Saison 1998/1999
CFC / Regionalliga



 
FC Carl Zeiss Jena
FC Carl Zeiss Jena0:0Chemnitzer FC
Chemnitzer FC
32. Spieltag - Regionalliga Nordost - Saison 1998/1999
Mittwoch, 05. Mai 1999, 18:00 Uhr
Ernst-Abbe-Sportfeld, Jena
Zuschauer: 3.136
Schiedsrichter: Wendorf (Gransee)
FC Carl Zeiss JenaTorfolgeChemnitzer FC
T Keller
A SängerGelbe Karte
A Noll
A Friedrich
M Kämpfe
M Nowotny (68. Barich)
M Kaiser
M Hempel
M Hauser (81. Benedyk)
S Azevedo
S Rousajew

Trainer: Gerstner
Tore Fehlanzeige

T Ananiev
A Laudeley
A Bittermann
A Mehlhorn
M Kujat (81. Wienhold)
M KöhlerGelbe Karte
M KönigGelbe Karte
M Tetzner
M LiebersGelbe Karte
S Jörg Schmidt (64. Ullmann)
S Kunze (64. Jendrossek)

Trainer: Franke
Spielbericht

Noch ein Punkt bis zur Meisterschaft

Von Pierre Schönfeld

Eine starke Serie ging im Jenaer Ernst-Abbe-Sportfeld zu Ende. Doch so richtig traurig war am Ende keiner, daß es mit dem 13. Sieg in Folge nichts wurde. Durch den Punktgewinn in Jena und dem gleichzeitigen Unentschieden der Leipziger gegen Spandau bleibt es beim Vorsprung von 5 Punkten. Damit kann der CFC am Samstag gegen den FSV Zwickau die Meisterschaft endgültig klarmachen.

Christoph Franke ließ im Spiel gegen die Zeiss-Städter wieder rotieren. Für Ullmann und Jendrossek standen Kunze und Liebers in der Anfangsformation. Außerdem war Torsten Bittermann wieder mit von der Partie. Er spielte für Jan Schmidt, welcher an einer Stirnhöhlenvereiterung laboriert.
Vor knapp 3.200 Zuschauern, darunter ca. 1.000 mitgereisten CFC-Fans, hatte zunächst Hempel für Jena die erste Möglichkeit, sein Ball ging jedoch am Tor vorbei (6.). Für die Himmelblauen hatte Bittermann die erste Chance. Sein Kopfball nach Tetzner-Ecke landete nur knapp über die Latte (13.). Nach etwa 25 Minuten zog plötzlich die Tribüne die Aufmerksamkeit auf sich. Ein nicht enden wollender Strom von CFC-Fans besetzte ca. ein Viertel der Tribüne und machte gleich mächtig Stimmung - freudig begrüßt von den Clubfans im bereits vollbesetzten angrenzenden Mini-Gästeblock. Das Spiel selber war weniger ansehnlich. Jena hatte leichte Feldvorteile und auch die besseren Möglichkeiten: ein Rousajew-Heber landete über dem Tor (26.), ein Kopfball von Azevedo in den Armen von Ananiev. Kurz vor der Pause noch eine Großchance für den Club, doch der freigelaufene Liebers scheiterte am Ex-Chemnitzer Keller im Jenaer Tor.

Nach der Pause mußten die Chemnitzer Fans einige bange Minuten überstehen. Jena machte jetzt mehr Druck und kam auch zu einigen guten Möglichkeiten. Dabei zeigte sich die ganze Klasse von CFC-Keeper Toni Ananiev. Erst entschärfte er einen Knaller von Hempel (55.), dann rettete er dreimal im großen Stil gegen Rousajew (60., 61., 63.). Franke reagierte und brachte für die enttäuschenden Kunze und Schmidt, Ullmann und Jendrossek. Dies sorgte kurzzeitig für Belebung und Ullmann hatte mit einem Kopfball, welcher nur knapp über die Latte strich, auch eine gute Gelegenheit (66.). Die Offensivbemühungen des CFC dauerten aber nur kurz an, dann übernahm Jena wieder das Zepter. Kurz darauf herrschte in den zwei CFC-Fanblöcken ausgelassene Stimmung. Weniger wegen dem Spiel was auf dem Rasen stattfand, vielmehr machten in diesem Moment gerade die Zwischenstände aus Leipzig und Zwickau die Runde. Bis zum Schlußpfiff hatte Jena noch einige gute Möglichkeiten und auch der CFC kam kurz vor Ende noch zu einer Großchance. Letztlich blieb es jedoch beim für die Himmelblauen etwas glücklichen, aber verdienten Punktgewinn, welcher nach dem Abpfiff durch die mitgereisten Fans wie ein Sieg gefeiert wurde.

Fazit: Eine meisterliche Leistung war es nicht, die die Himmelblauen in Jena ablieferten. Doch dank eines überragenden Antonio Ananiev blieb die beste Abwehr der Liga erneut ohne Gegentor. Die Meisterschaftstür ist für die Mannen um Käpt'n Bittermann jetzt weit geöffnet. Am Samstag gegen Zwickau brauchen sie nur noch hindurchschreiten.

Wertung: Note 3,5 (Sehr kampfbetontes und zeitweise zerfahrenes Spiel)

Bester Himmelblauer: Ananiev

Pressestimmen

Kicker
Ananiev rettete mit Glanzparaden

Freie Presse
Abwehrbollwerk dicht"
"In Chemnitz kann man schon langsam den Sekt für die Staffelsieg-Feier bereitstellen."
"Über die Leistung der Chemnitzer am gestrigen Abend sollte man jedoch den Mantel des Schweigens decken.

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