Saison 2006/2007
CFC / NOFV-Oberliga



 
Chemnitzer FC
Chemnitzer FC5:0VfB 09 Pößneck
VfB 09 Pößneck
25. Spieltag - Oberliga Nordost-Süd - Saison 2006/2007
Samstag, 28. April 2007, 14:00 Uhr
Fischerwiese, Chemnitz
Zuschauer: 2.571
Schiedsrichter: Herzberg (Berlin)
Chemnitzer FCTorfolgeVfB 09 Pößneck
T Klömich
A Sieber (77. Troschke)
A Gasser
A Baumann
A Kunert
M De Napoli (87. Sambou)
M Becker
M Tomoski
M Schumann
S Schlosser
S Kellig (71. Sinaba)

Trainer: Vogel
1:0 Kellig (7.)
2:0 Schlosser (40.)
3:0 Kellig (63.)
4:0 Sinaba (75.)
5:0 Schumann (82./Elfer)

T Dolecek
A Müller
A MarkowGelbe Karte (65. Ziermann)
A HornGelbe Karte
A Sawetzki
M RodeGelbe Karte
M Weichert (77. Rein)
M Hurt (25. Petzold)
M Bejnierowicz
S Trübger
S Mydlo

Trainer: Schwinkendorf
Spielbericht

Hochsommer im April und Torregen unserer Himmelblauen

Von Thoralf Wätzold

Der VfL 09 Pößneck bleibt für den Chemnitzer FC ein angenehmer Gegner. Ohne große Mühe boten die Himmelblauen den knapp 2.600 Zuschauern einen unterhaltsamen und torreichen Samstagnachmittag. Der Endstand von 5:0 (2:0) war für die Thüringer sogar noch etwas schmeichelhaft.

Bei hochsommerlichen Temperaturen wollten die Chemnitzer nach dem eher überraschenden Sieg beim Tabellenführer Cottbus II in der Vorwoche ihre nach wie vor bestehende kleine Chance auf den Aufstieg wahren und endlich auch mal wieder das Tor treffen. Doch die erste Chance im Spiel hatten die Gäste aus Pößneck. Nach zwei Minuten konnte jedoch Klömich nach einem sehr gut vorgetragenen Konter mit dem Fuß klären. Doch dann war es für die in gelb-blau spielenden Thüringer auch schon vorbei, es rollte fortan eine Angriffswelle nach der anderen auf das Tor der Pößnecker. Die erste größere Chance nutzte dann auch gleich Kellig, der nach einem Freistoß von Schumann von der linken Strafraumgrenze völlig unbedrängt in die Luft steigen und zur 1:0-Führung einnicken konnte. Nach sieben Minuten war die himmelblaue Welt bereits in bester Ordnung. Und so erspielten sich die Chemnitzer weitere Chancen. Zunächst vergab Schumann völlig freistehend, als er einen schönen Pass in den Strafraum direkt über das Tor schoss, anstatt den Ball zunächst anzunehmen und sich die Ecke auszusuchen. Die Zeit dazu hätte er gehabt. Auch Steffen Kellig scheiterte zweimal nach einer Flanke von De Napoli freistehend per Kopf. In der 40. Minute erhöhte dann Schlosser auf 2:0, der eine zu kurz abgewehrte Ecke an der Strafraumgrenze annahm und einfach mal auf das Tor schleuderte. Der Ball setzte genau unter dem Gästekeeper auf, so dass dieser dabei zwar etwas alt aussah, aber nicht wirklich eine Abwehrchance hatte. Bevor Schiedsrichter Herzberg aus Berlin zum Pausen-Eistee bat, vergab De Napoli noch eine Großchance. Schlosser spielte ihn am Fünfmeterraum hervorragend frei, doch sein Lupfer strich über die Querlatte.

Die zweite Halbzeit bot keine wesentliche Veränderung. Zunächst segelte eine verunglückte Flanke von Schlosser nur knapp über das Tor, dann verpassten gleich mehrere Spieler eine Eingabe von Kunert. In der 63. Minute spielte Schumann steil auf Kellig, der den Ball im Strafraum in aller Ruhe annehmen, zwei Gegenspieler austanzen und dann seelenruhig zum 3:0 einschieben konnte. Man hatte bereits in der Phase das Gefühl, dass die Gäste keine richtige Lust mehr hatten. Auch auch sie kamen zu einer Torchance, nach einem Freistoß von rechts hatte Klömich Glück, den Kopfball direkt vor die Füße bekommen zu haben. Ansonsten hatte er einen ruhigen Nachmittag, in seinen Strafraum verirrte sich nur selten ein Gästespieler. Dann wurde Kellig ausgewechselt, er hatte seine Arbeit zur Zufriedenheit aller Anwesenden getan. Der für ihn eingewechselte Sinaba machte auch prompt auf sich aufmerksam, in dem er eine von Tomoski auf den langen Pfosten getretene Flanke zum 4:0 einköpfte (75.). Die Chemnitzer ließen es jetzt etwas ruhiger angehen, kamen aber trotzdem noch zu Chancen. So in der 82. Minute, als ein Freistoß von der Seitenauslinie in den Strafraum segelt, Sinaba den Ball annimmt, sich durch zwei Abwehrspieler durchtankt und zum Schuss kommt, welcher jedoch vom Keeper pariert werden konnte. Zur Überraschung aller entschied der Unparteiische hier jedoch auf Strafstoß. Ein Pößnecker hatte Sinaba kurz vor dessen Schuss die Hose fast ausgezogen, was rein vom Regelwerk her einen Freistoß (in diesem Falle einen Strafstoß) zur Folge hat und sicherlich vertretbar ist. Da Sinaba aber trotz dieser Behinderung zum Schuss kam, der Spielstand deutlich war und das Spiel sich bereits dem Ende neigte, hätte man das Spiel hier sicherlich auch weiterlaufen lassen können. So aber nutzte Schumann die Chance und traf mit seinem ersten Saisontor zum 5:0-Endstand.

Der Sieg der Chemnitzer geht auch in dieser Höhe in Ordnung, weil von Pößneck ausser ihren bunten Trikots und ständig verletzt herumliegenden Spielern nicht viel zu sehen war. Man darf dieses Ergebnis aber trotzdem nicht überbewerten, auch wenn die Erleichterung nach dem ersten Heimsieg im Jahr 2007 doch deutlich hörbar war. Da auch die zweite Mannschaft von Cottbus ihr Spiel gewonnen hat, beträgt der Abstand zum ersehnten ersten Platz weiterhin 4 Punkte. Kommende Woche in Plauen muss die Mannschaft nun zeigen, ob sie auch gegen stärkere Gegner Tore schießen und Spiele gewinnen kann. Denn nur dann ist der Aufstieg zumindest theoretisch noch möglich.

Wertung: 2,5

Beste Himmelblaue: Kellig, Kunert, Tomoski

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