Saison 2018/2019
CFC / Regionalliga



 
FSV Optik Rathenow
FSV Optik Rathenow0:4Chemnitzer FC
Chemnitzer FC
11. Spieltag - Regionalliga Nordost - Saison 2018/2019
Mittwoch, 03. Oktober 2018, 13:30 Uhr
Stadion Vogelgesang, Rathenow
Zuschauer: 943
Schiedsrichter: Allwardt (Kritzmow)
Vorbericht

Die nächste Premiere für den CFC

Von Timo Görner

diesmal in Rathenow bei Brandenburgs aktueller Nr. 4 hinter Cottbus, Babelsberg und Fürstenwalde, dessen sportliche Lage derzeit prekär ist. Der Aufsteiger steckt nach starkem Auftakt an Spieltag 1 tief im Abstiegskampf als Abstiegskandidat Nr. 1 in dieser Saison. Für den CFC kein Grund, lässig und überheblich zu agieren. Es gilt auch hier die Leistung abzurufen, die in dieser Liga notwendig ist.

Werdegang des FSV Optik Rathenow:

Das Geburtsjahr des FSV ist 1991, die Wurzeln reichen aber weit in die Vergangenheit und hier bis 1906 als "Spielvereinigung 06". 1930 entstand der VfL Rathenow aus der Fusion der SV mit dem TV Jahn. Auch hier gab es Veränderungen nach dem 2. Weltkrieg im Rahmen der Umwälzungen in der Ost-Zone und später DDR. Aus einem der 2 Vereine nach 1945 mit "Verkehr Rathenow" bildete sich die "BSG Mechanik" und später "BSG Motor". Aus dem nach der Wende daraus gegründeten "SV Optik Rathenow" klinkten sich die Fußballer letztendlich zum "FSV Optik" aus. 1990 der Start in der damaligen Landesliga Brandenburg, 1993 gelang über die Verbandsliga der Aufstieg in die Oberliga Nordost Nord, der man bis zum Abstieg 2005 angehörte. 2 Jahre später gelang die Rückkehr, 2012 konnte der erste Aufstieg in die Regionalliga gefeiert und 1x der Klassenerhalt vermeldet werden. 2015/2016 spielte der FSV wieder 1 Jahr in dieser Liga, ging aber gleich wieder runter. Wieder wurden 2 Spielzeiten für den erneuten Sprung nach oben benötigt. Die Geschichte des FSV seit 1991 ist von beachtenswerten Erfolgen markiert. 2013 und 2014 wurde der Landespokal gewonnen und sich 2x im DFB-Pokal präsentiert. 2015 und 2018 erreichten die Brandenburger den Oberliga-Meistertitel. 1992 und 2007 den gleichen Titel in der Landesliga.

Die letzte Saison unseres Gegners: 

Im zweiten Anlauf gelang die Rückkehr in die Regionalliga. Mit 78 Punkten wurde der härteste Konkurrent mit Ex-Zweitligist Tennis Borussia Berlin um 6 Zähler auf den zweiten Rang verwiesen. Am letzten Spieltag der Staffelsieg mit einem 3:1 gegen den Malchower SV 90 sicher gemacht, TeBe ging stattdessen mit 0:2 beim SC Staaken baden. Der FSV übernahm von Beginn an das Kommando in der Nord-Staffel, blieb von Spieltag 1 bis 16 ungeschlagen. Nur 2 Begegnungen konnten nicht siegreich gestaltet werden, im Spitzentreffen mit TeBe und beim FC Strausberg (0:0). Das auch die einzigen Duelle, wo kein Treffer erzielt wurde. Dominanz wurde auswärts beim SV Grün-Weiss Brieselang (7:1), Malchower SV und Charlottenburger FC Hertha 06 (4:0) präsentiert. Im eigenen Stadion gegen Hansa Rostock II (4:0). Die Serie setzte sich 2018 auch in den ersten 2 Partien fort, Brieselang ward erneut deklassiert (6:0) und vor allem im "6-Punkte-Duell" die lila-weißen Berliner im "Mommsenstadion" (1:0) besiegt. Das es am Ende dennoch spannend wurde, lag am hartnäckigen Rivalen aus der Hauptstadt und eigenen Patzern. Der FSV verlor sein erstes Punktspiel bei Hertha 03 Zehlendorf und 4 Wochen später beim Brandenburger SC Süd 05 (0:2). Die Ausgänge wurden knapper, einmal noch ließ man es richtig krachen in Rostock bei Hansa II mit 5:1. Am Ende reichte es. Optik weiter heimstark, das einzige Team, was ohne Pleite 13 der 16 Heimspiele gewann bei 42:12 Toren. Platz 2 in der Tabelle der platzbauenden Gemeinschaften. Auswärts wurden die Brandenburger Primus, der entscheidende Bigpoint gegen die Borussen. Weniger als nur 2x verlor keiner. 77:22 Tore insgesamt waren beste Offensive und Defensive. Im Landespokal kam Mitte November 2017 das Aus im Viertelfinale gegen den späteren Finalisten Babelsberg (0:1).

Delegierungen für diese Saison bislang: 

Es wurde im "mittleren Bereich" agiert, 8 gingen und 9 kamen.

Es gab keinen nennenswerten Abgang, alle Stammspieler und Leistungsträger blieben. Bei den Neuzugängen vermisst man bekanntere Namen, es sind vor allem A-Jugendliche darunter.

Im Tor kamen Luis Zwick (24/Rostock) und der Deutsch-Kroate Fabio Pluntke (18) aus der A-Jugend des FC Viktoria Berlin. Zwick war letzte Saison an Hertha BSC II verliehen, kam dort auf 7 Spiele. In der Abwehr stieß der Türke Oguzhan Matur (18) wie Pluntke aus der U19 des FCV zum FSV, Robin Techie-Menson (19) zählte hingegen zum Kader der 1. Mannschaft. Das aber ohne Spielpraxis. Ebenfalls aus dem U19-Sektor wurden Hasan Akcakaya (19/Fortuna Köln) und Hasan Gül (19/Hertha 03 Zehlendorf) verpflichtet. Leon Hellwig (27) war bis Juli 2017 für den Berliner AK am Ball, dort nur sehr selten im Einsatz. Er kehrte zurück, spielte von 2010 bis 2014 für die Brandenburger. Im Angriff der 3. Neue aus der Viktoria-Jugend mit Atakan Karadeniz (19), dazu heuerte Shelby Printemps (28) an. Haitianer mit dem Pass der USA und 1 Länderspiel für den Karibik-Staat. Ihn zog es von Verbandsligist Sportfreunde Schwäbisch Hall nach Rathenow, 2014 bis 2016 schon einmal hier.

Der Trainer:

Coach Ingo Kahlisch (62) ist quasi "das Gesicht" des Vereins. Er ist seit mittlerweile fast 30 Jahren der Cheftrainer der 1. Mannschaft, begann am 01.07.1989 damals noch bei der BSG Motor Rathenow. Als Spieler war er für den 1.FC Union Berlin, SV Babelsberg 03 und KWO Berlin aktiv. Neben seiner Tätigkeit als Trainer ist er auch der Geschäftsführer, kümmert sich um Sponsoren und die Ausbildung und Arbeitsplätze für seine Spieler.

Die Mannschaft: 

Im Tor kamen mit Bjarne Rogall (29) und Luis Zwick (24) 2 zum Einsatz, die Nr. 3 ist Fabio Pluntke (18). Rogall war die ersten 6 Spiele die Nr. 1, ab da Zwick. In der Innenverteidigung gelten der Türke Emre Turan (27) und Marc Langner (27) als die festen Größen. Auf Rechts agiert in der Regel der Japaner Suguru Watanabe (25), auf Links Benjamin Wilcke (29), der gegen einen weiteren Türken mit Neuzugang Oguzhan Matur (19) die Nase vorn hat. Auch Aleksandar Bilbija (20) kämpft hier um den Durchbruch. Im Mittelfeld findet sich der Kapitän mit Allrounder Jerome Leroy (28/1), eingesetzt auf der linken Außenbahn, als "6er" sowie für den offensiven Part. Der zweite wichtige Akteur im defensiven Sektor ist der US-Amerikaner Oscar Ortiz (23/1) knapp vor Patrick Baudis (21). Nii Weber (20/1) beackert wechselnd die beiden Außenbahnen, Süleyman Kapan (27) wie Leroy die Zentrale für die Torgefahr mit allerdings magerem Ergebnis von 1 Vorlage bislang. Eine echte schlagkräftige Struktur konnte hier noch nicht gefunden und entwickelt werden. Im Angriff sieht es hingegen gar nicht mal so schlecht aus, hat man ein durchaus solides Duo zur Verfügung mit dem Türken Caner Özcin (24) und Shelby Printemps (28). Özcin kommt auf gute 4 Treffer, dabei mit "Doppelpack" beim Saisonstart gegen Neugersdorf. Printemps legte für immerhin 4 Tore auf, Murat Turhan (31) hingegen ist derzeit kein Eckpfeiler. 25 Spieler inkl. 3 Keeper stehen im Aufgebot, 24 Jahre im Schnitt und damit eines der eher jüngeren Kollektive. Viele Spieler stammen aus Berlin und dortigen Vereinen wie alle 3 Torhüter oder auch Özcin, Turan, Wilcke, Kapan.

Die Bilanz gegen den FSV Optik Rathenow:

Keine, beide Teams stehen sich erstmals gegenüber.

Die aktuelle Saison bislang:

Es geht nur gegen den erneuten Abstieg, das war auch so erwartet angesichts der Neuzugänge und generell beschränkter Möglichkeiten. Der CFC reist zum Schlusslicht, das bislang 4 Punkte einfahren konnte. Dabei begann es vorzüglich mit dem 4:1 gegen Neugersdorf. Die kalte Dusche folgte in Meuselwitz (0:4), 3 Gegentore in Halbzeit 2 innerhalb von 20 Minuten zum 0:3 waren der "Genickbruch". Bitter vor allem die 2:3-Heimpleite gegen den FC Viktoria nach 2:0-Führung, die noch vor der Pause in nur 120 Sekunden verspielt wurde. Auf Reisen zeigt man sich bislang nicht ligatauglich, kassierte insgesamt 0:13 Tore aber keine Punkte. Negatives Highlight das 0:5 in Erfurt, knapper war es in Babelsberg und Bischofswerda (0:1) im Duell der Aufsteiger. Zuletzt wurde in Halberstadt (0:2) verloren. Die 5. Niederlage in Folge bei nur 1 erzielten Treffer. Der 4. Punkt blieb gegen Fürstenwalde, wieder reichte ein 2:0 nicht zum Sieg und erneut wurden 2 Tore in 2 Minuten kassiert. Im Brandenburg-Pokal konnte die 3. Runde erreicht werden, dank der Erfolge beim FSV Babelsberg aus der Landesliga und Oberligist SV Altlüdersdorf jeweils 3:1. Am 13.10.2018 ist der SV BW Petershagen der Gegner, spielend in der sechstklassigen Brandenburg-Liga.

Das Krankenlager/Strafbank/Parteistrafen:

Aktuell ist nichts bekannt.

Prognose: 

Es wird schwer, den Abstieg zu vermeiden. Wenig spricht für den Klassenverbleib, der Kader muss alles aus sich herausholen und darüber hinaus, damit man drin bleibt.

Das Umfeld:

Der FSV Optik ist einer der kleinen Vereine der 4. Liga, sowohl im Nordosten als auch im Bund. Mit aktuell 402 Zuschauern im Schnitt hat nur der FC Oberlausitz weniger Zuspruch. In der Abstiegssaison 2015/2016 wurden 420 vermeldet. In dieser Spielzeit gab es gegen den BFC Dynamo mit 702 zahlenden Fußballfreunden den größten Andrang, auch durch die Anreise der weinrot-weißen Fans aus dem nur 1 Autostunde entfernten Berlin. Dass man dies an einem Mittwoch gegen den CFC wieder erreicht oder toppt, erscheint eher unwahrscheinlich. Für die himmelblauen Auswärtsfahrer ist das kleine "Stadion Vogelgesang" mit offiziell 5.000 Zuschauern Kapazität eine neue Erfahrung. Um die Jahrhundertwende begann die Geschichte der kleinen Arena als Trabrennbahn mit der dafür typischen Holztribüne. 1994 wurde die bei einem Regionalliga-Punktspiel gegen den 1. FC Union Berlin durch deren Gästefans auseinander genommen und wenig später zurückgebaut. Bis 2006 musste der Verein mit einer veralteten, wenig komfortablen Spielstätte leben, die kaum Ansprüchen oberhalb der Landesliga genügten. Danach wurde fleißig am Stadion und dem Umfeld gewerkelt. Aus dem Programm "ZiS - Zukunft im Stadtteil" gab es einen veritablen Betrag zur Investition. Ein neuer Sozialtrakt, ein Kunstrasenplatz und kurz darauf noch 2 kleine überdachte Tribüne wurden realisiert. 2008 war dann die Gegengerade dran, die saniert und modernisiert wurde. So hat der FSV im Jahr 2018 eine durchaus ansehnliche und solide Spielstätte vorzuweisen. Den Besucherrekord hält das DFB-Pokalspiel gegen den FC St. Pauli am 16.08.2014 mit 4.500 Fußballbegeisterten. Geschäftsführer ist wie bereits erwähnt der Trainer mit Ingo Kahlisch, dessen beeindruckendes Engagement auch ein Schlaganfall im April 2014 nicht besiegen konnte. Hauptsponsor ist ein Rathenower Unternehmen für Endoprothetik mit einer über 80-jährigen Geschichte, auf dem Trikot prangt das Logo einer Gesellschaft für Grundstücksverwaltung und -verwertung mbH. Dazu kommen eine durchaus stattliche Anzahl kleinerer Unternehmen der Stadt und Region.

Die Tabellenverläufe

Tabellenhistorie

Der Vergleich
FSV Optik Rathenow Chemnitzer FC
18Tabellenposition1
4
10
0,4
Pkt.
Spiele
Pkt. pro Spiel
30
10
3,0
1 (10,0%)
8 (80,0%)
Siege
Niederlagen
10 (100,0%)
0 (0,0%)
9 : 23
0,9 : 2,3
Tore
Tore pro Spiel
25 : 9
2,5 : 0,9
4:1 gegen FC O'lausitz Neugersdorf (H)Höchster Sieg3:0 gegen FC Rot-Weiß Erfurt (A)
0:5 gegen FC Rot-Weiß Erfurt (A)Höchste Niederlage
n-N-n-N-nDie letzten Spieles-s-S-s-S
5 Niederlagen in Folge
9 Spiele in Folge ohne Sieg
Aktuelle Serien10 Siege in Folge
10 Spiele in Folge ungeschlagen
Die Bilanz

 AnzahlSiegeRemisNiederlagenTore
Alle Spiele00000:0
Heimspiele00000:0
Auswärtsspiele00000:0
Ligaspiele00000:0
Pokal-/Relegationsspiele00000:0

Die Webseiten des Gegners

http://www.fsv-optik.de/ - Die offizielle Vereinsseiten