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PK zur Regionalligareform, heute 11 Uhr

Begonnen von Charlie S., 12.02.2025, 10:11 CET

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Welche Option für die Aufstiegsregelung haltet ihr am sinnvollsten?

4 Ligen, Einteilung nach Himmelsrichtungen & sinnvolle Zuordnung
13 (65%)
5 Ligen, Aufstiegsrelegation "Jeder gegen jeden"
0 (0%)
4 Ligen, 3. Liga 22 Teams, Eigene Liga für U23-Teams
7 (35%)

Stimmen insgesamt: 20

Umfrage geschlossen: 22.02.2025, 20:49 CET

Maul

Zitat von: Franz am 26.03.2026, 13:39 CETNur das Kompassmodell kommt für den Nordosten in Frage.
Alles andere ist kontraproduktiv, siehe auch hier https://liga3-news.de/2026/03/25/regionalliga-im-streitmodus-reformdebatte-eskaliert-erneut/
Der Sportchef von Halle Daniel Meyer hatte vorige Woche in einem Interview auch etwas zur Aufstiegsregelung zur dann neuen Rl gesagt. Der Norden und die Bayern wollen dann, dass in die neuen Staffeln jeweils 3 Mannschaften aus ihrem Gebiet aber jeweils nur einer aus dem Nordosten aufsteigen soll. Das ist der Gipfel der Sauerei.
Was auch überhaupt nicht thematisiert wird, ist, dass aus der derzeitigen bayrischen Dorfliga fast keiner aufsteigen will. Nürnberg II hat für dieses Jahr schon gesagt, dass sie verzichten, Unterhaching kämpft noch ums Geld. Ohne Unterstützung des FCB gehen dort auch bald die Lichter aus. Im Westen ist das ja auch nichts Seltenes. Aber das interessiert die Regionalfürsten nicht. Sie wollen an ihren Privilegien festhalten.

Danke für das Detail. Das ist dann im Grunde die Weiterreichung des aktuellen Flaschenalhalses in die OL

Roger Jahn

Wie immer:
"Im Westen nichts Neues"
Nur Arschlöcher und Selbstdarsteller!

Karino

War doch zu erwarten,die Herrn um Frymuth denken doch nur an ihren Machterhalt.

Lars

Wenn man das ganze mal durchspielt, wäre meines Erachtens auch das Regionenmodell zwar ungerecht, zumindest für den Großteil der am Aufstieg interessierten Ostvereine aber nicht wirklich inakzeptabel - wenn man davon ausgeht, dass man entsprechend der jetzigen Oberligastruktur Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt mit Bayern vereinigt. Das würde ganz gut passen, weil aktuell genau die Hälfte der 18 Nordost-Regionalligisten aus diesen Bundesländern kommt. Mit 18 Vereinen aus Bayern müsste man dann wohl mindestens im ersten Jahr eine Liga mit 20 Plätzen machen, damit nur jeweils drei bis vier Vereine die Qualifikation verpassen. Eventuell wäre sogar ein Übergangsjahr mit 22 Vereinen möglich.

Bei diesem Szenario würden die attraktivsten Ostduelle weiter stattfinden, vom Rest würde man nur den BFC Dynamo und Babelsberg ein kleines bisschen vermissen. Für die Vereine aus Berlin, Brandenburg und MV erscheinen die weiteren Wege und uninteressanten Gegner wie eine Katastrophe, aber im Gegenzug hätten sie gegen die Nordvereine vielleicht sogar eine bessere Aufstiegschance als in der jetzigen Staffel gegen die großen Traditionsvereine, vor allem natürlich durch den Wegfall der Relegation.

Die Vereine aus dem Süden des Nordostens sollten dann das Selbstbewusstein haben, sich gegen die bayrischen Dorfvereine durchsetzen zu können und mittelfristig mehr Plätze in der neuen Liga einzunehmen, weil sie mehrheitlich bayrische Mannschaften zum Abstieg zwingen.

Fazit: Man sollte nicht vergessen, dass das alles entscheidende Problem die Relegation ist. Wenn man die nur mit dieser ungerechten Lösung wegbekommt, dann wäre das immer noch ein großer Fortschritt zum Status Quo.

Pasa

#49
Zitat von: Lars am 26.03.2026, 20:07 CETWenn man das ganze mal durchspielt, wäre meines Erachtens auch das Regionenmodell zwar ungerecht, zumindest für den Großteil der am Aufstieg interessierten Ostvereine aber nicht wirklich inakzeptabel - wenn man davon ausgeht, dass man entsprechend der jetzigen Oberligastruktur Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt mit Bayern vereinigt. Das würde ganz gut passen, weil aktuell genau die Hälfte der 18 Nordost-Regionalligisten aus diesen Bundesländern kommt. Mit 18 Vereinen aus Bayern müsste man dann wohl mindestens im ersten Jahr eine Liga mit 20 Plätzen machen, damit nur jeweils drei bis vier Vereine die Qualifikation verpassen. Eventuell wäre sogar ein Übergangsjahr mit 22 Vereinen möglich.

Bei diesem Szenario würden die attraktivsten Ostduelle weiter stattfinden, vom Rest würde man nur den BFC Dynamo und Babelsberg ein kleines bisschen vermissen. Für die Vereine aus Berlin, Brandenburg und MV erscheinen die weiteren Wege und uninteressanten Gegner wie eine Katastrophe, aber im Gegenzug hätten sie gegen die Nordvereine vielleicht sogar eine bessere Aufstiegschance als in der jetzigen Staffel gegen die großen Traditionsvereine, vor allem natürlich durch den Wegfall der Relegation.

Die Vereine aus dem Süden des Nordostens sollten dann das Selbstbewusstein haben, sich gegen die bayrischen Dorfvereine durchsetzen zu können und mittelfristig mehr Plätze in der neuen Liga einzunehmen, weil sie mehrheitlich bayrische Mannschaften zum Abstieg zwingen.

Fazit: Man sollte nicht vergessen, dass das alles entscheidende Problem die Relegation ist. Wenn man die nur mit dieser ungerechten Lösung wegbekommt, dann wäre das immer noch ein großer Fortschritt zum Status Quo.

Na da, warum noch für das Kompassmodell kämpfen...? Das Regionenmodell ist alleine schon deshalb abzulehnen, weil es das finanzielle Ungleichgewicht innerhalb der Regionalligen noch erhöhte. Es ist denke ich unbestritten, dass das NOFV-Gebiet in der Breite wirtschaftlich noch immer weniger Potential bietet als es im Westen der Fall ist. Und dann sollen diese Vereine einen nochmal höheren Anteil ihres Budgets für Reisekosten ausgeben, während man in der RL West wie schon mal salopp formuliert jedes zweite Auswärtsspiel mit der S-Bahn fahren kann? Das ist akzeptabel?

Und was die Planung betrifft: da kann es schon im ersten Jahr den großen Haken geben. Ich würde mal eher davon ausgehen, dass es bei der 18er-Staffelstärke bleibt, was fairerweise (obwohl man den Begriff hier lieber nicht nutzen sollte) bedeuten würde, dass sich aus den jeweiligen RL Nord, Bayern und Nordost jeweils die ersten 12 der 18 Clubs qualifizieren würden. Was machst du, wenn von den 12 Vereinen zufällig 8 aus dem Norden und 4 aus dem Süden sind?

Franz


Rabensteiner

Zitat von: Franz am 27.03.2026, 19:04 CETWer dem Regionenmodell etwas Positives abgewinnt, sollte sich das folgende unbedingt durchlesen.

https://www.bild.de/sport/fussball/zoff-um-regionalliga-reform-so-fatal-waere-dieses-modell-fuer-viele-klubs-69c67755b88efea973b3fa63

Zitat von: Franz am 27.03.2026, 19:04 CETWer dem Regionenmodell etwas Positives abgewinnt, sollte sich das folgende unbedingt durchlesen.

https://www.bild.de/sport/fussball/zoff-um-regionalliga-reform-so-fatal-waere-dieses-modell-fuer-viele-klubs-69c67755b88efea973b3fa63

Also ganz ehrlich,ich kann das nicht mal in Wort fassen wie sauer mich das macht!                   Es gibt mittlerweile soviel was mich am modernen Fussball anwidert und sowas schlägt für mich einfach dem Fass den Boden aus (ist einfach ein Spiegelbild unserer Gesellschaft). Hab echt kein bock mehr... Sehen uns morgen im Stadion.

Blueberry

Es wird eine Veränderung geben, ich hoffe und tendiere stark auf das Kompassmodell.

Alles andere wäre inakzeptabel!

Sky Blues

Die Diskussion um die Reform der Regionalliga ist längst überfällig und herrschender Meinung nach führt aktuell kein Weg am sogenannten Kompassmodell vorbei. Das größte Problem im derzeitigen System ist die mangelnde Durchlässigkeit. Fünf Regionalligen, aber nicht für alle Meister ein direkter Aufstiegsplatz, das sorgt seit Jahren für Frust, Wettbewerbsverzerrung und letztlich auch für fehlende Akzeptanz bei Vereinen und Fans. Es kann schlicht nicht sein, dass sportlicher Erfolg nicht automatisch belohnt wird. Genau hier setzt das Kompassmodell an. Durch eine klarere, strukturierte Einteilung der Ligen und eine faire Regelung für Auf- und Abstieg schafft es deutlich mehr Gerechtigkeit. Jeder Meister hätte endlich die gleiche Ausgangslage, und der sportliche Wettbewerb würde wieder in den Mittelpunkt rücken. So, wie es eigentlich sein sollte. Ein weiterer Vorteil ist die bessere Planbarkeit für die Vereine. Weniger Unsicherheit bedeutet auch mehr Stabilität, sowohl sportlich als auch wirtschaftlich. Gerade für kleinere Clubs ist das ein entscheidender Faktor.
Natürlich ist kein Modell perfekt, und auch das Kompassmodell wird nicht alle Probleme lösen. Aber im Vergleich zum aktuellen Zustand ist es ein klarer Fortschritt. Es bringt mehr Fairness, mehr Transparenz und stärkt die Glaubwürdigkeit des Ligasystems insgesamt. Es wird und muss zwingend eine Veränderung geben, dann bitte in Richtung Kompassmodell. Alles andere wäre nur ein weiteres Herumdoktern am bestehenden Problem.