Saison 2015/2016
CFC / 3. Liga



 
Chemnitzer FC
Chemnitzer FC3:1Hallescher FC
Hallescher FC
14. Spieltag - 3. Liga - Saison 2015/2016
Sonntag, 25. Oktober 2015, 15:00 Uhr
Fischerwiese, Chemnitz
Zuschauer: 8.225
Schiedsrichter: Winkmann (Kerken)
Chemnitzer FCTorfolgeHallescher FC
T Kunz
A Kehl-Gomez (61. LöningGelbe Karte)
A ConradGelbe Karte
A Endres
A Nandzik
M Stenzel
M Dem
M KaffenbergerGelbe Karte (77. Danneberg)
M Cincotta (85. Cecen)
S Fink
S Türpitz

Trainer: Heine
1:0 Conrad (36.)
1:1 Osawe (51.)
2:1 Cincotta (66.)
3:1 Fink (81.)

T Bredlow
A Rau
A KleineheismannGelbe Karte
A Engelhardt
A AcquistapaceGelbe Karte (76. Ziegenbein)
M Diring
M Brügmann (46. Furuholm)
M Pfeffer (84. Baude)
M BertramGelbe Karte
M Banovic
S Osawe

Trainer: Böger
Spielbericht

CFC erzwingt langersehnten Heimsieg gegen Halle

Von Erik Büttner

Es ist ein kleiner Tag für die Geschichtsbücher: Fabian Stenzel zieht mit seinem 233. Einsatz mit dem bisherigen Rekordhalter der dritten Liga, Jens Truckenbrod (Münster), gleich und nach über 24 Jahren gelingt es dem CFC an diesem Sonntagnachmittag endlich wieder einmal im eigenen Haus den Halleschen FC zu schlagen. 8.225 Zuschauer sehen, wie die Himmelblauen in einem umkämpften Spiel eine starke Elf aus Halle mit 3:1 niederringen und damit auch im fünften Spiel in Serie ungeschlagen bleiben.

Es ist Sonntagnachmittag um kurz nach 15 Uhr als Schiedsrichter Guido Winkmann die letzte Partie des 14. Spieltages anpfeift. CFC-Trainer Heine schickt genau die gleiche Startelf wie in der Vorwoche in Mainz ins Rennen. Das heißt auch, dass der wiedergenesene Frank Löning zunächst auf der Bank sitzt.
In den ersten Minuten bewegt sich der Ball hauptsächlich zwischen den Strafräumen. Nach 10 Minuten eröffnet dann Halle den Reigen der Strafraumszenen, als Sören Bertram einen Schuss aus spitzem Winkel durch den Torraum schickt aber das Gehäuse knapp verfehlt. Für Chemnitz verbucht Marcel Kaffenberger die erste gute Chance mit einem von Stefano Cincotta aufgelegten Volleyschuss aus 15 Metern (12.). Mitte der ersten Halbzeit zeigt Halle mehr Zug zum Tor und beschäftigt den CFC ordentlich mit Abwehraufgaben; da gehört auch Torwart Kevin Kunz dazu, dem in der 24. Minute von Diring alles abverlangt wird. Nachdem 30 Minuten gespielt sind, bekommt der CFC langsam Halle in den Griff und hat gute Chancen auf die Führung. Fink will es nach einem schönen Spielzug über Türpitz zu genau machen und setzt den Ball oben links knapp neben das Eck (32.). Drei Minuten später klappt das besser: Nach einer Cincotta-Ecke verlängert Fink mit einem Querschläger zu Conrad, der aus 12 Metern den Ball ins Tor nagelt. Über 7.000 CFC-Fans sind aus dem Häuschen, lange Gesichter bei den 1.000 Rot-Weißen im Gästeblock. Bis zur Pause versucht sich Halle am Ausgleich, bleibt damit aber reichlich erfolglos. Und so kann sich die Himmelblaue Elf beim Gang in die Kabine am Applaus von den Rängen laben.

Die Pause nutzt aber vor allem Halle gut, unter anderem für die Einwechslung von Stürmer Timo Furuholm. Mit dieser Verstärkung im Angriff bläst Halle zur Attacke auf die Chemnitzer Führung und hat damit in der 51. Minute Erfolg: Nach einer geklärten Ecke des CFC schickt der HFC seinen Topstürmer Osawe auf die Konterreise, der lässt Nandzik und Stenzel ganz schlecht aussehen und sich auch vom herbeigeeilten Conrad nicht aufhalten Schuss von rechts und Ausgleich. Und dieses 1:1 ist durchaus verdient, hatte Halle bisher doch die besseren Möglichkeiten.
In der Folgezeit zeigt sich der CFC angeschlagen und kann die Gäste, die nun mehr als das Unentschieden wollen, nur mit großer Mühe von deren Plan abhalten. Doch dann der Antritt des Alexander Nandzik, der bei Osawes Treffer keine gute Figur abgab: Auf der linken Seite flitzt er die Seitenlinie entlang, Banovic kann ihn nicht stoppen und so flankt Nandzik nach innen, wo Marco Engelhard genau vor die Füße von Cincotta klärt und der den Ball aus spitzem Winkel ins Tor zirkelt (66.). Es ist ein Treffer zu richtigen Zeit, denn er bremst Halle erst einmal ein wenig aus.
Das Spiel bleibt rassig, umkämpft und emotional. Als Türpitz am Strafraum gefoult wird, fordern die Massen Elfmeter - doch Winkmann gibt nur Freistoß, aber die Massen haben Recht. Halle versucht viel, um erneut zum Ausgleich zu kommen, sieht sich aber einer CFC-Elf gegenüber, die nun wieder selbstbewusst auftritt und immer stärker wird. Und so macht dann Anton Fink den Sack auch zu: Nach Zuspiel des eingewechselten Löning setzt er sich super gegen Engelhard durch und schiebt den Ball aus Nahdistanz ins Tor (81.).
Auch in den restlichen 10 Minuten arbeitet Halle weiter an einem Treffer, kommt aber nicht mehr gegen die nun sichere CFC-Abwehr an. Stattdessen haben die Himmelblauen durch Cincotta (84.) und Türpitz (89.) noch Chancen auf weitere Tore. Am Ende bleibt es beim 3:1.

Das Ergebnis ist nicht unverdient und hart erarbeitet, aber auch ein wenig glücklich. Halle agierte mit seiner Erfolgsserie im Rücken sehr selbstbewusst und verlangte dem CFC viel ab. Chemnitz reagierte bisweilen zu überhastet und kopflos, arbeitete sich aber in die Partie hinein, machte immer zu den richtigen Zeitpunkten die Tore und holte sich damit das Selbstvertrauen zurück. Nun gilt es, den Schwung mit in die Auswärtspartie nach Bremen mitzunehmen und dort mit einem Erfolg das große Derby in knapp zwei Wochen vorzubereiten.

Wertung: 2,5 (Rassiges Derby, dem aber etwas die Klasse fehlte)

Beste Himmelblaue: Conrad, Cincotta, Kunz

Trainerstimmen

Stefan Böger (HFC) bei MDR-Online:
"Fußball ist ein Fehlerspiel und wenn man zu viele Fehler macht, kann man ein Spiel nicht gewinnen. Insbesondere die Gegentore zwei und drei werden wir noch intensiv auswerten. Trotz allem hat man gesehen, dass meine Mannschaft alles gegeben hat und sich hier eine Spielanlage entwickelt hat, mit der wir in Zukunft noch viele Tore holen."

Karsten Heine (CFC) bei MDR-Online:
"Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen und Halle hat man das Selbstvertrauen durch die Ergebnisse der letzten Wochen angemerkt. Ich muss meiner Mannschaft zugutehalten, wie sie dann im Laufe der ersten Halbzeit ins Spiel gekommen ist und sich auch zwei, drei Chancen, insbesondere die Großchance von Toni Fink erarbeitet hat. In der zweiten Halbzeit haben wir dann einen Ausgleich bekommen, den wir hätten viel besser verteidigen müssen. Aber diesen Ausgleich hat meine Mannschaft gut weggesteckt und sich mit viel Willen und auch etwas Glück den Sieg erarbeitet."

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