CFC-Mitgliederversammlung endet ohne größere Höhepunkte

06.12.2005, 11:46 Uhr | 635 Aufrufe
Ohne größere Höhepunkte ging am gestrigen Abend die ordentliche Mitgliederversammlung des Chemnitzer FC des Jahres 2005 über die Bühne. Zwar benötigten die 104 anwesenden Mitglieder im Gegensatz zu den Vorjahren etwas mehr Zeit, aber außer einem aufrüttelnden und beachtenswerten Diskussionsbeitrag von Ex-Trainer Manfred Kupferschmied gab es wenig aufregende Momente. Bereits mit seinen ersten Worten ging Vorstandsvorsitzender Frank Kapp auf die aktuelle Situation des Regionalligateams ein und bezeichnete den bisherigen Saisonverlauf als "sportlich völlig unbefriedigend". Nach einem entschuldigenden Verweis auf die Verletztenmisere kritisierte Kapp aber auch das zu schwache Auftreten der Truppe in Spielen wie z.B. zu Hause gegen Jena oder Wuppertal. Der CFC-Chef verwies auf die immer noch günstige Tabellenkonstellation und mahnte bei Trainer und Mannschaft eine gewissenhafte Vorbereitung auf die Restrückrunde und eine Steigerung des gesamten Teams an. An den Saisonzielen, schnellstmöglich 45 Punkte zu erreichen und den Sachsenpokal zu gewinnen, werden keinerlei Abstriche gemacht.

Kupferschmied kritisierte das VereinskonzeptDie vorige Saison schloss der CFC mit einem Minus von 94.000 Euro ab, was Kapp auf die abgesenkten TV-Gelder und deren Aufteilung auf 19 Teams in der Nordstaffel zurückführte. Positiv sei anzumerken, dass der CFC in diesem Jahr mit seinen Altlasten ins Reine gekommen wäre. Dazu hätte vor allem ein Vergleich mit dem Konkursverwalter der CEBAG beigetragen. Erfreuliche Neuigkeiten konnte Kapp auch aus dem Lager der Sponsoren berichten, wo es dem Club gelungen ist, trotz der miserablen sportlichen Situation einen Zuwachs von 9% zu verzeichnen. Kapp verwies dazu passend auf die Image-Studie der TU Chemnitz, welche den CFC nicht nur als sportliche Plattform ausweist, sondern vor allem als Werbeträger und Identifikationsfaktor für Stadt und Region. Dazu gesellte sich ebenfalls die gute Bilanz des Fanshops, der mit seinen ca. 125 Artikeln eine Umsatzsteigerung von 10 % erzielen konnte.

In der freien Diskussion ergriff als erster Redner der altgediente FCK-Trainer (von 1976 - 1980) Manfred Kupferschmied das Wort und kritisierte das aus seiner Sicht unzureichende sportliche Konzept und die mangelhafte Bestückung der Regionalligamannschaft. Aus seiner Sicht fehle dem jetzigen Team sowohl ein erfahrener Verteidiger, ein Spielgestalter, und ein routinierter Stürmer. Seit Jahren stagniere die sportliche Entwicklung des Vereins und viel zu oft sei im Sommer mehr Masse als Klasse eingekauft worden. Besonders bitter wäre für ihn, dass im Saisonverlauf meist junge Talente aus dem Nachwuchs plötzlich die Kastanien aus dem Feuer holen müssten, und dies auch schaffen würden. Aus dieser Sicht hätte man sich mehrere Neuzugänge sparen können. Kupferschmied bekam für seinen Beitrag zustimmenden Beifall der Mitglieder. In seiner Gegenrede verwies Vorstandsmitglied Hähnel auf das knappe CFC-Budget und die durch die Verletztenmisere aus dem Lot geratene sportliche Konzeption. Der später vorgetragenen Aufforderung eines Mitgliedes, einen Redebeitrag seitens der anwesenden Mannschaft hören zu wollen, kam CFC-Trainer Dietmar Demuth nach. Der müde wirkende Coach zeigte sich ebenso wie die Anwesenden sportlich unzufrieden, verwies auf seine lange Ausfallliste, übte Selbstkritik und versprach eine Leistungssteigerung in der Rückrunde, in der er hofft, endlich auf das komplette Team, darunter Tomoski und Devoli, zurückgreifen zu können.

Im Anschluss an die Diskussion wurden der Vorstand und der Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 04/05 entlastet und gleich darauf Gottfried Schmidt und Harald Kluge für die nächsten drei Jahre als Kassenwart bestellt. Als letzter Punkt der Tagesordnung standen Ehrungen und Auszeichnungen auf dem Programm, bei welchen die CFC-Mitglieder Marko Knye und Thoralf Wätzold jeweils mit der Ehrennadel in Bronze ausgezeichnet wurden.

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