Dirk Karkuth im Telefoninterview

10.04.2001, 12:11 Uhr | 2170 Aufrufe
Am gestrigen Abend hatte ich die Gelegenheit, mit CFC-Coach Dirk Karkuth ein Interview am Telefon zu führen. Die wichtigsten Aussagen habe ich im folgenden zusammengefaßt.
Zu Peer Kluge: sein Weggang ist entgegen anderslautender Aussagen noch keinesfalls definitiv. Fakt ist, daß der Youngster beim CFC noch einen gültigen Vertrag über das Saisonende hinaus besitzt und zudem signalisiert haben soll, sich unter Karkuth in der Regionalliga weiterentwickeln zu wollen. Es besteht also noch berechtigte Hoffnung, daß das Talent in Chemnitz bleibt.
Zu Antonio Ananiev: beim bulgarischen Keeper entscheidet sich in den nächsten Tagen, ob er in Chemnitz als Torwart bleibt oder in Cottbus einen Job als Torwarttrainer annimmt.
Zu Daniel Hoffmann: sein Fall soll ja bekanntlich von der Fifa geklärt werden. Allerdings wurde die Angelegenheit bereits zweimal bei der Fifa von der Tagesordnung gestrichen. Der ehemalige Bundesligakeeper fühlt sich in Chemnitz sehr wohl (trainiert mit der Mannschaft) und würde auch in der Regionalliga bleiben. Bei Karkuth wäre er als Nummer 1 gesetzt (auch bei einem gesunden Ananiev). Der CFC braucht aber Planungssicherheit. Sollte der Fall Hoffmann bis nach Ostern nicht geklärt sein, muß der Verein auf den Keeper verzichten.
Zu Kay-Uwe Jendrossek, Drazen Podunavac und Dirk Anders: auf alle drei will der Coach in der kommenden Saison verzichten. Die Nichtberücksichtigung von Jendrossek und Podunavac liegt nach Aussage des Trainers in erster Linie an fehlender sportlicher Qualität, bei Dirk Anders spielt das Alter die wesentliche Rolle. Sek habe vom Trainerduo genügend Chancen bekommen, die er bis auf wenige Ausnahmen nicht nutzen konnte. Mit Podunavac wird aber noch verhandelt.
Zu Neuverpflichtungen wollte der Fußballlehrer (verständlicherweise) keine Angaben machen. Allerdings wäre man intensiv am Sichten von potentiellen Neuzugängen. Selbst während des Interviews klingelte Präsident Waszik in einer bestimmten Spielerangelegenheit an. Um die Verhandlungen nicht zu gefährden würde man derzeit auch keine Namen bestätigen oder dementieren bis die Unterschrift unter dem Vertrag steht.
Immer wieder wurde während des Interviews deutlich, wie engagiert der Fußballlehrer seine Arbeit in Chemnitz verrichtet. Er bedauert es nach eigener Aussage zutiefst, daß man es nicht geschafft habe, das Ruder noch rumzureißen und den Abstieg zu vermeiden. In manchen Spielen hätte er sich für die Leistung seiner Spieler geradezu geschämt.
Fazit: Eines wurde während des Telefoninterviews deutlich. Dieser Mann lebt für den Fußball und bringt sich zu 110 Prozent für den CFC ein. Würden die Spieler stets so viel Engagement zeigen wie ihr Mentor, die Himmelblauen ständen nie und nimmer am Tabellenende. Deutlich zu spüren war auch, wie wichtig Karkuth die Fans nimmt. Als Fan von Schalke 04 stand er als Kind selbst in der Fankurve und weiß daher was Fansein bedeutet. "Der Verein müsse näher an die Fans heran", war eine seiner wichtigsten Aussagen während des Interviews. Der Aufbau einer schlagkräftigen Regionalligatruppe ist derzeit das wichtigste Anliegen des Trainers. Dabei viel Glück und Alles Gute, Dirk Karkuth.

Eine interessante Anekdote am Rande: Dirk Karkuth saß beim legendären Abstiegsendspiel des CFC gegen Lübeck Anno '96 auf der Tribüne im Sportforum und erlebte die Geschehnisse nach Spielende hautnah mit.

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