Saison 2014/2015
CFC / 3. Liga



 
MSV Duisburg
MSV Duisburg3:0Chemnitzer FC
Chemnitzer FC
24. Spieltag - 3. Liga - Saison 2014/2015
Samstag, 07. Februar 2015, 14:00 Uhr
Schauinsland-Reisen-Arena, Duisburg
Zuschauer: 11.260
Schiedsrichter: Treiber (Naunburg)
MSV DuisburgTorfolgeChemnitzer FC
T Ratajczak
A Feltscher
A Meißner
A Bajic
A DumGelbe Karte
M Hajri (18. Grote)
M Dausch
M Klotz (69. Gardawski)
M De Wit
S Onuegbu (80. Schnellhardt)
S Janjic

Trainer: Lettieri
1:0 Grote (29.)
2:0 Grote (31.)
3:0 Onuegbu (35.)

T Pentke
A Poggenberg
A Endres
A Röseler
A ConradGelbe Karte
M Stenzel
M Karlik (46. Danneberg)
M Cecen (46. TürpitzGelbe Karte)
M LorenzoniGelbe Karte
S Fink (81. Ziereis)
S Löning

Trainer: Heine
Kurzbericht

Von Frank Neubert

Der Chemnitzer FC hat im neuen Jahr 2015 leider nahtlos an die schwachen Auswärtsleistungen des vergangenen Jahres angeknüpft. Beim MSV Duisburg setzte es eine klare 0:3-Niederlage, die bereits zur Halbzeit feststand. Das die Trauben beim Aufstiegsanwärter MSV hoch hängen würden, war klar, ein Punktgewinn - oder gar mehr - nur bei den allergrößten Optimisten eingeplant. Allerdings bleibt unterm Strich die ernüchternde Bilanz, dass die schwarze Auswärtsserie nunmehr bei 8 Spielen ohne Torerfolg und 7 Spielen ohne Punktgewinn in Folge (!) liegt. Den letzten Auswärtstreffer in der Liga erzielte Kehl-Gomez am 1. September 2014 in Dortmund!

Dabei hätte Fink die miese Bilanz in der 12. Minute beinahe aufgebessert. Ein Fehlpass in der MSV-Abwehr brachte den CFC-Torjäger allein vor Ratajczak, der den Schlenzer von Fink großartig parierte. Nach einem Zusammenprall zwischen Conrad und Hajri gab es 3 Minuten Unterbrechung und letzterer wurde vom Spielfeld getragen. Für ihn kam Grote, und das sollte sich als Glücksgriff für Duisburg erweisen. Denn dieser Grote verwandelte erst einen langen Pass durch die CFC Abwehr zum 1:0, zwei Minuten später stand er nach einer sehenswerten MSV-Kombination am zweiten Pfosten blank und schob aus 15 Metern zum 2:0 ein. Der CFC hatte sich kaum geschüttelt, da gab es eine Ecke für den MSV und schon wieder tauchte Grote im Strafraum auf - diesmal bediente er nach einem Endres-Querschläger Onuegbu, der aus Nahdistanz zum 3:0 abstaubte. Drei Tore in sechs Minuten! Die über 10.000 Duisburger freute es, für den Club ging es eigentlich nur noch um Schadensbegrenzung. Besonders auffällig war, wie fix und zielstrebig die Hausherren das Mittelfeld überbrückten und immer wieder mit langen Bällen gefährliche Situationen schufen. Wenigstens fiel bis zur Pause kein weiterer Treffer für die Ruhrstädter.

In der Halbzeit gab es für die männlichen Fußballanhänger einen feinen Augenschmaus, denn der MSV hatte zur Miss-Wahl aufgerufen. Auf einem roten Teppich präsentierten sich zahlreiche, nett anzuschauende junge Damen vor dem einheimischen Fanblock. Als die Meidericher hörten, dass sich in ihrem Hotel im türkischen Wintertrainingslager in Antalya 400 russische Models zu einem Schönheitswettbewerb versammeln wollten, buchte die Vereinsführung kurzerhand ein anderes Hotel, und handelte sich damit einige spöttische Bemerkungen ein. Mit der Miss-Wahl wollten die Zebras den aufgekommenen Verdacht der Prüderie nun aus der Welt schaffen.

Nett anzuschauen waren nach dem Pausentee auch die Versuche des CFC, irgendwie zum Anschlusstreffer zu kommen. Heine hatte die Neuzugänge Karlik und Cecen in der Kabine gelassen und mit Danneberg & Türpitz zwei neue Spieler auf den Rasen geschickt. Türpitz, Torschütze zum 2:0 gegen Köln, rechtfertigte die Einwechslung - der erste Schußversuch von ihm ging zwar in die Wolken, aber Nummer Zwo (65.) war ein feiner Schlenzer, bei dem Ratajczak sein ganzes Können aufbieten musste, um den Ball noch zur Ecke zu lenken. Zuvor hatte Türpitz bereits Löning gut in Szene gesetzt (64.). Fairerweise muss man aber sagen, dass diese CFC-Chancen nur zustande kamen, weil der MSV mindestens einen Gang herunterschaltete - er hatte wohl an seinen Brustsponsor kurzurlaub.de gedacht - und mit Geduld die 3:0-Führung verwaltete. Nach 70 Minuten nahm MSV-Coach Lettieri seinen Torjäger Nico Klotz vom Feld, ein deutliches Zeichen, dass die Partie in seinen Augen gelaufen war. Auf Chemnitzer Seite kam noch Ziereis auf den Rasen, am Endstand, der bereits nach 35 Minuten feststand, änderte dies nichts mehr.

Trainerstimmen

Karsten Heine (MDR-Online):
"Die ersten 30 Minuten haben wir absolut auf Augenhöhe agiert und hatten ja auch die erste richtig zwingende Chance des Spiels, die Duisburgs Keeper klasse entschärfte. Dann hat uns in der 32. Minute wohl der Blitz getroffen. Auch wenn die beiden Tore zum 1:0 und 2:0 gut herausgespielt waren, sind sie durch unsere Passivität absolut begünstigt worden. Dort sind unsere Aggressivität und unser Zweikampfverhalten unzureichend gewesen. Die zweite Halbzeit war für uns ein Spagat zu zwischen einer Ergebnisverbesserung und der Gefahr von Kontern und noch mehr Gegentoren. Das ist uns dann recht ordentlich gelungen. Aber die sechs Minuten in der ersten Halbzeit waren eben ausschlaggebend."

Gino Lettieri (MDR-Online)
"Die Mannschaft stand in der Pflicht, sich gegenüber dem Halle-Spiel zu steigern. Das hat sie zu 100 Prozent erfüllt. Die Mannschaft ist intern sehr gefestigt und hat heute die taktischen Vorgaben sehr gut erfüllt. Das bedeutete insbesondere das zielgerichtete Konterspiel bei eigenem Ballgewinn, auch wenn es halt ein Heimspiel ist."

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