Saison 2017/2018
CFC / 3. Liga



 
SV Meppen
SV Meppen3:2Chemnitzer FC
Chemnitzer FC
15. Spieltag - 3. Liga - Saison 2017/2018
Samstag, 04. November 2017, 14:00 Uhr
Hänsch-Arena, Meppen
Schiedsrichter: Kornblum (Chieming)
SV MeppenTorfolgeChemnitzer FC
T Domaschke
A Jesgarzewski
A Gebers
A Vidovic
A Vrzogic
M Ballmert
M Leugers
M Yao (60. Deters)
M M. Wagner
M Granatowski
S Girth (92. Geiger)

Trainer: Neidhart
0:1 Kluft (1.)
1:1 Girth (56.)
2:1 Girth (62.)
2:2 Slavov (65.)
3:2 Girth (88.)

T Kunz
A Leutenecker
A EndresGelbe Karte
A Trapp
A MlynikowskiGelbe Karte
M Hansch
M ReinhardtGelbe Karte
M GroteGelbe Karte
M Kluft (78. Baumgart)
S Frahn
S SlavovGelbe Karte

Trainer: Steffen
Spielbericht

Verdiente Niederlage im Emsland

Von Matthias Mally

Nach dem bitteren Ausscheiden aus dem Sachsenpokal unter der Woche konnte es im Auswärtsspiel im 600 km entfernten Meppen einzig um Wiedergutmachung gehen. Eine Überraschung gab es schon vor dem Spiel. Der zuvor erkrankte und deswegen nicht spielfähige Grote war nicht nur im Kader sondern stand von Beginn an auf dem Platz.

Wer auf der langen Anreise im Stau stand und dadurch den Anpfiff verpasste, verpasste ebenso den ersten himmelblauen Höhepunkt. Hansch setzte sich auf der rechten Außenseite durch und bediente Kluft in der Mitte, der frei vor dem Torwart keine Mühe hatte, den Treffer zur Führung zu erzielen. Zu diesem Zeitpunkt war nicht mal eine halbe Minute gespielt.

Im weiteren Spielverlauf konnte der CFC das Spiel offen gestalten und hatte durch Grote Mitte der ersten Halbzeit die Chance zum 2:0. Sein Schuss wurde jedoch vom eigenen Mann geblockt. Gegen Ende der 1. Halbzeit wurden die Gastgeber stärker und hatten durch Girth und Yao gute Chancen zum Ausgleich.

Zu Beginn der 2. Halbzeit war deutlich zu merken, das sich die Heimelf einiges vorgenommen hatte. Nach 2 Minuten in der 2. Halbzeit lag der Ball im Tor von Gästekeeper Kunz Auf Grund von Abseits zählte das Tor jedoch nicht. Meppen hatte in Folge mehr vom Spiel und kämpfte sich in selbiges hinein. Der CFC fand in dieser Phase keine Mittel, dem wachsenden Druck durch die Gastgeber stand zu halten. Folgerichtig fiel in der 57. Minute der Ausgleich. Nach einer Freistoßflanke bekam der Torjäger der Emsländer, Benjamin Girth, den Kopf an den Ball und bezwang Kevin Kunz.

Mit einem Punkt beim bisher in der Saison so bärenstark auspielenden Aufsteiger hätten sicher die meisten Leben können, doch bereits 3 Minuten nach dem Ausgleich sollte auch dieser futsch sein. Erneut war es Girth, der eine Flanke mit dem Kopf verwerten konnte. Wer nun dachte, der CFC hätte nichts mehr entgegenzusetzen, wurde 5 Minuten später eines Besseren belehrt. Nach erneut schöner Vorarbeit von Hansch traf Slavov aus Nahdienstanz zum Ausgleich. Der erneute Asugleich sorgte jedoch nicht für zusätzliche Sicherheit im himmelblauen Spiel. Stattdessen sah sich unserer Mannschaft wütenden Angriffen der Emsländer ausgesetzt. Während der CFC in der ersten Halbzeit mehr Spielanteile besaß, waren nun die Meppener am Drücker. Jedoch machten diese mit zunehmender Spieldauer einen müder werdenden Eindruck. So war es Slavov, der in der 87. Minute die große Chance zur erneuten Führung besaß. Bei seinem Kopfball bekam er keinen Druck mehr hinter den Ball und so war es eine leichte Beute für Domaschke im Meppener Kasten. Die in Anbetracht der schwindenden Spielzeit aufkeimende Hoffnung auf einen Punktgewinn wurde jedoch in der 88. Minute zerstört. Erneut enteilte Girth der himmelblauen Hintermannschaft und köpfte zum vielumjubelten Siegtreffer für die Hausherren ein.

Fazit: Im Vergleich zum desolaten Auftritt in Auerbach zeigte die Mannschaft ein anderes Gesicht. Mehr Wille und Bereitschaft waren deutlich zu erkennen. Jedoch sahen die 500 mitgereisten Fans auch altbekannte Defizite und Schwächen. Wie man einen bekannten Torjäger 3 mal frei vor dem eigenen Tor stehen lassen kann, entzieht sich jeder Logik. Das Offensivspiel lebt nachwievor zu oft von einer Einzelaktion oder dem Zufall. Ein deutliches Offensivsystem war auch in Meppen nicht zu erkennen. Nun hat die Mannschaft samt Trainerteam 2 Wochen Zeit, das nächste Heimspiel gegen Würzburg vorzubereiten. Will der CFC eine ungemütliche Advents- und Weihnachtszeit vermeiden, müssen dort drei Punkte geholt werden.

Wertung: 2

Beste Himmelblaue: Hansch, Slavov

Spielerstimmen

Tom Baumgart (CFC) bei www.noz.de:
"Wir sind richtig gut reingekommen, machen nach nur wenigen Sekunden das 1:0. Alles spricht für uns. Bis zur Pause war es ein offener Schlagabtausch, wir hatten aber das Heft gut in der Hand. Danach liegt man auf einmal durch einen Doppelschlag zurück. Dann war es wieder Schlag auf Schlag, kurz vor Schluss kriegst du noch so ein dummes Gegentor und gehst mit leeren Händen."

Julius Reinhardt (CFC) bei www.noz.de:
"Für uns geht es natürlich gut los mit dem schnellen Tor, wir spielen das in der Folge ganz gut auf Konter. Einige Chancen hätten wir besser ausspielen müssen. Nach dem 2:2 muss man dann auch mal mit einem Punkt zufrieden sein. Es kann nicht sein, dass wir wieder so ein spätes Tor bekommen."

Marcel Gebers (SVM) bei www.noz.de:
"Wenn man sich die ganzen 90 Minuten betrachtet, war es ein hochverdienter Sieg. Wir waren die bessere Mannschaft, haben das Spiel gemacht. Wir haben nie aufgesteckt, weiter nach vorne gespielt. Wir haben heute sicherlich auch für unseren Trainer gespielt und können stolz auf uns sein."

Nico Granatowski (SVM) bei www.noz.de:
"Turbulent war das Spiel, schlechter kann man nicht in ein Spiel starten. Wir haben aber eine gute Reaktion gezeigt. Das 3:2 war sehr emotional, Benny ist in der Box so schwer zu verteidigen. Wir haben es aber verdient, den Siegtreffer noch zu erzielen."

Trainerstimmen

Horst Steffen (CFC) bei mdr.de:
"Ich habe eine sehr engagierte Mannschaft gesehen, die einen Punkt verdient gehabt hätte. Die Spieler haben miteinander gekämpft, sich in die Bälle geschmissen, sich als Team präsentiert und auch nach dem 1:2 noch mal eine Reaktion gezeigt. Mit etwas Glück gehen wir danach sogar in Führung. Wenn man kurz vor Schluss das dritte Gegentor kassiert, ist es enttäuschend und bitter. Die Leistung war in Ordnung, das Ergebnis nicht."

Christian Neidhardt (Meppen) bei mdr.de:
"Die Mannschaft hat mir heute ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Wir sind trotz des frühen Rückstandes ruhig geblieben, hatten viel Ballbesitz und haben immer wieder nach vorn gespielt. Nach der Pause haben wir taktisch etwas anders gespielt. Wie die Mannschaft dann kombiniert hat, war überragend."

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