Saison 1998/1999
CFC / Regionalliga



 
FC Erzgebirge Aue
FC Erzgebirge Aue1:0Chemnitzer FC
Chemnitzer FC
7. Spieltag - Regionalliga Nordost - Saison 1998/1999
Sonntag, 13. September 1998, 14:00 Uhr
Erzgebirgsstadion, Aue
Zuschauer: 4.800
Schiedsrichter: Binkowski (Berlin)
FC Erzgebirge AueTorfolgeChemnitzer FC
T Huster
A Tautenhahn
A ZweiglerGelbe Karte
A SchmidtGelbe Karte
M Thielemann
M Miftari
M Skela (85. Bagemiel)
M Tomoski (89. Reinhold)
M Barth
M Hasse
S Eidtner (64. Sadlo)

Trainer: Lieberam
1:0 Tomoski (54.)

T Fröhlich
A Wienhold
A Köhler
A Jan SchmidtGelbe Karte
M Tetzner (62. Kujat)
M Erceg
M König (62. Laudeley)
M Mehlhorn
M LiebersGelbe Karte (76. Jendrossek)
S Ullmann
S Kunze

Trainer: Franke
Spielbericht

Von Pierre Schönfeld

Auch im 3. Regionalligajahr war für die Himmelblauen im Lößnitztal nichts zu holen. Wie die beiden Jahre zuvor hieß es nach 90 Minuten 0:1. Durch die Niederlage stürzte die Franke-Elf auch in der Tabelle ab: vom 2. auf den 6. Platz.
Erwartungsvoll waren ca. 1000 CFC-Fans mit Bahn oder Auto nach Aue gereist. Als sie gegen 15.45 Uhr das Erzgebirgsstadion verließen, war ihre Stimmung dem Wetter ähnlich. Der Himmel öffnete kurz nach dem Abfiff all seine Schleusen und man hatte man das Gefühl, irgendjemand da oben weinte ganz fürchterlich über die eben gesehene Leistung der Himmelblauen. Die war nämlich so grottenschlecht, daß man nicht glauben wollte, daß diese Mannschaft die ersten fünf Spieltage die Liga anführte. Saft- und kraftlos präsentierten sich die CFC-Kicker, im spielerischen wie im kämpferischen waren die Auer Veilchen eine Klasse besser als der CFC. Immer wieder verloren die CFC-Spieler leichtfertig den Ball. Das Mittelfeld der Himmelblauen war faktisch nicht vorhanden, Tetzner, Kunze und Erceg tauchten im Verlauf des Spiels völlig ab. Immer wieder wurde versucht den Ball weit nach vorn in den gegnerischen Strafraum auf Ullmann oder Kunze zu schlagen, was aber angesichts der kopfballstarken Auer Abwehr (Zweigler!) eher wie eine Verzweiflungstat wirkte. Im ganzen Spiel verbuchten die Himmelblauen gerade mal eine Torchance.
Aue hätte dagegen durchaus noch höher gewinnen können. Chancen gab es jede Menge, darunter einen Tauthenhahn-Knaller, den Fröhlich parierte (51.). So blieb es dem Heimkehrer aus Rostock Borislav Tomoski vorbehalten, den Himmelblauen die Quittung für ihre miese Leistung zu geben. Mit einer schönen Einzelleistung erzielte er in der 55. Minute das Tor des Tages.
Fazit: Gerade im Derby gegen den Erzrivalen aus Aue zeigten die CFC-Kicker ihre schlechteste Saisonleistung. Hatten da einige Spieler die Hosen voll oder hat man etwa die Höhenluft in der Tabelle nicht vertragen? Fast scheint es so. Hoffen wir, daß dieses Spiel nur ein Ausrutscher war und in den nächsten Wochen endlich wieder eine engagierte Chemnitzer Mannschaft zu sehen ist. Die treuen Fans hätten es mehr als verdient.

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