Es ist wieder mal soweit …
von Timo Görner
… nachdem es das ewig junge und brisante Derby gegen den Verein aus der Stadt ohne Konsonanten von 2003 bis 2016 lediglich 3-mal gab, steht es mittlerweile fast jedes Jahr ins Haus. 2023 – 2025 und nun bereits zweimal in 2026. Das erste Ligaduell seit fast 10 Jahren. Zuletzt unerfreulich für uns, für den Samstag wird Besserung erhofft wie gefordert.
Die letzte Saison unseres Gegners:
Verlief wie bekannt mit dem Gang erstmals in die Viertklassigkeit. Tiefpunkt der Vereinsgeschichte. 2021 noch stabiler Zweitligist, ging es 1 Jahr später runter in die 3. Liga, der Wiederaufstieg nur in 2023/2024 ein Thema. Ansonsten wurde es zweistellig. Das Ende ein Puzzle mehrerer Teile. Der zusammengestellte Kader erwies sich als nicht so gut wie erhofft, hatte ein großes Leistungsgefälle. Der schon im Spätherbst notwendige Schnitt beim Cheftrainer wurde nicht gewagt, mussten dafür Sportchef und Co-Trainer gehen. Veränderungen im Aufgebot, wie in Dresden erfolgreich, fanden nicht statt. Auch nicht, als ein neuer Sportdirektor kam. Er sollte scheitern wie der durch ihn geholte Coach. Schon die Startphase ließ nicht unbedingt großen Optimismus verbreiten, dabei war gerade dieser Abschnitt in den letzten Jahren meistens erfolgreich. Diesmal so nicht.
Nur 4 Punkte aus 7 Partien, 4-mal in Folge verloren. Im eigenen Stadion, meist Festung der letzten Jahre, verärgerte das 0:3 gegen Viktoria Köln. In Saarbrücken kassierte das Team ein 1:4. Einziger Dreier das 2:1 gegen Aufsteiger Havelse, nach Rückstand. Qualitätsmerkmal in früheren Zeiten war, im schwierigsten Moment zu liefern. Die besten Wochen schlossen sich an, aber ohne den Befreiungsschlag mit 13 Punkten aus 7 Begegnungen. Lediglich Mannheim (0:2) hielt sich schadlos. Siege gegen 1860 (2:0), in Aachen (1:0), nach starkem Endspurt beim Auftritt von Zweitligaabsteiger Regensburg (4:3) stimmten zuversichtlich. Mit 4:0 zum Abschluss 2025 gegen Schlusslicht Schweinfurt der Verein wieder über dem Strich. Dennoch hieß es Abstiegs– statt Aufstiegskampf. Die Kritik am Chefcoach wie Sportdirektor akut. Der Wunschtrainer hatte wenig bewegt. Seinem Vorgesetzten legten viele die Kaderplanung zur Last. Anfang Dezember dann die Entlassung von Matthias Heidrich und Co-Trainer.
Am Kader sollte Heidrich-Nachfolger Michael Tarnat aufbessern. Das Ergebnis überschaubar, die Mannschaft fast die Gleiche. Der Cheftrainer erhielt weiter Vertrauen, nach 3 Niederlagen und Havelse war Schluss. Damals noch dran an Platz 16. Tarnat holte den falsche Mann zur falschen Zeit am falschen Ort. Kein Abstellen der krassen individuellen Fehler, defensiver Anfälligkeit, Schwächen im Abschluss. Leistungsträger blieben oft viel schuldig. Pech war auch dabei, siehe das Mannheimer "Wembley-Tor". Abgesang die Halbzeit 1 gegen Hoffenheim (3:5). Danach musste auch Härtels Nachfolger gehen, Stunden später war der Sportdirektor weg. Als interne Interimslösung übernahmen Nachwuchschef Khvicha Shubitidze (51), Ex-Kicker Enrico Kern (47). Mit ihnen ging es (zu spät) aufwärts: 2 Siege - 4 Remis - 1 Niederlage. Dazu die Siege im Pokal bei den beiden Erzfeinden. Im eigenen Stadion kamen nur 4 Siege, in 2026 kein einziger. Drittschlechteste Bilanz, auswärts reichte es zum 16. 51:70 Tore waren offensiv wie defensiv abstiegsreif.
Delegierungen für diese Saison:
Der Abstieg in die Regionalliga mit den wirtschaftlichen Auswirkungen und das große negative sportliche Gesamtergebnis hatten natürlich einen Umbruch im Kader zur Folge. 22 gingen, 18 kamen. Ein fast kompletter Neuaufbau stand an.
Keeper Louis Lord (22/Düsseldorf), der Vereins-Ikone Stephan Männel 10-mal aus dem Tor verdrängt hatte, blieb in der Liga. In der Abwehr verließen Ryan Malone (33/Cottbus), die beiden nominellen Rechtsverteidiger Anthony Barylla (26/Altglienicke) und Pascal Fallmann (22/Viktoria Köln) den Club. Der Nigerianer Jamilu Collins (32/Tasmania Berlin) wechselte erst Ende September zur Mannschaft. Innenverteidiger Tristan Zobel (22) war "Leihgabe", musste nach Paderborn zurück.
Im Mittelfeld folgte "10er" Julian Guttau (26/Cottbus) Malone in die 2. Bundesliga. Empfehlung: 11 Torbeteiligungen. Fiel mehrere Wochen aus, schmerzlich vermisst. Der Abgang von Mika Clausen (24/Verl) stand Tage vor Saisonende fest. Erik Majetschak (26/Regensburg) wollte bleiben, konnte sich aber nicht mit dem Verein einigen. Lange 7 Jahre hier, 146 Einsätze als Defensiver. Eric Uhlmann (23) mit gleicher Ausbildung ist ohne Verein, der zweite Abstieg in Folge nach Hannover 96 II. Jonah Fabisch (24/Golden Arrows) als "8er" zog es nach Südafrika. Linksaußen Jannic Ehlers (23/Meppen) schaffte wie Clausen, Lord, Fallmann den Ligaverbleib. Marvin Stefaniak (34) sucht noch eine Anstellung, offensiv ja vielseitig verwendbar.
Das die Akteure, die überwiegend als Stammspieler galten. Dazu kamen noch die "Teilzeit"-Stammkader wie Rechtsaußen Erik Weinhauer (26/BW Linz), jetzt 2. Liga Österreichs, oder Linksverteidiger Moritz Seiffert (25/1860 München). Nicht alle, die man behalten wollte, konnten gehalten werden. Aber zumindest entschloss sich ein quasi unersetzlicher Protagonist, zu bleiben.
Die Neuen kamen vorwiegend aus dem Regionalligabereich, nur zwei aus der alten Spielklasse. Nichts Neues für das Tor. In der Abwehr wurden als Innenverteidiger Bastian Strietzel (28/Greifswald), Patrick Kapp (29/Altglienicke) sowie per "Leihgabe" Leon Prosche (19/Union Berlin) geholt. Der Grieche Stylianos Kokovas (25/Phönix Lübeck), Paul Wagner (23/Werder Bremen II) Links waren in der Nord-Staffel zu Hause, dazu erhielt Hugo Kaps (19/U19) die Beförderung. Jonas Kehl (25/Lotte) auf Rechts verdiente sein Geld in der Staffel West.
Im Mittelfeld defensiv zentral zog es Devin Angleberger (23/Schweinfurt 05), Finn Heidrich (19/Cottbus) zum FCE. Nils Lihsek (26/Chemie Leipzig), Willi Kamm (23/Magdeburg II) bedienen die "8er" Position, für Lihsek Samstag Rückkehr an alte Wirkungsstätte. Offensiv ausgerichtet sind Simon Skarlatidis (36/Unterhaching), Quentin Fraulob (19/U19). Skarlatidis schon mal von 2015 bis 2017 im Verein, starker Vorlagengeber bei der Spvgg. Die beiden Außenbahnen beackern Tim Maciejewski (25/Luckenwalde) und der Libanese Chadi Ramadan (25/BFC Preußen), mit starker Saison beim Aufsteiger.
Im Sturm blieb es vergleichsweise ruhig. Linus Queißer (22/Braunschweig II) ist Mittelstürmer, bei der Eintracht gute 11 Toren in 26 Spielen der Nord-Abteilung. Dafür wurde 50.000 € Ablöse bezahlt. Rechtsaußen Christoph Pauling (26/Meuselwitz) empfahl sich beim Regionalligaabsteiger mit 9 Vorlagen. Den linken Flügel besetzt Aurel Loubongo (25/VfB Oldenburg).
Der Großteil der Neuzugänge war beim Ex-Verein feste Größe. Strietzel, Kapp, Lihsek, Ramadan, Pauling, Maciejewski, Kamm kennen die Spielklasse bestens. Überzeugten dort mit ihrer Leistung. Auffällig, dass die Personalpolitik vor allem in diese Richtung ging.
Die sportliche Leitung:
Als Cheftrainer erhielt der Georgier Khvicha Shubitidze (51) das Vertrauen für den Neustart. Empfahl sich durch die guten Ergebnisse in den letzten Spielen der 3. Liga und Gewinn des Sachsenpokals. Er hatte auch beim Halbfinale die Verantwortung. Bekannteste Stationen als Spieler neben Aue der FSV Zwickau und Hallesche FC. Ex-Kicker Enrico Kern (47) blieb Co-Trainer neben Videoanalyst Benjamin Rühling (36). Anfang Juli wurde der gebürtige Leipziger Erik Domaschke (40) als Torwarttrainer verpflichtet. Zuvor 3 Jahre beim SV Meppen in gleicher Aufgabe. Davor 7 Jahre als Spieler bei den Emsländern.
Mitte November 2025 übernahm Jens Haustein (59) als Sportvorstand, somit starker Mann auf dieser Ebene. Steffen Ziffert (61) ist Chefscout, parallel Trainer des FC Bad Lausick. Zur neuen Spielzeit begann Uwe Kramer (49) als Teammanager. Der Ex-Kicker, u. a. in Aue am Ball, war zuletzt Trainer bei Landesklasse-Absteiger BSV 53 Irfersgrün im Vogtland.
Die aktuelle Saison bislang:
Zumindest ergebnistechnisch hat sich die runderneuerte Mannschaft schnell gefunden und somit ist das Duell am Samstag ein echtes Spitzenspiel der Liga, sofern man nach 4 Spielen gegen übrigens ausnahmslos Berliner Mannschaften eine verbindliche Tendenz werten kann. Unterschied zu uns, es ging knapper zu und es wurden mehr Gegentore (6) kassiert. Auch hier verliefen die wichtigsten Testspiele positiv. Nur die "Generalprobe" ging wie beim CFC verloren. Gegen die tschechischen Zweitligisten Vysocina Jihlava und SK Kladno wurde 2:0 gewonnen, Oberligist VfL Halle 1896 in Kassel 7:1 besiegt. Einzig Erstligaaufsteiger Schalke blieb siegreich (4:2), führte in Aue nach 57 Minuten 4:0.
Der Auftakt gleich gegen einen der Mitfavoriten. Die ambitionierte VSG Altglienicke der Gegner zur Saisoneröffnung der Liga. Der 1:2-Rückstand wurde gedreht, aber das 4. Tor verpasst. So blieb es beim Punkt. Abgeklärt der Sieg bei Aufsteiger Tasmania. Die beiden knappen Dreier gegen den BFC Dynamo (3:2) und BFC Preußen (2:1) dann mit den entscheidenden Toren in der Schlussphase. Alles Kontrahenten, die man besiegen sollte. Nach dem Derby am Samstag steht das DFB-Pokalspiel gegen Erstligist Hoffenheim an. Den "Hammer-August" haben die Lila-Weißen so nicht. Am 30.08.2026 aber der Monatsabschluss bei Meister Lok nach Luckenwalde und Magdeburg II.
Das Spieler-Kollektiv:
Im Tor gab es die "vereinbarte Wachablösung" von Vereins-Ikone Martin Männel (38) durch "Eigengewächs" Max Uhlig (19). Der auch am Samstag im Kasten stehen dürfte. Im Vorjahr mit 1 Einsatz in Ulm, weil da Männel aufgrund des Schulanfangs eines seiner Kinder frei bekam. Musste da aber schon nach 26 Minuten wegen Patellasehnenanriss raus. Die Nr. 3 Theo Kretschmer (19) stammt ebenfalls aus dem eigenen Nachwuchs.
In der Abwehr wird auch hier die Viererkette praktiziert. Als Innenverteidiger liegen Patrick Kapp (29/2) und Bastian Strietzel (28) vorn. Gegen Preußen musste Strietzel verletzungsbedingt passen, ersetzt durch Stylianos Kokovas (25). Leon Prosche (19) da keine Alternative. Rechts verteidigte bislang Maxim Burghardt (21), weitere Optionen Jonas Kehl (25). Links bis zum Preußen-Spiel Kokovas. Da kam Paul Wagner (23) zum Einsatz. Für den jungen Hugo Kaps (19) als Nachwuchskader wird es vorerst schwer, da reinzukommen.
Im bislang gespielten 4-2-3-1 gab es die "Doppel 6" vor der Abwehrkette. Da vertrauen die Trainer auf Devin Angleberger (25) und Nils Lihsek (26). Letzterer mit starkem Start in die neue Spielzeit, lieferte solide 3 Torvorlagen. Dürfte Samstag entsprechend motiviert sein. Finn Heidrich (19) kommt auf immerhin 1 Startelf-Einsatz. Willi Kamm (23) präsentiert sich als "Allrounder" in der Zentrale und auf linker Seite. Die Außenbahnen beackern Tim Maciejewski (25/2) und Chadi Ramadan (23). Rein offensiv zentral ausgerichtet sind Simon Skarlatidis (35/1) und Quentin Fraulob (19).
Im Angriff findet sich der erwähnte Unersetzbare, Mittelstürmer Marcel Bär (34/1) blieb und ist Kapitän. Ganz wichtige Personalie, aktuell 2 Torbeteiligungen. Mit großem Anteil am Sachsenpokal 2026, man erinnere sich ungern an den Halbfinal-"Doppelpack". Im Vorjahr 10 Tore in 22 Begegnungen, alle 2026 nach längerer Verletzungspause (Achillessehnenriss). Absoluter Unterschiedsspieler. Nebenmann Linus Queißer (22/1) liegt aber vorn, schon an 3 Toren beteiligt. Offenbar wurde hier die Ablöse gut angelegt. Auf Rechtsaußen soll Christoph Pauling (26) wirbeln, als Linksaußen Aurel Loubongo (25). Beide aber noch ohne Bedeutung.
Die Verpflichtungen können wie bei uns bislang überwiegend überzeugen. Strietzel, Kapp, Angleberger, Lihsek, Kamm, Maciejewski, Kamm, Skarlatidis, Queißer, Kokovas haben sich als Stammspieler etabliert. Aus dem Kader der Abstiegssaison sind im Grunde nur Bär, Uhlig, Burghardt von Wichtigkeit. Bei derzeit nur 23 Akteuren im Team inkl. 3 Keeper – weniger haben nur der RSV Eintracht und FCM II - kann man davon ausgehen, das in der Winterpause wenn notwendig noch mal nachgerüstet wird. 25,0 Jahre im Schnitt sind eines der erfahreneren Teams, wir liegen bei 25,4.
Krankenlager / Strafbank:
Bastian Strietzel fiel zuletzt wegen einer Sprunggelenksverletzung aus, damit Einsatz Samstag mehr als fraglich. Jonas Kehl fehlt aus gleichem Grund, dies auch definitiv am Wochenende.
Prognose:
Wir treffen auf einen der Topfavoriten dieser Staffel, der die Qualität hat, ernsthaft ganz oben mitzuspielen. Ohne größere und längere Ausfälle von Eckpfeilern wie Marcel Bär wird es am Ende wohl Platz 1 bis 4.
Bilanz gegen unseren Gegner:
70 Spiele wurden bislang ausgetragen, ein absoluter Klassiker. Wir liegen auch nach den letzten beiden unnötigen Pokalpleiten vorn mit 32 Siegen gegen 24 Niederlagen bei 107:81 Toren. In der Bezirkshauptstadt ist es eindeutig. Konnten wir 22-mal jubeln und mussten 9 Niederlagen betrauern. In den letzten 7 Pflichtspielen zu Hause blieben nur 2 Siege mit 3:2 (1998), 3:0 (2023) im Pokal. Dafür wurde je 2-mal 0:2 und 1:2 in der Liga 2015 vergeigt. Der letzte volle Erfolg um Punkte liegt lange zurück, am 06.03.1999 (2:0) auf dem Weg zum Aufstieg in die 2. Bundesliga. Die Tore durch Sven Köhler und Alexander Tetzner.
Das Umfeld / Wirtschaft/ Stimmung:
Der bittere erstmalige Gang in die Viertklassigkeit hatte Verein und Umfeld logischerweise erschüttert, mittlerweile herrscht aber durchaus eine optimistische Aufbruchsstimmung. Für kurze Zeit gab es die leise Hoffnung, doch noch in der 3. Liga zu bleiben nach dem Lizenzentzug des TSV 1860 München und vermeintlichen Infos, dass der TSV Havelse aus finanziellen und organisatorischen Gründen auf das Nachrücken verzichten würde. Zu der Zeit waren aber längst die Planungen für die neue Saison in der Regionalliga angelaufen und teilweise bereits festgezurrt. Das Ziel klar, der möglichst sofortige Wiederaufstieg. Eine enorme Herausforderung in dieser Liga, wo die Hälfte der Teilnehmer ebenfalls "hoch will" und das diesmal direkt kann. Die Besetzung als gefühlte "Neuauflage der DDR-Oberliga" könnte den Zuschauerschnitt der Vorsaison durchaus wieder realistisch machen. Sofern es gut bis sehr gut läuft. Da strömten im Schnitt 8.437 durch die Stadiontore. Platz 13 in der Zuschauertabelle, trotz der misslichen sportlichen Situation nur kleiner Rückgang zu 8.972 aus 2024/2025 und sogar relativ deutlich über 2022/2023 bei 7.764. Den größten Andrang vermeldeten die Verantwortlichen im brisanten Ost-Duell gegen Cottbus (11.774). Dahinter ausgerechnet das vorläufig letzte Heimspiel in der Drittklassigkeit beim Gastspiel des MSV Duisburg - 10.334. Tiefpunkt das "Spiel der letzten Hoffnung" gegen Wehen Wiesbaden bei 5.630. Da waren aber im Grunde alle Messen gelesen, tief auch die Enttäuschung und Frust nicht zuletzt über die Fehler der Vereinsführung und deren mangelhafte Kommunikation in den Wochen zuvor.
Der Zuspruch bislang jedenfalls ist bemerkenswert. Von einem Abwenden vom Verein kann keine Rede sein. Schon der Besuch gegen die VSG Altglienicke mit ihrem so fast nicht vorhandenem Gästeanhang und "vorhandener Attraktivität" vom Namen her kamen 8.611. Der Ost-Klassiker gegen den DDR-Rekordmeister toppte es bei 10.265. Zum Gastspiel bei Tasmania wurde das Team von 1.000 unterstützt. Vom guten Start motiviert entschlossen sich auch gegen den anderen BFC 7.581 zum Gang in die Arena. Das "Erzgebirgsstadion" an der B 169 finanziell solide zu untermauern, bleibt eine der schwierigen Aufgaben. Wie beim CFC eigentlich für die 2. Bundesliga angedacht. Im März 2026 wurde zum vierten Mal der Antrag beim Landkreis gestellt, die Pacht für die kommende Saison von 250.000 € zu stunden. In der 2. Bundesliga war dies zwar höher bei 350.000 €, durch die deutliche höheren Einnahmen vor allem bei den TV-Geldern aber zu stemmen. Ironie der Geschichte, mit dem Abstieg in die Regionalliga ging die Pacht auf 100.000 € zurück. Problematisch zu vermitteln für einen Landkreis, der finanziell enorm angeschlagen ist. Der Gesamtetat für diese Spielzeit liegt bei 10,4 Mio. € mit allem, was dazu gehört. Beim Etat für die Profis explizit dürfte man ganz weit oben stehen. Es wird ein schwieriger Spagat werden zwischen wirtschaftlicher Stabilität und der sportlichen Wettbewerbsfähigkeit. Mehr als 2 Jahre in der Viertklassigkeit kann man sich eigentlich nicht leisten.