Saison 1998/1999
CFC / Regionalliga



 
Chemnitzer FC
Chemnitzer FC4:3VfB Leipzig
VfB Leipzig
2. Spieltag - Regionalliga Nordost - Saison 1998/1999
Sonntag, 09. August 1998, 14:00 Uhr
Fischerwiese, Chemnitz
Zuschauer: 4.800
Schiedsrichter: Weise (Könitz)
Chemnitzer FCTorfolgeVfB Leipzig
T Fröhlich
A Wienhold
A LaudeleyGelbe Karte
A Mehlhorn
M Bittermann
M Jan Schmidt (54. Jörg SchmidtGelbe Karte)
M Köhler
M Liebers
S Ullmann
S Erceg (67. König)
S Kunze (75. Kujat)

Trainer: Franke
1:0 Kunze (20./Elfer)
1:1 Dittgen (22.)
2:1 Jan Schmidt (28.)
3:1 Kunze (51.)
3:2 Bordas (67.)
4:2 Ullmann (74.)
4:3 Lazic (77./Elfer)

T Jovanovic
A Nylen
A Küttner
A Bancic
M MimußGelbe Karte (81. Richter)
M BordasGelbe Karte
M Kunze (46. Lazic)
M Werner
M Seifert (73. Mbidzo)
S Do Santos
S Dittgen

Trainer: Thomale
Spielbericht

Heimpremiere auf der Fischerwiese. Und was für eine! Bei tropischen Temperaturen gab es ein echtes Spitzenspiel. Die Himmelblauen zeigten den knapp 5000 Zuschauern herzerfrischenden Fußball, doch auch die Leipziger versteckten sich nicht. Mann des Tages aus CFC-Sicht war Danilo Kunze, welcher mit zwei Treffern maßgeblich zum Erfolg der Himmelblauen beitrug. Als in der 20. Minute den Himmelblauen ein Foulelfmeter zugesprochen wurde, war es nicht der etatmäßige Elfmeterschütze Sven Köhler, sondern Kunze der sich den Ball schnappte und eiskalt zur 1:0-Führung verwandelte. Die Fans der Himmelblauen hatten nach der Führung nur kurz Zeit den Vorsprung zu genießen. Denn schon 2 Minuten später klingelte es nach einem Konter der Leipziger im Chemnitzer Tor. Unübersehbare Abstimmungsprobleme in der CFC-Hintermannschaft führten dazu, daß Dittgen nach einer Flanke ungehindert einköpfen konnte. In der 28. Minute bewies Jan Schmidt, daß auch die Himmelblauen mit "Köpfchen" spielen können, als er die erneute Führung für den CFC markierte.
Nach der Halbzeitpause ging es mit dem Toreschießen munter weiter. Erst traf Kunze mit seinem zweiten Treffer in einer Art, die von Klasse zeugte. Mit seinem Schlenzer aus halblinker Position ließ er Jovanovic im Leipziger Tor keine Chance. Danach kam der VfB besser ins Spiel. Besonders die Einwechselung von Lazic machte sich bemerkbar. Folgerichtig deshalb der Anschlußtreffer durch Bordas. Doch die Himmelblauen haben ja noch einen Mirko Ullmann. Der Mann mit den grünen Schuhen und der ungewöhnlichen Rückennummer "19" stach nicht nur optisch hervor. Läuferisch gegenüber der letzten Saison stark verbessert und kämpferisch stark wie immer, lief er den Leipziger Verteidigern ein ums andere mal davon. So auch in der 74. Minute als er nach einem Konter das vierte Tor für den CFC markierte. Kurz darauf klingelte es schon wieder, diesmal auf der anderen Seite - Lazic verwandelte einen Foulstrafstoß für die Leipziger. Nun war es wieder nur ein Tor Unterschied und der VfB drängte vehement auf den Ausgleich. Die Himmelblauen mußten dem kraftraubenden Spiel jetzt Tribut zollen und kamen phasenweise nicht aus der eigenen Hälfte. Doch mit viel Geschick und auch etwas Glück wurde der knappe Vorsprung über die Runden gebracht.
Fazit: Ein rassiges Spiel, 7 Tore, Sieg und Tabellenführung für den CFC - Fußballherz, was willst Du mehr? Doch bevor jetzt wieder einige zuviel Höhe bekommen, sollte man auch die Schwächen im Chemnitzer Spiel sehen, die es noch auszumerzen gilt. So glich die Abwehr in manchen Phasen eher einem Hühnerhaufen und auch Keeper Fröhlich macht noch keinen besonders sicheren Eindruck. Daß deshalb einige "Fans" in der sog. "Südkurve" den Namen von Ersatzkeeper Steffen Süßner skandieren zeugt dann auch von besonders viel "Einfühlsvermögen". Erfreulich dagegen die Leistung im Mittelfeld und Angriff, bei denen Kunze und Ullmann herausragten. Auch Erceg konnte seine spielerische Klasse bereits andeuten.
Die Mannschaft hat durch die Neuverpflichtungen auf jedem Fall an Potential dazugewonnen und besitzt jetzt auch genügend Alternativen auf der Bank. Das zeigt sich schon daran, daß ein Jörg Schmidt derzeit nur Einwechsler ist. Ob es in dem Stil weitergehen wird, kann niemand einschätzen. Aber ein Anfang ist auf jeden Fall getan und die 6 Punkte kann uns keiner mehr weggnehmen. Und wer weiß wozu sie am Ende nützen...
Daß das nächste Spiel immer das schwerste ist, hat schon Herberger gewußt. Noch dazu wenn es in Plauen ist. In der letzten Saison kassierten die Himmelblauen dort eine Niederlage, was Warnung genug sein dürfte. Zumal Plauen in denen ersten beiden Spielen bei den Unentschieden gegen Sachsen Leipzig und in Dresden ihre Stärken andeuteten. Unsere Jungs dürfen sich also auf einen heißen Tanz gefaßt machen, doch mit Glück und Geschick werden sie sicherlich auch diese schwierige Aufgabe meistern.

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