Saison 2017/2018
CFC / 3. Liga



 
Chemnitzer FC
Chemnitzer FC2:3SG Sonnenhof Großaspach
SG Sonnenhof Großaspach
32. Spieltag - 3. Liga - Saison 2017/2018
Samstag, 31. März 2018, 14:00 Uhr
Fischerwiese, Chemnitz
Zuschauer: 5.002
Schiedsrichter: Wollenweber (Mönchengladbach)
Chemnitzer FCTorfolgeSG Sonnenhof Großaspach
T Tittel
A LeuteneckerGelbe Karte
A EndresGelbe Karte
A Reinhardt
A Sumusalo
M DartschGelbe Karte (73. Kluft)
M Bachmann (89. von Piechowski)
M Grote
M Baumgart (87. Aydin)
S Slavov
S Hansch

Trainer: Bergner
0:1 Binakaj (14.)
1:1 Sumusalo (37.)
1:2 Binakaj (54.)
2:2 Grote (56.)
2:3 Leist (83.)

T K. Broll
A Schiek
A Leist
A Ö. Özdemir
A Thermann
M Binakaj
M Hägele (30. J. Hoffmann)
M BöselGelbe Karte (66. Pelivan)
M Baku
S Röttger (70. Sohm)
S Fountas

Trainer: Hildmann
Spielbericht

CFC am Abgrund

Von Matthias Mally

Nach der 5 Minuten Schmach unter der Woche gegen Wiesbaden ging es für die Himmelblauen gegen den selbsternannten Dorfclub aus Aspach. Während der CFC unaufhaltsam Richtung Regionalliga steuert, befindet sich Großaspach im gesicherten Mittelfeld der Tabelle. Auf Grund von Sperren und Verletzungen stelle Bergner Fabio Leutenecker das erste mal in diesem Jahr in die Anfangsformation.

CFC - Sonnenhof Großaspach 2:3Die erste spektakuläre Situation gab es bereits nach 3 Minuten. Unter strenger Beobachtung von 4990 (handgezählte 12 Gästefans abgezogen), entledigte sich Schieck von den Gästen seines Schuhs. Wenige Sekunden voller Nervosität folgte pure Erleichterung auf den Rängen, ging diese Szene doch ohne Platzverweis für Himmelblau aus;).

Der Gast kam besser in die Partie und bestimmte die erste halbe Stunde nahezu nach Belieben. Bereits nach 8 Minuten wuchtete Binakaj den Ball an die Latte. 7 Minuten später war es erneut der quirlige Binakaj, der die Gäste in Führung brachte. Eine Ecke konnte der CFC nur ungenügend klären, so das sich Binakaj ein Herz fasste und, abgefälscht von Dartsch, unhaltbar für Tittel einschoss. Es dauerte bis zur 25. Minute, bis Chemnitz das erste mal gefährlich vor das gegnerische Tor kam. Dartsch köpfte jedoch drüber. Chemnitz arbeitete sich langsam besser ins Spiel und sollte recht schnell belohnt werden. Nach einer Ecke stand der Winterneuzugang Sumusalo goldrichtig und donnerte den Ball aus kurzer Distanz unter die Latte.

CFC - Sonnenhof Großaspach 2:3Die 2. Halbzeit begann ähnlich wie die 1. endete. Der Club hatte sich für Halbzeit zwei viel vorgenommen und besaß durch den gut spielenden Bachmann die erste Chance im 2. Durchgang. Das erste Tor jedoch gelang erneut den Gästen. Vorausgegangen war ein Ballverlust in der Vorwärtsbewegung. Daraus resultierte ein feiner Konter der Gäste, welcher in der erneuten Führung für Großaspach endete. Völlig unbedrängt kam Binakaj zu seinem zweiten Treffer. Nicht nur in dieser Szene zeigte sich der CFC mit dem schnellen Umschaltspiel der Gäste überfordert und qualitativ nicht auf Augenhöhe.
Entgegengesetzt der Gewohnheit brach der CFC jedoch nicht auseinander. Viel mehr konnte nur 2 Minuten nach der erneuten Führung der Ausgleich bejubelt werden. Grote traf nach einem ebenfalls abgefälschten Schuss und lies Schlussmann Broll keine Chance. Chemnitz war in der eigenen Führung in Folge des Ausgleichs näher als der Gast. Doch weder Grote (per Freistoß) noch Dartsch (Kopfball) konnten das gegnerische Tor ernsthaft in Gefahr bringen. So kam es wie so oft, wenn der CFC dabei ist, sich Vorteile zu erspielen und zu erkämpfen. Mit der zweiten Ecke im gesamten Spiel machten die Gäste um den Ex Leipziger Röttger ihr zweites Tor nach einer Standartsituation. Mit tatkräftiger Unterstützung der himmelblauen Hintermannschaft konnte Leist völlig unbedrängt im aufs Tor köpfen. CFC - Sonnenhof Großaspach 2:3Während Tittel diesen Ball noch stark parieren konnte, war er gegen den Nachschuss von Leist machtlos. 2:3 Ruhe kehrte ein. Die bis dato lautstarke Südkurve verstumme, glaubte doch niemand mehr daran, das der CFC ein drittes mal zurück kommen sollte. Sie sollten Recht behalten. Abgezockt brachte der Gast den Sieg über die Zeit und schubst den CFC einen weiteren, großen Schritt Richtung Regionalliga.

Fazit: Nach den Niederlagen in Lotte und gegen Wiesbaden war es maximal ein Hoffnungsfünkchen, welches durch einen Sieg gegen Großaspach weiter geglüht hätte. Nach der neuerlichen Niederlage und den bereits bekannten Unzulänglichkeiten in jedem Mannschaftsteil sollte nun auch der Letzte wissen, wohin die Reise in dieser Saison geht. Der Verein ist nun gefordert, den Schaden im kleinstmöglichen Rahmen zu halten. Eine nicht drittligataugliche Verteidigung der gesamten Mannschaft in der gesamten Saison ist eine entscheidende Konstante in dieser Spielzeit. Es bleibt zu hoffen, das die Verantwortlichen die richtigen Schlüsse und Entscheidungen treffen, um in der Regionalliga neu anfangen zu können.

Wertung: 3

Beste Himmelblaue: Bachmann, Tittel

Trainerstimmen

Sascha Hildmann (SGS) bei mdr.de:
"Meine Mannschaft hat das heute richtig gut gemacht. Denn wir hatten ja auch etwas gutzumachen. Nach der Niederlage gegen Halle, was unsere schlechteste Saisonleistung war und nach einer weiteren Niederlage hätte der Abstand auf die Abstiegsplätze nur noch acht Punkte betragen. Dies wollten wir auf jeden Fall vermeiden. Wir hatten eine sehr gute erste halbe Stunde, mit Latten- und Fürhungstreffer. In dieser Phase verletzte sich leider unser Kapitän Daniel Hägele. Dadurch hatten wir eine zu große Unordnung und fehlende Stabilität. Zeitlgeich erhöhte Chemnitz den Druck und kam zum Ausgleich. Nach dem sehr schönen Konterführungstreffer kassierten wir prompt den Ausgleich zum 2:2, den ich in die Kategorie Slapstick einordne. Aber meine Mannschaft hat sich nie aufgeben und sich über einen Standard mit 3:2 belohnt."

David Bergner (CFC) bei mdr.de:
"Es war ein sehr frustrierender Nachmittag heute. In den ersten 30 Minuten hatten wir auch noch das Wiesbaden-Spiel in den Knochen. Wir hatten Glück beim Lattentreffer, aber dann bekommt unser Gegner die erste Ecke, diese wird nicht richtig geklärt, wird abgefälscht und wir liegen in Rückstand. Mit der erhöhten Aggressivität haben wir das 1:1 errungen, wo wieder alles drin war für uns. Aber wir wussten auch um die hohen Umschaltqualitäten des Kontrahenten. Diese haben wir dann beim erneuten Rückstand zu spüren bekommen, wo wir immer einen Schritt zu spät kamen. Der Ausgleichstreffer ist sicherlich etwas glücklich gefallen. Danach haben wir im Rahmen unser Möglichkeiten alles versucht, um den Sieg nach Chemnitz zu holen. Aber dann, zweite Ecke, zweites Gegentor. Es ist einfach nur frustrierend, wie wir solche Dinge verteidigen."

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