Traurige Nachrichten zum Notfalleinsatz auf der Gegengeraden
16.08.2026, 22:27 Uhr | 832 Aufrufe
Unmittelbar nach dem
3:1-Siegtreffer des CFC und dem darauf folgenden Abpfiff des Bezirksderbys gab es auf der Gegengeraden traurige Szenen: Der
Notfalldienst eilte in die oberen Ränge, um einen Fan zu reanimieren. Die Südkurve schwieg, die Spieler - die eben mit den Fans den Derbysieg feiern wollten - schauten angespannt in Richtung der Einsatzkräfte, und gingen später - ohne Feier & Gesang - in ihre Kabine. Es dauerte lange, bis die Einsatzkräfte den Fan aus dem Stadion brachten. Leichter Beifall kam auf, in der Hoffnung, dass der Fan gerettet worden ist. Leider hat der CFC heute darüber informiert, dass der betroffene Fan später im Krankenhaus verstorben ist.
Nach dem Abpfiff des gestrigen Derbys zwischen dem Chemnitzer FC und dem FC Erzgebirge Aue musste ein Fan auf der Gegengerade zunächst medizinisch versorgt werden. Den Einsatzkräften im Stadion gelang es, den Mann nach mehreren Minuten der Reanimation wieder zu stabilisieren und Vitalzeichen herzustellen. Nachdem er transportfähig war, wurde er zur weiteren medizinischen Behandlung in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht.
Den Chemnitzer FC erreichte nun die traurige Nachricht, dass der CFC-Fan verstorben ist. Der
Chemnitzer FC ist zutiefst betroffen vom Tod seines Anhängers.
Der Chemnitzer FC möchte sein aufrichtiges und tiefes Mitgefühl sowie Beileid bekunden.
Geschäftsführer Tommy Haeder betont: „Wir möchten uns dennoch bei allen Beteiligten und
Helferinnen und Helfern ganz herzlich bedanken, die geistesgegenwärtig die medizinische
Versorgung eingeleitet und damit die Reanimation überhaupt erst ermöglicht haben. Unser Dank
gilt ebenso allen Zuschauerinnen und Zuschauern, beiden Fanlagern und den Mannschaften für
den respektvollen Umgang mit dieser emotionalen Situation unmittelbar nach Spielende. Die
Reaktionen im Stadion haben gestern einmal mehr eindrucksvoll gezeigt, wie schnell ein sportliches
Ergebnis in den Hintergrund treten kann, wenn ein Mensch um sein Leben kämpft. Umso bestürzter
sind wir heute über die Nachricht, dass unser Anhänger den Kampf verloren hat. Unsere Gedanken
sind bei seiner Familie und Freunden.“
Dem Chemnitzer FC möchte sich auch beim respektvollen Verhalten der Gäste des FC Erzgebirge
Aue bedanken – sowohl während der Schweigeminute für die verstorbene Chemnitzer
Fußballlegende Peter Müller als auch angesichts des medizinischen Notfalls auf der Tribüne.
Aufgrund der emotionalen und unübersichtlichen Situation unmittelbar nach Spielende war eine
schnelle Kommunikation mit den Verantwortlichen des FC Erzgebirge Aue seitens des Chemnitzer
FC zunächst nicht gegeben. Entsprechend erreichte die Gäste die Information über den
medizinischen Notfall erst mit Verzögerung. Als das Ausmaß der Situation bekannt wurde,
beendete die Mannschaft des FC Erzgebirge Aue ihren obligatorischen Dank an die eigene Fankurve
und der Capo der Gästefans bat den Block um Einhalt.
Der Chemnitzer FC bittet darum, die Privatsphäre der Angehörigen zu respektieren und von
Spekulationen über die näheren Umstände des Todes abzusehen. In Gedanken sind beide Vereine bei der Familie und den Freunden des Verstorbenen.