Große Fan-Demo in Leipzig mit Chemnitzer Beteiligung

19.11.2025, 17:00 Uhr | 709 Aufrufe
Am letzten Sonntag gab es nicht nur Sachsenpokal in Reichenbach, sondern gleichzeitig eine große Fan-Demo in Leipzig, zu der von (fast) allen Szenen bundesweit aufgerufen worden war. Auch die Chemnitzer Fanszene war mit einer Abordnung dabei. Die Demonstration richtete sich gegen die Anfang Dezember 2025 stattfindende Innenminister-Konferenz, bei der mal wieder das Thema "Fussball" auf der Tagesordnung steht. Unter anderem soll es den Innenministern der Bundesländer um personalisierte Tickets, KI-unterstützte Gesichtsscanner und verschärfte Stadionverbote gehen. Genau dagegen haben am Sonntag in Leipzig unter dem großen Motto "Der Fussball ist sicher!" tausende Fans in allen Vereinsfarben demonstriert. Leipzig wurde gewählt, weil am Montagabend die Nationalmannschaft dort ihr letztes WM-Quali-Spiel gegen die Slowakei bestritt.

Zitat aus dem Bericht bei turus.net: Anfang Dezember 2025 steht in Bremen mal wieder eine Innenministerkonferenz (IMK) an der Tagesordnung, und die Politiker und Behörden haben mal wieder „hübsche“ Dinge in Planung und verbreiten Panik. Personalisierte Tickets, KI-unterstützte Gesichtsscanner, Körperkontrollen, mehr Überwachung, locker ausgesprochene Stadionverbote – wieder einmal möchte die Politik mit harter Hand gegen unbequeme Fußballfans vorgehen. Und das, obwohl Statistiken beweisen, dass jedes Volksfest, jeder Weihnachtsmarkt, jeder öffentliche Raum als solches gefährlicher ist, was die Anzahl der erfassten Straftaten betrifft.

Auf der großen Fan-Demo am 16. November in LeipzigBei der Aufstellung zu Beginn reichte der Demo-Zug vom Leipziger Hauptbahnhof bis zum Richard-Wagner-Platz am Goerdelerring - also gut einen halben Kilometer. Die Polente kam beim Zählen auf 8.000 Fans, der MDR sah über 10.000 Beteiligte und nach den Angaben der Veranstalter waren es ca. 20.000 Teilnehmer. Ganz vorn wurde ein Banner mit dem Spruch "Eure Statistiken und unsere Wahrnehmung zeigen: DER FUSSBALL IST SICHER! Schluss mit Populismus – Ja zur Fankultur!" getragen, danach folgten blockweise die einzelnen Fanszenen. Alles war friedlich und ohne Stress, obwohl Lager beteiligt waren, bei denen die Polizei die Derbys gegeneinander mit höchster Brisanz einstufen würde - als Beispiel seien Erfurt / Jena und Union / Hertha genannt. Aus Leipzig nahm nur die Lok-Szene an der Demo teil. RBäh beteiligte sich gar nicht erst, und Chemie machte in Leutzsch eine eigene Demo. Auch St. Pauli war in Leipzig nicht dabei.

Die Strecke führte - wie die großen Demonstrationen zum Ende der DDR - einmal komplett um den Leipziger Innenstadtring herum, bis man wieder den Richard-Wagner-Platz erreichte. Auf Bannern und Papptafeln war u.a. zu lesen: "Gesichtserkennung und Körperscanner? Schluss mit Eurer totalitären Überwachung!", "Innenminister-Wahn stoppen!", "Leidenschaft statt Law and Order!" und "Finger weg von unserem Stadionerlebnis!". Auf der Abschlusskundgebung wurden noch 2-3 Reden gehalten und sich für das friedvolle Miteinander bedankt. Nach der erfolgreichen Demo wurde vom Dachverband der Fanhilfen e.V. folgende Erklärung veröffentlicht: "Aus Leipzig geht heute eine unmissverständliche Botschaft an die Innenministerkonferenz und die Verbände heraus: Schluss mit den Verhandlungen hinter verschlossenen Türen, Stopp der Pläne und Start eines offenen und faktenbasierten Dialogs zur Stadionsicherheit mit allen Beteiligten. Wir und alle Fans im gesamten Land erwarten jetzt, das sich die Innenminister nach dem heutigen Tag auf Fans und Vereine zu bewegen."

Fotoquelle: facebook-Beitrag in der GruppaOF

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