Saison 1997/1998
CFC / Regionalliga



 
Chemnitzer FC
Chemnitzer FC1:3Karlsruher SC
Karlsruher SC
1. Runde - DFB-Pokal - Saison 1997/1998
Donnerstag, 14. August 1997, 18:30 Uhr
Fischerwiese, Chemnitz
Zuschauer: 7.000
Schiedsrichter: Meyer (Braunschweig)
Chemnitzer FCTorfolgeKarlsruher SC
T Weißflog
A WienholdGelbe Karte (8. Ullmann/ 73. Hennig)
A Laudeley
A Hertzsch
M Bittermann
M Krasselt
M Tetzner
M Köhler
M Liebers
S Jörg SchmidtGelbe Karte
S Osmanovic

Trainer: Franke
0:1 Reich (21.)
1:1 Osmanovic (40./Handelfer)
1:2 Wück (60.)
1:3 Reich (80.)

T Reitmaier
A Hengen
A Reich
A Regis
M Keller (83. Metz)
M NyarkoGelbe Karte
M Häßler
M Schepens
M Wück (90. Krauss)
S Dundee
S Gilewicz (70. Schroth)

Trainer: Schäfer
Spielbericht

Es war eines dieser Spiele, über das man noch Wochen später spricht. Der CFC empfing den Spitzenreiter der 1. Bundesliga, den Karlsruher SC. Und die 7000 Zuschauer, die an diesem lauen Sommerabend den Weg zur Fischerwiese gefunden hatten, sollten ihr Kommen nicht bereuen. Sie sahen ein temporeiches und spannendes DFB-Pokalspiel und einen CFC, der keine Klassenunterschiede erkennen ließ. Im Gegenteil, die Himmelblauen machten von Anfang an Druck, ließen den KSC kaum Zeit zum Luft holen. Alexander Tetzner hatte schon in der 3. Minute die Riesenchance zur Führung, doch sein Kopfball strich nur knapp am Gehäuse von Reitmaier vorbei. Auch danach hatte der sehr spielfreudige Tetzner noch 2 gute Gelegenheiten bis in der 21. Minute plötzlich das Spiel auf den Kopf gestellt wurde. Einen Freistoß von KSC-Kapitän Hässler nutzte Ex-BFC'ler Burkhard Reich per Kopf zur 1:0 Führung für den KSC.
Zu diesem Zeitpunkt hatten die Himmelblauen schon das erste Mal gewechselt. Lutz Wienhold mußte nach einem Zweikampf mit "Crocodile" Sean Dundee mit Verdacht auf Schienbeinbruch raus, für ihn kam Mirko Ullmann. Wer jetzt dachte, das wäre schon das Aus für alle himmelblauen Pokalträume sah sich getäuscht. Nur kurz brauchte der CFC, um sich von dem Schock des Rückstandes zu erholen, dann liefen wieder die "himmelblauen" Angriffswellen auf das "dunkelblaue" KSC-Tor. Was die CFC-Fans dabei am meisten begeisterte, war daß ihre Lieblinge nicht nur kämpferisch stark waren,sondern auch spielerisch brillierten. Dagegen war von den hochgelobten KSC-Stars Dundee und Hässler (außer bei seinen Freistößen) kaum etwas zu sehen. In der 40. Minute lief dann wieder ein Angriff des CFC auf das Karlsuher Tor. Und er wurde belohnt. Ein Handspiel von Reich im Strafraum ahndete Schiri Meyer mit Strafstoß und unter den Jubel der Fans schoß "Ossi" zum 1:1 ein. So ging's auch in die Pause.
In der 2. Halbzeit dann ein ähnliches Bild wie in der 1. Halbzeit. Die Himmelblauen spielten weiter couragiert nach vorn, auch wenn der KSC jetzt besser ins Spiel kam. Die 58. Minute wurde dann zum Schlüsselereignis dieser Partie. Denn zu diesem Zeitpunkt war der CFC der Sensation ganz nah, quasi nur 2-3 cm davon entfernt. Diese fehlten, als Ullmann aus 20 m urplötzlich abzog und den Ball an den Innenpfosten des KSC-Gehäuse hämmerte. Fast im Gegenzug der Führungstreffer für die Karlsruher, als die CFC-Hintermannschaft bei einem Hässler-Freistoß nicht auf dem Posten war und Wück unbedrängt den ansonsten gut haltenden Weißflog überwinden konnte. Auch dem 3:1 für den KSC ging ein Freistoß von Hässler voran, diesmal nutzte Reich mit seinem zweiten Treffer die Verwirrung in der CFC-Abwehr. Das soll aber die Leistung der Himmelblauen nicht schmälern, die sich nie aufgaben und bis zum Schlußpfiff leidenschaftlich um den Anschlußtreffer kämpften. Das das nicht klappte lag an der ungenügenden Cleverneß bei der Chancenverwertung, die an diesem Abend aber auch den einzigen Klassenunterschied ausmachte.
Fazit: Die stehenden Ovationen, mit denen die Fans ihre Lieblinge verabschiedeten waren der Lohn für eine starke Leistung der Himmelblauen, die an diesem Abend mehr Gewinner als Verlierer waren. Schon am Mittwoch geht es weiter mit dem Klassiker gegen die Auer Veilchen. Da gilt es das gegen den KSC Gezeigte zu bestätigen und sollte das gelingen, dann sieht es um die sportliche Zukunft des CFC gar nicht so schlecht aus.

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