Saison 2019/2020
CFC / 3. Liga



 
Chemnitzer FC
Chemnitzer FC1:0SpVgg Unterhaching
SpVgg Unterhaching
27. Spieltag - 3. Liga - Saison 2019/2020
Samstag, 07. März 2020, 14:00 Uhr
Fischerwiese, Chemnitz
Zuschauer: 3.996
Schiedsrichter: Bokop (Vechta)
Vorbericht

CFC gegen seinen "Lieblings-Heimgegner" und erneut großer Herausforderung …

Von Timo Görner

... im letzten Teil der "bayrischen Trilogie", die bislang 3 von 6 Punkten eingebracht hat. Die Spvgg. aus Unterhaching konnte bislang noch nie in Chemnitz gewinnen, hat 6 der 7 Gastspiele verloren. Was die Schwere der Aufgabe nicht schönen kann. Die Gäste sind recht deutlicher Favorit.

Die Saison unseres Gegners bislang:

Dass die Rand-Münchner im Aufstiegskampf mitmischen, überrascht nicht. Sie galten vor der Saison mindestens als Mitfavorit. Stand jetzt wäre man zurück in der 2. Bundesliga, schon ein Remis am vergangenen Freitag gegen die Bayern II. hätte sogar die wenn auch nur knappe Tabellenführung gebracht. Schon vor dem Hinspiel war man oben dabei, als Tabellenvierter nur 3 Tore hinter dem 3. aus Ingolstadt und 1 Zähler auf den Zweiten. 4 Siege wurden eingefahren, u. a. turbulent beim 5:4 gegen Würzburg wie auch minimal beim 1:0 gegen Rostock. Bei den Aufsteigern in Köln (2:0) und München (2:1) gab es ebenfalls Siege. Enttäuschend lediglich das 0:3 gegen den damals starken HFC. Gegen unsere Farben wurde ebenfalls gewonnen, gelang der Sprung auf Rang 3. Der Anschluss zur Spitze wurde bis zur Winterpause auch gehalten, dafür reichten nicht unbedingt großartige 16 weitere Punkte aus 12 Spielen. Die ganz große Konstanz war es nicht, wurden Rückschläge verbucht mit dem Gastspiel in Magdeburg (0:3) und 5 sieglosen Heimspielen in Folge zwischen Spieltag 11 und 19. Gegen "Kellerkind" Münster (2:2) wurde ein 2:0 verspielt, das Spitzenspiel gegen Duisburg Remis (2:2) beendet. Gegen Meppen und Zwickau blieb es torlos. 1860 holte sich die 3 Punkte im Derby aus dem Sportpark (2:3). Wichtig somit die starken Auftritte in Mannheim und Jena (3:0) wie auch das Remis in Ingolstadt (0:0). In der Winterpause wurden 6 abgegeben, 5 ohne Perspektive nach der Herbstrunde per "Leihgabe" bis Saisonende. Zwei Neuzugänge für das Mittelfeld an Land gezogen. Die Bilanz 2020 bislang: 3 Siege – 2 Remis - 1 Niederlage, am vergangenen Freitag gegen die II. des Rekordmeisters (0:1). Dagegen durften 3 Siege gefeiert werden. Zum Auftakt 2020 in Würzburg (2:1), gegen Uerdingen (1:0) und einen defensiv auch diesmal desolaten HFC beim 5:3 an der Saale. Unter den Erwartungen das 1:1 gegen Viktoria Köln. Vor Chemnitz ist von 1 bis 6 alles drin. Im eigenen Stadion sind 8 besser, der Saldo steht bei 5-6-3 und 19:18 Toren. Trumpf ist fraglos die Auswärtsstärke, nur Mannheim ist auf Gegners Platz erfolgreicher. Erst 1 Niederlage steht zu Buche, mittlerweile vom 23.11.2019. Zuletzt wurde dreifach in Halle gepunktet. Einer von 6 Siegen auf Reisen. Kein Team hat in der Fremde weniger Treffer kassiert (12). 40:30 Tore sind offensiv Rang 12, defensiv dafür Spitze mit Magdeburg. Der DFB-Pokal 2020/2021 wird ohne die Spvgg. stattfinden, kam das Aus im Viertelfinale bei den Münchner "Löwen" mit 2:3 i. E. Einziger Wermutstropfen einer bislang sehr guten Spielzeit.

Delegierungen seit dem Hinspiel:

Es gab 6 Abgänge und 2 Neuzugänge. Gleich 5 Akteure wurden an einen Verein der Regionalliga Bayern verliehen.

Rechtsverteidiger Maximilian Bauer (25) ging zu Regionalligist 1.FC Schweinfurt 05, stand in der Herbstrunde nicht im Kader. Thomas Hagn (24) auf Links nahm Abschied ohne neuen Arbeitgeber, verließ die Hachinger zum zweiten Mal nach 2015. Auch er spielte keine Rolle. Im Mittelfeld gab es 3 Ausleihen zum TSV 1860 Rosenheim, ebenfalls Regionalliga Bayern mit Niclas Anspach (19), Christoph Ehlich (21) und dem Dänen Nicolaj Madsen (31). Im Angriff ging es für den Stephan Mensah (19) ebenfalls nach Rosenheim als "Leihgabe", gleiches galt für Alexander Kaltner (20). Alle sollen dort mehr Spielpraxis sammeln.

Ebenfalls in der Winterpause die Zugänge mit Alexander Fuchs (23) von Erstligaabsteiger Nürnberg und Felix Müller (27) aus Sandhausen, ebenfalls 2. Bundesliga. Müller ist für die linke Seite zuständig, Fuchs agiert primär zentral. Müller ohne Chance bei den Schwarz-Weißen, Fuchs lief am 09.02.19 letztmalig für die Franken auf, absolvierte 9 Spiele in Liga 2 und stammt aus dem Nachwuchs des TSV 1860 München.

Die sportliche Leitung:

Claus Schromm (50) ist mittlerweile in der 4. Saison der Chef der Mannschaft. Seine Trainerlaufbahn begann 1999 in Unterhaching als Coach der U19. Nach zwei Stationen außerhalb mit der U19 des TSV 1860 München von 2004 bis 2009 und dem SV Heimstetten kehrte er im Juli 2012 zu den Blau-Roten zurück. Sein Vertrag läuft noch bis Ende der Saison. Seine Co-Trainer sind Sebastian Friedl (29) und Patrick Irmler (32). Die Keeper betreut Ex-Torwart Sebastian Wolf (27). Technischer Direktor ist Steffen Galm (48).

Das Kollektiv:

Klare Nr. 1 im Tor ist "Eigengewächs" Nico Mantl (20), nur 1-mal nicht im Tor aufgrund Verletzung im Abschlusstraining. Ersetzt durch Steve Kroll (22), die Nr. 2 vor "Oldie" Michael Gurski (40). In der Innenverteidigung gelten Christoph Greger (26/3) und Alexander Winkler (28/1) als feste Größen, Letzterer mit 5 Vorlagen. Ex-CFC-Kapitän Marc Endres (29) wurde durch Verletzungsausfälle zurückgeworfen (Knieprobleme, Fersenprobleme). Kommt erst auf 7 Einsätze, 6x in der Anfangsformation. In den letzten 3 Spielen gesetzt und sollte auch am Samstag auflaufen. Sein erster Auftritt an der Gellertstraße seit Mai 2018. Auf den beiden Seiten konnte sich Max Dombrowka (27) etablieren, fällt aber für das Wochenende aus. Jannik Bandowski (30) als Hoffnungsträger auf Links hatte auch mit Verletzungen zu kämpfen, spielt nicht die große Rolle als Linksverteidiger. Paul Grauschopf (21) wird seit Ende Dezember 2019 nicht mehr berücksichtigt. Markus Schwabl (29) ist auf Rechts der Mann. Mit Josef Welzmüller (30) fehlte seit Ende September 2018 der "Leitwolf". Nach Kreuzbandriss und Aufbautraining bis Ende 2019 warfen ihn muskuläre Probleme im Februar zurück. Dezember 2018 demonstrierte der Verein Rückhalt und verlängerte seinen Vertrag bis 2022. Im defensiven Mittelfeld hat sich Dominik Stahl (31) als Teil des Gerüst erwiesen. Dazu kommt Lucas Hufnagel (26/2), legte 4-mal auf und Winter-Neuzugang Alexander Fuchs (23). Niclas Stierlin (20/1) kämpft noch um diesen Status, musste im Hinspiel die 90 Minuten auf der Bank am Spielfeldrand verfolgen. Sascha Bigalke (30/1) ist nach wie vor einer der wichtigsten Akteure. Agiert Links oder zentral offensiv, überzeugt mit 7 Vorlagen. Moritz Heinrich (22/4) ist "Allrounder", spielt beide Außen und hängende Spitze wie auch Angriff. An 11 der 40 Tore beteiligt. 3 Treffer in den ersten 5 Spielen als starker Auftakt. Routinier Jim-Patrick Müller (30/2) pendelt ebenfalls auf den Seiten und steuerte 3 Vorlagen bei. Im Sturm ragt Dominik Stroh-Engel (34/9) heraus, der nach dem Frust davor in Darmstadt und Karlsruhe hier noch mal angreift. In den letzten 4 Spielen 5x getroffen hat. In Halle mit "Dreierpack" als Matchwinner. Hinter ihm stehen Felix Schröter (24/5), Stephan Hain (31/3) und Florian Dietz (21) mit Wurzeln im Jenaer Nachwuchs, der noch keine wichtige Rolle spielt. 25 Spieler sind eines der kleinsten Aufgebote der Liga, in der Winterpause deutlich reduziert von zuvor 29. Entgegen früheren Jahren der zweitälteste Kader mit 26,7 Jahren im Schnitt.

Die Einkaufsbilanz:

13 Neuzugänge wurden bis heute verbucht, 11 vor der Winterpause.

Von den 11 konnten sich Moritz Heinrich (Preußen Münster), Dominik Stroh-Engel (Karlsruhe), Felix Schröter (FV Illertissen) durchsetzen. Alle 3 Verstärkungen, erfreulich für die Hachinger, dass mit Schröter ein Neuer aus der Regionalliga ein "guter Griff" war. Bei den Winter-Zugängen lief es für Alexander Fuchs (23) erfreulich. Felix Müller (27/Sandhausen) verletzte sich nach seinem ersten kurzen Einsatz, seitdem außen vor. Steve Kroll (22) wechselte als Stammkeeper von Absteiger Lotte, verlor den Zweikampf im Tor gegen Mantl. Jannik Bandowski (VfL Bochum) hatte etwas Verletzungspech, fiel deshalb auch zwischenzeitlich zurück. Paul Grauschopf (FC Ingolstadt 04 II) kam über gute Ansätze nicht hinaus. Ebenfalls noch ohne festen Stand als Stammspieler ist Niclas Stierlin (RB Leipzig U19). Florian Dietz (21) konnte sich als Neuzugang aus der Regionalliga wenig einbringen. Mehrere Akteure wurden aufgrund fehlender Perspektiven und Einsatzchancen vorerst ausgeliehen, siehe die 5 oben. Dazu verließ Thomas Hagn den Verein ohne neues Ziel.

Gewinner dieser Saison:

Dominik Stroh-Engel hat nach den frustrierenden Zeiten in Darmstadt und Karlsruhe in Unterhaching sicherlich wieder mehr Freude. Felix Schröter wagte nach guten Leistungen in der Regionalliga Bayern mit 16 Toren und 8 Vorlagen den Sprung in die 3. Liga und wurde belohnt. Im Tor holte sich Nico Mantl den Stammplatz nach dem Abgang von Lukas Königshofer Richtung Uerdingen.

Das Krankenlager / Strafbank / Parteistrafen:

Linksverteidiger Max Dombrowka (24) fällt noch bis Anfang April aus, Grund: Schulterbruch. Zuvor meist gesetzt auf seiner Position. Im Mittelfeld muss Felix Müller (27) wegen Muskelfaserriss pausieren, absolvierte nach seinem Wechsel aus Sandhausen in der Winterpause erst 9 Minuten für die Spvgg. Luca Marseiler (23) auf Linksaußen befindet sich nach einem Knochenödem mit wochenlangem Ausfall noch im Aufbautraining.

Bilanz gegen die Spvgg. Unterhaching:

Vor dem bereits 16. Aufeinandertreffen spricht die Historie aktuell für uns mit 8 Siegen gegen 4 Niederlagen und 3 Remis. Im eigenen Stadion wird es deutlich, die Spvgg. konnte noch nie in Chemnitz gewinnen und lediglich am 14.12.2013 (0:0) einen Zähler verbuchen. Dafür gewann Himmelblau 6-mal mit 20:4 Toren. Selbst in der trostlosen Saison 2017/2018, als es noch (wenn auch nur leise) Hoffnung auf den Klassenverbleib gab, wurden die Bayern mit 2:1 besiegt und sogar ein Rückstand gedreht. 4:2, 2:0, 5:1, 5:0 endeten die anderen 4 Spiele. Auswärts gelangen uns 2 Siege bei 4 Niederlagen und 2 Remis, der letzte allerdings im Frühjahr 1996.

Perspektive für das Spieljahr:

Legt die Spvgg. offensiv zu bzw. wird hier konstanter, sollte der große Wurf gelingen. Tipp: Mindestens Platz 3.

Das Umfeld / Stimmung / Wirtschaft:

Nach dem bitteren Abstieg 2015 in die Regionalliga darf im Frühjahr 2020 von der Rückkehr in die 2. Bundesliga geträumt werden. Immer wieder geplagt von finanziellen Problemen, die auch den damaligen Absturz mit verursachten aufgrund Punktabzugs infolge einer nicht geschlossenen Liquiditätslücke, konnte diese Dauerbaustelle erfolgreich bearbeitet werden. Mit dem Gang an die Börse im Juli 2019 konnten zum damaligen Stand rund 2,7 Mio. € für die 2018 gegründete "Unterhaching Fußball GmbH & Co. KGaA" erlöst werden. 58,02 % hält der e. V. 19,34% die Schwabl GmbH, 12,20% kleinere Aktionäre im sogenannten "Streubesitz" und 10,44% Andreas Kögl. Letzterer ein privater Investor und Freund von Vereinschef Manfred Schwabl. Sollte das Konzept am Ende aufgehen, steht einer sorgenfreien Zukunft wohl nichts im Wege. Mit "konservativen Methoden" würde es so oder so enorm schwer werden im Schatten des großen FC Bayern München und auch TSV 1860 mit seiner weiter enorm starken Fanbase und Attraktivität für Sponsoren und Zuschauer. Dort liegen die "Löwen" mit einem zweitligareifen Schnitt von 14.923 als Nr. 4 der Liga deutlich vor der Spvgg. mit ihren 4.664. Der Zuspruch im "Sportpark Unterhaching" ist allerdings ansteigend und trägt dem sportlichen Aufschwung Rechnung. In der Vorsaison waren es noch 3.255, 1 Jahr zuvor nur 2.929. Die Arena selber ist derzeit ohne Namensgeber, zuletzt gab es bis 2018 den "Alpenbauer Sportpark". Der "Kassenschlager" war natürlich das Derby gegen 1860, wo mit 15.000 Besuchern "ausverkauft" gemeldet wurde. Am Wenigsten attraktiv blieb das Gastspiel der Vereine aus Meppen (2.000) und Großaspach (2.250), auch Münster lockte nur 2.500. Weniger als unser Auftritt mit 3.300. Halle und Kaiserslautern sahen ordentliche 5.000. Die Lizenz wurde für die 3. und 2. Liga beantragt, die zweite Etage will man bis spätestens 2022 erreicht haben.

Die Tabellenverläufe

Tabellenhistorie

Der Vergleich
Chemnitzer FC SpVgg Unterhaching
17Tabellenposition2
31
26
1,2
Pkt.
Spiele
Pkt. pro Spiel
44
26
1,7
7 (26,9%)
9 (34,6%)
Siege
Niederlagen
11 (42,3%)
4 (15,4%)
43 : 44
1,7 : 1,7
Tore
Tore pro Spiel
40 : 30
1,5 : 1,2
3:0 gegen Hallescher FC (H)Höchster Sieg3:0 gegen SV Waldhof Mannheim (A), FC Carl Zeiss Jena (A)
2:4 gegen SV Meppen (H)Höchste Niederlage0:3 gegen Hallescher FC (H), 1. FC Magdeburg (A)
s-S-u-S-nDie letzten SpieleS-u-U-s-N
keineAktuelle Serienkeine
Die Bilanz

 AnzahlSiegeRemisNiederlagenTore
Alle Spiele1583430:18
Heimspiele761020:4
Auswärtsspiele822410:14
Ligaspiele1583430:18
Pokal-/Relegationsspiele00000:0

Der Ergebnisrückblick

1992/19932. Bundesliga22. SpieltagSpVgg Unterhaching - Chemnitzer FC0:2 (0:0)
1992/19932. Bundesliga45. SpieltagChemnitzer FC - SpVgg Unterhaching4:2 (2:0)
1995/19962. Bundesliga9. SpieltagChemnitzer FC - SpVgg Unterhaching2:0 (0:0)
1995/19962. Bundesliga26. SpieltagSpVgg Unterhaching - Chemnitzer FC0:1 (0:0)
2011/20123. Liga5. SpieltagSpVgg Unterhaching - Chemnitzer FC3:0 (1:0)
2011/20123. Liga24. SpieltagChemnitzer FC - SpVgg Unterhaching5:1 (2:0)
2012/20133. Liga19. SpieltagSpVgg Unterhaching - Chemnitzer FC4:3 (3:1)
2012/20133. Liga38. SpieltagChemnitzer FC - SpVgg Unterhaching5:0 (2:0)
2013/20143. Liga2. SpieltagSpVgg Unterhaching - Chemnitzer FC1:1 (0:1)
2013/20143. Liga20. SpieltagChemnitzer FC - SpVgg Unterhaching0:0 (0:0)
2014/20153. Liga7. SpieltagChemnitzer FC - SpVgg Unterhaching2:0 (0:0)
2014/20153. Liga26. SpieltagSpVgg Unterhaching - Chemnitzer FC0:0 (0:0)
2017/20183. Liga6. SpieltagSpVgg Unterhaching - Chemnitzer FC4:2 (3:1)
2017/20183. Liga25. SpieltagChemnitzer FC - SpVgg Unterhaching2:1 (1:1)
2019/20203. Liga8. SpieltagSpVgg Unterhaching - Chemnitzer FC2:1 (1:0)

Die Webseiten des Gegners

http://www.spvgg-unterhaching.de/ - Die offizielle Vereinsseiten