Hab mal angesichts der morgigen MV ein neues Thema aufgemacht.
In diesem Zusammenhang habe ich mich heute mal über die ausgelegten Jahresabschlüsse informiert und das war ja höchst interessant.
Vorab - soll keine Kritik, Rechtfertigung, Verteidigung oder Ähnliches sein, bloß meine ersten Gedanken nach Kenntnis der Zahlen.
Zunächst ist die Aussage von U. Hildebrand bei ClubTV vor paar Wochen, dass der ,,Verein (e.V.) im Sommer praktisch insolvent war" , ja vollkommener Unsinn und unsauber. Theoretisch wird da eine Insolvenzverschleppung in den Raum gestellt, die nach diesen Zahlen des e.V. niemals zutreffend war. Sollte man von einem Geschäftsführer mehr Kenntnis eines Jahresabschlusses / Bilanz und Trennung e.V / GmbH erwarten können.
Das Ergebnis ist nicht überwältigend, aber mit einem positiven Ergebnis (PLUS) weit entfernt von dem was durch die Medien geisterte. Es ist ja fast schon ein Skandal es seitens auch der Medien es so hingestellt zu haben, als ob in dem Verein (e.V.) Misswirtschaft betrieben wurde. Von den Zahlen kann sich jeder morgen gerne mal überzeugen.
Theoretisch müsste bei dem positiven Abschluss sogar eine Entlastung des Vorstand des e.V. erfolgen. Eine ggf. fehlende Kontrolle in der GmbH ist kein Grund für ein Vereinsmitglied Schadenersatzansprüche geltend zu machen. Dürfte schon problematisch sein inwieweit dem e.V. da ein Schaden entstanden sein soll. Zumal es keine gesetzlich normierte Pflicht gibt, dass ausschließlich der Mehrheitsgesellschafter zur Kontrolle verpflichtet sein dürfte. Laut Satzung zumindest nicht. Da steht bloß eine Berichtspflicht des Vorstand an den Aufsichtsrat zur Lage der GmbH. Mehr nicht!
Was katastrophal ist, ist die Bilanz der GmbH. Und das wirft neue Fragen auf!!!!!! Haben die Gesellschafter alles über die Zeit einfach so laufen lassen? Hatten die NIE Zahlen der wirtschaftlichen Entwicklung? Stichwort: 51a GmbHG. Die Gesellschafter können sich hier nicht einfach aus der Verantwortung nehmen. Und bin mal gespannt wie der neue Vorstand nunmehr seiner Kontrollpflicht nachkommt. Wie häufig wird sich von Vorstandsseite über die wirtschaftliche Lage informiert? Da muss morgen auch was von den Gesellschaftern kommen.
Und wieso haben die Gesellschafter nicht früher bei den Zahlen eingegriffen? Es muss doch regelmäßig Gesellschafterversammmungen gegeben haben. Ja, der Verein ist prozentual Mehrheitsgesellschafter, aber im Grunde dennoch ein Gesellschafter neben den anderen. Die wirtschaftliche Stabilität ist doch Verpflichtung und Ansinnen jedes Gesellschafters und nicht bloß des Mehrheitsgesellschafters.
Und : Der Aufsichtsrat muss laut Satzung zum Finanzplan der GmbH die Zustimmung erteilen. Welcher Finanzplan lag da dem Aufsichtsrat von der GmbH denn vor? Der Aufsichtsrat hat laut Satzung viel mehr Eingriffsbefugnisse in die GmbH als der Vorstand. Man brauch sich bloß mal die Paragrafen der Satzung für Aufsichtsrat und Vorstand durchlesen.
Und eins ist bei den Zahl auch klar. Diese immense Summe kommt niemals wegen eines ,,ungünstigen" Cateringvertrages zu Stande. Der Verein hätte niemals hunderttausende Euro damit eingenommen. Und das wird er jetzt beim neuen Caterer auch nicht. Das ist Unsinn. Unsere Kosten in der GmbH sind in vielen bilanzierten Bereichen schlicht zu hoch. Wieso haben wir überhaupt für einen Reginalligisten so eine personell groß aufgestellte Geschäftsstelle? Allein im Bereich Marketing/ Vertrieb. Und es sind dafür und bleiben einfach zu wenig Einnahmen.
So wird die GmbH definitiv ein Tod auf Raten!!!!
Da ändert auch der neue Weg nichts! Da noch immer keine signifikanten Einnahmen erzielt werden, kann der Kader nicht aufgewertet werden und wir bekommen auf lange Sicht weiter solche Saisons wie diese geboten. Da werden einige Zuschauer den Weg nicht durchhalten und weitere Einnahmen wegbrechen.
Bin gespannt welche konkreten Zahlen der GmbH zur aktuellen Saison morgen präsentiert werden, wo denn nun signifikant reduziert wurde. Die angeblichen 50% Kostenreduzierung halte ich bei dem Zahlenwerk für eine Mär. Da muss schon morgen mal was konkretes von der GmbH-Seite kommen.
Wird spannend ...
Zitat von: cfcforever am 13.12.2023, 17:51 CETBin gespannt welche konkreten Zahlen der GmbH zur aktuellen Saison morgen präsentiert werden, wo denn nun signifikant reduziert wurde. Die angeblichen 50% Kostenreduzierung halte ich bei dem Zahlenwerk für eine Mär. Da muss schon morgen mal was konkretes von der GmbH-Seite kommen.
Der größte Kostenblock sind die Personalkosten. Und da sind ja im Sommer bekanntlich einige Stammspieler gegangen (worden). Und die Neuverpflichtungen wurden alle unter Berücksichtigung des knappen Budgets verpflichtet. Bei Bozic hat man es damals sogar explizit bekannt gemacht. Also ich denke schon, dass seit Sommer stark an der Kostenseite gearbeitet wurde.
Die Einnahmenseite könnte natürlich besser sein. Aber da glaube ich, dass es nach wie vor schwer ist, grosse Sponsoren zu gewinnen. Was mit der Siemon-Ära aber auch dem beschissenen Image, was der Club bekanntlich hat, zu tun haben wird. Da geht es nur mit kleinen Schritten. Auf der Habenseite sind die vielen Dauerkarten und die (trotz Rumpelfussball) vielen Zuschauer zu sehen.
Charlie S.
Uwe Hildebrand ist Geschäftsführer der GmbH, wie kommst darauf, dass er über die finanzielle Lage des Chemnitzer FC e.V. berichtet hat. Natürlich ist es die GmbH, die vor der Insolvenz stand. Wer dort bis zum Sommer die Fäden geführt hat, ist bekannt.
Und wenn der Vorstand und der Aufsichtsrat des Chemnitzer FC e.V. welcher Mehrheitseigener der Fußball GmbH mit mindestens 84% ist, nicht die Möglichkeiten hatte in seiner Tätigkeit die GmbH oder zumindest deren Aufsicht zu übernehmen, dann müsste man vielleicht mal prüfen, inwieweit die aktuelle Satzung oder der Gesellschaftervertrag überhaupt dienlich zum Führen dieses Vereines/GmbH aus Sicht der Mitglieder ist. Dieses "Kuddelmuddel" ergibt für mich nach wie vor gar keinen Sinn. Wieso braucht ein sportlich nicht wirklich konkurrenzfähiger RL-Verein so viele Gremien-Mitglieder, wenn diese (angeblich oder auch tatsächlich) nichts zu melden haben? Dass hier nicht annähernd sinnvoll eine Vereinsführung stattfinden kann, wundert mich eigentlich gar nicht. Und leider sind die Rechte der Mitglieder in meinen Augen so gering (Entlastung VS, AR und Wahl ER und AR), dass ich bisher auch nicht das Verlangen verspüre, wieder Mitglied in diesem Verein zu werden. Soviel Inkompetenz, was man da in den letzten 5 Jahren miterlebt hat, es bricht mir fast mein himmelblaues Herz. Aussenstehend würde ich zumindest keines der Gremien anlässlich der Zahlen bis zum Saisonende 22/23 entlasten. Ich bin irgendwie ganz froh, dass ich mir das morgen nicht geben muss. Und eigentlich kann man nur hoffen, dass endlich Kompetenz und Struktur in diesen Verein zurück kehren mögen.
Zitat von: EubaForces am 14.12.2023, 01:37 CETUnd leider sind die Rechte der Mitglieder in meinen Augen so gering (Entlastung VS, AR und Wahl ER und AR), dass ich bisher auch nicht das Verlangen verspüre, wieder Mitglied in diesem Verein zu werden. Soviel Inkompetenz, was man da in den letzten 5 Jahren miterlebt hat, es bricht mir fast mein himmelblaues Herz. Aussenstehend würde ich zumindest keines der Gremien anlässlich der Zahlen bis zum Saisonende 22/23 entlasten. Ich bin irgendwie ganz froh, dass ich mir das morgen nicht geben muss. Und eigentlich kann man nur hoffen, dass endlich Kompetenz und Struktur in diesen Verein zurück kehren mögen.
Das bestätige und unterschreibe ich zu 100% !!
O.C.
Zitat von: EubaForces am 14.12.2023, 01:37 CETAussenstehend würde ich zumindest keines der Gremien anlässlich der Zahlen bis zum Saisonende 22/23 entlasten. Ich bin irgendwie ganz froh, dass ich mir das morgen nicht geben muss. Und eigentlich kann man nur hoffen, dass endlich Kompetenz und Struktur in diesen Verein zurück kehren mögen.
Du kennst die Zahlen? Auch das Jahresabschlussergebnis des e.V?
Da ich der MV heute fernbleiben musste... aus der Ferne wirkt das getickerte, als wäre die Veranstaltung ziemlich sinnlos gewesen.
Lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen.
Also das würde ich jetzt nicht so Sagen, außer du meinst das es keine konkreten Ergebnisse gib.
Dies ist aber auch den Tatsachen geschuldet das man noch im Clinch liegt und der ehemalige Vorstand es nach wie vor nicht für nötig hält hier einen Rechenschaftsbericht abzuliefern.
Alles in allen eben ein Schwebezustand wo den jetzigen Verantwortlichen die Hände gebunden sind.
Davon mal abgesehen das Frau P. Und Co. Sich nicht zu schön waren zwei Torpedos in die MV zu setzen die durch unqualifizierte Sticheleien auffielen.
Außerdem hat man erfahren das die Mannschaft und Mitarbeiter beim CFC vor dem Finale im Sachsenpokal komplett im Stich gelassen wurde. Ein Wunder das es uns überhaupt noch gibt.
Vererbt wurden aber Löscher in den Kassen, die man jetzt durch die Konsolidierungs-Saison schließen kann, wenn nicht sogar man am Ende der Saison mit einer schwarzen Null herausgeht.
Und das werte ich als sehr Positiv.
Ich glaube aber das der ganze Abend hier in Form eines Berichtes noch genauer beschrieben wird.
Aber Nein ich empfand das alles nicht als sinnlos oder Zeitverschwendung.
Das habe ich aber anders verstanden. Ein Rechenschaftsbericht wurde erstellt. Nur scheint es da Differenzen zu geben wer diesen vortragen sollte.
In der Satzung steht Entgegennahme des Rechenschaftsbericht in der MV.
Laut Satzung steht der ,,Vorstand" liefert ab. Das bedeutet eigentlich streng genommen, der aktuelle Vorstand. Glaube nicht, dass es eine Pflicht zum mündlichen Vortrag gibt. Nur Erstellung und Abgabe gegenüber Mitgliedern. Wenn beispielsweise alle alten Vorstandsmitglieder keine Mitglieder mehr wären dürften sie ja an der MV gar nicht teilnehmen und hätten auch kein Rederecht. Wie wäre es denn dann.
Zitat von: cfcforever am 15.12.2023, 09:57 CETDas habe ich aber anders verstanden. Ein Rechenschaftsbericht wurde erstellt. Nur scheint es da Differenzen zu geben wer diesen vortragen sollte.
In der Satzung steht Entgegennahme des Rechenschaftsbericht in der MV.
Laut Satzung steht der ,,Vorstand" liefert ab. Das bedeutet eigentlich streng genommen, der aktuelle Vorstand. Glaube nicht, dass es eine Pflicht zum mündlichen Vortrag gibt. Nur Erstellung und Abgabe gegenüber Mitgliedern. Wenn beispielsweise alle alten Vorstandsmitglieder keine Mitglieder mehr wären dürften sie ja an der MV gar nicht teilnehmen und hätten auch kein Rederecht. Wie wäre es denn dann.
Warst du gestern anwesend???
Man hätte gestern Abend gern die Zahlen vorgetragen aber dies wurde durch Gesellschafter verhindert. Wer wohl dahinter steckt kann man sich denken.
Das positive gestern fand ich, das man wenn alles gut läuft mit einer schwarzen Null aus dieser Saison geht. Wenn man daran denkt das wir mit knapp 1 Millle Minus angefangen haben ein starkes Ergebnis.
Warst Du da? Die Jahresabschlüsse durften nicht veröffentlicht werden. Nicht der Rechenschaftsbericht. Der hätte durch den Vorstand vorgetragen werden können.
Und auch wer die Veröffentlichung der GmbH Zahlen verhindert hat wurde explizit mit Niles Simmons genannt. Und weshalb scheut der Verein da einen Rechtsstreit. Wurde doch wohl nicht an den Zahlen der GmbH gebastelt???
Die Zahlen des e.V hätte man doch vortragen können? Da hat kein Gesellschafter das Recht ein Veto einzulegen? Warum wurden nicht die Zahlen vom Verein vorgetragen???
Stimmt, da hätte man ja erklären müssen wieso da ein Plus von knapp 100.000€ zu Buche steht. Würde sich ja blöd machen beim Vorstand Bashing !!!!!
Im übrigen hätte doch der aktuelle Stand der GmbH mal mitgeteilt werden können. Wie ist das minus Stand gestern. Die Zahl hätte doch genannt werden können. Hat nichts mit dem Jahresabschluss zu tun gehabt.
Andere Erkenntnis des gestrigen Abends. Es sollten durch Vermittlung des Ehrenrats zwischen Hildebrand/ Haeder und Polster Ruhe und Sachlichkeit in die Sache gebracht werden. Man darf nicht vergessen, es läuft hier noch das Verfahren wegen außerordentlichen Kündigung des Cateringvertrages. Geht das für den CFC ungünstig aus, ist die GmbH tot!!! Bei der deutlich gezeigten Abneigung ist niemals die Möglichkeit für einen Vergleich gegeben.
Dann wird das teuer. Mit Arnold genauso.
JA ich war dabei.
Zitat von: cfcforever am 15.12.2023, 10:40 CETStimmt, da hätte man ja erklären müssen wieso da ein Plus von knapp 100.000€ zu Buche steht. Würde sich ja blöd machen beim Vorstand Bashing !!!!!
Die Zahlen des e.V. waren zu sehen und ebenso dass ein Plus im Ergebnis nur durch erhebliche "Sonderspenden der Gesellschafter" erzielt werden konnte. Der Hintergrund, warum diese notwendig waren, sollte dir konkret bekannt sein.
Zitat von: tk am 15.12.2023, 11:17 CETZitat von: cfcforever am 15.12.2023, 10:40 CETStimmt, da hätte man ja erklären müssen wieso da ein Plus von knapp 100.000€ zu Buche steht. Würde sich ja blöd machen beim Vorstand Bashing !!!!!
Die Zahlen des e.V. waren zu sehen und ebenso dass ein Plus im Ergebnis nur durch erhebliche "Sonderspenden der Gesellschafter" erzielt werden konnte. Der Hintergrund, warum diese notwendig waren, sollte dir konkret bekannt sein.
Warum war das beim e.V. notwendig? Erschließt sich mir nicht.
Stimmt die Nachwuchtstrainer sind einfach zu teuer. Bei über 300.000€ Trainerkosten müssen wir dort einfach den Rotstift ansetzen. Kann natürlich auch sein das das Catering bei den Nachwuchsspielen zu teuer war.
Aber dann großen Dank an die Gesellschafter. Dürfte sich als Spende ja auch steuerlich günstig auswirken. Dann kann man zukünftig ja immer über den e.V. spenden und dann einfach an die GmbH weiterreichen. So bekommt man was vom Staat erstattet und die GmbH hat auch was davon. Geile Sache.....
Vielleicht hätte es dir Herr Schmidt erklären können wenn du es selbst nicht aus der Bilanz lesen konntest. :)
Hätte er vielleicht. Unabhängig davon war das falsch was der Versammlungsleiter gesagt hat. Die MV kann auch über ein Rederecht abstimmen. Wäre eh negativ ausgegangen, aber dennoch unsauber dargestellt. Weiß auch nicht wo das Problem gewesen wäre diesen Bericht von dem vorlesen zu lassen. Geht ja um den Inhalt nicht den Vortragenden. Und Rechenschaftsbericht muss laut Satzung in der MV der Vorstand abliefern. Das ist der aktuelle Vorstand. Eine Pflicht eines zurückgetretenen Vorstand gibt es bloß zur Erstellung bzw. Zuarbeit des Berichts gegenüber der MV. Die Pflicht wurde ja offenbar erfüllt. Aber nenne mir mal die Regelung, wo steht das dies der ehemalige mündlich in der MV zu machen hat. Konnte nix finden.
Wieso gab es also kein Interesse des Präsidiums diesen Bericht gestern vortragen zu lassen. War man mit dem Inhalt nicht einverstanden? Kläre mich mal auf.
Ich konnte das dennoch lesen. Aber man hat ja offenbar einen steuerlich guten Weg mit der ,,Sonderspende der Gesellschafter" gefunden 😀 Da sind immerhin bis zu 20% Erstattung drin, solange das Geld dort bleibt und nicht teilweise an die GmbH weitergereicht würde um auch dort Löcher zu stopfen. Aber das passiert bestimmt nicht.
Aber gestern konnte ich vom Vorstand nichts lesen wie man beim eV sparen möchte, wenn es dort auch offenbar defizitär war. Kläre mich mal auf. Habe da nichts mitbekommen.
Zitat von: cfcforever am 15.12.2023, 11:46 CETAber gestern konnte ich vom Vorstand nichts lesen wie man beim eV sparen möchte, wenn es dort auch offenbar defizitär war. Kläre mich mal auf. Habe da nichts mitbekommen.
Dann warst du beim von Uwe Juds vorgestellten Finanzplan für 2023/24 vermutlich an der Würstchenbude. Schade.
Aber das eigentlich Schlimme von gestern ist doch wieder und das geht nach Außen!
Der CFC bekommt,egal mit wem, nichts auf die Kette!
Wie immer Durchhalteparolen, Beschwichtigungen und Versprechen!
War wohl noch so überwältigt von der in Aussicht gestellten schwarzen Null.
Zitat von: cfcforever am 15.12.2023, 11:46 CETHätte er vielleicht. Unabhängig davon war das falsch was der Versammlungsleiter gesagt hat. Die MV kann auch über ein Rederecht abstimmen. Wäre eh negativ ausgegangen, aber dennoch unsauber dargestellt. Weiß auch nicht wo das Problem gewesen wäre diesen Bericht von dem vorlesen zu lassen. Geht ja um den Inhalt nicht den Vortragenden. Und Rechenschaftsbericht muss laut Satzung in der MV der Vorstand abliefern. Das ist der aktuelle Vorstand. Eine Pflicht eines zurückgetretenen Vorstand gibt es bloß zur Erstellung bzw. Zuarbeit des Berichts gegenüber der MV. Die Pflicht wurde ja offenbar erfüllt. Aber nenne mir mal die Regelung, wo steht das dies der ehemalige mündlich in der MV zu machen hat. Konnte nix finden.
Wieso gab es also kein Interesse des Präsidiums diesen Bericht gestern vortragen zu lassen. War man mit dem Inhalt nicht einverstanden? Kläre mich mal auf.
Offenbar warst du gestern mehrfach nicht anwesend. Im Rahmen der Satzungsänderungen hättest du bemerken müssen, dass es sich eben nicht um einen "Bericht des Vorstandes" sondern um einen "Rechenschaftsbericht des Vorstands" handelt. Der aktuelle Vorstand legt jedoch keine Rechenschaft für die Tätigkeit des zurückgetretenen Vorstands ab.
Genauso hättest du vertretungsweise den Bericht verlesen können.
Zitat von: cfcforever am 15.12.2023, 12:04 CETWar wohl noch so überwältigt von der in Aussicht gestellten schwarzen Null.
Vermutlich nicht, denn die war erst danach dran.
Korrigiere mich. Der zurückgetretene Vorstand hat doch Rechenschaft abgelegt. Der Rechenschaftsbericht wurde doch erstellt. Oder kam da gestern was anderes rüber?
Wo steht das dieser in der MV mündlich vorzutragen ist. Konnte in der Satzung nix finden.
Warum hast du diese Fragen nicht gestern alle gestellt?
Glaube der Großteil hätte die Zusammenhänge eh nicht verstanden. Und bevor Herr Hildebrand oder Herr Haeder vollkommen unseriös vor der Presse ihre Emotionen wieder freien Lauf lassen, dachte ich mir angesichts der überschaubaren Teilnehmerzahl ist da eh kein Interesse dran. Und man wird auch hier ja sehen, das ich mit meiner Auffassung eh alleine da stehe. Da ist das vertane Mühe.
Aber jetzt wird ja eh alles gut. Wurde von Herrn Hildebrand ja mehrfach das Wort 3. Liga in den Mund genommen. Freu mich schon drauf !!!!
In diesem Sinne...
Nein hat er nicht. Was er aber gemacht hat ist die Gesellschafter geimpft.
So das es faktisch unmöglich ist den Bericht (sollte es einen überhaupt geben) öffentlich darzustellen.
Außer man nimmt eine Klage in Kauf.
Darum waren ja auch gestern die zwei ,,Strohmänner" mit dabei.
Man hat versucht das zu Torpedieren und das man sich hinreißen lässt irgend etwas Dummes zu tun.
Ich bin kein Jurist aber ich glaube das dies für uns schlecht ausgegangen wäre.
Davon mal abgesehen dass wir nach wie vor wohl im Rechtsstreit mit Polster und Arnhold sind. Ergebnis offen .. Von daher wäre das eine Steilvorlage für die Gegenseite.
Hä? Dachte dieser Steuerberater sollte den Bericht vorlesen? Deswegen die Abstimmung über die Zulassung von dem?? Also muss der Bericht ja vorgelegen haben oder nicht?
Habe es so verstanden, dass bloß die vorläufigen Jahresabschlüsse der GmbH nicht vorgetragen werden durften. Nur das hatten die Gesellschafter verhindert
Das ging auch etwas konfus zu mit den Abstimmungen.
Entlastung/ Berichte/ Jahresabschlüsse- getrennt abstimmen.... ? Der Mann neben mir fragte auch was wird jetzt eigentlich nun abgestimmt und was darf nicht vorgelesen werden....
Zitat von: cfcforever am 15.12.2023, 12:59 CETHä? Dachte dieser Steuerberater sollte den Bericht vorlesen? Deswegen die Abstimmung über die Zulassung von dem?? Also muss der Bericht ja vorgelegen haben oder nicht?
Habe es so verstanden, dass bloß die vorläufigen Jahresabschlüsse der GmbH nicht vorgetragen werden durften. Nur das hatten die Gesellschafter verhindert
Quatsch, den Steuerberater hat die Gegenseite vorgeschlagen um in die Zahlen hinein zu Spionieren.
Außerdem war das ein hinterhältiger Seitenhieb gegen die jetzige Clubleitung. Als wären das Dumme Anfänger oder hätten Null Ahnung.
Das durfte er aber eben nicht weil er kein Mitglied ist.
Ich denke die Rechtssprechung ist in solchen Dingen sehr eindeutig.
Von daher schrieb ich ja ... man war nicht Müde das zu Torpedieren um dass man die jetzige Führung aus der Reserve zu Locken.
Wenn du wirklich dabei warst wirst du dies ja auch mitbekommen haben.
Also stell dich bitte hier nicht so dumm. Es war eine Farce und über alle Maßen Grotesk
Es sind doch die Zahlen aus dem Geschäftsjahr wo sie Rechenschaft ablegen müssen. Also wo sie in Verantwortung waren. Also kennen die doch diese Zahlen.
Wieso sollen sie in die eigenen Zahlen spionieren?
Zitat von: Raphael am 15.12.2023, 13:10 CETZitat von: cfcforever am 15.12.2023, 12:59 CETHä? Dachte dieser Steuerberater sollte den Bericht vorlesen? Deswegen die Abstimmung über die Zulassung von dem?? Also muss der Bericht ja vorgelegen haben oder nicht?
Habe es so verstanden, dass bloß die vorläufigen Jahresabschlüsse der GmbH nicht vorgetragen werden durften. Nur das hatten die Gesellschafter verhindert
Quatsch, den Steuerberater hat die Gegenseite vorgeschlagen um in die Zahlen hinein zu Spionieren.
Außerdem war das ein hinterhältiger Seitenhieb gegen die jetzige Clubleitung. Als wären das Dumme Anfänger oder hätten Null Ahnung.
Das durfte er aber eben nicht weil er kein Mitglied ist.
Ich denke die Rechtssprechung ist in solchen Dingen sehr eindeutig.
Von daher schrieb ich ja ... man war nicht Müde das zu Torpedieren um dass man die jetzige Führung aus der Reserve zu Locken.
Wenn du wirklich dabei warst wirst du dies ja auch mitbekommen haben.
Also stell dich bitte hier nicht so dumm. Es war eine Farce und über alle Maßen Grotesk
Man hat gestern gut gesehen wem wirklich der Club am Herzen liegt und wem nicht.
Mehr muss man wirklich nicht mehr sagen.
Zitat von: Marcius91 am 15.12.2023, 13:34 CETMan hat gestern gut gesehen wem wirklich der Club am Herzen liegt und wem nicht.
Mehr muss man wirklich nicht mehr sagen.
Zustimmung!
Nach der gestrigen Mitgliederversammlung möchte ich einige Punkte zur Diskussion stellen. Es ist bedauerlich, dass die Wahl zum Ehrenrat ungültig war und somit keine Veränderung in dieser Position stattfinden konnte.
Besonders besorgniserregend ist jedoch die Tatsache, dass keine Jahresabschlüsse und damit keine Zahlen für das Geschäftsjahr 2022/2023 vorgelegt wurden. Die Mitglieder hatten im Vorfeld die Möglichkeit, die vorläufigen Jahresabschlüsse einzusehen und die kritische Diskussion dazu relativ überschaubar. Die Tagesordnungspunkte 10, 11, 12, 15 und 16, die mit Entlastungen und finanziellen Angelegenheiten verbunden sind, konnten aufgrund fehlender Zahlen nicht behandelt werden. Dies wirft weiterhin Fragen auf.
Auf der positiven Seite möchte ich jedoch den Bericht des Aufsichtsrates hervorheben. Die Betonung von Transparenz und Ehrlichkeit, insbesondere in Bezug auf die Entwicklung des Vereins, ist lobenswert! Es zeigt, dass zumindest auf dieser Ebene ein Bekenntnis zur Offenheit besteht. Die neuen Entscheidungsträger ,,manifestierten in ihren Redebeiträgen den zukünftigen Kurs der Himmelblauen und blickten offen, ehrlich und kritisch auf Fehler und Altlasten der Vergangenheit zurück." Link (https://www.blick.de/chemnitz/cfc-mitgliederversammlung-die-alten-verhindern-einen-neuanfang-artikel13172081)
Bleibt zu hoffen, dass bei kommenden Versammlungen weiterhin Klarheit geschaffen wird und die Mitglieder in die Lage versetzt werden, informierte Entscheidungen wie zu Satzungsänderungen zu treffen. Die aktuell eingeschlagene Richtung wird zweifellos von entscheidender Bedeutung sein.
Kurze Frage zur ominösen schwarzen Null: Ist sie auf dieses Geschäftsjahr 23/24 zu beziehen, oder heißt es, dass die Schulden die vergangene Saison angefallen sind, ebenfalls abgetragen werden?
Mir laufen beim Lesen verschiedene Darstellungen übern Weg...
Wird für 23/24 gemeint sein.
https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-schalte-mv-chemnitzer-fc-100~amp.html
MDR verkündet, dass 700.000€ als Schulden abgebaut würden.
Bei der geringen Teilnahme hätte die MV wie letztes Jahr doch auch im Stadion stattfinden können?!
Zitat von: cfcforever am 15.12.2023, 15:43 CEThttps://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-schalte-mv-chemnitzer-fc-100~amp.html
MDR verkündet, dass 700.000€ als Schulden abgebaut würden.
Eher ein Argument dagegen als dafür ;)
Spaß beiseite... sollte das abgebaut sein, hieße es, wir wären auf diese Saison bezogen äußerst profitabel, sodass bei gleicher Finanzlage für die kommende(n) Saison(s) ein mittlerer sechsstelliger Betrag zur Verfügung stünde für Investitionen/Kader/etc. ??
Daran glaube ich nicht.
Hatte nicht jemand gesagt, wir wären nur "profitabel", weil hohe außerordentliche Erträge in Form von Gesellschafterspenden zugeflossen sind oder vermische ich da was?
Richtig. Es wurde gesagt, dass der Verein bloß ein Plus aufweist wegen einer ,,Sonderspende" der Gesellschafter.
Also kann sich meiner Meinung nur auf den Verein bezogen haben. Für die GmbH können die Gesellschafter ja nicht spenden. Wäre sonst eine verdeckte Einlage. Man könnte bloß an den Verein spenden, und dann das Geld weiterreichen an die GmbH. Wäre das Finanzamt aber definitiv ,,not amused" bei so einer zweckgebundenen Sonderspende!!!😀 aber eigentlich geile Möglichkeit dadurch zur Steuererstattung. 100.000€ als Spende an Verein, davon 80.000€ an GmbH weiterreichen und die Erstattung bleibt quasi beim Verein. Aber ja not allowed!!!!!! ☝🏻☝🏻☝🏻
Also kann sich meiner Meinung nur auf den Verein bezogen haben. Für die GmbH können die Gesellschafter ja nicht spenden. Wäre sonst eine verdeckte Einlage. Man könnte bloß an den Verein spenden, und dann das Geld weiterreichen an die GmbH. Wäre das Finanzamt aber definitiv ,,not amused" bei so einer zweckgebundenen Sonderspende!!!😀 aber eigentlich geile Möglichkeit dadurch zur Steuererstattung.
Ich wäre sehr vorsichtig mit solchen Mutmaßungen. Hier lehnt man sich etwas zu weit aus dem Fenster.
Musst du aber selbst wissen. 😉
Mutmaßungen????? Wo habe ich das jemand unterstellt????? Ich habe geschrieben Möglichkeit. Du glaubst doch nicht, dass jemand so dumm ist und macht das. 🤦🏻�♂️ Das würde ich ganz anderen Klientel in Deutschland zutrauen, aber mit Sicherheit nicht bei unserem Verein. Punkt!!!!! Mehr ist dazu nicht zu sagen.
Das zur eindeutigen Klarstellung!!!
Dann wirf nicht solche Gedankenspiele in den Ring. Oder warum schreibst du das dann extra? Merkst du selber ..oder??
Im übrigen, getroffene Hunde und so .. 🐶
Zitat von: cfcforever am 15.12.2023, 19:16 CETMutmaßungen????? Wo habe ich das jemand unterstellt????? Ich habe geschrieben Möglichkeit. Du glaubst doch nicht, dass jemand so dumm ist und macht das. 🤦🏻�♂️ Das würde ich ganz anderen Klientel in Deutschland zutrauen, aber mit Sicherheit nicht bei unserem Verein. Punkt!!!!! Mehr ist dazu nicht zu sagen.
Das zur eindeutigen Klarstellung!!!
Wann macht mal einer der Moderatoren diesem Gelaber ein Ende?
Oder ist man hier ebenfalls in der ,,Trotz-Ecke"? Darf man, aber dann bitte nicht mehr als ,,Fanpage" auftreten!
Nicht nötig. Bin raus hier ... Sprechen uns zum Saisonende wieder...
Zitat von: cfcforever am 15.12.2023, 20:40 CETNicht nötig. Bin raus hier ... Sprechen uns zum Saisonende wieder...
Sicher können es viele nicht erwarten!
Zitat von: cfcforever am 15.12.2023, 20:40 CETNicht nötig. Bin raus hier ...
Glaube ich nicht. Polster zieht doch nicht ihr U-Boot aus dem Forum ab...
Zitat von: cfcforever am 15.12.2023, 20:40 CETNicht nötig. Bin raus hier ... Sprechen uns zum Saisonende wieder...
DANKE DANKE DANKE
Unser ausführlicher Nachklapp (https://cfc-fanpage.de/archiv/templates/news_detail.php?src=start&nid=8458) zur Mitgliederversammlung.
Charlie S.
Gab es eigentlich irgendwo mal etwas Neues zur Veröffentlichung der Jahresabschlüsse von e. V. und GmbH? Die MV ist mittlerweile eine ganze Weile her, so dass eine kurze Information zum aktuellen Stand langsam wünschenswert wäre (bspw. dass noch geprüft wird oder eine juristische Auseinandersetzung läuft).
Zweite Frage wäre, ob irgendjemand auf der CFC-Webseite das Sitzungsprotokoll der MV gefunden hat, welches laut der Geschäftsordnung spätestens vier Wochen nach der Mitgliederversammlung zu veröffentlichen ist. Das könnte eventuell nach der großen Personalrochade übersehen worden sein, aber vor einer Nachfrage kann ich die Frage ja mal hier in den Raum stellen.
Das Protokoll ist unter dem Menüpunkt MV 2023 ganz oben verlinkt.
Die Zahlen sollen auf einer aoMV veröffentlicht werden, die im 2. Quartal stattfinden soll; ich tippe auf Mai oder Juni.
Glückwunsch Mario, zum Vorsitz im ER. Wie kann eigentlich abgesichert werden, dass die Nachwahl dann gültig ist?
Dankedanke. Vorrangig ging es darum, Eberhard etwas zu entlasten. Die geplatzte Wahl hat ihn schon ziemlich mitgenommen.
Das Problem war aus meiner Sicht die 50-%-Hürde (einfache Mehrheit); das dürfte zumindest bei 7 aus 15 von vornherein kaum funktionieren. Ich denke daher, dass die Wahlordnung geändert werden muss. Die einfachste Lösung wäre (wie zb bei Dynamo Dresden), dass schlicht die sieben Kandidaten mit den besten Ergebnissen gewählt sind. Aber vielleicht gibt es ja noch andere Ideen dazu. Mir schwebt vor, vor der aoMV dazu eine kleine Diskussionsrunde durchzuführen. Wir sind im Moment bei der Terminabstimmung dazu.
Da die Wahlordnung sofort nach Beschlussfassung wirksam ist, könnte diese zu Beginn der aoMV geändert und direkt im Anschluss die Wahl durchgeführt werden - so zumindest derzeit die Idee.
Die gescheiterte Wahl zum Ehrenrat ist für mich mit dem Protokoll ehrlich gesagt nicht nachvollziehbar. Die von Mario Lengtat genannte angebliche "50%-Hürde" besteht auch gar nicht. Ist hier etwas fehlinterpretiert worden? Zu meiner Herleitung dieses Verdachts:
Unter Tagesordnungspunkt 5 wird von 314 Stimmberechtigten gesprochen. Laut Wahlordnung ist eine einfache Mehrheit erforderlich, was per Definition (https://www.bundestag.de/services/glossar/glossar/M/mehrheit-einfache-869668) nur bedeutet, dass mehr Ja- als Nein-Stimmen vorliegen müssen, ohne Berücksichtigung der nicht abgegebenen oder ungültigen Stimmen. Selbst im unwahrscheinlichen Fall, dass alle 314 Mitglieder gültig abgestimmt hätten, hätten 158 Stimmen auf jeden Fall gereicht (weil dann nicht mehr als 156 Nein-Stimmen abgegeben werden können). Wieso steht dann unter TOP 18, dass 254 erreichte Stimmen notwendig gewesen wären? Dazu hätten 507 Mitglieder anwesend sein müssen und allesamt gültig abstimmen müssen, was wohl ausgeschlossen werden kann.
Hier stimmt doch irgendetwas nicht. Ich kann mir noch nicht einmal vorstellen, dass irgendeiner der ehrenwerten bis unbekannten Kandidaten soviel Ablehnung erfahren haben soll, dass er mehr Nein- als Ja-Stimmen auf sich zieht. Entweder habe ich ein dickes Brett vor dem Kopf, oder die Wahl war doch gültig. Dann könnte man den Ehrenrat sofort einsetzen.
Uups, da hat sich im Protokoll der Fehlerteufel eingeschlichen; das muss da 154 heißen (siehe auch Liveticker). Ich leite es mal weiter zur Berichtigung.
Die 50-%-Hürde sehe ich aber weiter. Einfache Mehrheit heißt auch hier, wie bei allen anderen Beschlüssen auch (außer Satzungsänderungen etc, da braucht es qualifizierte Mehrheit, also 75 %), dass 50% + 1 Stimme nötig sind. Ist aber, da es nur in der Wahlordnung geregelt ist, leicht änderbar.
Ich bin mir hundertprozentig sicher, dass "einfache Mehrheit" keine 50 % erfordert. In dem schon vorhin gebrachten Link aus dem Deutschen Bundestag steht sogar ausdrücklich bei der Definition der einfachen Mehrheit: "Theoretisch könnte der Bundestag eine Entscheidung mit zwei Ja-Stimmen gegen eine Nein-Stimme bei sonstigen Enthaltungen treffen." Und der Bundestag sollte es ja wohl wissen, denn Abstimmungen dort haben Gesetzeskraft!
Was du offensichtlich im Hinterkopf hast, ist die absolute Mehrheit (https://www.bundestag.de/services/glossar/glossar/M/mehrheit-absolute-869670): "Bei der sogenannten absoluten Mehrheit (Mehrheit der Mitglieder des Bundestages) muss das Abstimmungsergebnis um mindestens eine Stimme über der Hälfte aller Abgeordneten liegen." Die ist selbst dort aber nur bei wirklich weltbewegenden Fragen wie einem Misstrauensvotum erforderlich.
Ich würde dringend darum bitten, sich hier notfalls juristisch beraten zu lassen und dieses Missverständnis ausräumen zu lassen. Ich habe eben auch offiziell die angebliche Nichtigkeit des Wahlergebnisses angefochten, was zweifellos auch innerhalb der satzungsgemäßen Frist erfolgt ist (ich hatte vor meinem Beitrag auf der von Dir verlinkten Seite geschaut). Ich hoffe auf eine schnelle und reibungslose Klärung.
Ok, wir stehen nicht wirklich im Widerspruch zur Definition des Bundestages. Auch bei uns könnte ein Beschluss mit 2 gegen 1 Stimme durchgehen, wenn nur 3 Mitglieder anwesend sind. Und die Definition aus der Quelle lautet: ,,Die einfache Mehrheit ist die Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen, das heißt, es werden mehr Ja- als Nein-Stimmen abgegeben." Also eine Mehrheit, d.h. 50%+1 der gültigen Stimmen, wie bei jeder anderen Abstimmung auch (außer qualifizierte Mehrheit). Eine absolute Mehrheit würde bei uns 50%+1 aller Mitglieder bedeuten; haben wir in der Satzung aber auch nirgends geregelt.
Der Unterschied bei der Wahl bestand nur darin, dass es da keine ,,echten" Nein-Kreuze gibt. Nicht gewählt ist aber quasi auch ein ,,Nein". Auch hier braucht es demnach die Mehrheit der Anwesenden als Ja-Stimme.
Die Dynamo-Variante verzichtet dagegen auf Mehrheiten; dort heißt es schlicht: ,,Die Kandidaten mit den meisten Stimmen übernehmen ihr Ehrenamt ...". Eine solche Regelung könnte auch bei uns zu einer einfachen Lösung führen.
Vielleicht haben wir unser Missverständnis nun ausgeräumt. Dann könnte evtl. auch die Anfechtung zurückgenommen werden. Ansonsten wird sich der Vorstand - ggf. Zusammen mit dem Wahlausschuss - damit befassen müssen. Fristenthema hab ich jetzt noch nicht gecheckt.
Ich hätte ehrlich gesagt auch gezweifelt, wenn der Leiter der Wahl-Kommission das falsch bekanntgegeben hätte. Und klar hätte alles besser kommuniziert werden können.
Zitat von: ML67 am 08.02.2024, 08:13 CETDer Unterschied bei der Wahl bestand nur darin, dass es da keine ,,echten" Nein-Kreuze gibt. Nicht gewählt ist aber quasi auch ein ,,Nein". Auch hier braucht es demnach die Mehrheit der Anwesenden als Ja-Stimme.
Damit wird das Problem klarer. Ich konnte nicht an der MV teilnehmen, verstehe die Aussage oben aber so, dass man praktisch nur die genehmen Kandidaten ankreuzen konnte. Dann hatte man meinetwegen die Hälfte der Personen angekreuzt, und überall wo kein Kreuz war, wurde das als Nein-Stimme gewertet? Und eine andere Möglichkeit der Ablehnung gab es nicht? Daraus muss man auf jeden Fall schon mal die Lehre ziehen, zukünftige Personenwahlen mit eindeutigen Stimmzetteln durchzuführen, auf denen man auch eine Ablehnung und Enthaltung zum Ausdruck bringen kann (bzw. die Interpretation von fehlenden Kreuzen als Enthaltung klargestellt wird).
Bei so einem Wahlzettel kreuzen die Mitglieder logischerweise ihre Favoriten an, die sie gerne im Aufsichtsrat sehen würden. Das heißt aber niemals, dass sie einen nicht angekreuzten Kandidaten keinesfalls im Ehrenrat sehen wollen, nur weil sie von dem vielleicht noch nie etwas gehört haben. Sie können aber auch nicht einfach überall ein Kreuz machen, weil sie dann ihre Favoriten ja nicht bevorzugen. Ein fehlendes Kreuz bei einem Kandidaten kann deshalb nur als Enthaltung, nicht aber als Ablehnung gewertet werden! Auch ein BGH-Urteil (https://research.wolterskluwer-online.de/document/c7bb3b0f-aabc-4a30-be8d-eca981945cb4) und vor allem dessen Begründung gehen nach meinem zweifellos laienhaften Verständnis stark in die Richtung, dass eine Interpretation einer nicht geäußerten Meinung als Nein-Stimme falsch ist.
Wenn ich Deinen Beitrag richtig interpretiere, verkompliziert das die Einschätzung ein bisschen. Da sich die Nichtigkeit der Wahl dann aber aus der extrem fraglichen Interpretation von fehlenden Kreuzen als Nein-Stimmen ergeben würde, während sie praktisch Enthaltungen darstellen, würde ich dann erst recht an meiner Anfechtung festhalten.
Und mal ehrlich: Das einzige Problem ist doch, dass kein Ehrenrat gewählt wurde. Offensichtlich ist die Herleitung der Anzahl der Nein-Stimmen höchst fraglich. Was spricht denn dagegen, den Ehrenrat einfach einzusetzen und das mit einer Neubewertung des mit den Stimmzetteln zum Ausdruck gebrachten Wählerwillens zu begründen (hoffentlich nicht der Gesichtsverlust)? Das wäre juristisch nicht angreifbar, und würde auch garantiert von niemandem angegriffen. Der Verein wäre wieder funktionsfähig, und die Ehre der Kandidaten wäre wiederhergestellt. Die müssen sich doch nach der angeblichen Ablehnung fürchterlich vorkommen, dabei wurde die nur aus einer um drei Ecken gedachten Interpretation der Stimmzettel hergeleitet.
Der Wahlverantwortliche hätte die MV besser aufklären müssen. Die Bedenken kann ich nachvollziehen. Danke für den Ausflug in die Rechtsgeschichte - aktuelle höchstrichterliche Rechtsprechung ist die BGH-Entscheidung sicher nicht.
P.S. Auch wenn die Regelung der Wahlordnung sicher ein Hauptproblem gewesen war.
LarsL Ok, ich hab deinen Punkt verstanden und du hast möglicherweise auch einen Schwachpunkt in meiner Argumentation getroffen: Juristen werden sich wohl schon darüber streiten können, wie man die fehlenden Stimmen bewertet. Völlig unstrittig ist, dass Enthaltungen nicht berücksichtigt werden; von daher ist das BGH-Urteil schon weiterhin gültig.
Da du nicht da warst, mal kurz zum Wahlzettel. Auf diesem waren Ankreuzmöglichkeiten für alle 14 Kandidaten (Dr. Langer hatte vorab zurückgezogen) enthalten, von denen man mindestens einen, maximal sieben auswählen, d.h. ankreuzen durfte. Die Option "Enthaltung" oder ausdrückliches "nein" gab es nicht, was nach meiner Kenntnis bei solchen Auswahlverfahren aber auch absolut üblich ist. Viele Mitglieder haben nun tatsächlich nur ein oder zwei Kreuzel gesetzt. Und da bin ich der Meinung des Wahlausschusses, dass sich diese Mitglieder nicht enthalten, sondern an der Wahl beteiligt haben. Es wurde zumindest jeweils eine Wahl getroffen, wen man drin haben will. Die Entscheidung, weniger Kandidaten als möglich zu wählen, ist in meinen Augen auch eine aktive Wahlentscheidung und keine Enthaltung (ich hab dann die anderen möglichen Kandidaten nicht gewählt, d.h. abgelehnt - der Grund dafür [schlicht "kenn ich nicht" oder "trau ich dem nicht zu"] ist nicht nachprüfbar und in meinen Augen auch unerheblich). Somit waren alle Zettel zu bewerten, die zumindest ein Kreuzel enthielten. Enthaltungen sind dann nur die, die sich gar nicht beteiligen. Und das heißt dann, dass der Kandidat die einfache Mehrheit (50% +1 Stimme) aller wirksam abgegebene Stimmen brauchte. Das haben nur 4 Kandidaten geschafft, damit war die Wahl ungültig.
Und ja, man hätte die Problematik ggf. noch mehr oder besser kommunizieren können. Da nehme ich den Wahlausschuss aber etwas in Schutz: es war die allererste richtige Wahl, solange ich Mitglied bin; es gab keinerlei Erfahrungswerte, nur die Vorgabe aus der Wahlordnung. Und genau da liegt das Problem, denn ist von vornherein mathematisch unmöglich, dass bei 15 (oder auch nur 14) Kandidaten 7 davon eine einfache Mehrheit erzielen können.
Ich finde diesen Weg auch sauberer - lieber keine Wahl als eine fragwürdige und damit angreifbare. Wir wissen jetzt zumindest, dass die Wahlordnung angepasst werden muss. Jetzt ging es "nur" um den Ehrenrat; das betrifft die Handlungsfähigkeit des Vereins eher weniger. Bleiben die bisherigen Ehrenräte eben paar Wochen länger im Amt als gewollt und es wird neu gewählt, möglichst nach einem klareren Verfahren. Da bin ich auch eher pragmatisch veranlagt als ggf. langwierig eine abschließende juristische Entscheidung zu bekommen.
Ich hab mir inzwischen auch die Thematik Anfechtung mal etwas angeschaut. Vorweg: ich bin kein ausgewiesener Vereinsrechtler. Allerdings haben die Auseinandersetzungen der letzten Jahre (Insolvenz etc.) und meine Rolle dabei schon dazu geführt, dass ich bissel in das Rechtsgebiet einsteigen musste. Zum Thema: wir haben in der Satzung hierzu nichts geregelt. Wird man sehen müssen, wie der Vorstand darauf reagiert, ggf. kann es auch ein Fall für den Ehrenrat werden - der hat dann aber keine Entscheidungsbefugnis, sondern kann nur eine Schlichtung versuchen. Im Extremfall müsstest du klagen. Ich wäre hier für ein gemeinsames Gespräch zu begeistern. Das Problem haben wir bzw. eher du aufgedeckt. Wir haben dazu bislang unterschiedliche Auslegungen. Jetzt wäre zu überlegen, was hilft dem Verein am Besten, auch wegen des Zeitaspekts. Und da bin ich bei ner schnellen Änderung der Wahlordnung und Neuwahl. Dabei haben wir außerdem die Möglichkeit, die Wahl besser vorzubereiten, d.h. insbesondere den unbekannteren Kandidaten bessere Möglichkeiten der Vorstellung einzuräumen als zuletzt.
Aber wie gesagt, ist alles nur meine persönliche Meinung; ich muss dazu ja erstmal nix entscheiden.
Die von Dir gewünschte Änderung der Wahlordnung, dass die Kandidaten mit den meisten Ja-Stimmen gewählt worden sind, ist nicht bis zu Ende gedacht. Es sollte bei jeder demokratischen Wahl selbstverständlich sein, dass ein Kandidat auch eine einfache Mehrheit erreichen muss. Ansonsten könnte das nämlich zu absurden Konstellationen führen. Mal am Beispiel:
Der Ehrenrat einigt sich auf Kandidaten für die Aufsichtsratswahl, die einen guten Eindruck machen, sich dann aber vor der Wahl geschlossen dazu bekennen, dass sie sofort nach ihrer Ernennung Romy Polster zur Präsidentin machen werden, und der CFC bis ins Jahr 2099 gültige Verträge über die Lieferung von hundert Tonnen Schlachtabfällen pro Jahr abschließen wird. Die Mitglieder sind empört und lehnen die Kandidaten einstimmig ab. Weil die sich aber logischerweise selbst gewählt haben, sind sie mit einem Wahlergebnis von 7 Ja- zu 400 Nein-Stimmen gewählt worden - denn sie haben die "meisten Ja-Stimmen".
Es gibt überhaupt keinen Grund die Wahlordnung anzupassen! Es gab nur Probleme mit den Wahlzetteln bzw. der Interpretation der Ergebnisse. Und das ist für die nächste Wahl ganz einfach lösbar, indem man auf den Zettel auch personenbezogen seine Ablehnung oder Enthaltung zum Ausdruck bringen kann und darauf zudem klargestellt wird, dass fehlende Eintragungen bei einem Kandidat auf exakt diesen Kandidaten bezogen als Enthaltung gewertet werden.
Gut, hoffen wir mal, dass die Anfechtung durchgeht. Eine Klage gegen den CFC ist das Allerletzte, worauf ich Lust habe. Die Satzung lässt dazu aber nur eine sehr kurze Frist von einem Monat nach Veröffentlichung des Protokolls, und ich weiß nicht einmal, ob die Zeit für die nötigen Schritte überhaupt noch ausreicht. Eine Schlichtung ist dadurch leider ausgeschlossen.