Saison 2006/2007
CFC / NOFV-Oberliga



 
Chemnitzer FC
Chemnitzer FC2:0FSV Budissa Bautzen
FSV Budissa Bautzen
13. Spieltag - Oberliga Nordost-Süd - Saison 2006/2007
Samstag, 18. November 2006, 14:00 Uhr
Fischerwiese, Chemnitz
Zuschauer: 2.564
Schiedsrichter: Cyrklaff (Neuhausen)
Chemnitzer FCTorfolgeFSV Budissa Bautzen
T Klömich
A Kunert
A Baumann
A Thönelt
A Troschke
M Sieber (70. Devoli)
M Tomoski (85. Sambou)
M Schumann
M WölfelGelbe Karte
S Kellig
S Sinaba (64. Bachmann)

Trainer: Müller
1:0 Sinaba (5.)
2:0 Kellig (32.)

T Schier
A Fröhlich
A Rettig
A Zichner
A Nuhs
M Golbs
M Helcelet (82. Henkert)
M Hempel (46. Ovecka)
M Runt
S Sentivan
S Schaumkessel (46. Kühn)

Trainer: Hentschke
Spielbericht

Auf 2 schöne Tore folgt Langeweile

Von Erik Büttner

Die ganz große Freude kam unter den Chemnitzer Fußballfreunden nicht auf, als Schiedsrichter Jens Cyrklaff aus Neuhausen um drei viertel vier die Begegnung zwischen dem Chemnitzer FC und dem FSV Budissa Bautzen beendete. Zwar hatten die Himmelblauen mit 2:0 (2:0) souverän gewonnen. Doch insgesamt war es doch ein wenig mitreißendes Spiel, was beide Mannschaften da gerade geboten hatten. Und so waren die Zuschauer erfreut über 3 weitere Punkte für den CFC, aber eben nicht mehr.

CFC-Trainer Joachim Müller schickte eine neu sortierte Startelf ins Rennen: Neben Steffen Kellig stürmte Bakary Sinaba anstelle von Marcel Schlosser. Im Mittelfeld ersetzen Boris Tomoski und Marco Wölfel Gérard Sambou und Yakubu Adamu. In der Abwehr spielte rechts außen Danny Troschke, da David Sieber durch die Verletzung von Tobias Becker im Mittelfeld aushelfen musste.

Und dieses Team legte wie schon in Zwickau und Pößneck los wie die Feuerwehr. Durch eigene Angriff wurde Bautzen gleich in der Abwehr gebunden. Dann ein Angriff über Marco Wölfel auf der rechte Seite. Wölfel flankte und fand in der Mitte des Strafraums mit Sinaba einen dankbaren Abnehmer. Sinaba legte einen seiner artistischen Kopfballeinlagen hin und der Ball schlug im Budissa-Tor ein. Die Führung nach nicht einmal 5 gespielten Minuten, sorgte rasant für gute Laune bei den knapp 2600 Zuschauern (ausgenommen den etwa 20 Gästen).
Doch mit fortschreitender Spielzeit mischten sich in die gute Laune erste Sorgenfalten. Stimmen, wie „Das erinnert an Zwickau.“, wurden auf den Rängen laut. Denn die Himmelblauen taten nur noch das Nötigste. Zwar sorgte Sieber mit 2 strammen Schüssen (13., 23.) für ordentlich Gefahr vor dem FSV-Tor. Doch insgesamt war das Spiel der Hausherren viel zu wenig druckvoll. Allerdings muss man auch sagen, dass der bis dato Tabellenfünfte dem CFC nicht mehr abverlangte. In der Angriffsbewegung unterliefen den Lausitzern viel zu viele Fehler, so dass ein Schüsschen von Schaumkessel (28.) die einzig etwas brenzlige Situation für den CFC vor der Pause blieb.
Auch wenn Chemnitz wenig Druck aufbaute, so war doch zumindest ein Bemühen um ein weiteres Tor zu erkennen, vor allem beim besten Mann auf dem Platz, Boris Tomoski und beim starken David Sieber. Und dieser David Sieber leite dann auch das 2:0 ein. Erst marschierte er die Seitenlinie entlang zur Grundlinie. Dort tanzte er 2, 3 Bautzner Abwehrspieler aus, legte dann auf den völlig freistehenden Kellig ab. Der nahm an und drosch den Ball herrlich ins lange Ecke. Es war ein wunderschönes Tor, das dem CFC den 2:0 Pausenstand brachte. Und passend dazu zog zu den schon frühlingshaften 12°C der Himmel über der Fischerwiese auf und die Sonne schien dem Publikum auf der Gegengerade mitten im eigentlich so trüben November ins Gesicht.

Schon nach 10 Minuten Pause kamen die Himmelblauen aus der Kabine. Der FSV benötigte für den Gang zurück aufs Spielfeld etwas länger, vielleicht weil er die Halbzeitunterbrechung für 2 Spielerwechsel nutzte – Ovecka kam für Hempel und Kühn für Schaumkessel. Den besseren Start erwischte trotzdem wieder Chemnitz: Schumann traute sich mal selbst zu schießen und setzte den Ball nur knapp neben das Dreiangel (48). Und eine Flanke von Kunert nahm Kellig per Kopf - Rettig klärte für seinen geschlagenen Torwart auf der Torlinie (49.). Doch nach diesen schwungvollen 5 Minuten schliefen Spiel und Zuschauer so langsam ein. Chemnitz überließ den Gästen immer mehr das Spiel. Die wussten jedoch nicht viel mit dem gebotenen Platz anzufangen, nur Nuhs lies mit einem Kopfball an den Pfosten die himmelblauen Fans kurzzeitig in Schockstarre verfallen (56.). Sonst aber passiert nicht mehr viel auf dem Spielfeld.
Erst 10 Minuten vor dem Ende erwachte die Fischerwiese wieder. Angetrieben durch die jetzt wieder lauter werdenden Anhänger wurde der CFC etwas druckvoller und hatte wieder Torchancen. Einen Thönelt-Kopfball nach Tomoski-Ecke parierte FSV-Torwart Schier noch mit einem Reflex (79.). Ebenso einen Bachmann-Kracher, der bei einer Ecke angespielt von Tomoski vorm Strafraum völlig frei zum Schuss kam (81.). Doch in diesen Schwung hinein vergaß Chemnitz ein wenig, dass auch Bautzen noch mitspielte und ließ das Verteidigen etwas schleifen. Und so stand in der 88. Minute der eingewechselte Alfred Kühn plötzlich frei vor Klömich und zog ab. Der wenig beschäftigte Chemnitzer Torhüter zeigte sich aber auf dem Posten und verhinderte den späten und sicher Hektik bringenden Anschlusstreffer.

Uns so schaukelte der Chemnitzer FC das 2:0 ohne großen Aufwand über die Runden. Am Ende gab es aber auch so 3 wichtige Punkte, egal ob Chemnitz nun eine Gala geboten hätte oder, wie es CFC-Trainer Müller ausdrückte, ein „schwaches Spiel“ gezeigt hat. Aner solange das für einen Sieg reicht, ist’s ja OK...

Wertung: 4,5 (Neben den 2 schönen Toren gab es viel Langeweile)

Beste Himmelblaue: Tomoski, Sieber

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