Saison 2017/2018
CFC / 3. Liga



 
Chemnitzer FC
Chemnitzer FC0:3FC Würzburger Kickers
FC Würzburger Kickers
16. Spieltag - 3. Liga - Saison 2017/2018
Samstag, 18. November 2017, 14:00 Uhr
Fischerwiese, Chemnitz
Zuschauer: 5.517
Schiedsrichter: Stegemann (Niederkassel)
Chemnitzer FCTorfolgeFC Würzburger Kickers
T Kunz
A Leutenecker
A Endres (46. Bachmann)
A Trapp
A Scheffel
M HanschGelbe Karte
M Reinhardt
M Grote
M Kluft (56. Aydin)
S Frahn (65. Breitfelder)
S Slavov

Trainer: Steffen
0:1 Skarlatidis (51.)
0:2 Schuppan (56.)
0:3 Skarlatidis (84.)

T Drewes
A Ahlschwede
A S. Neumann
A Schuppan
M P. Göbel
M Skarlatidis
M Nikolaou
M K. Wagner
S F. MüllerGelbe Karte
S Ademi
S Mast

Trainer: Schiele
Spielbericht

Bankrotterklärung auf und neben dem Spielfeld

Von Matthias Mally

Der CFC begann im Vergleich zum Auswärtsspiel in Meppen mit einer Änderung. Scheffel rückte für Mlynikowski in die Startelf.

Das Spielgeschehen ist schnell zusammengefasst. Die Himmelblauen gestalteten die ersten 15 Minuten ausgeglichen. In dieser Zeit gab es sowohl für Chemnitz (Leutenecker) als auch für den Gast aus Würzburg (Mast) die Chance zur Führung. Anschließend erarbeitete sich der Absteiger aus der 2. Liga ein zunehmend deutlicheres Übergewicht, ohne jedoch hundertprozentige Chancen im Minutentakt vorweisen zu können. Dennoch war es Kevin Kunz zu verdanken, dass es mit einem 0:0 in die Pause ging.

Zur zweiten Halbzeit musste der himmelblaue Kapitän, Marc Endres, verletzt in der Kabine bleiben. Für ihn rückte Julius Reinhardt in die Innenverteidigung und Janik Bachmann kam zu seinem Debut in der 3. Liga. Von der ersten Minute der 2. Halbzeit bestimmte Würzburg das Spiel. Der CFC besaß in der gesamten 2. Halbzeit keine Chance. So kam es wie es kommen musste. Dem 0:1 durch Skarlatidis ging ein Ballverlust von Bachmann in der Vorwärtsbewegung voraus, dem 0:2 ein schlampiger Spielaufbau in Form eines ungenauen Passes von Grote. Anschließend foulte Bachmann, die fällige Freistoßflanke konnte Schuppan ungestört und völlig frei per Kopf verwerten. Dem 0:3 ging ein Ballverlust, erneut im Spielaufbau, von Grote voraus. Die Gäste aus Unterfranken spielten es nun clever aus und erneut Skarlatidis machte den Sack zu. Vom CFC kam über die gesamte 2. Halbzeit keine Gegenwehr mehr.

Fazit: Es ist kein kleiner Schwelbrand, der beim CFC lodert. Es brennt an vielen Ecken und Kanten lichterloh. Nach der Rücktrittswelle von Kalew und Balster (Aufsichtsratmitglieder), Bohne (Vorstandsmitglied) und dem langjährigen Präsidenten Hänel und den damit verbundenen Vorwürfen der Stadt, die Führungsriege des Vereins wäre beratungsresistent und würde die Arbeit der genannten Personen als „einmischen“ definieren, zeigt auch die Mannschaft erneut ein besorgniserregendes Gesicht. Nahezu chancenlos musste man sich dem keineswegs überragend aufspielenden Absteiger aus der 2. Liga geschlagen geben. Vielmehr erweckt das Gestolpere auf dem Spielfeld Woche für Woche den Eindruck, dass einzelne Spieler nicht wissen, welche Aufgaben sie haben. Keine erkennbaren, bewussten Laufwege, kein Kombinationsspiel in der Offensive. Ein mangelhafter und von Unzulänglichkeiten geprägter Spielaufbau machen es dem Gegner einfach, Tore zu schießen. Eigene Chancen resultieren oftmals aus dem Zufall heraus, wohin gegen im Defensivverbund teilweise katastrophale, individuelle Fehler das Geschehen bestimmen. Sollten diese nicht abgestellt werden, sollte es nicht gelingen Ruhe in den Verein hineinzubekommen, geht der CFC sehr schweren Zeiten entgegen. Der Christbaum brennt bereits jetzt lichterloh.

Wertung: 4,0 (von zwei schlechten Mannschaften war Würzburg die deutlich bessere)

Bester Himmelblauer: entfällt

Trainerstimmen

Michael Schiele (FWK) bei mdr.de:
"Wir sind in diese Begegnung gut reingekommen, hatten gute Ballgewinne, haben aber unsere Konteraktionen nicht gut zuende gespielt. In den ersten 20 Minuten war auch Chemnitz etwas besser. Aber bis zum Ende der ersten Halbzeit hatten wir mehr Spielkontrolle. Wir haben insgesamt gut verteidigt und glaube ich über 90 Minuten Chemnitz keine Chance gelassen. Mit Beginn der zweiten Halbzeit hatten wir mit der Führung und dem sofortigen 2:0 nach perfektem Freistoß aus zwei Chancen die 2:0-Führung gemacht und konnten dann mit breiter Brust weiterspielen."

Horst Steffen (CFC) bei mdr.de:
"Das 0:3 war eine deftige Schlappe für uns. In der ersten Halbzeit konnten wir das Spiel noch etwas ausgeglichen gestalten, wobei Würzburg Richtung Pause schon bessere Möglichkeiten hatte. Leider mussten wir zur Halbzeit einige Veränderungen vollziehen. Die Verletzung von Marc Endres, Julius Reinhardt, den wir in die Verteidigung genommen haben aber gleich mit dem ersten Ballverlust kassierten wir das 0:1 und aus einem Standard heraus das 0:2, womit das Spiel in Richtung Würzburg lief. Danach fanden wir keine Lösungen gegen eine routinierte Würzburger Mannschaft."

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