Versäumnis des CFC lässt Jazwinski-Wechsel zu

19.06.2006, 09:33 Uhr | 1445 Aufrufe
Jazwinski sieht beim FSV die bessere PerspektiveIm Kuddelmuddel um Marcus Jazwinski hat am Samstag die Chemnitzer Freie Presse etwas Licht in das vorherrschende Dunkel gebracht. Mittlerweile ist davon auszugehen, dass das CFC-Talent in der nächsten Saison tatsächlich auf der Halde für die Rot-Weißen gegen den Ball treten wird. Allerdings könnten sich die Beteiligten dieses Sommertheaters demnächst vor Gericht wiederfinden, da der CFC erwägt, eine zivilrechtliche Klage auf Entschädigung einzureichen.

Jazwinksi hatte beim CFC einen Vertrag für die zweite Mannschaft bis zum 30.06.2006 unterschrieben, mit der Klausel, daß sich dieser Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert, wenn "Jasch" mindestens 3 Regionalligaspiele absolviert. Der Mittelfeldakteur kam in der letzten Saison sogar auf 16 Einsätze, und schien dem CFC somit sicher. Allerdings versäumte man es auf der Reichenhainer Strasse, diesen bestehenden Vertrag beim Sächsischen Fußballverband anzuzeigen, damit dieser auf dessen Internetseite offiziell aufgelistet wird. Ohne diese Auflistung gibt es keinen gültigen Vertrag, und genau diese Lücke hat der FSV Zwickau für seine Zwecke genutzt.

Dabei scheint man dem 20jährigen in der Muldestadt noch zusätzlich Honig ums Maul geschmiert zu haben. Jazwinski will gemäß seiner Aussage in der Freien Presse beim Oberliga-Aufsteiger die bessere sportliche Perspektive, dass bessere finanzielle Angebot, und das Angebot eines Stammplatzes erkannt haben. In welchem Maße dabei eine gewisse Naivität des jungen Spielers eine Rolle spielt, wird die neue Saison zeigen. Jazwinski erläuterte auch, dass er die CFC-Verantwortlichen um eine Vertragsauflösung gebeten hätte, was diese jedoch abgelehnt hätten. Daraufhin wäre ihm von Zwickauer Seite verständlich gemacht worden, dass es wegen des himmelblauen Fehlers gegenüber dem SFV gar keiner Vertragsauflösung bedurfte.

Mit der Unterschrift des CFC-Talentes in Zwickau ist der Kuddelmuddel aber noch nicht beendet. Das 1997 vom SV Post zum CFC gekommene Talent verdankt den Himmelblauen seine Ausbildung und eine Lehrstelle in der Stadt. Aus diesem Grund, und der gegenseitig unterschriebenen Klausel mit der Mindestanzahl der absolvierten Regionalligaspiele, erwägt der CFC, eventuelle privatrechtliche Schritte gegenüber dem Spieler einzuleiten. Den himmelblauen Fans bleibt die vage Hoffnung, dass der Club aber nicht nur nach außen agiert, sondern auch intern die entsprechenden Schuldigen zur Verantwortung zieht.

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