Saison 2001/2002
CFC / Regionalliga



 
1. FC Magdeburg
1. FC Magdeburg0:0Chemnitzer FC
Chemnitzer FC
31. Spieltag - Regionalliga Nord - Saison 2001/2002
Freitag, 26. April 2002, 19:00 Uhr
Ernst-Grube-Stadion, Magdeburg
Zuschauer: 4.353
Schiedsrichter: Weber (Bergkamen)
1. FC MagdeburgTorfolgeChemnitzer FC
T Burmeister
A Schmidt
A Holz
A Prest
M Kallnik
M Zani
M MaslejGelbe Karte
M HannemannGelbe Karte
M Neumann (74. Dietrich)
S Dobry
S Papic

Trainer: Steffens
Tore Fehlanzeige

T Hiemann
A Göhlert
A Franke
A Mehlhorn
M Prymula
M TchipevGelbe Karte (83. Walther)
M RatkowskiGelbe Karte
M Bustos
M Fröhlich
S Meissner
S Krieg

Trainer: Schulz
Spielbericht

Hiemann rettet CFC einen Punkt

Von Pierre Schönfeld

Mit dem letzten Aufgebot fuhren die Himmelblauen am Freitagabend nach Magdeburg und nahmen verdient einen Zähler mit. Mit Biermann, Bittermann, Renn und Schmidt fehlten Trainer Schulz neben den bekannten Langzeitverletzten gleich vier potentielle Stammspieler.

Knapp 4500 Zuschauer, darunter ca. 250 Chemnitzer, waren ins „Grube“ gekommen um das Duell des 13. gegen den 5. mitzuerleben. Für das nasskalte Regenwetter eine ganz anständige Zahl. Zu Spielbeginn gab es eine Schweigeminute wegen der schrecklichen Ereignissen am Mittag in Erfurt, was aber nicht alle mitbekamen, da die Lautsprecheranlage in Magdeburg wohl auch schon bessere Tage gesehen hatte. Vorwürfe die im Nachhinein wegen des Nichteinhaltens der Schweigeminute kamen, sind daher aus meiner Sicht unangebracht.

Aber kommen wir zum Spiel. Die Hausherren machten von Beginn an Druck, man merkte, dass die Elbestädter noch jeden Punkt beim Kampf um den Klassenerhalt brauchen. Hannemann prüfte Hiemann nach 10 Minuten mit einem Freistoßaufsetzer, den der CFC-Keeper aber souverän zur Ecke klärte. In der ersten halben Stunde hatten die Himmelblauen noch einige weitere brenzlige Situationen zu überstehen. Einmal rettete die Querlatte beim Abwehrversuch eines Himmelblauen, ein andermal stand Bustos goldrichtig auf der Linie. Auch Holger Hiemann hatte heute einen richtig guten Tag erwischt. In der 17. Minute dann eine höchstumstrittene Situation: Rainer Krieg hatte nach einem Abwehrversuch von FCM-Keeper Burmeister ins Tor getroffen, doch Schiri Weber entschied auf Abseits. Die Möglichkeit sich die ganze Situation nocheinmal im TV anzuschauen gab es leider nicht. Der Mitteldynamische Rundfunk hielt diese Szene für „nicht zeigenswert“. Aber was soll’s. Nach einer guten halben Stunde kamen die Himmelblauen besser ins Spiel. Insbesondere Prymulla konnte sich immer wieder über rechts durchsetzen. Seine scharfe Flanke in der 35. Minute verpasste Meißner nur knapp. Auch Rainer Krieg hatte kein Fortune als er sich schön im Strafraum durchsetzte, die Pille aber knapp neben den Pfosten setzte. Dann war Halbzeit.

Zum Wiederanpfiff gab es leider einige unschöne Szenen im CFC-Block. Es wurden einige Rauchbomben und Bengalos gezündet, was ja grundsätzlich ok ist. Doch im Schutze des Nebels feuerten einige Bekloppte Leuchtspurmunition ab, anscheinend sogar zielgerichtet in Richtung FCM-Block, Bullerei und Spielfeld. Eigentlich hatte ich immer gedacht, dass es solche Schwachmaten nur in L oder DD gibt. Dass diese Leute ihrem Verein mit solchen Aktionen nur schaden, werden die wohl nie begreifen. War das massive Polizeiaufgebot bisher friedlich und hatte sich auch das Zünden der Bengalos zu Beginn der ersten Halbzeit gelassen angeschaut, so ging es jetzt zur Sache. Es gab ein ordentliches Gerangel zwischen den Grünen und Fans am Zaun, woraufhin auch 2 Chemnitzer von den grünen Jungs zum „Vieraugengespräch“ gebeten wurden. Dann beruhigte sich die Situation aber wieder und man wandte sich den Geschehnissen auf dem grünen Rasen zu. Hier dominierte jetzt der 1. FCM, der gleich 3 Hochkaräter durch Papic (freistehend vorbei, 69.), Dobry (scheitert an Hiemann, 71.) und erneut Papic (Kopfball – Hiemann hält, 77.) nicht im Chemnitzer Kasten unterbringen kann. Das hätte sich beinahe gerächt, denn in der letzten Viertelstunde dominierte nocheinmal der CFC. Der eingewechselte Walther hatte 5 Minuten vor Schluß die Riesenchance für die Himmelblauen zum Sieg. Bei seinem Schuß aus 20 Metern zeigte sich aber Burmeister auf dem Posten. Dann war Schluß und die Himmelblauen hatten nach zuletzt 5 Auswärtspleiten endlich mal wieder in der Fremde gepunktet.

Fazit: Insgesamt ein verdienter Punkt, auch wenn die Hausherren im gesamten Spiel mehr Torchancen hatten. Erfreulich waren die großartige Leistung von He-Man und das respektlose Auftreten von Prymulla, den die Maggis kaum in den Griff bekamen. Absolut negativ war die Leuchtspuraktion einiger Bekloppter. Sorry, aber dafür fehlt mir jegliches Verständnis!

Wertung: 2,5

Beste Himmelblaue: Hiemann, Prymulla

Pressestimmen

Chemnitzer Morgenpost
Himmelblauer Held Hiemann hielt alles! Glücklicher Punkt - Der CFC nahm mit viiiel Glück einen Punkt aus Magdeburg mit - 0:0. [..] Magdeburg drückte vor 4351 Zuschauern pausenlos. [..] Zwar zwang Ulf Mehlhorn in der 53. Minute den FCM-Keeper Jan Burmeister zu einer Parade, doch danach stürmte nur noch Magdeburg. [..] Dann traf Hannemann Tchipev noch am Knöchel, der musste verletzt rausgetragen werden [..] mehr war nicht.

Freie Presse
Beide Teams sündigen bei Chancenverwertung - Der Chemnitzer FC holte mit dem 0:0 beim 1. FC Magdeburg in der Fußball-Regionalliga gestern Abend wieder einmal einen Auswärtspunkt. [..] Die Himmelblauen wurden von Beginn mehr in die Defensive gedrängt, als ihnen lieb war. [..] In der 2. Halbzeit erhöhten die Chemnitzer den Druck, spürten, dass vielleicht doch mehr drin ist. [..] Dann brannte es mehrmals lichterloh vor dem Gehäuse von Hiemann, [..] ein Tor blieb ihnen versagt.

Kicker-Online
Dobry scheitert freistehend - [..] Die Gäste, bei denen Bustos für Walther von Beginn an spielte, beschränkten sich zunächst auf Konter, ohne aber Gefahr zu entwickeln. In der zweiten Halbzeit machten die Gäste mehr Druck. Bei einem Freistoß von Mehlhorn musste Burmeister zwei Mal zufassen (52.). In der 68. Minute vergab der durchgelaufene Papic freistehend. Dann brannte es mehrmals lichterloh vor dem Gehäuse von Hiemann, doch Dobry brachte sogar freistehend vor CFC-Keeper Hiemann den Ball nicht ins Tor (70.).

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