Saison 2016/2017
CFC / 3. Liga



 
1. FC Lok Leipzig
1. FC Lok Leipzig1:2Chemnitzer FC
Chemnitzer FC
Finale - Sachsenpokal - Saison 2016/2017
Mittwoch, 24. Mai 2017, 18:00 Uhr
Bruno-Plache-Stadion, Leipzig
Zuschauer: 6.800
Schiedsrichter: Klemm (Gröditz)
1. FC Lok LeipzigTorfolgeChemnitzer FC
T Kirsten
A Krug
A Zickert
A SurmaGelbe Karte
A Trojandt
M Watahiki (78. Ziane)
M Hanne
M Georgi (46. Becker)
M Schinke (70. Hofmann)
M Maurer
S BrügmannGelbe Karte

Trainer: Scholz
0:1 Frahn (20.)
1:1 Schinke (33.)
1:2 Frahn (74.)

T Kunz
A Bittroff
A Reinhardt
A Dabanli
A Koch
M GroteGelbe Karte
M JopekGelbe Karte
M Mast
M Fink (65. Hansch)
M BaumgartGelbe Karte
S Frahn

Trainer: Köhler
Spielbericht

Doppelter Frahn schiesst CFC zum Sachsenpokalsieg

Von Pierre Schönfeld

Die Himmelblauen haben eine insgesamt durchwachsene Saison mit einem Erfolgserlebnis beendet. Im Finale des Sachsenpokals gelang dem CFC ein 2:1-Erfolg gegen den Tabellenzehnten der Regionalliga-Nordost, Lokomotive Leipzig. Beide Tore für den Club gelangen dabei dem ehemaligen Leipziger Daniel Frahn. Mit dem Gewinn des Sachsenpokals steht der CFC nun automatisch in der 1. Runde des DFB-Pokals, der dem klammen Verein ca. eine viertel Million Euro aus TV- und Ticketeinnahmen bescheren dürfte.

1. FC Lok Leipzig - CFC 1:2Sven Köhler ließ in seinem letzten Spiel als Chefcoach der Himmelblauen exakt die gleiche Elf auflaufen, die im letzten Punktspiel die Hansa-Kogge mit 2:0 versenkt hatte. 6.800 Zuschauer (mehr durften nicht) waren ins altehrwürdigen Bruno-Plache Stadion gekommen und die Leipziger Fans zeigten zu Spielbeginn eine schicke Choreo. Roter Rauch stieg aus dem Block der Leipziger auf, dazu wurde ein Hund mit einem "U", was für Underdog stehen soll und ein Banner mit der Aufschrift "Heute siegt der Underdog" gezeigt. Dass die Wunschvorstellung der Eisenbahner so nicht Wirklichkeit werden sollte, lag in erster Linie an Daniel Frahn. DF11 hatte eine extrem verkorkste Rückrunde mit nur einem mageren Törchen, gegen die Loksche schwang er sich zum besten Mann im himmelblauen Dreß auf. Schon in der 19. Minute hätte es klingeln können, als Frahn nach einem weiten Ball in den Strafraum allein auf Ex-Dynamo Kirsten zustürmte, doch der Lepziger Keeper seinen Schuß parieren konnte. Eine Minute später war er dann aber machtlos, als Frahn mit einigen Lok-Abwehrspielern Slalom spielte und das Leder links unten in die Maschen hämmerte. 1:0 für Himmelblau und 1.200 Gästefans auf dem Häuschen.

1. FC Lok Leipzig - CFC 1:2Der CFC hatte bis dato das Spiel souverän im Griff, als Bittroff sich einen dicken Patzer leistete. Er verlor den Ball gegen Brügmann, der passte den Ball nach innen wo Schinke steht und Kunz keine Chance lässt. Mit dem 1:1 ging es dann auch in die Kabine.

Nach der Pause sah man zunächst eine engagiertere Eisenbahner-Elf, die gewillt waren die große Sensation zu schaffen. Trainer Köhler reagierte entsprechend und nahm den blassen Fink vom Feld und brachte für ihn Florian Hansch. Diese Maßnahme brachte die Entscheidung. Es war Hansch, der sich in der 74. Minute schön über links durchsetzte, zunächst an Kirsten scheitert aber den Abpraller punktgenau zu Frahn in der Mitte passt, der keine Mühe hat, aus 5 Metern zu vollenden. Baumgart und Mast hätten in Folge das Ergebnis noch höher gestalten können, während die Loksche nur noch zu Halbchancen kam. Die zahlreich vertretene Polizei marschierte derweil mit mehreren Mannschaften - warum auch immer - ins Stadion ein. Wahrscheinlich wollten die Herren und Damen in Grün auch was vom Spiel sehen, anders ist das martialische Auftreten der Staatsmacht nicht zu erklären.

1. FC Lok Leipzig - CFC 1:2 Am Ende blieb es beim vielumjubelten 2:1 für den CFC, der damit immerhin schon zum neunten Mal den Sachsenpokal sein Eigen nennen darf. Danach wurde noch gefeiert, Kevin Tittel erwies sich dabei als wahres Feierbiest. Dem scheidenden Coach wurde gehuldigt und der Leipziger Stadionsprecher versuchte die Lok-Hymne anzustimmen, was schon einen gewissen Fremdschämcharakter hatte. Aber das waren alles Randnotizen bei diesem schönen Ausflug nach Leipzig. Jetzt geht es erstmal für die meisten in den Urlaub und dann ist da die grosse Hoffnung, dass in Sachen Lizenz der CFC mit zwei blauen Augen davon kommt.

Besten Dank für die Bilder geht an Lenny von cfcfans.de.

Wertung: 3,5

Bester Himmelblauer: Frahn

Trainerstimmen

Sven Köhler (CFC) bei www.mdr.de:
"Es war ein intensives Pokalendspiel mit viel Leidenschaft. Die Anfangsphase war ausgeglichen. Den Ausgleich haben wir selbstverschuldet bekommen. Das Spiel war sehr umkämpft. Ich bin froh, dass wir den Pokal geholt haben."

Heiko Scholz (Lok) bei www.mdr.de:
"Es hat Spaß gemacht, vor so einer tollen Kulisse zu spielen. Wir haben alles gegeben. Es war ein gutes und umkämpftes Pokalspiel. Ich kann meine Mannschaft nur loben. Chemnitz hat halt die besseren technischen Spieler und war am Ende um ein Tor besser. Ich freue mich, dass man in Leipzig so viele Leute mit Lok begeistern kann. Viel Erfolg an Chemnitz für die erste Runde im DFB-Pokal."

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