Saison 1998/1999
CFC / Regionalliga



 
Chemnitzer FC
Chemnitzer FC4:0VFC Plauen
VFC Plauen
20. Spieltag - Regionalliga Nordost - Saison 1998/1999
Samstag, 06. Februar 1999, 14:00 Uhr
Fischerwiese, Chemnitz
Zuschauer: 3.200
Schiedsrichter: Sather (Grimma)
Chemnitzer FCTorfolgeVFC Plauen
T Ananiev
A Laudeley
A Bittermann
A MehlhornGelbe Karte
M Jan SchmidtGelbe Karte
M König
M Köhler
M Tetzner
M Jendrossek
S Jörg SchmidtGelbe Karte (56. Kunze)
S Ullmann

Trainer: Franke
1:0 Ullmann (28.)
2:0 Kunze (59.)
3:0 Tetzner (65.)
4:0 Ullmann (80.)

Besondere Vorkommnisse:
Gelb-Rote Karte für Krasselt (50.)

T Kunze
A DüngerGelbe Karte
A KrasseltGelbrote Karte
A Soschinski
M Starke
M Färber (46. Schmidt)
M Stadelmann
M Wolfrum
M Walther
S Weiß (64. Hölzel)
S Spranger

Trainer: Papritz
Spielbericht

"Überraschungsmannschaft" die Grenzen aufgezeigt

Von Ronny Licht

Viele der 3 200 Zuschauer, zumindest die Chemnitzer Fans unter ihnen, waren sicherlich mit gemischten Gefühlen am Samstag auf die Fischerwiese gekommen. Der VFC Plauen war zu Gast, mit nur einer Niederlage gegen den VfB Leipzig DIE Überraschungsmannschaft der Saison. Doch schon nach wenigen Minuten war klar: Eine weitere Sensation durch die Plauener wird es nicht geben. Die Himmelblauen aggressiv, störten teilweise schon am gegnerischen Strafraum, gingen voll in die Zweikämpfe. Bestes Beispiel: Jörg Schmidt machte den Rasen der Fischerwiese mit seinem Gegenspieler René Krasselt schon nach 9 Minuten bekannt, kassierte zu Recht die gelbe Karte. Aber die Fronten waren geklärt: Chemnitz stürmte, setzte den VFC unter Druck. Der Lohn schon in der 28. Minute: Jörg Schmidt erläuft sich einen Ball auf der linken Seite, tanzt einen Plauener aus, flankt - und Mirko Ullmann fliegt wie in alten Zeiten in den Ball, versenkt ihn im Plauener Kasten. Danach ging der Sturmlauf weiter, bis zur Halbzeit gab´s aber keine erwähnenswerten Aktionen. Die Gäste aus der Vogtlandmetropole tauchten erst nach 37 Minuten (!) halbwegs gefährlich vor dem Kasten des Neu-Keepers Antonio Ananiev auf...
In der 2. Halbzeit das gleiche Bild: Das kurzes Aufmucken der Schwarz-Gelben dauerte nur drei, vier Minuten. Ab der 50. Minute waren die Gäste dann auch nur noch zu zehnt: René Krasselt mußte mit Gelb-Rot runter. Zwar schien das Foul nicht gelbwürdig - die Meckerei des Plaueners nach dem Pfiff des Schiedsrichters Harald Sather (Grimma) dafür umso mehr. Sechs Minuten später wurde dann Danilo Kunze eingewechselt. Und Trainer Christoph Franke hatte ein gutes Händchen: Nur zwei Minuten später staubte das "helle Köpfchen" ab - 2:0. Seine tolle Leistung krönte auch Alexander Tetzner: Der kleine Wirbelwind erlief sich in der 65. Minute einen Paß in die Spitze, umspielte Ex-CFCler Alexander Kunze (wurde von den Fans mit lautstarken "Fliegenfänger"-Rufen begrüßt) und schob den Ball unbedrängt ins Tor. Das 4:0 durch Mirko Ullmann (80.) war die logische Folge der desolaten Leistung der Plauener.
Fazit: Ein schönes Spiel, ein starker und endlich auch im Abschluß cleverer CFC. Für Gästemannschaften ist in Chemnitz einfach nichts zu holen. Hinten stand wieder mal die Null. Doch was der Torwartwechsel gebracht hat, wird sich in schwereren Spielen zeigen müssen. Denn Antonio Ananiev mußte lediglich dreimal richtig zupacken, einmal segelte er an einer Flanke vorbei. Der Erfolg vom Samstag muß jetzt beim DSC versilbert werden - vergoldet werden kann er dann zu Hause gegen Stendal. 9 Punkte aus 3 Spielen - wünschenswert wäre es, machbar ist es. Denn dann würden aus den vagen Aufstiegsträumen so langsam Realitäten werden. Und die Leipzig-Pleite wäre sehr schnell wieder vergessen.

Wertung: 2 (Begeisternder himmelblauer Fußball auf der Fischerwiese. Insbesondere die 2. Halbzeit konnte die CFC-Fans bei eisigen Temperaturen erwärmen. Plauen war schwach, rechtfertigte seine gute Plazierung in der Tabelle zu keinem Zeitpunkt des Spiel

Beste Himmelblaue: Laudeley, Tetzner, Jendrossek, Ullmann

Pressestimmen

Freie Presse
Torhüter Ananiev beim 4:0 des CFC über Plauen fast beschäftigungslos. Besonders in der Schlußphase mußte man um die Plauener in Sorge sein. Denn mit einem Spieler in Unterzahl hatten sie den Angriffsbemühungen der Chemnitzer nichts mehr entgegenzusetzen. Damit ließ die CFC-Elf endgültig das 0:2 beim VfB Leipzig vergessen, als man sich zu schnell mit seinem Schicksal abgefunden hatte.

Chemnitzer Morgenpost
Krasselt flog - da war alles klar. Mit Gelb-Rot für "Krassus" war den Schwarz-Gelben das letzte Fünkchen Hoffnung auf einen Punktgewinn genommen. Für die Plauener dennoch kein Grund zu Panik: Immerhin verloren die Himmelblauen ihr letztes Heimspiel am 18. Oktober 1997 (!) unglücklich mit 0:1 gegen TeBe Berlin.

Morgenpost am Sonntag
Entfesselter CFC führte enttäuschenden VFC vor. Die Serie der Vogtländer (9 Spiele in Folge ungeschlagen) wurde von einer starken Chemnitzer Elf gestoppt.

BILD Chemnitz
Plauen-Power gestoppt - Chemnitz auf Wolke sieben. Mit 4:0 fegte der CFC die Plauener, bisher bestes Auswärtsteam der 3. Liga, weg. Zeigte dem aufmüpfigen Konkurrenten aus dem Vogtland dessen Grenzen auf.

Vogtland-Anzeiger
VFC chancenlos. Papritz: ,Wir hätten lieber im Bett bleiben sollen´. Das war nix, VFC! Die VFC-Abwehr war der einzige Mannschaftsteil, der in der ersten Hälfte fast annähernd Normalform an den Tag legte. Damit war es nach der Pause auch schnell vorbei.

Sonntags-Blick
Harmlose Vogtländer völlig chancenlos. [..] bekamen die 3 200 Zuschauer 90minütigen Einbahnstraßenfußball, mit einem klaren und auch in dieser Höhe verdienten 4:0-Sieg für die Himmelblauen, zu sehen.

Kicker
Nach dem 0:2 in der Vorwoche beim VfB Leipzig hatte CFC-Trainer Christoph Franke mit seinen Mannen Tacheles geredet. [..] Gegen den VFC Plauen war deshalb eine völlig andere Einstellung zu spüren. Mit einer robusten Zweikampfführung wurde den Plauenern beizeiten der Schneid abgekauft.

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