Saison 2016/2017
CFC / 3. Liga



 
Chemnitzer FC
Chemnitzer FC2:3MSV Duisburg
MSV Duisburg
29. Spieltag - 3. Liga - Saison 2016/2017
Samstag, 25. März 2017, 14:00 Uhr
Fischerwiese, Chemnitz
Zuschauer: 6.841
Schiedsrichter: Willenborg (Osnabrück)
Chemnitzer FCTorfolgeMSV Duisburg
T Kunz
A Stenzel (87. Dabanli)
A Mbende
A Conrad
A Bittroff
M DannebergGelbe Karte
M Jopek (64. Hansch)
M Türpitz
M Fink
M Grote
S Frahn

Trainer: Köhler
0:1 Wiegel (22.)
1:1 Türpitz (40.)
2:1 Türpitz (52.)
2:2 Brandstetter (68.)
2:3 Onuegbu (73.)

T Flekken
A Erat
A Bajic
A Bomheuer
A Poggenberg
M Albutat (68. Janjic)
M SchnellhardtGelbe Karte (79. Hajri)
M Wiegel
M Engin
S Brandstetter (68. Onuegbu)
S Iljutcenko

Trainer: Gruev
Spielbericht

Doppelter Türpitz, aber keine Punkte gegen effektiven Spitzenreiter

Von Pierre Schönfeld

Als Clubfan ist man ja einigen Kummer gewöhnt, doch das Spiel am Samstag gegen den Tabellenführer aus Duisburg war noch mal ein so richtiger Tritt in den Allerwertesten aller, die es gut mit dem CFC meinen. CFC - MSV Duisburg 2:3 Gut gestartet. Dann Rückstand. Ausgleich. Spiel gedreht. Wieder Ausgleich? Ein Punkt? Denkste! Rückstand. Anrennen. Aus! Zweite Niederlage in Folge. So der Horrorfilm von 29. Spieltag in Kurzform. Die himmelblaue Community in der "Für Dich"-Arena war entsprechend bedient.

Nach der Pleite in Osnabrück gab es gegen Duisburg vier Veränderungen in der Startelf. Die zuletzt gesperrten Stenzel und Jopek kehrten ins Team zurück, dazu starteten Frahn und Bittroff. Beim MSV stand mit Poggenberg ein alter Bekannter in der Startelf.
Die Partie ließ sich gut an. Der CFC begann druckvoll, wollte zeigen, dass er Herr im eigenen Hause ist. Danneberg hatte die erste gute Chance, als er knapp neben das Tor des MSV köpfte (6.). Fink versuchte es frech aus der Distanz, aber knapp daneben (8.). Eine Flanke von Grote verpasste Frahn nur knapp (12.). Und Duisburg? Der Spitzenreiter schlug eiskalt zu. Ein Angriff der Himmelblauen wurde gestoppt, dann der lange und schnelle Ball auf Wiegel gespielt, der setzt sich gegen Mbende und Conrad durch und schiebt die Murmel ein - 0:1 nach 23 Minuten.

CFC - MSV Duisburg 2:3 Doch der CFC wehrte sich. Ecke für den Club, das Leder kommt im Gewusel zu Frahn im Fünfmeterraum doch sein Schuss wird abgeblockt. Der Nachschuss von Sturmpartner Fink geht über den Kasten. Eine Hundertprozentige für die beiden Torjäger ausser Dienst (30.). Kurz vor der Pause werden die Bemühungen des CFC dann doch noch belohnt. Schneller Freistoß von Türpitz auf der rechten Seite in den Strafraum, die Duisburger Abwehr ist unsortiert, Fink irritiert den Keeper und das Leder landet im Netz. Erst sah es aus so aus, als hätte Fink den Schlappen noch dran, aber es war ein direkt verwandelter Freistoß des gut aufgelegten Türpitz. Ausgleich! Duisburg wollte direkt antworten doch Kunz zeigte sich gegen Brandstetter auf dem Posten. Nicht nur in dieser Szene zeigte sich, wie anfällig und langsam die Innenverteidigung des CFC gegen die schnellen Angreifer der Duisburger agierte. Dann war Pause.

CFC - MSV Duisburg 2:3 Mit Schwung starteten die Himmelblauen auch in die zweite Hälfte. Und die Angriffsbemühungen sollten umgehend belohnt werden. Eingeleitet über Türpitz, die Stationen Fink und Stenzel landet der Ball bei Frahn. Dessen Schuss wird abgeblockt und aus dem Hinterhalt kommt Türpitz angeschossen, der das Leder aus zehn Metern mit voller Wucht in die Maschen drischt. Spiel gedreht.Chemnitz vorn! Und fast das dritte hinterher. Doch Jopek übersieht im entscheidenden Moment den mitgelaufenen Fink und schliesst selber aufs Tor. Der Ball geht nur ans Außennetz (61.). Kurz darauf muss Jopek runter und Hansch kommt. Eine Strafmaßnahme wegen des Nichtabspiels? Fakt ist, der Wechsel zwingt den CFC zur Umstellung. Grote muss in die Mitte rücken, Hansch übernimmt dessen Position auf links. Duisburg nutzt die Gelegenheit, langer Ball von Duisburg aus der eigenen Hälfte auf Brandstetter, der (mal wieder) Conrad und Mbende stehen lässt und einschiebt. Das gleiche Schema wie beim 1:0. Bitter.

CFC - MSV Duisburg 2:3 Doch es sollte noch heftiger kommen. Wieder ein langer Ball in den Strafraum des CFC, verunglückter Kopfball von Hansch, artistischer Fallrückzieher von Erat in den Strafraum wo der eingewechselte Onuegbu am langen Pfosten lauert und einschiebt (73.). Der Club gab sich nicht geschlagen, drückte auf den Ausgleich. Köhler brachte Dabanli für Stenzel und stellte den Innenverteidiger in den Angriff. Duisburg nutzte sich den nun bietenden Raum für Konter. Janjic hätte für den MSV erhöhen können, Danneberg hatte auf der anderen Seite den Ausgleich auf dem Fuß. Dann Nachspielzeit. Drei Ecken für den CFC in Folge. Ertrag - Null. Dann Abpfiff und hängende Gesichter bei den Himmelblauen. Wieder haben sie eine unnötige Niederlage einstecken müssen.

Fazit: Da war mehr drin! In einer offenen Partie hatte der CFC den Spitzenreiter am Rande einer Niederlage. Die Moral stimmt. Doch wer hinten solche einfachen Gegentore bekommt, der kann schlussendlich nicht gewinnen. Den Trainer hingegen möchte man gern fragen, warum aus seiner Sicht dieser Wechsel von Hansch für Jopek in der 64. Minute notwendig war. Es war sicherlich nicht der, aber auf jeden Fall ein, Knackpunkt in dieser Partie.

Besten Dank für einen Teil der Bilder geht an Lenny von cfcfans.de.

Wertung: 2,5

Bester Himmelblauer: Türpitz

Trainerstimmen

Ilia Gruev (MSV) bei mdr.de:
"Wir haben wie gegen Erfurt das Spiel gedreht und das nicht nur gegen irgendeine Mannschaft, sondern ein Topteam dieser Liga. Wir sind im richtigen Moment in der ersten Halbzeit in Führung gegangen, aber kurz vor der Pause hat der Ausgleich richtig wehgetan. Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit waren wir unkonzentriert und sind in Rückstand geraten. Danach hat meine Mannschaft eine tolle Moral gezeigt und mit viel Dynamik und Tempo das Spiel gedreht."

Sven Köhler (CFC) bei mdr.de:
"Nach 25 sehr guten Anfangsminuten sind wir leider in Rückstand geraten und haben einige Zeit gebraucht, um wieder zurück zu finden. Nach dem Ausgleich haben wir auch zu Beginn der zweiten Halbzeit aktiver gespielt und sind in Führung gegangen. Dann passt es in die aktuelle Situation, dass wir in der Abwehr zu einfach auszuhebeln sind. Wobei wir vor dem 2:2 die riesen Chance zum 3:1 hatten, als Björn Jopek abschließt und nicht die mitlaufenden Fink und Frahn bedient. Zum Schluss hat der MSV seine Qualität konsequent genutzt."

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