Saison 2017/2018
CFC / 3. Liga



 
FC Hansa Rostock
FC Hansa Rostock3:1Chemnitzer FC
Chemnitzer FC
19. Spieltag - 3. Liga - Saison 2017/2018
Sonntag, 10. Dezember 2017, 14:00 Uhr
Ostseestadion, Rostock
Zuschauer: 13.000
Schiedsrichter: Bokop (Vechta)
FC Hansa RostockTorfolgeChemnitzer FC
T Eisele
A NadeauGelbe Karte (31. Rankovic)
A Hüsing
A RiedelGelbe Karte
A Holthaus
M Henning
M Bischoff (64. Evseev)
M Hilßner (84. Quiring)
M Wannenwetsch
M Scherff
S Benyamina

Trainer: Dotchev
1:0 Hüsing (24.)
2:0 Benyamina (39.)
2:1 Slavov (46.)
3:1 Evseev (69.)

T Kunz
A Leutenecker
A MbendeGelbe Karte
A Trapp
A Koch
M Hansch
M Grote
M Trinks (31. Slavov)
M Reinhardt (81. Mlynikowski)
M Baumgart
S FrahnGelbe Karte (86. Breitfelder)

Trainer: Steffen
Spielbericht

Auch an der Küste ohne Erfolg - 1:3 gegen Hansa

Von Lenny

Mit leeren Händen kehrte der Chemnitzer FC vom Auswärtsspiel beim FC Hansa Rostock zurück nach Sachsen. Vor 13.000 Zuschauern im „Ostsee-Stadion“ unterlagen die Himmelblauen mit 1:3 und kassierten damit die fünfte Niederlage in Folge. Aktuell ist nur noch der FC Rot-Weiß Erfurt schlechter als der CFC.

FC Hansa Rostock - CFC 3:1Vor fast einem Jahr gastierten die Himmelblauen zuletzt im „Ostsee-Stadion“ und gewannen damals verdient mit 3:1, ebenso das Rückspiel konnte siegreich bestritten werden. Diesmal könnten die Vorzeichen jedoch verschiedener nicht ausfallen. Während der FC Hansa Rostock nach vier Siegen hintereinander sich dem oberen Tabellendrittel angenähert hat, geht es für den Chemnitzer FC genau in die entgegengesetzte Richtung. Nach vier Niederlagen sind die Himmelblauen mittlerweile auf dem drittletzten Tabellenplatz angekommen, noch dazu mit 31 Gegentreffern die Schießbude der Liga. Es trifft entsprechend Hansa-Euphorie auf CFC-Tristesse.

Im Vergleich zur 2:3-Heimniederlage gegen den 1. FC Magdeburg schickte Steffen zwei neue Akteure aufs Feld. Als linker Verteidiger lief Koch anstelle von Scheffel auf, weiterhin erhielt Trinks eine neue Chance, um sein Können endlich zu zeigen. Er ersetzte den verletzten Kluft und wollte in der Anfangsphase Frahn in Szene setzen, nur fiel der Pass etwas zu ungenau aus. Die erste Hansa-Chance bereitete Koch vor, der zulange benötigte, um den Ball aus dem eigenen Strafraum zu schlagen. Glücklicherweise landete der Ball am Querbalken und nicht im Kasten von Kunz.

FC Hansa Rostock - CFC 3:1In der 24. Minute war es dann aber soweit: Trinks verursachte einen Freistoß aus dem Halbfeld, welcher anschließend von Hüsing, da alleingelassen von Koch, sicher eingeköpft werden konnte. Die solargrünen Himmelblauen bleiben in der Folgezeit bemüht, nur fehlt die Durchschlagskraft. Trinks wurde in Strafraumnähe rüde gefoult und musste kurze Zeit später verletzt raus, daraufhin kam Slavov in die Partie; sein Gegenspieler verließ – da dezent platzverweisgefährdet – ebenfalls den Platz. Den fälligen Freistoß schlenzte Reinhardt harmlos in die Torwartarme.

In der 39. Minute leitete Grote mit einem Fehlpass in der Vorwärtsbewegung den zweiten Gegentreffer ein. Benyamina, von Trapp nicht attackiert, schoss diesen durch die Beine und für Kunz unhaltbar in die lange Ecke. 2:0 für die Gastgeber – und wenn man so will, war scheinbar schon vor der Pause die Entscheidung gefallen. Der FCH hätte sogar noch via Konter, eingeleitet durch einen Koch-Fehlpass, weiter erhöhen können, Kunz parierte aber glänzend.

FC Hansa Rostock - CFC 3:1Die zweite Halbzeit war gerade einmal 48 Sekunden jung, schon zappelte der Ball im Netz – und das erstmalig in dem der Rostocker. Frahn antizipierte stark und passte zu Slavov, der wuchtig vollendete. Der Anschluss war somit – schneller als gedacht – hergestellt worden und Möglichkeiten, um den Ausgleich zu erzielen, ergaben sich danach mehrere. Erst köpfte Slavov, der seine Sache nach der Einwechslung gut machte, drüber, danach traf Frahn zum 2:2. Nur zählte der Ausgleichstreffer nicht, da Vorlagengeber Baumgart im Abseits stand. Dessen ungeachtet machte die Phase nach dem Seitenwechsel im Schneetreiben durchaus Mut, nur wurde das mit der ersten Rostocker Chance im zweiten Durchgang direkt wieder wettgemacht. Evseev staubte ab, da Kunz einen Distanzschuss zuvor schlecht klärte. Zum dritten Mal sprachen die Himmelblauen eine Tor-Einladung aus.

Die Serien der beiden Mannschaft blieben mit dem Schlusspfiff bestehen: Rostock fährt den fünften Sieg und Chemnitz die fünfte Niederlage in Folge ein – und beides ist verdient. Wer so haarsträubende Fehler produziert, der darf sich keineswegs wundern, dass Gegentore – noch dazu in dieser Höhe – Woche für Woche fallen. Die Spiele werden vordergründig in der Defensive verloren. Durch die Niederlage rutschen die Himmelblauen auf den 19. Platz. Aktuell ist nur Rot-Weiß Erfurt schlechter.

Am kommenden Samstag steht ein weiteres Ost-Duell ins Haus. Es geht zum Rückrundenauftakt nach Zwickau, zum FSV, einem weiteren Sorgenkind der Liga. Die Spieler sind quasi zum Siegen verdammt…

Wertung: 3,5

Bester Himmelblauer: Slavov

Pressestimmen

tag24.de

Niederlage zum Ende der Hinrunde: CFC verliert 1:3 in Rostock

[..] Im Abstiegskampf hatte Steffen von seiner Elf mehr Wut, Galligkeit und Aggressivität eingefordert. Zu sehen bekam er diese Tugenden in der ersten Halbzeit nicht. [..] In der zweiten Halbzeit konnte es nur besser werden! Und tatsächlich sendeten die Gäste im einsetzenden Schneegestöber ein Lebenszeichen aus. Myroslav Slavov – nach 30 Minuten für Trinks in die Partie gekommen – erzielte auf Vorarbeit von Daniel Frahn den Anschluss (46.), vergibt danach aber per Kopf die dicke Möglichkeit zum Ausgleich (48.). Auch die nächste Großchance brachte nicht das erhoffte 2:2 auf die Anzeigetafel. Frahns vermeintlicher Ausgleich wurde wegen einer Abseitsstellung aberkannt (60.). Ganz bitter: Auf der Gegenseite staubte Willi Evseev zum 3:1-Endstand ab.

Freie Presse

CFC geht an der Ostsee unter

[..] Zur Halbzeitpause gab es im Stadion wenige, die dem CFC noch eine Wende zutrauten. Doch die Chemnitzer hatten sich offenbar fest vorgenommen, ihren Auftritt qualitativ auf eine neue Stufe zu heben. Kurz nach Wiederanpfiff war es Slavov, der bei einsetzendem Schneefall auf 1:2 verkürzte. "Da hatte ich das Gefühl, dass wir dran sind", meinte der Chemnitzer Coach. Die Himmelblauen forcierten ihre Offenisvbemühungen, ohne dafür belohnt zu werden. Ein Treffer von Daniel Frahn wurde wegen einer Abseitsposition nicht anerkannt. Die Hoffnung starb, als Hansa die dritte Kiste machte. Der kurz zuvor eingewechselte Willi Evseev traf nach 69 Minuten zum 3:1. Ab diesem Zeitpunkt nahm die Kogge direkte Fahrt Richtung Siegerhafen. "Wenn du so einfache Tore kassierst, ist es immer schwierig, hinterherzulaufen. Wir müssen endlich wieder einmal ohne Gegentreffer bleiben", sagte Steffen. In der zweiten Halbzeit habe sein Team alles versucht, um das Spiel zu drehen. "Natürlich ist das Resultat für uns enttäuschend", sagte Steffen. [..]

MDR-Online

Chemnitzer Seuchenserie geht weiter

[..] Vom CFC kam in der ersten Hälfte offensiv nichts bis auf eine Chance von Daniel Frahn, der über Kasten lupfte (34.). Stattdessen fiel auf der Gegenseite das 2:0, nachdem Stefan Wannenwetsch Soufian Benyamina geschickt hatte und der platziert ins lange Eck abgeschlossen hatte (38.). Fast wäre vor der Pause noch das 3:0 gefallen, doch bei einer ähnlichen Situation sechs Minute später machte es Benyamina nicht so gut und schoss zentral auf CFC-Keeper Kevin Kunz. [..] Kurz nach Wiederanpfiff dann mal ein Erfolgserlebnis für die Gäste: Der eingewechselte Myroslav Slavov nahm einen abgefälschten Ball volley und traf ins linke untere Eck unhaltbar für Kai Eisele im Rostocker Tor (46.). Den Chemnitzern gab der Anschluss Auftrieb, Slavov hätte nur zwei Minuten später nachlegen können, doch diesmal köpfte er über die Latte. [..]

Spielerstimmen

Jan Koch (CFC) bei freiepresse.de:
"Wir hatten uns viel vorgenommen und sind gut ins Spiel gekommen. Doch dann bekamen wir ein unglückliches Gegentor durch einen Standard. Danach waren wir etwas geknickt und kassierten den zweiten Treffer. Aus der Halbzeitpause kamen wir stark heraus und waren am Drücker. Statt des 2:2 fiel aber das 1:3. Danach war es schwer für uns."

Daniel Frahn (CFC) bei blick.de:
"Es ist nach wie vor so, das wir den Gegner zum Toreschießen einladen. Das ist verdammt schade, denn nach dem Seitenwechsel hätten wir Hansa brechen können."

Oliver Hüsing (Hansa) in der Ostsee-Zeitung:
"Die Art und Weise, wie das Gegentor gefallen ist, war sehr unnötig und hat uns noch mal in die Bredouille gebracht. Zum Glück haben wir zum richtigen Zeitpunkt das 3:1 gemacht!"

Trainerstimmen

Horst Steffen (CFC) in der Bild-Zeitung:
"Was wir nach vorn getragen haben, sah ja ganz ordentlich aus. Wir spielen, spielen und spielen, aber der Gegner schießt die Tore."

Pavel Dotchev (Hansa) in der Ostsee-Zeitung:
"Chemnitz war einer unsererer stärksten Gegner. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass wir das Spiel im Griff haben und bin deshalb sehr glücklich, dass wir es gewonnen haben. Wir haben das Spiel zu oft aus der Hand gegeben, das hat mir nicht gefallen."

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