Saison 2018/2019
CFC / Regionalliga



 
Chemnitzer FC
Chemnitzer FC2:0FC Rot-Weiß Erfurt
FC Rot-Weiß Erfurt
21. Spieltag - Regionalliga Nordost - Saison 2018/2019
Montag, 18. Februar 2019, 19:00 Uhr
Fischerwiese, Chemnitz
Zuschauer: 6.635
Schiedsrichter: Wessel (Berlin)
Chemnitzer FCTorfolgeFC Rot-Weiß Erfurt
T Jakubov
A Itter
A HohenederGelbe Karte
A Velkov
A Milde
M T. MüllerGelbe Karte (90. Blum)
M Grote
M Campulka (70. Mauer)
M GarciaGelbe Karte
S Bozic
S Frahn (87. Karsanidis)

Trainer: Bergner
1:0 Frahn (17.)
2:0 Frahn (23.)

T Knoll
A Adomah
A Lela
A BeckenGelbe Karte
A Wegmann (67. Rechberger)
M RüdigerGelbe Karte
M Hasse (46. Kelbel)
M KaffenbergerGelbe Karte
M Gladrow
S JovanovicGelbe Karte (64. Mvibudulu)
S Shala

Trainer: Brdaric
Spielbericht

Topspiel mit Reserven

Von dFT

Nach dem wegen der Unwetterkatastrophe (strahlender Sonnenschein, Temperaturen zwischen 10 und 15°C) abgesagten Partie beim BFC eröffneten die Himmelblauen ihr Fußballjahr 2019 mit dem Duell gegen die Blumenstädter aus Thüringens Landeshauptstadt. Oder auch Vereine im Insolvenzverfahren unter sich. Oder auch Tabellenerster gegen Tabellenknappdahinter. Von der Ansetzung her eine Partie, die direkt ein wenig nach richtigem Fußball klingt. Grund genug also, einen Topspielzuschlag zu erheben und alles für einen großen Flutlichtabend vorzubereiten. Fast alles. Denn als der Chemnitzer Stadiongänger wider Erwarten doch in größerer Zahl und wie üblich recht knapp von Arbeit oder Sofa loskommt, sind darauf die wenigen Tageskassen nur bedingt eingerichtet, weshalb sich viele den Anpfiff später nacherzählen lassen müssen. Auch dem Großinvestor Polster hat niemand mitgeteilt, dass zum Topspiel möglicherweise mehr Publikum erwartet wird: man ist besonders fix und hat die Rostbratwürste schon zur Halbzeit ausverkauft. Zum Ausgleich lahmt man beim Getränkeverkauf in altbewährter Weise. Kundenbindung oder so, wenn die länger an der Bude anstehen. Muss man nicht verstehen.

Erfurt hat seinen Gästestehplatzbereich beizeiten voll, später wird auch der Gästesitzplatzblock geöffnet, um die Rot-Weißen aufzunehmen. Erfreulicher Beitrag zum Rahmen dieses Fußballspiels. Hinter dem großen Erfurt-Banner tauchen viele Schals und eine Blockfahne auf, auch akustisch sind die Erfurter immer wieder zu vernehmen. Auf der Heimseite gibt es die üblichen Fahnen und einen mal mehr, mal weniger lauten Support. So richtig springt der Funke beim ersten Topspiel der GmbH nicht über.

Dafür beginnen beide Teams auf dem Rasen, ohne sich erst mit allzuviel Vorgeplänkel aufzuhalten. Während sich bei Erfurt immer wieder mal überraschende Lücken im Defensivverbund auftun (wobei bei Erfurt wohl auch zwei, drei Stammkräfte fehlten), so als Grote mit einem Sahnepass zwischen 5 Gegenspielern hindurch Bozic einsetzt, der etwas überrascht am Holperrasen scheitert, gelingt es den Rot-Weißen immer wieder, über die Außenbahnen ins letzte Drittel zu kommen. Dort stehen die himmelblauen Außenverteidiger zu oft falsch, passt die Abstimmung nicht. Gefahr entsteht daraus aber dennoch kaum, weil man im zweiten Zugriff oder spätestens in der Innenverteidigung klären kann. Nach ca. 20 Minuten stehen dann Garcia und Frahn für den Unterschied zum Rest der Liga. Erstgenannter verpasst halbrechts den Moment des Abspiels auf Bozic, schlägt kurzentschlossen einen weiteren Haken und serviert die Flanke butterweich an den langen Pfosten, wo Frahn weiß, wie man diesen Ball veredelt. Und weil das so schön war, wiederholt man das Spielchen 5 Minuten später von der anderen Seite in der einfacheren Variante: ohne Haken, mit flachem Querpass an den langen Pfosten: 2:0. Danke. Bitte. Danach nehmen die Gastgeber ein wenig Dampf raus. Erfurt arbeitet an einem positiven Eckenverhältnis, wird aber letztlich nur in einer Szene mal gefährlich. Garcia deutet mit einem plötzlichen Schuss an den Außenpfosten an, dass die Himmelblauen auch noch auf dem Platz sind. Sind sie gleich danach aber nicht mehr. Pause.

Halbzeit zwei ist dann schnell erzählt. Der CFC wartet nun tief in der eigenen Hälfte, setzt auf Konter. Die spielt er aber weitgehend schlampig oder gar nicht erst aus. Gefahr entsteht eigentlich nur noch nach der einen oder andere Standardsituation. Schicke Kehrseite dieser gedrosselten Offensive: von Erfurt ist in Hälfte zwei nach vorn gar nichts mehr zu vermelden. So bleibt Zeit, über die Trainerabsichten bei den Wechselspielchen zu sinnieren. Ohne Ergebnis. Es bleibt unklar, warum eher defensiv gewechselt wird, sich nicht zum Beispiel der junge Hoppe mal premierenmäßig zeigen kann. Vielleicht zu neu für ein Topspiel.

Die Himmelblauen kommen also gut aus der Winterpause, sammeln die Punkte 52-54 aufs Habenkonto, wollen offenkundig auf Spannung im restlichen Saisonverlauf verzichten. Paar Ansätze für die tägliche Arbeit dürfte Bergner dennoch gesehen haben, auch muss man sich -rein sportlich- sicher schon mal Gedanken machen, an welchen Schräubchen man für eine gute Drittligasaison noch drehen müsste, so die wirtschaftlichen Belange dafür gegeben sein werden. Eine Empfehlung gab diesbezüglich der junge Campulka ab, der insbesondere in Halbzeit 1 sehr präsent war, technisch durchweg sauber agierte und dabei stets gute Ideen für das Spiel nach vorn hatte.

Wertung: 2,5 (erste HZ schick, zweite routiniert)

Beste Himmelblaue: Grote, Frahn, Campulka, Garcia

Pressestimmen

Blick Chemnitz

Himmelblaue gewinnen mit 2:0 gegen Erfurt

Der Chemnitzer FC hat nach zehn Wochen Winterpause in der Fußball-Regionalliga dort weiter gemacht, wo er im Dezember 2018 aufgehört hat. Das Team von Cheftrainer David Bergner gewann durch zwei Tore von Daniel Frahn 2:0 (2:0) gegen den FC Rot-Weiß Erfurt und bleibt mit 12 Zählern Vorsprung auf den Berliner AK souveräner Spitzenreiter. [..] Beide Teams begannen engagiert, die erste klare Chance des Spiels führte gleich zum Torerfolg. Rafael Garcia setzte sich gleich gegen mehrere Gegenspieler durch und bediente Daniel Frahn. Er vollendete in der 18. Minute zum 1:0 und legte nur 5 Minuten später zum 2:0 nach. [..] Im zweiten Durchgang ging es auf dem Rasen wenig spektakulär zu In der 73. Minute prüfte der eingewechselte Timo Mauer den Erfurter Schlussmann mit einem Schuss aus 12 Metern. Auch Tobias Müllers Distanzschuss wurde anschließend vom Gäste-Keeper entschärft. [..]

MDR-Online

Doppelter Frahn erlegt den FC Rot-Weiß Erfurt

[..] Die Gäste aus Thüringen konnten sich nur äußerst selten vom blau-weißen Klammergriff befreien und so verwunderte es am Ende Niemandem, dass der CFC mit 1:0 in Führung ging. Rafael Garcia setzte sich im Mittelfeld mit einem Solo-Lauf durch und bediente den im Zentrum einlaufenden Daniel Frahn. Der Goalgetter hatte nur noch wenig Mühe und köpfte zur frühen 1:0-Führung ein (17.). Und damit noch nicht genug. Die rund 600 mitgereisten Erfurt-Anhänger mussten mit ansehen wie Garcia den nächsten genialen Moment erwischte und erneut den freien Frahn zum 2:0 bediente (23.). 17. Saisontor für Frahn und 14. Assist für Garcia. [..] Auch im zweiten Durchgang blieben die Hausherren im letzten Abschnitt des Spielfeldes die gefährlichere Mannschaft. Und wieder war es „Dosenöffner“ Garcia, der einen Hochkaräter einleitete. Über Dejan Bozic kam der Ball zu Frahn, der jedoch aus kurzer Distanz das 3:0 verpasste (49.). In den darauffolgenden Minuten rückte das spielerische Element dann etwas in den Hintergrund. [..]

www.tag24.de

Frahn mit Doppelpack: CFC behält im Ost-Duell die Oberhand

[..] Beim 2:0 (23.) herrschte erneut Tag der offenen Tür bei den Gästen. Dejan Bozic lief ungestört über das halbe Spielfeld, legte links raus auf Garcia. Der beste Vorlagengeber der Liga bediente uneigennützig den mitgelaufenen Frahn, der mit dem rechten Fuß aus Nahdistanz vollendete. Die Thüringer versteckten sich keineswegs. Ihre beste Möglichkeit vor der Pause vergab Andis Shala, dessen Vater Kujtim in den 90-er Jahren für Chemnitz in der 2. Bundesliga spielte. [..] Nach Wiederanpfiff brachte zunächst Schiedsrichter Robert Wessel reichlich Farbe ins Spiel. In einer insgesamt sehr fairen Partie verteilte der Berliner innerhalb von acht Minuten fünf Mal Gelb. Fußball gespielt wurde auch, aber auf einem deutlich niedrigeren Niveau als vor der Pause. Erfurt drängte auf den Anschluss, agierte jedoch zu fehlerhaft und ungenau. Die Gastgeber verwalteten ihre Führung. [..]

Thüringer Allgemeine

Rot-Weiß Erfurt bleibt 2019 ohne Punkt und Tor

Am 4. Mai 2013 hatte RWE in Chemnitz zum letzten Mal Grund zum Jubeln. Damals feierten die Thüringer einen 2:1-Auswärtserfolg. Nach der Pleite am Montagabend wird es noch einige Zeit dauern, bis sich erneut die Möglichkeit ergibt. Während die Chemnitzer weiter zielgerichtet auf die 3. Liga zusteuern, müssen die Erfurter zuschauen, so langsam nicht auch den Kontakt zum Zweiten Berliner AK zu verlieren. [..] Erfurt wirkte bemüht, doch fehlte es in den Offensivaktionen am Überraschungsmoment. Die in den Strafraum geschlagenen Flanken fanden in den Chemnitzer Verteidigern dankbare Abnehmer. Und ging doch mal ein Versuch durch, spielte RWE zu umständlich, sodass Chemnitz die Situation bereinigen konnte. Brdaric zog in der 64. Minute seinen zweiten Joker, brachte Stephane Mvibudulu für Velimir Jovanovic und kurz darauf für den angeschlagenen Marius Wegmann Daniel Rechberger (69.). Am Geschehen änderte sich aber nicht mehr viel. Die Gastgeber verwalteten geschickt, Rot-Weiß fiel im Angriff nicht viel ein. [..]

Trainerstimmen

Thomas Brdaric (RWE) bei mdr.de:
"Ich bin sehr enttäuscht über das heutige Spiel weil wir in Chemnitz nichts Zählbares mitgenommen haben. Wir haben viel investiert. Eigentlich sogar mehr als der Gegner, von dem wir wussten, dass sie über Standards und schneller Konter agieren. Aber der Unterschied zwischen unseren beiden Mannschaften waren die Schlüsselspieler, die auf Chancen lauern und diese dann auch eiskalt verwerten. Wir wollten uns mit einem anderen Gesicht zeigen, was uns auch gelungen ist. Bis auf den letzten Teil des Spieles, wo uns keine sauberen Flanken und Angriffe gelungen sind."

David Bergner (CFC) bei mdr.de:
"Man hat zu Spielbeginn gemerkt, dass wir einen Gegner hatten der schon im Punktspielhythmus war. Bei uns hat es noch an den Abläufen gefehlt. Bestes Beispiel war zu Spielbeginn Dejan Bozic, der eine große Chance verschludert hatte. Danach hatten wir zwei gut herausgespielte Tor erzielt. Erfurt ist danach zwar etwas besser aufgekommen, konnte aber im Endeffekt kein Tor erzielen. Die zweite Halbzeit lässt sich kurz und knapp zusammenfassen. Wir haben diesen Abschnitt gut und routiniert heruntergespielt und Erfurt keine einzige Torchance gelassen."

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