Saison 2018/2019
CFC / Regionalliga



 
Chemnitzer FC
Chemnitzer FC3:11. FC Lok Leipzig
1. FC Lok Leipzig
10. Spieltag - Regionalliga Nordost - Saison 2018/2019
Samstag, 29. September 2018, 16:00 Uhr
Fischerwiese, Chemnitz
Zuschauer: 7.438
Schiedsrichter: Jessen (Berlin)
Chemnitzer FCTorfolge1. FC Lok Leipzig
T Jakubov
A Itter
A Velkov
A HohenederRote Karte
A GesienGelbe Karte
M T. Müller
M LangerGelbe Karte
M Grote
M GarciaGelbe Karte (55. Milde)
S Bozic (79. Blum)
S Frahn (90. Hovi)

Trainer: Bergner
1:0 Velkov (12.)
2:0 Bozic (16.)
3:0 Frahn (25./Foulelfer)
3:1 Zickert (60.)

Besondere Vorkommnisse:
Rote Karte für Hoheneder (77.)

T Wenzel
A Zickert
A UrbanGelbe Karte (46. Krug)
A Misch
A Schulze,
M Pfeffer (46. PommerGelbe Karte)
M Schinke
M Malone
M Atici
M SteinbornGelbe Karte
S Salewski (75. Gottschick)

Trainer: Joppe
Spielbericht

Strike - 10 von 10. Rekordhalter CFC

Von Matthias Mally

Ungeachtet der Soap - ähnlichen Geschehnisse unter der Woche rund um den Verein wurde am Samstag auch noch Fußball gespielt. CFC - 1. FC Lok Leipzig 3:1Der Gegner unserer Himmelblauen kam aus der Brause-Stadt Leipzig und war mit LOK Leipzig ein lang nicht mehr da gewesener Gast. Das Spiel vor rund 7500 Zuschauern begann mit einer Choreographie der Gäste-Fans. Mittels schwarzen Rauch wurde das Niederbrennen der Festung Fischerwiese dargestellt. Für die nächsten 45 Minuten sollte dies jedoch das letzte Feuer sein, welches das Spiel der Gäste beinhaltete.

Nach zehnminütigen Abtasten markierte der CFC in Person von Velkov den ersten Brandfleck. Nach Eckball von Grote köpfte besagter Abwehrspieler zur Führung ein. Fortan brannte es im Strafraum der Gäste lichterloh. Nur 4 Minuten später entpuppte sich Torjäger Bozic als Brandstifter. Nach starker Vorarbeit von Frahn und dem Schussversuch von Garcia staubte der hochgewachsene Stürmer unserer Himmelblauen ab - 2:0. CFC - 1. FC Lok Leipzig 3:1Wer nun dachte, der CFC würde das Feuer ausbrennen lassen, sah sich keine 10 Minuten später eines besseren belehrt. Nach Foul an Garcia im Strafraum gab es Elfmeter - Daniel Frahn ließ sich die Chance nicht nehmen und sorgte mit dem 3:0 nach nicht mal einer halben Stunde dafür, daß die LOK in Flammen stand, und nicht die Festung Fischerwiese. Fortan ließ der CFC in Halbzeit Ball und Gegner laufen und konnte es sich leisten, das Feuer in Halbzeit eins kontrolliert abbrennen zu lassen. Mit einem komfortablen 3:0 ging es in die Pause.

Wer nun dachte, der CFC würde die 2. Halbzeit ähnlich deutlich gestalten wie die erste, bekam bereits nach wenigen Minuten in Halbzeit 2 einen gegenteiligen Eindruck. Anstatt das Feuer neu anzuschüren, wälzte sich die Mannschaft in der zunehmend erloschenen Glut des Brandes in Halbzeit 1. In der Abwehr schlichen sich Unkonzentriertheiten ein. Das Offensivspiel wurde nahezu komplett eingestellt. Genauso macht man einen bereits verkohlten Gegner wieder stark und lebendig. Es ist wohl der fehlenden Qualität des Gegners zu verdanken, daß die Inaktivität vom CFC lediglich in einem Strohfeuer für die Gäste endete. Nach einer Stunde verkürzte Velkov mit einem Eigentor nach einer Ecke auf 1:3 aus Leipziger Sicht. CFC - 1. FC Lok Leipzig 3:1Gegen ein Team mit besserer Qualität wäre das wohl die Phase gewesen, in der solch ein Spiel trotz einer 3:0 Führung hätte kippen können. Die Gäste bekamen zusehends mehr Spielanteile, konnten diese jedoch nicht in zählbares umsetzen. Daran änderte auch der Platzverweis für Hoheneder in der 77. Minute nix. Rote Karte nach einer Notbremse am Leipziger Steinborn. Damit wird Hoheneder mindestens für die Spiele in Rathenow und gegen Nordhausen fehlen. In Rathenow werden zudem durch die 5. Gelben Karten Garcia und Langer fehlen.

Fazit: 10.Sieg im 10. Spiel - und doch ist nicht alles Gold was glänzt. Die blanken Zahlen lassen zu Recht Euphorie entfachen. Wer genauer hinschaut muss sich jedoch fragen, wie es sein kann, das die Mannschaft nach Führung zur Pause zum wiederholten Male das Fußball spielen nahezu komplett einstellt und einen geschlagenen Gegner so wieder stark macht. Allein mit "abwartender Kontertaktik" ist solche eine Leistung wie in Halbzeit 2 nicht zu erklären. Es ist wohl der allgemein niedrigen Qualität der Liga zu verdanken, das bis dato kein Gegner daraus einen Vorteil für sich entnehmen konnte. In jeder anderen höheren Liga wird dieses pomadige, inaktive Auftreten wie in Halbzeit 2 gnadenlos bestraft.

Wertung: 1.Halbzeit: 1, 2. Halbzeit: 5

Beste Himmelblaue: Jakubov, Langer

Trainerstimmen

Björn Joppe (Lok) bei mdr.de:
"Glückwunsch an den Chemnitzer FC. Aufgrund der ersten Halbzeit haben sie verdient gewonnen. Wir hatten uns für dieses Spiel viel vorgenommen, haben uns aber was Zweikämpfe und taktische Laufwege betrifft, dilettantisch angestellt. In der zweiten Halbzeit wollten wir uns besser präsentieren. Wir waren bissig in den Zweikämpfen und haben als Team sehr gut gearbeitet. Wenn uns das zweite Tor geglückt wäre, wäre sicherlich auch so ein Topteam wie die Chemnitzer nervös geworden. Aufgrund der Fehler aus Halbzeit eins war nicht mehr drin."

David Bergner (CFC) bei mdr.de:
"Die ersten Halbzeit war es eine richtig gute meiner Mannschaft. Wir wussten nicht, was uns unter dem neuen Lok-Trainer für eine Mannschaft erwarten wird. Aber meine Jungs haben es perfekt angenommen und drei gute Tore markiert. In Halbzeit zwei war uns klar, dass der Gegner nur über Standards kommen kann. So kam es dann auch. Wobei es sich wie ein roter Faden durch die Saison zieht, denn das Tor fiel aus einer Situation heraus, die keine Ecke hätte sein dürfen. Wir haben kurz gewackelt, aber nichts entscheidendes mehr zugelassen. Auch in Unterzahl hat man gesehen, dass jeder gewinnen will. Es war vor 7.500 Zuschauern eine tolle Atmosphäre."

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