Saison 2016/2017
CFC / 3. Liga



 
MSV Duisburg
MSV Duisburg1:0Chemnitzer FC
Chemnitzer FC
10. Spieltag - 3. Liga - Saison 2016/2017
Samstag, 01. Oktober 2016, 14:00 Uhr
Schauinsland-Reisen-Arena, Duisburg
Zuschauer: 12.151
Schiedsrichter: Wolfgang Stark (Ergolding)
MSV DuisburgTorfolgeChemnitzer FC
T Flekken
A Klotz
A Blomeyer
A Bajic
A Wolze
M Albutat
M Schnellhardt
M Bröker
M Janjic (83. Iljutchenko)
M Wiegel (72. Engin)
S Brandstetter (66. Onuegbu)

Trainer: Gruev
1:0 Brandstetter (7.)

T Kunz
A Stenzel
A Koch (85. Breitfelder)
A Conrad
A Grote
M Danneberg
M Dem
M Türpitz (66. Baumgart)
M Fink
M Mast (66. Jopek)
S Rodriguez

Trainer: Köhler
Spielbericht

Ohne Chance beim Spitzenreiter

Von Pierre Schönfeld

Ausser Spesen nichts gewesen. So lautet am Ende das Fazit der Dienstreise der Himmelblauen zum Spitzenreiter MSV Duisburg. Sang- und klanglos mit 0:1 verlor die Köhler-Elf die Partie in der "Schauinsland-Arena" und war damit am Ende noch gut bedient.

Über 250 Fans gaben in Duisburg allesDie personellen Voraussetzungen vor der Partie waren beim CFC nicht die besten. Mit Daniel Frahn und Marc Endres fehlten zwei Spieler krank oder verletzt aus der Mannschaft der Vorwoche, die den VfL Osnabrück beim 3:0 souverän abgefidelt hatte. Dazu kamen weitere Ausfälle mit Hansch und Cincotta. Für Frahn rückte Dynamo-Leihgabe Rodriguez in den Angriff, für Endres spielte Koch in der Innenverteidigung.

Die Hoffnung, nach dem Sieg gegen Osna einen weiteren Coup landen zu können, hielt in Duisburg nur ganze 8 Minuten. Dann hatte sich Brandstetter an der Strafraumgrenze gegen Koch durchgesetzt und Kunz mit einem Schuss ins lange Ecke keine Chance gelassen. 1:0 für die Zebras. Davor hatten die Duisburger Glück bzw. unsere Jungs Pech, als ein Handspiel eines Duisburger Verteidigers im Strafraum von Schiri Stark nicht geahndet wurde. Die beste Chance zurückzuschlagen bot sich Türpitz nach 12 Minuten, als er nach feinem Pass von Fink das Leder aus vollem Lauf knapp neben das Tor setzte. Dem am langen Pfosten lauernden Mast fehlten nur wenige Zentimeter um den Ball über die Linie zu drücken. Diese Chance sollte die letzte, wirklich hochkarätige, Gelegenheit für den Club in diesem Spiel bleiben.
Ersatzstürmer Rodriguez sah keinen Stich gegen die MSV-AbwehrDuisburg hatte insbesondere durch Fernschüsse von Schnellhardt und Albutat die Chance zu erhöhen. Kurz vorm Pausenpfiff landete zudem ein Freistoß von Schnellhardt am Außennetz.

Wer nach der Pause einen anstürmenden CFC erwartet hatte, wurde bitterlich enttäuscht. Auf dem Rasen sahen die ca. 250 mitgereisten Clubfans Einbahnstraßenfußball in Richtung Tor von Kunz. Die Offensive der Himmelblauen fand nicht statt. Was einerseits an der stark pressenden und attackierenden Defensive des MSV, jedoch auch an der erschreckenden Einfallslosigkeit im Aufbauspiel, hohen Fehlerquote im Paßspiel und fehlenden Zweikampfstärke auf Seiten des CFC lag. Die Duisburger vergaben ihrerseits beste Chancen, das Spiel vorzeitig zu entscheiden. Mit Janjic (46., Ball verstolpert), Schnellhardt (48., aus 20 Metern an die Latte), Wolze (48., aus 20 Metern Außennetz), Brandstetter (57.., Kopfball vorbei), Engin (75., Schuss vorbei), Onuegbu (78., Kunz, gehalten) ließ der MSV ein halbes Dutzend bester Gelegenheiten liegen. Ein sichtlich enttäuschter Jamil Dem bei den FansUnd der CFC? Der kam erst in der Nachspielzeit zu einer Halbchance als ein Fernschuss von Grote für den Duisburger Keeper aber kein Problem darstellte.

Fazit: Bei der angespannten Personalsituation war es von vornherein unrealistisch beim souveränen Tabellenführer etwas mitzunehmen. Trotzdem, insgesamt ist der CFC in Duisburg zu mutlos aufgetreten - kein Vergleich zum Auftritt in der Vorwoche gegen den VfL. Wenn sogar gegnerische Fans den Himmelblauen eine schwache Leistung attestieren, dann sollte das zu denken geben. Man kann Spiele wie beim MSV verlieren, doch sollte man stets alles versucht haben, ein besseres Ergebnis zu erreichen. Dieses Gefühl hatte man in Duisburg nicht.

Wertung: 3,5

Bester Himmelblauer: Conrad

<< 9. Spieltag Achtelfinale Sachsenpokal >>