Saison 2015/2016
CFC / 3. Liga



 
Chemnitzer FC
Chemnitzer FC2:1VfL Osnabrück
VfL Osnabrück
37. Spieltag - 3. Liga - Saison 2015/2016
Samstag, 07. Mai 2016, 13:30 Uhr
Fischerwiese, Chemnitz
Zuschauer: 8.441
Schiedsrichter: Kampka (Mainz)
Chemnitzer FCTorfolgeVfL Osnabrück
T Kunz
A Bittroff
A Endres
A Conrad
A Koch (88. Röseler)
M Stenzel
M Steinmann
M Türpitz (70. Baumgart)
M Fink (78. Danneberg)
M Cincotta
S Frahn

Trainer: Köhler
1:0 Frahn (42.)
1:1 Willers (76.)
2:1 Steinmann (84.)

T Schwäbe
A FalkenbergGelbe Karte
A Pisot
A Willers
A Dercho
M GroßGelbe Karte
M Syhre (57. Kandziora)
M Ornatelli
M Hohnstedt
S Savran
S Alvarez (17. Menga)

Trainer: Enochs
Spielbericht

CFC mit versöhnlichem Saisonausklang zu Hause

Von Erik Büttner

Nun ist das Heimspieljahr zu Ende und der Chemnitzer FC hat sich mit einem Sieg von den eigenen Zuschauern verabschiedet. Mit 2:1 gewannen die Himmelblauen gegen den VfL Osnabrück, der mit großen Ambitionen nach Sachsen gekommen war.

Matti Steinmann im Tanz mit 2 Osnasen Die Ausgangslage vor diesem vorletzen Spieltag sah Osnabrück noch in Sichtweite zu Relegationsplatz drei. Für Chemnitz war nur noch Schaulaugen angesagt. Aber auch das mobilisierte bei sonnig blau-weißem Himmel und wohligen Temperaturen 8.441 Zuschauer auf die bald abgeschlossene Fischerwiesenbaustelle zu kommen. Damit steht am Saisonende ein Zuschauerschnitt von 7.454 und das ist der zweitbeste Wert seit Ende der DDR – es fehlten insgesamt nur knapp 3.000 Zuschauer für einen neuen Bestwert.

Aus Osnabrück sind übrigens knapp 500 angereist und die zeigen sich mit dem Anpfiff als schlechte Gäste: Aus der Nordost-Ecke quillt dicker unblauer Rauch – sowas will in Chemnitz echt keiner sehen!! Und wie die Feuerwehr, die sich nun in Richtung Gästeblock aufmacht, legen auch beide Mannschaften los. Doch in der Offensive fehlt es beiden an Genauigkeit. Nach neun Minuten brennt es dann aber lichterloh im CFC-Strafraum: Kevin Conrad vertändelt einen schon geklärten Ball, Massimo Ornatelli findet mit einer Eingabe Halil Savrans Kopf, der aber zum Glück das Tor verfehlt (genauere Abschlüsse gehen wahrscheinlich nur mit der Hand…). Osnabrück bleibt aber dran. Nur vier Minuten später tankt sich Marcos Alvarez in den Strafraum donnert das Leder an den Pfosten und verletzt sich dabei, so dass er gegen Addy Waku-Menga ausgewechselt werden muss (17.). Nach rund einer halben Stunde hat Chemnitz den VfL wieder einigermaßen im Griff und zeigt sich nun auch mal vor Osnabrücks Tor. Doch „Fußballgott“ Anton Fink ist etwas zu eigensinnig und scheitert so vor der Südkurve an Osnabrücks Torwart Marvin Schwäbe (29.). Als die Uhr schon stramm in Richtung Pause rennt, machen es seine Kollegen besser: Ville-Matti Steinmann spielt einen Zuckerpass auf Phillip Türpitz, der rennt von rechts in den Strafraum, spielt quer, alle verpassen – alle, außer Daniel Frahn am langen Pfosten, der ins quasi leere Tor einschiebt (42.). Das Stadion bebt im Jubel und Frahn salutiert für seinen Treffer Nummer acht beim CFC. Doch noch ist nicht Pause und Fink setzt einen Faden ab; doch der abgefälschte Ball geht knapp am Kasten vorbei und der CFC mit der knappen Führung in die Pause.

Kollektiver Jubel nach dem Sieg im letzten Heimspiel der Saison Der VfL Osnabrück kommt mit viel Schwung aus der Kabine, kann den jedoch nicht für gefährliche Aktionen verwerten. So reicht es den Himmelblauen, sich aufs Verteidigen zu beschränken. Denn Osnabrück zeigt unter anderem mit vielen Fehlabspielen, dass sie auf dem von ihnen immer noch anvisierten Relegationsrang nichts zu suchen haben. Doch zu viel Passivität tut eben nicht gut und so kommt dann der VfL insbesondere nach Standards zu Tormöglichkeiten. In Minute 62 ballt Türpitz die Siegerfaust; doch er hat nicht getroffen, sondern nach einer Ecke auf der Torlinie seiner Mannschaft den Vorsprung gerettet. Der CFC ist nun geweckt und wird wieder etwas aktiver. Alexander Bittroff schleppt den Ball über das halbe Spielfeld, donnert den Ball aber knapp am Tor vorbei und bringt sich damit um die Krone auf seine wieder grundsolide Leistung (64.). Ihm nach macht es Verteidigerkollege Jan Koch, der jedoch am VfL-Torwart scheitert (70.). Kurz zuvor war ein Tor von Fink aufgrund einer deutlichen Abseitsstellung zurückgepfiffen worden.

Und dann passiert, was sich irgendwie anbahnte: Nach einer Ecke köpft Tobias Willers den Ball an den Pfosten und erwischt auch den zurückprallenden Ball - diesmal aber zielgenauer und die Murmel liegt im CFC-Kasten. Diesmal hatte keiner diesen Pfosten abgesichert und so heißt es nun 1:1 (76.). Doch der CFC zeigt sich recht unbeeindruckt, erstickt mit der Auswechselaktion des heute eher blassen „Fußballgottes“ gegen Tim Danneberg (76.) Osnabrücks wiedererlangten Angriffsschwung und schlägt dann selbst eiskalt zu: Frahn bedient nach einer zuvor kläglich versemmelten Kontermöglichkeit mustergültig Steinmann, der umkurvt den Osna-Torwart und vollstreckt vorzüglich zum 2:1 (85.). In den verbleibenden Minuten ist der VfL noch um ein Tor bemüht, aber wie schon im ganzen Spiel bekommt er die Abschlüssen nicht richtig gebacken. Und so ist der CFC durch Stefano Cincotta und einem Lupfer an die Latte am Ende näher am dritten Tor (90.) als die Gäste am Ausgleich.

Für den VfL Osnabrück platzen damit nach 1999 wieder einmal Aufstiegsträume in Chemnitz. Der CFC verabschiedet sich versöhnlich aus einer sehr durchwachsenen Saison von seinem Heimpubilkum und strebt nach den Worten seines Kapitäns Kevin Conrad nun in eine „hoffentlich konstantere Saison mit zusammen viel Spaß“...

Wertung: 3,0 (Ein Spiel mit viel Luft nach oben auf beiden Seiten)

Beste Himmelblaue: Steinmann, Kunz, Bittroff

Trainerstimmen

Joe Enochs (VfL) bei MDR Online:
"Wir sind gut ins Spiel hineingekommen und konnten das umsetzen, was wir uns vorgenommen hatten. Nach einer Viertelstunde bekam unser Spiel nach der Verletzung von Marcos Alvarez leider einen Knick. Kurz vor der Pause sind wir durch einen individuellen Fehler in Rückstand geraten, der aus dem Nichts heraus kam. In der zweiten Halbzeit haben wir stark nach vorn gespielt und sind zum verdienten Ausgleich gekommen. Bei unseren Bemühungen für den Siegtreffer ließen wir zu viele Torchancen zu, die ein Gegner mit dieser Qualität dann auch ausnutzt."

Sven Köhler (CFC) bei MDR Online:
"Ich bin stolz auf meine Mannschaft, die diesen Fight gegen Osnabrück angenommen hat. Nach starken ersten fünf Minuten hat Osnabrück sehr präsent gespielt. Beim Führungstreffer möchte ich besonders den Pass von Matti Steinmann erwähnen, der das Tor eingefädelt hat. In der zweiten Halbzeit hat Osnabrück alles versucht, um zum Ausgleich zu kommen. Wir haben leider unsere Konter nicht konsequent gespielt und bekamen prompt das 1:1. Zu einem anderen Zeitpunkt in der Saison wäre Osnabrück sicher mit dem Punkt zufrieden gewesen. So spielten sie aber auf Sieg und wir konnten einen Konter noch zum Sieg veredeln."

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