Fussball-Sachsen trauert um Gerd Schädlich

29.01.2022, 19:31 Uhr | 3030 Aufrufe
Gerd Schädlich ist tot. Diese Nachricht wurde am Samstag bekannt und sorgt für Trauer und Entsetzen unter den Fußball-Fans in Chemnitz und in ganz Sachsen. Gerd Schädlich verstarb in der Nacht zum Samstag an einer heimtückischen Krankheit. Die Trainerlegende wäre am 30.12. diesen Jahres 70 Jahre alt geworden.

Ein herausragender Trainer und Mensch: Gerd SchädlichGerd Schädlich wurde in Rodewisch geboren und begann beim TSG Rodewisch seine fussballerische Laufbahn. Ab 1971 spielte er für den FC Karl-Marx-Stadt in der ersten und zweiten Mannschaft. 1976 musste er seine fussballerische Laufbahn aufgrund einer langwierigen Verletzung beenden.

Seine Trainerlaufbahn begann Gerd Schädlich an einer kommunalen Berufsschule in Karl-Marx-Stadt und später als DTSB-Trainer. In der Saison 85/86 kehrte Schädlich zurück zum FCK, wo er die Reservemannschaft in der drittklassigen Bezirksliga für ein Jahr betreute. Danach folgten Trainerstationen bei Aktivist Schwarze Pumpe (1986-1987), BSG Aufbau dkk Krumhermersdorf (1987-1990), FC Stahl Riesa (1990-1991), FSV Zwickau (1991-1996), FC Sachsen Leipzig (1997-1998), FSV Hoyerswerda (1998-1999), FC Erzgebirge Aue (1999-2007) bevor er im Sommer 2008 das Zepter bei den Himmelblauen von seinem Freund Christoph Franke übernahm.

Obwohl die Verpflichtung von Gerd Schädlich aufgrund seiner Vergangenheit bei den Unblauen nicht bei allen Fans sofort auf Begeisterung stieß, erarbeite sich Schädlich durch seine ehrliche und akribische Art schnell Respekt und Anerkennung im himmelblauen Fanlager. Seinen größten Erfolg feierte er im Sommer 2011 mit dem Aufstieg in die 3. Liga. Unvergessen das 1:0 am 21. Mai 2011 gegen die Dosen aus Leipzig, welches den Aufstieg perfekt machte.

Gerd Schädlich wird als ehrlicher, geradliniger, manchmal knurriger aber grundsympathischer Trainer der "alten Schule" allen Fans in Westsachsen bestens in Erinnerung bleiben. Mit allen drei großen westsächsischen Vereinen, den Zettis, den Unblauen und unseren Himmelblauen konnte er Aufstiege feiern und prägte jeweils eine Ära. Dies macht Schädlich, der auf seinen Stationen Sachsen nie verlassen hat, zu einer echten Legende.

Die Macher der CFC-Fanpage erlebten Gerd Schädlich erstmalig direkt im Rahmen des 1. Fanderbys im Jahre 2002. Damals war Gerd noch Coach bei den Unblauen. Später, als Trainer unseres CFC stand er den Fans u.a. im Fanpage-Chat Rede und Antwort. Unvergessen auch der Moment als der Webmaster der hiesigen Fanpage bei der Mitgliederversammlung 2011 mit Gerd Schädlich auf der Bühne stehen durfte. Gerd Schädlich wurde damals mit der goldenen Ehrennadel des Chemnitzer Fußballclub geehrt.

Unser tief empfundenes Beileid gilt seiner Familie.

Ruhe in Frieden, Gerd!

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