Saison 2019/2020
CFC / 3. Liga



 
SV Waldhof Mannheim
SV Waldhof Mannheim4:3Chemnitzer FC
Chemnitzer FC
20. Spieltag - 3. Liga - Saison 2019/2020
Samstag, 21. Dezember 2019, 14:00 Uhr
Carl-Benz-Stadion, Mannheim
Zuschauer: 8.905
SV Waldhof MannheimTorfolgeChemnitzer FC
T Königsmann
A Marx
A Schultz
A Conrad
A Hofrath
M SeegertGelbe Karte (46. FeratiGelbe Karte)
M Schuster
M Deville (80. Korte)
M ChristiansenGelbe Karte
M Korte
S Bouziane (84. KoffiGelbe Karte)

Trainer: Trares
1:0 Bouziane (16.)
1:1 Garcia(19.)
1:2 Hosiner (27.)
2:2 Conrad (39.)
2:3 Hosiner (44.)
3:3 Deville (53.)
4:3 Koffi (85.)

T Jakubov
A Itter
A Hoheneder
A Reddemann
A Milde
M BohlGelbe Karte
M Müller (25. CampulkaGelbe Karte)
M Bonga (84. Blumberg)
M Tallig (77. Sarmov)
M GarciaGelbe Karte
S Hosiner

Trainer: Glöckner
Spielbericht

Waldhof-Wahnsinn & Mannheim-Fluch

Von Lenny

Der Chemnitzer FC überwintert mit 20 Punkten auf dem 16. Rang – und damit auf dem ersten Abstiegsplatz. Finalisiert wurde dieser in der 85. Minute beim Gastspiel in Mannheim, welches der CFC vor 8.905 Zuschauern im altehrwürdigen „Carl-Benz-Stadion“ dramatisch mit 3:4 verlor. Trotz dass die Himmelblauen sich zwei Führungen erspielten, standen diese nach intensiven 90 Minuten ohne Punkte da. CFC-Coach Glöckner resümierte nach dem Spiel: „Dieses hat eigentlich keinen Verlierer verdient gehabt.“

Bitter! Neuer Langzeitverletzter

SV Waldhof Mannheim - CFC 4:3 Im Vergleich zum 2:1-Auswärtssieg gegen den FC Hansa Rostock musste Glöckner seine Startformation gegen den SV Waldhof Mannheim auf zwei Positionen anpassen. Für den an muskulären Problemen im Nacken- und Schulterbereich leidenden Langer kam Tobias Müller in die Partie, außerdem fehlte Awuku. Dieser verletzte sich unter der Woche im Training und zog sich einen Riss des vorderen Kreuzbandes mit der bitteren Diagnose zu: vorzeitiges Saison-Aus für den 19-Jährigen, der von Holstein Kiel ausgeliehen ist. Für ihn kehrte Tallig, der Siegtorschütze aus dem Rostock-Spiel, in die Startformation zurück. Außerdem stand Dejan Bozic nach überstandener Knöchelverletzung wieder im Kader. Zum Einsatz sollte er aber nicht kommen.

Torspektakel im ersten Durchgang

Das Duell zwischen dem besten und schwächsten Aufsteiger fing unterhaltsam an: So hatte der 1,76 Meter kleine Bohl nach abgelenkter Itter-Flanke bereits in der dritten Minute die Führung auf dem Kopf. Zwei Minuten später streifte Bonga sein Schuss das Außennetz. Nach einer Viertelstunde trafen die Gastgeber, die seit vier Spielen auf ein Heimtor warten, mit dem ersten gefährlichen Angriff zur Führung. Korte schickte mit einem Traumpass Bouziane auf die Reise, welcher mit seinem dritten Saisontor das 1:0 erzielte. Wie schon gegen den FC Hansa Rostock blieben die Glöckner-Schützlinge unbeeindruckt und erzielten diesmal direkt im Gegenzug den Ausgleich. Den strammen Tallig-Schuss von der Strafraumgrenze ließ der Mannheimer Schlussmann Königsmann nach vorn abklatschen, sehr zur Freude von Garcia, der den Ball ohne Probleme über die Linie schob.

Königstransfer Hosiner knipst gegen Königsmann

In der 27. Minute patzte Königsmann erneut, diesmal war Hosiner der Nutznießer. Es blieb aber nicht bei der 2:1-Führung für den CFC. Denn Conrad, ehemaliger CFC- und mittlerweile Mannheimer Kapitän, glich in der 39. Minute nach Hofrath-Flanke aus; und eben jener Hofrath, der früher ebenfalls die Töppen schnürte, hatte zuvor schon den Ausgleich via Freistoß auf dem Fuß gehabt, scheiterte aber an Jakubov. Aber auch bei diesem Ergebnis blieb es nicht: Bonga spielte in der 44. Minute mit seinem Gegner Katz und Maus – und bediente „Königstransfer“ Hosiner mustergültig, welcher damit seinen ersten Doppelpack in der Fremde schaffte. Einziger Wermutstropfen in der ersten Halbzeit war die verletzungsbedingte Auswechslung von Tobias Müller, für ihn kam Campulka.

Pyro-Alarm im Gästesektor

Zu Beginn der zweiten Halbzeit wurden im Gästeblock mehrere pyrotechnische Erzeugnisse abgefackelt, die einen himmelblauen Angriff über Garcia in schwarzen Nebel hüllten und eine mehrminütige Spielunterbrechung nach sich zog. Unter der Woche hatte die Chemnitzer FC Fußball GmbH zum zweiten Mal in dieser Spielzeit Post vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) aufgrund Fehlverhaltens der seiner Anhänger erhalten. Der DFB-Kontrollausschuss ahndete die Pyro-Einlage beim Auswärtsspiel in Braunschweig, wo mindestens fünf pyrotechnische Gegenstände abgebrannt wurden, und sprachen eine Geldstrafe in Höhe von 2.100,- Euro aus. Der Verein hat dem Urteil zugestimmt, sodass dieses rechtskräftig ist. Neben dem Pyro-Alarm in Mannheim ist ebenso die Einlage beim Heimspiel gegen den FSV Zwickau offen. Aktuelle belegen die Himmelblauen in der Strafen-Tabelle der 3. Liga mit insgesamt 2.475,- Euro den 13. Platz.

Traumtor leitet Niederlage ein

SV Waldhof Mannheim - CFC 4:3 Die zweite Halbzeit begann mit einem Traumtor von Deville: Dieser hämmerte in der 53. Minute den Ball aus 25 Metern unhaltbar für Jakubov ins Eck, diesem war ein Ballverlust von Campulka vorausgegangen. Anschließend ging es munter und mit Chance für beide Mannschaften weiter: Hosiner auf der einen sowie Korte und Deville auf der anderen Seite vergaben nach dem Seitenwechsel die besten Möglichkeiten, sodass es lange Zeit nach einem leistungsgerechten Unentschieden aussah. Am Ende hatte aber der SV Waldhof Mannheim den längeren Atem. Der eingewechselte Koffi erzielte in der 85. Minute das siegbringende Tor zum 4:3 und sorgte damit nach sechs Heimspielen ohne Sieg wieder für einen Dreier für die Seinigen.

Es bleibt dabei: Der Chemnitzer FC kann gegen den SV Waldhof Mannheim einfach nicht gewinnen und damit bleibt nach der dramatischen 3:4-Niederlage der Waldhof-Fluch bestehen. Keine der 19 Begegnungen konnten die Himmelblauen bis dato für sich entscheiden.

Wertung: 2,5 (starke Offensive, löchrige Defensive)

Bester Himmelblauer: Hosiner

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