Saison 2018/2019
CFC / Regionalliga



 
VSG Altglienicke
VSG Altglienicke1:2Chemnitzer FC
Chemnitzer FC
7. Spieltag - Regionalliga Nordost - Saison 2018/2019
Mittwoch, 12. September 2018, 18:30 Uhr
Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, Berlin
Zuschauer: 1.022
Schiedsrichter: Allwardt (Kritzmow)
Vorbericht

Nach Fürstenwalde wieder eine Premiere für den CFC

Von Timo Görner

denn die Volksport Gemeinschaft Altglienicke aus dem Südostens Berlins in der unmittelbaren Nähe zum 1. FC Union zählte bislang noch nicht zu den Gegnern. Ein Verein mit einer durchaus interessanten Geschichte und ehemaligen wie aktuellen bekannten Akteuren. Eine der Mannschaften, die keine größeren Ambitionen hegen, die 4. Liga ist für die Blau-Weißen ein "mittleres Abenteuer". Zumal man eben dieses quasi auswärts 20 km nördlich bestreiten muss.

Werdegang der VSG Altglienicke:

Der Aufstieg in die viertklassige Regionalliga Nordost war für den Verein aus dem Bezirk Treptow-Köpenick der größte Erfolg der Clubgeschichte. In der DDR konnte der Vereinsname VSG bewahrt werden, der Name ASV war nicht gelitten, auch weil er an "Armeesportvereinigung" erinnerte. Es gelang zudem, sich nicht unter einer der "Betriebssportgemeinschaften" einbinden zu lassen. Man bewegte sich zwischen Kreisklasse und der damals drittklassigen Bezirksliga, höhere Ligen konnten und sollten nicht angepeilt werden. Bis 2000/2001 ging es runter in die Kreisliga B. 2004 gelang der Sprung in die Kreisliga A und es folgte der schrittweise Aufstieg bis in die Regionalliga. 2017 die bisherige Krönung mit dem Staffelsieg in der Oberliga Nordost Nord, welcher für die Regionalliga berechtigte. Folge der Umzug auf den Prenzlauer Berg in den Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark. Das kleine "Stadion Altglienicke" war für die neue Liga nicht ausreichend, die Rückkehr nach Treptow wird aber zumindest ernsthaft angestrebt. So wurde die erste Saison in der Regionalliga quasi in fremden Gefilden bestritten.

Die letzte Saison unseres Gegners: 

Endete mit dem angestrebten Klassenerhalt, der allerdings erst Tage nach dem Ende der Punktspielsaison feststand. Erst der Aufstieg des FC Energie in die 3. Liga machte Platz 15 zum Nichtabstiegsplatz. So konnte die 0:1-Heimpleite im "Abstiegsendspiel" gegen Bautzen verschmerzt werden, mit dem der FSV vorbeigezogen war. Der Aufsteiger fand schwer in die Saison, kam zu 1 Zähler aus 3 Spielen. Nach dem 1:1 gegen Auerbach folgten zwei knappe 0:1-Niederlagen in Meuselwitz und gegen Halberstadt. Ausgerechnet im Ortsderby beim ambitionierten BFC (2:1) gelang der erste Sieg, Beginn einer kleinen Serie von 5 Begegnungen ohne Niederlage, die 11 Punkte und den Sprung ins gesicherte Mittelfeld erbrachte. Gegen die Berliner Lokalrivalen lief es gut, Siege gegen den BAK (1:0) und bei Hertha BSC II (2:0) waren Beleg. Respektabel auch die Remis gegen Lok (2:2) und in Babelsberg (1:1). Das Niveau wurde bis zur Winterpause nicht gehalten, dennoch waren 22 Punkte eine ordentliche Ausgangsposition für das Frühjahr. Negativer Höhepunkt das 0:5 gegen Fürstenwalde, auch in Neustrelitz (0:1) und Bautzen (1:3) hatte man sich mehr erhofft. Enorm wichtig die Siege gegen Neugersdorf und Meuselwitz (2:0). Schmerzlich das Aus im Pokalachtelfinale bei Sechstligist Eintracht Mahlsdorf (1:5). Der Start Februar 2018 holprig wie im Sommer, wieder nur 1 Punkt aus 3 Partien. Und auch jetzt lief es danach gut, wieder blieb man 5x in u.a. 4 Heimspielen ungeschlagen. Luckenwalde und Viktoria wurden besiegt, gegen Chemie Leipzig (0:0) aber ein "Big-Point" verpasst. Letztendlich musste bis zum Ende und danach noch gezittert werden, der Abstieg des CFC und Erfurts erhöhte die Zahl der Absteiger auf mindestens 3. Die VSG launisch, auf eigenem Platz 5:2 gegen Neugersdorf neben den Pleiten gegen Hertha BSC II (1:3), Cottbus (0:3) und Bautzen. Es sollte reichen. 38 Punkte wurden verbucht, 22 als Heimteam, mit denen man nur knapp über dem Strich blieb. Auf fremdem Platz wurde sich besser platziert, 3 Duelle auf Reisen gewonnen. 30:41 Tore waren offensiv mager, nur 2 erzielten weniger. Defensiv wurde die Ligatauglichkeit eindeutig bewiesen, immerhin die fünftbeste Abwehr gestellt.

Delegierungen für diese Saison bislang: 

Es Veränderungen im "mittleren Bereich" mit 8 Ab und 7 Neuzugängen.

4 Keeper kamen zum Einsatz, gleich 3 sind nicht mehr dabei. "Oldie" Marcus Rickert (34), der 18x spielte, ging ohne Ziel. In der Abwehr zog Louis Stüwe (25) Richtung Blau-Weiß Berlin in die Oberliga Nordost Nord. Im Mittelfeld beendete Kapitän und "Legende" Torsten Mattuschka (37) seine Laufbahn, er fiel ab Mitte Februar 2018 (Achillessehnenanriss) aus und wechselte in die Funktion des Co-Trainers. Denis Mrkaljevic (26/ Eintracht Mahlsdorf) blieb wie Stüwe in der Hauptstadt, wechselte in die sechstklassige Berlin-Liga wie Fabian Fritsche (25). Im Angriff kann noch Ex-Bundesligaprofi Boubacar Sanogo (35) erwähnt werden, der Ivorer beendete seine Karriere, die er bei der VSG mit 1 Tor in 15 Spielen ausklingen ließ. Der Rest spielte keine oder keine wichtige Rolle.

Für das Tor wurde Jonathan Dunkel (18) aus der A-Jugend befördert. In der Abwehr wurde niemand geholt. Im Mittelfeld findet sich der Montenegriner Hasan Pepic (25/Halberstadt) neben Nico Donner (19) vom Berliner Oberligisten CFC Hertha 06. Im Angriff gab es 4 Neue, einer davon in Chemnitz mit Achtungszeichen und insgesamt 3 bekanntere Namen mit Christopher Quiring (27/Rostock), dem Türken Tugay Uzan (24/Erfurt) und Benjamin Förster (28/Cottbus). Quiring war an der Ostsee nach Verletzung bis Mitte Oktober 2017 (Sehnenriss) ohne Perspektive, Uzan fiel ab Mitte Mai 2017 bis Februar 2018 wegen Kreuzbandriss aus, kam danach beim Mitabsteiger kaum zum Zug. Ebenfalls verletzungsgeplagt unser Aufstiegsheld 2011. Mitte September 2017 gab es einen Syndesmosebandanriss, später eine Leistenoperation. Folge: keine Einsätze mehr ab Anfang August 2017.

Der Trainer:

Andreas Zimmermann (48) übernahm die Mannschaft zu Saisonbeginn von Lothar Hamann (66), der wiederum am 24.04.2018 Miroslav Jagatic (42) abgelöst hatte. Stationen des gebürtigen Berliners als Spieler waren u. a. Union Berlin, Ahlen, Essen, Paderborn. 2008 das Ende der aktiven Laufbahn bei Kreisligist Borussia Brand. Danach der Start als Trainer bei LR Ahlen II, erste Anstellung als Cheftrainer im Herrenbereich dann Anfang September 2013 in Jena. Über Oberhausen ging es nun wieder nach Berlin zur VSG. Seine Co-Trainer sind Holger Bahra (60) und Torsten Mattuschka.

Die Mannschaft: 

Nr. 1 im Tor ist der Tscheche Dan Twardzik (27), Sohn des ehemaligen Erfurter Keepers René Twardzik. Bruder Patrik (25) kennt den CFC aus dem Spiel mit dem BFC. Dahinter kommen Max Meurer (20) und Jonathan Dunkel (18). In der Innenverteidigung gelten Kevin Kahlert (29/1) und Rico Steinhauer (25/1) als gesetzt. Kahlert stammt aus dem Nachwuchs des VfL Wolfsburg, Steinhauer aus dem der Cottbuser. Auf Links hat sich Stephan Brehmer (25) etabliert, auf Rechts René Pütt (28) gegen Steven Marx (20). Die Abwehr kommt bislang als Viererkette, im Mittelfeld gab es Strukturwechsel. Gegen Erfurt wurde im 4-2-3-1 begonnen, später im 4-5-1, 4-1-3-2, 4-4-2 mit oder ohne Doppelsechs. So wechselte Hasan Pepic (25) zwischen der offensiven und defensiven Rolle, kommt auf 2 Vorlagen. Auf der gleichen Positionen agiert Christian Skoda (27). "Oldie" und Kapitän Björn Brunnemann (38) kam erst zu 1 Einsatz in der Anfangsformation, der neben Förster bekannteste Kicker mit den Stationen Cottbus, Erfurt, Rostock, Union Berlin, St. Pauli. Auf Links konnte sich mit Nico Donner (19) ein junger Spieler durchaus überraschend durchsetzen, zumal aus der Oberliga gekommen. Lukas Müller (20) blieb nur die Rolle des Ergänzungsspielers. Zuletzt erhielt hier Christian Preiß (31) den Vorzug, der wiederum primär im Angriff zum Zug kam. Dort sind die Berliner solide besetzt mit Christopher Quiring, Benjamin Förster, Tugay Uzan, Kevin Stephan. Alle mit Erfahrung in höheren Ligen. Chinedu Ede (31) war bei Hertha BSC II mit 2 Toren "Matchwinner", in den letzten beiden Begegnungen nicht berücksichtigt. Der Kader sieht eine Mischung aus Akteuren wie Förster, Brunnemann, Quiring, Uzan, Stephan und den jungen Talenten Donner, Müller, Marx. Im Angriff wurde nach der Vorsaison mit 30 Toren nachgebessert, 9 Treffer sind tendenziell schon mal deutlich besser.

Die Bilanz gegen die VSG Altglienicke:

Es gab noch keine Begegnungen.

Die aktuelle Saison bislang:

Wieder ist der möglichst vorzeitige Klassenerhalt das Ziel, dies erscheint nach den ersten 6 Spielen nicht unrealistisch. Die Bilanz aktuell ausgeglichen mit je 2 Siegen, Remis und Niederlagen. Der schwere Auftakt gegen Drittligaabsteiger Erfurt ging daneben (0:3), allerdings wurde das 0:1 erst nach 60 Minuten kassiert. Die Reaktion stark, wieder konnte bei Hertha BSC II gewonnen werden, diesmal mit 3:2. Wechselhaft ging es bislang weiter. Im "Jahn-Sportpark" hieß es wie im Vorjahr wieder 1:1 gegen Auerbach, konnte die Führung nur 10 Minuten behauptet werden. Die Dienstreise nach Neugersdorf endete erfolglos (1:3), gegen Halberstadt wichen die VSG-Kicker auf den "Fritz-Lesch-Sportplatz" in Adlershof aus, die Anlage auf dem Prenzlauer Berg war wenige Tagen nach der Para EM der Leichtathleten noch nicht wieder verfügbar. Zuletzt wurde im Kampf um Punkte ein 2:2 in Meuselwitz erreicht, beide Tore zur jeweiligen Führung durch Benjamin Förster erzielt. Im Berliner Landespokal gab es den lockeren 14:0-Aufgalopp in Runde 1 beim FC Arminia Heiligensee 77 in Tegel, ansässig in der Kreisliga A. Nach dem CFC stehen die beiden Lokalderbys beim FC Viktoria und gegen den BAK an.

Das Krankenlager/Strafbank/Parteistrafen:

Stürmer Kevin Stephan (28) fehlt seit Mitte Juli, Grund: Achillessehnenriss. Wann er zurückkehrt, ist noch offen.

Prognose: 

Der erneute Klassenerhalt ist machbar, auch vorzeitig. Im Angriff hat man mit Benjamin Förster einen viel versprechenden Neuzugang, der gleich im zweiten Spiel deutlich machte, das er den lahmenden Angriff der Vorsaison verstärkt.

Das Umfeld:

Der Zuspruch bei der VSG war vergangene Saison mager, weniger als 374 im Schnitt hatte keiner. Cottbus lockte 1.185 an, Lok 832 sowie Chemie Leipzig noch mal 811 zum "Abstiegs-Endspiel" am 30. Spieltag. Gegen Gegner wie die TSG Neustrelitz verloren sich 150 in der 20.000 Besucher fassenden Anlage auf dem Prenzlauer Berg. Gleiches Bild auch in dieser Saison. Mit Erfurt wurde es ein wenig voller auf den Rängen bei 1.005, Auerbach sahen dann 112. Gegen Halberstadt wurde auf dem knapp 4 km vom "Stadion Altglienicke" entfernten "Fritz-Lesch-Sportplatz" in Adlershof vor 190 gespielt. Die eigene Arena erfüllt nicht die Auflagen des NOFV, erst Recht nicht für die brisanteren Spiele wie gegen Lok, den BFC, CFC, Erfurt. Die Kapazität ist mit 2.500 zu klein, gefordert werden mindestens 3.000 Plätze. Es fehlt ein abgetrennter Gästebereich für 500 Besucher, zudem erlaubt der Verband bekanntermaßen Spiele auf Kunstrasen nur in Ausnahmefällen. Bislang nur für Spiele gegen kleine Vereine, um Spielausfälle in der kälteren Jahreszeiten zu vermeiden. Die Rückkehr wenigstens in den Stadtbezirk Treptow-Köpenick wird seit Beginn der Vorsaison angestrebt, nur konnte in Zusammenarbeit mit dem bekannt allmächtigen Berliner Sportamt noch keine Spielstätte gefunden werden, welche sich kurzfristig und vor allem kostengünstig aufmöbeln lässt. Im Gespräch ist hier eine portable Tribüne. Bei den Kosten werden 300.000 veranschlagt. So bleibt es zumindest zu den Begegnungen wie am Mittwoch beim "Sharing" mit dem BFC. Der Gesamtverein zählt stattliche 1.000 Mitglieder, beheimatet neben Fußball noch Gymnastik, Volleyball, Handball, Tanzen, Badminton und Alterssport.

Die Tabellenverläufe

Tabellenhistorie

Der Vergleich
VSG Altglienicke Chemnitzer FC
10Tabellenposition1
8
6
1,3
Pkt.
Spiele
Pkt. pro Spiel
18
6
3,0
2 (33,3%)
2 (33,3%)
Siege
Niederlagen
6 (100,0%)
0 (0,0%)
9 : 12
1,5 : 2,0
Tore
Tore pro Spiel
16 : 6
2,7 : 1,0
3:2 gegen Hertha BSC Berlin II (A)Höchster Sieg3:0 gegen FC Rot-Weiß Erfurt (A)
0:3 gegen FC Rot-Weiß Erfurt (H)Höchste Niederlage
s-U-n-S-uDie letzten SpieleS-s-s-S-s
2 Spiele in Folge ungeschlagenAktuelle Serien6 Siege in Folge
6 Spiele in Folge ungeschlagen
Die Bilanz

 AnzahlSiegeRemisNiederlagenTore
Alle Spiele00000:0
Heimspiele00000:0
Auswärtsspiele00000:0
Ligaspiele00000:0
Pokal-/Relegationsspiele00000:0

Die Webseiten des Gegners

https://www.vsg-altglienicke.de/ - Die offizielle Vereinsseiten