CFC geht mit 0:2 gegen MFK Usti nad Labem baden

12.02.2005, 18:07 Uhr | 737 Aufrufe
Pinto brachte heute den Ball nicht im Tor unterAuch im letzten Vorbereitungsspiel gelang dem Chemnitzer FC kein Sieg. Gegen den tschechischen Zweitligisten MFK Usti nad Labem verloren die Himmelblauen mit 0:2 (0:1).

Der CFC versuchte schnell die Partie in den Griff zu bekommen, scheiterte aber immer wieder an sich selbst, vor allem durch viel zu ungenaues Spiel. So kam Usti oft in Ballbesitz und durch schnelle Konter zu Tormöglichkeiten. Für die MFK-Führung musste jedoch ein Freistoß herhalten, an dem Süssner vorbeiflog (41.).
Auch in Halbzeit 2 änderte sich das Bild nicht wesentlich. Nach dem Meyer den Ball vertändelt hatte, tanzte ein Usti-Spieler 2 CFC-Verteidiger aus und schob flach ins Tor ein (58.).
Danach wurde es ruppiger. Innerhalb von 10 Minuten sahen 2 Tschechen und Karl gelb. Devoli musste mit lädierter Nase ausgewechselt werden. Es gipfelte in Gelb-Rot für einen Usti-Spieler (78.) und Karl (90./Unsportlichkeit). In der Schlussphase konnten die Himmelblauen den MFK endlich in Bedrängnis. Für ein Tor reichte es jedoch nicht.

Nur Fillinger zappelte im NetzUnd so muss man nun nach den 3 letzten Testspielen sorgenvoll auf den Punktspielstart nächste Woche gegen Preussen Münster schauen. Der Auftritt der Chemnitzer auf dem Kunstrasenplatz des Flöhaer Auenstadions trübte die Hoffnung der ca. 150 Zuschauer doch stark, auch wenn CFC-Trainer Dirk Barsikow die Stimmung nicht teilen wollte: „Hoffnungslos?! Das wurde nach dem 9. Spieltag auch schon mal gesagt! Und was kam dann...?“.
Doch auch dem Übungsleiter war das schlechte Spiel nicht entgangen: „Wir waren 70 Minuten zu langsam und behäbig.“ Dazu kamen teils grottenschlechte Anspiele. Den Stürmern Pinto und mit Abstrichen Calicchio kann man deshalb kaum Vorwürfe ob der stehenden Null machen.
Doch wenn schon vorne nichts läuft, dann muss wenigstens die Abwehr stehen. Doch die präsentierte sich einmal mehr als wahrer Hühnerhaufen. Eine Erklärung gibt es dafür nicht. Dass Göhlert statt Gillert in der linken Verteidigung spielte, kann nicht die einzige Ursache sein.
Natürlich kommt auch hinzu, dass die Manipulationsvorwürfe über dem Chemnitzer FC schweben. Dirk Barsikows Aussage kann man da eigentlich nur beipflichten: „Wenn deine Larve auf den Titelblättern steht, dann kann das nicht an dir vorbeigehen. Da müsste man schon eiskalt sein.“. Aber ein Alibi für die mäßigen Auftritt in den letzten Testspielen kann das trotzdem nicht sein.

Statistik

Chemnitzer FC - MFK Usti nad Labem 0:2 (0:1)
Aufstellung CFC: Süssner - Mehlhorn - Ahlf, Göhlert - Meyer, Karl, Okeke, Fillinger - Calicchio (60. Lenk), Pinto, Devoli (67. Kanitz)
Tore: 0:1 (41.), 0:2 (58.)
Gelb-Rot: Karl (90.) - (78.)
Schiedsrichter: Bley (Sehmatal)
Zuschauer: ca. 150 im Auenstadion, Flöha