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CFC-NEWS VOM 22.11.2005, 21:29 Uhr

Haftbefehl gegen Steffen Karl aufgehoben

Bei dem heutigen Verhandlungstag im Wett- und Manipulationsskandal wurde der vom Hauptverfahren abgespaltene Prozeß gegen Steffen Karl fortgeführt. Der Ex-CFC-Kapitän bestritt erneut, an verschobenen Spielen direkt beteiligt gewesen zu sein. Karl gestand lediglich ein, den damaligen Torwart von Energie Cottbus, Georg Koch, angerufen zu haben, um ihm ein Angebot von Ante S. zu unterbreiten, die Partie bei Jahn Regensburg absichtlich zu verlieren. Koch habe damals abgelehnt. Der Prozeßtag begann mit einer Panne, da der ursprünglich als Zeuge vorgesehene Torsten Bittermann keine offizielle Einladung des Gerichts erhielt und somit am heutigen Tage dem Prozeß fernblieb. Markus Ahlf dagegen bekam eine Zeugenladung - in welcher er ausführte, selbst niemals an einer Manipulation beteiligt gewesen zu sein und auch Karl ihm gegenüber stets nur seine Unschuld beteuert habe. Indiz dafür sei auch die fälschliche Aussage von A. Sapina, daß sich Karl und Ahlf in einem Kieler Hotel mit dem Kroaten getroffen hätten, um Geld für die Beeinflussung der Partie Kiel – Chemnitz (01.05.2004, 3:0) entgegenzunehmen. Das tatsächliche Mannschaftshotel sei damals gut 60km entfernt gewesen. Der Prozeß soll am 1. Dezember u.a. mit den Zeugen Frank Rohde (damaliger CFC-Trainer) und Inka Müller (Assistentin von Robert Hoyzer beim Spiel Paderborn – Chemnitz, 4:0) fortgeführt werden und nach Einschätzungen von Beobachtern Mitte Dezember ein endgültiges Urteil erbringen. Einen Teilerfolg konnte Steffen Karl heute schon verbuchen: Das Gericht hob den gegen ihn verhängten Haftbefehl auf, da nach Einschätzung der Richterin keine Flucht- und Verdunklungsgefahr mehr bestehe. Karl hatte sich seit dem Haftbefehl nur aufgrund eines Haftverschonungsbeschlußes auf freiem Fuß bewegen können.





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