Saison 2014/2015
CFC / 3. Liga



 
Chemnitzer FC
Chemnitzer FC2:0FC Hansa Rostock
FC Hansa Rostock
9. Spieltag - 3. Liga - Saison 2014/2015
Sonntag, 14. September 2014, 14:00 Uhr
Fischerwiese, Chemnitz
Zuschauer: 7.240
Schiedsrichter: Stieler (Hamburg)
Chemnitzer FCTorfolgeFC Hansa Rostock
T Pentke
A Conrad
A Röseler
A Endres
A Poggenberg
M Danneberg (85. Scheffel)
M Stenzel
M Türpitz (80. Hölscher)
M Garbuschewski
M Ofosu (80. Kehl-Gomez)
S Fink

Trainer: Heine
1:0 Fink (8.)
2:0 Danneberg (41.)

T Hahnel
A Gröger
A Stuff
A RuprechtGelbe Karte
A Pelzer
M KraußeGelbe Karte
M Christiansen
M Blacha
M SrbenyGelbe Karte (75. Kucukovic)
M Bickel
S Ziemer

Trainer: Vollmann
Kurzbericht

Von Frank Neubert

Der Chemnitzer FC hat heute beim Kogge-Versenken auf zwei Feldern jeweils einen Volltreffer erzielt und sich somit in der 3. Liga wieder auf den 2. Tabellenplatz vorgeschoben. Gegen den ehemaligen Erstligisten erzielten Torjäger Fink und Neuzugang Danneberg beide Treffer noch vor dem Pausentee. Auf der Südtribüne wurde erstmals eine blockübergreifende, große Choreo präsentiert, zudem war es die Heimpremiere für das zuvor installierte Tribünendach (sehr gut, denn es nieselte!). Aber auch der Gästesektor erlebte eine Premiere - die ca. 1.200 mitgereisten Hanseaten durften als erster Gegner den neuen Gästeblock der Nordtribüne einweihen, zugleich war es das letzte Spiel für die alten Stufen des (Gäste-) Blocks 2, der nach diesem Spiel endgültig abgerissen wird.

Der Club begann engagiert und belohnte sich nach sieben Minuten selbst: Einen 40m-Schlag von Stenzel ersprintete Ofosu, der seinen Gegenspieler mit einem Haken narrte und zentral Fink bediente, der in der Mitte zielsicher vollstreckte. Ekstase auf der Südtribüne! Doch diese Führung beeindruckte Rostock wenig. Nach ca. 20 Minuten bekam der Gast Oberwasser und kam auch zu einem Treffer (29.). Dabei soll Ruprecht aber zum Glück im Abseits gestanden haben, so dass der Ausgleich nicht zählte. Vielleicht war das der Weckruf, denn nun straffte sich der CFC wieder. Erst traf Danneberg per Kopf die Latte (39.), dann fummelte der Neuzugang aus gut 20 Metern den Ball zum 2:0 ins Netz! Dem Rostocker Keeper war durch die Abwehr die Sicht verdeckt. Mit dem erfreulichen Zwischenstand ging es in die Pause.

Keiner der beiden Trainer wechselte, es ging in gleichen Besetzungen weiter. Das Spiel verlor etwas an Esprit, es wurde mehr gekämpft, gegrätscht und geschauspielert. Schieri Stieler verteilte drei gelbe Karten an die Gäste und lieferte sich einen engagierten Disput mit Gäste-Coach Vollmann. Hansa agierte bissiger, blieb aber weitgehend ungefährlich. Endres, Conrad, Röseler und Poggenberg sorgten für weitgehende Ruhe vor Pentkes Kasten. Lediglich Ziemer (76.) und Kucukovic (79.) sorgten für Torgefahr. Die Himmelblauen versuchten stets, den Gegner schon im Mittelfeld zu stellen und dort an den Ball zu kommen. Gelang dies, ging meistens über die Außenbahnen fix die Post ab. Allerdings wurde hier nicht jede Situation auch konsequent ausgespielt, mal ging ein Pass daneben, mal wurde sich verdribbelt. Die beste Aktion lief über Kehl-Gomez, der fein für Garbuschewski auflegte - aber der wiedergenesene Techniker zirkelte das Leder knapp neben das Dreiangel (82.). So blieb es am Ende "nur" beim verdienten 2:0, weil der Club einfach effizienter als Hansa agierte und den Nordlichtern nach der Pause offensichtlich die Mittel fehlten, den Spielstand noch zu ändern.

Pressestimmen

MDR-Online

Chemnitz feiert neues Dach und drei "neue" Punkte

Den Chemnitzer Fans in der Südkurve hat der Regen bei der Partie gegen Hansa Rostock nichts ausgemacht. Grund dafür war das neue Dach, das anlässlich dieser Partie eingeweiht wurde. Außerdem waren die Hansa-Anhänger die ersten, die im ebenfalls neuen Gästeblock Platz nehmen durften. [..] In der dritten Minute nahm Sturmspitze Fink zum ersten Mal Maß und verfehlte aus zwölf Metern knapp den Hansa-Kasten. Kurz darauf schlug Stenzel einen Diagonalball über 40 Meter auf Ofosu, der über die linke Seite bis zur Grundlinie ging auf Fink zurücklegte. Der Torschütze vom Dienst vollendete aus sieben Metern zum 1:0 (7.). [..] Bis zur 20. Minuten blieben die Hausherren das kontrollierende Team. Doch danach drehten die Gäste auf. Ein Bickel-Freistoß wurde vor dem CFC-Tor von Struff verlängert und landete über Ruprecht im Tor der Sachsen. Allerdings soll ein Rostocker im Abseits gestanden haben. [..] Die Mannschaft von Trainer Karsten Heine fing sich wieder, und Danneberg unterstrich das mit einem Kopfball aus zehn Metern, der an die Querlatte klatschte. Zwei Minuten später zielte der Debütant ganz genau und legte den Ball aus 17 Metern genau ins kurze Eck zum 2:0 (41.). [..]

Kicker-Online

Danneberg feiert erfolgreiches Debüt

[..] Von Beginn an waren die Chemnitzer das bestimmende Team. Dies spiegelte sich schon nach sieben Minuten in Finkes Führungstreffer wider. Ofosu setzte sich auf der linken Seite durch, zog in den Strafraum und legte auf Fink zurück. Dieser ließ Hahnel keine Chance und versenkte den Ball unter der Latte. Danach blieb der CFC weiter bestimmend, aber ohne nennenswerte Torgelegenheit. Es dauerte 30 Minuten bis der FC Hansa das erste Mal gefährlich vor das Chemnitzer Gehäuse kam. Die Chemnitzer standen nach einer Standardsituation unsortiert, woraus der Rostocker Ruprecht aber keinen Vorteil ziehen konnte. Das "Stocher"-Tor wurde wegen einer vermeindlichen Abseitsposition nicht gegeben. [..] In den letzten zehn Minuten versuchte der FC Hansa noch einmal gefährlich vor das Heimtor zu kommen, jedoch ohne durchschlagenden Erfolg. Zu ideenlos war das Gezeigte und die Chemnitzer Verteidigung konnte sich darauf einstellen. [..]

Freie Presse

Nur der Eckball-Trick klappt noch nicht

[..] Anton Fink lächelte. "Ja, wenn das mit dem Eckball-Trick geklappt hätte, wäre es die Krönung gewesen", sagte der CFC-Stürmer und meinte jene Szene in der zweiten Halbzeit, als er, Philip Türpitz und Ronny Garbuschewski mit einem ungewöhnlich ausgeführten Eckball fast den Treffer zum 3:0 gegen Hansa Rostock erzielt hätten. Doch die Variante, die im Training ab und zu geübt wird, gelang nicht. Dennoch reichte es auch so, um im sechsten Spiel in Folge ungeschlagen zu bleiben. Gegen die Ostseestädter, die lange nach dem Spiel noch mit frustrierten Fans diskutierten, erzielten die Chemnitzer, wie Trainer Karsten Heine nach dem Spiel feststellte, die Tore genau zum richtigen Zeitpunkt. [..] Wie im siebenten Himmel fühlte sich nach dem Spiel auch Tim Danneberg. Der erst kurz vor Schluss der Transferperiode von Holstein Kiel zum CFC gewechselte Mittelfeldspieler sorgte für das 2:0 (42.). "Als ich den Ball traf, hatte ich das Gefühl, dass er reingeht. Mit etwas Glück ist es dann auch geschehen", freute sich der 28-Jährige, der bei seinem Debüt im Dress der Himmelblauen eine tadellose Partie ablieferte. [..]

Norddeutsche Neueste Nachrichten

Nur noch einen Punkt vor den Abstiegsplätzen

[..] Zwar waren die Rostocker recht weit davon entfernt, in dem Ost-Klassiker mit 60-jähriger Tradition ihren ersten Auswärtssieg seit dem 29. September 1990 (damals 2:0) im ehemaligen Karl-Marx-Stadt einzufahren. Aber „dass hier der Zweite gegen den Sechzehnten spielte, hat man nicht gesehen“, stellte Gäste-Trainer Peter Vollmann fest. [..] Dennoch gab es im Anschluss von den etwa 1300 Hansa-Anhängern im 80 Jahre alten, derzeit im Komplett-Neubau befindlichen Stadion an der Gellertstraße lautstarke Unmutsbekundungen. Was Peter Vollmann bis zu einem bestimmten Grad nachvollziehen konnte: „Wenn man das Ergebnis sieht, verstehe ich die Fans.“ Nicht jedoch, so der 56-Jährige, wenn die Mannschaft mit Sprechchören à la „Wir woll’n euch kämpfen seh’n“ konfrontiert werde, denn sie habe „bis zur 90. Minute versucht, das Beste aus dem Spiel herauszuziehen“, und keinen schlechteren Fußball gezeigt als der Gegner. [..]

Trainerstimmen

Peter Vollmann (MDR-Online):
"Das Spiel lässt sich schnell zusammenfassen: Wir haben zwei schreckliche Gegentore bekommen und zwischen diesen Toren, in einer von uns sehr guten Phase, den Ausgleich markiert. Wo ich bis jetzt noch nicht weiß, warum er nicht gegolten hat. Unser Gegner hat sehr effizient gespielt. Was meine Mannschaft betrifft: Sie hat gut gespielt und gekämpft, nur das Ergebnis war sehr schlecht."

Karsten Heine (MDR-Online)
"Wir haben ein sehr interessantes und gutes Drittligaspiel gesehen und die Tore zu sehr günstigen Zeitpunkten erzielt. Ab der 15. Minute haben wir leider unseren Faden etwas verloren, viele Zweikämpfe verloren und Rostock war dann besser im Spiel. Ab der 35. Spielminute haben wir dann wieder einen Gang hochgeschaltet und mit dem 2:0 uns ein kleines Ruhekissen geschaffen. Die zweite Halbzeit haben wir sehr souverän gestaltet, Rostock keine Chance aus dem Spiel gestattet. Nur im Abschluss hat es noch etwas gehapert bei uns."

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