigenen Nerven scheiterte (54.). Glück dagegen hatten die Himmelblauen, daß der Ex-Dresdner Pavlin in der 77. Minute mit seinem Schuß nur die Latte des CFC-Kastens traf. "Besser" machte es dann in der 85. Minute CFC-Abwehrstratege Thomas Laudeley. Eine scharfe Flanke von Meißner fälschte Laude unglücklicherweise ins eigene Tor ab. Daß den CFC späte Gegentore nicht schocken können, hatten die Himmelblauen zuletzt gegen Hannover bewiesen. Und auch diesmal fightete die Franke-Elf zurück und erzielte durch Kay-Uwe Jendrossek, welcher den Ball von halblinks unhaltbar für Jentzsch in die Maschen des KSC-Tores jagte, zwei Minuten vor Schluß noch den Siegtreffer. "Sek" machte sich damit einen Tag vor seinem 28. Geburtstag selbst das schönste Geschenk.

Fazit: Der CFC hat sich in der zweiten Liga etabliert und bewiesen, daß der Auswärtssieg von Cottbus keine Eintagsfliege war. Stark, wie der CFC auch gegen Karlsruhe Moral bewies und trotz des späten Ausgleichs noch den Siegtreffer erzielte. Kann der CFC diese Leistung bestätigen, wird er noch so manchem etablierten Zweitliga- bzw. Ex-Erstligaclub das Fürchten lehren.

Wertung: 2,5 (Gutes und abwechslungsreiches Zweitligaspiel.)

Beste Himmelblaue: Ananiev, Krupnikovic, Jendrossek, König, Skela

Pressestimmen

Freie Presse
Der Chemnitzer FC sorgt in der 2. Bundesliga weiter für Furore. Gestern lehrten die Himmelblauen dem etablierten Karlsruher SC das Fürchten. [..]

Kicker
Franke warnt vor Überschwang

Berliner Kurier
CFC stürmt den Wildpark

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