Matthias Schulz: "So spielen, wie wir in Braunschweig begonnen haben!"

21.03.2002, 15:05 Uhr | 794 Aufrufe
In aller Ruhe und Bescheidenheit geht man beim Chemnitzer FC auf das Derby am Samstag zu. Verhaltener Optimismus statt markiger Sprüche, dass ist derzeit die Devise bei den Himmelblauen. Für große Töne gibt es aber auch keinen Grund. Der CFC bot schließlich in den vergangenen 4 Spielen nur fußballerische Magerkost. Ganz anderes der Gegner, er überzeugte zu letzt beim 3:0-Sieg gegen Aufstiegsaspirant Uerdingen. Doch einigen scheint dieser Sieg schon wieder in den Kopf gestiegen zu sein. So zitierte der Kicker FCE-Mittelfeldmann Tetzner mit "Wenn wir jedoch so aggressiv und leidenschaftlich wie gegen Uerdingen spielen, hat der CFC kaum eine Chance." CFC-Manager Lutz Waszik dazu: "Der soll seine Aussage erst mal auf dem Platz umsetzten..."
Umsetzten sollen die CFC-Spieler am Samstag auch möglichst gut des Trainers Taktik. Diese weicht in keinster Weise von der, der bisherigen Spiele ab, nur erfolgreicher sollte sie schon sein. Sonderbewacher für Tetzner und Tomoski will Matthias Schulz nicht einstetzten: "Die werden dort bearbeitet, wo sie gerade im Raum auf tauchen."
Für solche Spezialaufgaben fehlt dem CFC-Trainer im Moment auch das Personal. Besonders prekär sieht es im Defensivbereich aus. Schmidt und Ahlf sind weiter auf unbestimmte Zeit nicht einsetzbar. Hinzu gesellt sich das Torwartproblem, Hiemann und Süssner sind bekanntlich gesperrt. Und so wird Torwarttrainer Toni Ananiev in die Bresche springen müssen, sollte, man hofft es natürlich nicht, Keeper Klömich ausfallen.
Wenig gut sieht es auch bei Ralf Hauptmann aus. Er plagt sich mit einer Muskelverletzung herum, sein Einsatz ist sehr fraglich. Dafür kann aber Matthias Schulz wieder auf Robert Ratkowski bauen, der seine Sperre ausgesessen hat.
In der Offensive soll Sergio Bustos von links Druck ausüben: "Mit seinem Können und seiner Erfahrung erwarte ich mir Einiges von ihm", nimmt der Chefcoach den Argentinier in die Pflicht. Wer dann im Strafraum Bustos' Vorlagen zur Vollendung bringen soll, darüber ist er sich hingegen noch nicht im Klaren. Stefan Meissner wird in jedem Falle auflaufen, neben ihm gibt es die Alternativen Krieg, Fröhlich oder auch Rolleder.
Zur Bedeutung des Derby muss eigentlich nicht mehr viel gesagt werden, dennoch unterstreicht Matthias Schulz diese noch einmal: "Für beide Mannschaften ist es ein richtungsweisendes Spiel. Wir müssen unseren treuen Fans zeigen, dass wir Himmelblau würdig vertreten und wir müssen nachweisen, dass wir zurecht die Nummer 1 in Sachsen sind." Und er fügt noch an: "Für die Motivation musste ich in dieser Woche nichts tun. Wir haben hart gearbeitet und ich bin mir sicher, mit unserem Publikum im Rücken werden wir das Spiel gewinnen." Na dann, bestes Gelingen...
Und apropos Publikum: Bis heute Mittag waren gerade einmal die Hälfte der 850 Karten für den Gästeblock verkauft. Ganz anders auf Seiten der Himmelblauen, da waren es bereits 2500 Tickets, die über die Theken der Vorverkaufsstellen gingen. Peter Müller, CFC-Geschäftsstellenleiter, weist darauf hin, dass bis zum Abend alle Karten in den Vorverkaufsstellen abgesetzt sind. Tickets gibt es dann nur noch im CFC-Fanshop Augustusburger Straße oder dann am Samstag an den Tageskassen, die bereits am Samstag 12.00 Uhr geöffnet sind. Insgesamt rechnet man beim CFC mit ca. 8000 Zuschauern.
Bleibt zum Schluss noch zu vermelden, dass die CFC-Chefköchin, Frau Renner, ist zur Zeit krank ist. Die Frage, ob das die Leistung der Mannschaft negativ beeinflussen könnte, beantworte Matthias Schulz mit einem Lächeln und den Worten: "Dann hätten wir wenigstens eine Ausrede..."

Voraussichtliche Aufstellung:
Klömich - Göhlert - Bittermann, Mehlhorn - Podszus (Renn), Ratkowski, Tchipev, Bustos - Fröhlich - Krieg, Meissner

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