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PK zur Regionalligareform, heute 11 Uhr

Begonnen von Charlie S., 12.02.2025, 10:11 CET

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Welche Option für die Aufstiegsregelung haltet ihr am sinnvollsten?

4 Ligen, Einteilung nach Himmelsrichtungen & sinnvolle Zuordnung
13 (65%)
5 Ligen, Aufstiegsrelegation "Jeder gegen jeden"
0 (0%)
4 Ligen, 3. Liga 22 Teams, Eigene Liga für U23-Teams
7 (35%)

Stimmen insgesamt: 20

Umfrage geschlossen: 22.02.2025, 20:49 CET

alter_sack

Zitat von: jb am 17.08.2025, 07:25 CESTNur so am Rande, die Chemiker aus dem Leutzscher Holz bspw. beharren ja auf ihrem Amateurstatus - und hätten dann in einer solchen Liga nichts zu suchen.

Das ist auch kein Thema, dass Vereine mit teilweise oder vollem Amateurstatus nicht in eine 4. Liga aufsteigen dürften. Ich finde nur, dass im deutschen Fußball genügend Potential für eine zweigleisige 4. Liga vorhanden ist. Wir müssen uns da nicht hinter England (wie - glaube - von Charlie S. angesprochen) verstecken. Und ich denke weiter - wenn hoffentlich bald mal mehr Vereine aus der NO nach oben aufsteigen und die Regio damit zunehmend unattraktiv würde, wäre es für die verbleibenden Profivereine wirtschaftlich kritisch. Der im Moment sehr positive Trend beim CFC, auch in Bezug auf Zuschauer, kann auch mal wieder rückwärts gehen. Natürlich ist eine 4. Liga allein kein Garant, aber eine sicher stabilere Basis. Im Moment hoffen alle größeren Vereine der NO sich selbst dauerhaft in der 3. Liga etablieren zu können. Das ist aber leider zahlenmäßig nicht möglich.
Aber ja, ist meine Meinung.

alter_sack

Ich denke auch daran, als wir von der 2.Liga in die Regio abgestiegen sind. Das war ein riesiger Fall nach unten. Unsere Freunde von der Sowjetisch-Deutschen-Aktiengesellschaft SDAG sind da in der neu gegründeten 3. Liga vergleichsweise weich gefallen. Ein Unterschied, der bis heute nachwirkt. Inzwischen sind aber so viele starke Vereine und Betriebssportgemeinschaften oben dazu gekommen. Inzwischen ist der Unterschied zur 3. Liga mindestens so groß wie damals zur 2., eher noch größer.

Marcius91

Zitat von: alter_sack am 17.08.2025, 17:36 CEST
Zitat von: jb am 17.08.2025, 07:25 CESTNur so am Rande, die Chemiker aus dem Leutzscher Holz bspw. beharren ja auf ihrem Amateurstatus - und hätten dann in einer solchen Liga nichts zu suchen.

Das ist auch kein Thema, dass Vereine mit teilweise oder vollem Amateurstatus nicht in eine 4. Liga aufsteigen dürften. Ich finde nur, dass im deutschen Fußball genügend Potential für eine zweigleisige 4. Liga vorhanden ist. Wir müssen uns da nicht hinter England (wie - glaube - von Charlie S. angesprochen) verstecken. Und ich denke weiter - wenn hoffentlich bald mal mehr Vereine aus der NO nach oben aufsteigen und die Regio damit zunehmend unattraktiv würde, wäre es für die verbleibenden Profivereine wirtschaftlich kritisch. Der im Moment sehr positive Trend beim CFC, auch in Bezug auf Zuschauer, kann auch mal wieder rückwärts gehen. Natürlich ist eine 4. Liga allein kein Garant, aber eine sicher stabilere Basis. Im Moment hoffen alle größeren Vereine der NO sich selbst dauerhaft in der 3. Liga etablieren zu können. Das ist aber leider zahlenmäßig nicht möglich.
Aber ja, ist meine Meinung.


Eine 2 Gleisige 4.Liga wäre erstmal keine bessere stabile Basis, vielleicht in 20 Jahren, denn eine 4.Liga hätte mit den selben Problemen wie die 3.Liga zu kämpfen.
Eh man mal vernünftige TV Gelder erwirtschaftet werden die Ausgaben fürs erste für alle Vereine einer möglichen 4.Liga steigen.
Darin sehe ich ein großes Risiko, schaue dir die 3.Liga an, kaum ein Verein kann sich auf Dauer dort halten.
Es geht entweder abwärts in die Regionalligen oder man geht mit Risiko in die 2.Bundesliga.
Schaue dir den Schacht an, der ums finanzielle Überleben kämpft.
Oder man hat halt Investoren an seiner Seite, aber selbst das ist in den meisten Fällen nicht von Dauer.
Die 3.Liga ist nach wie vor ein Vereinsfresser...bzw Totengräber.

Maul

Hängt noch wer permanent an den Medien und wartet hier auf eine Wasserstandsmeldung?

Pasa

Zitat von: Maul am 25.03.2026, 18:27 CETHängt noch wer permanent an den Medien und wartet hier auf eine Wasserstandsmeldung?

Hier ist sie auch schon. Allerdings kann ich nicht wirklich behaupten, überzeugt zu sein. Dass eine der Lösungen sein soll, die alte Leier von der Aufteilung der mit Abstand interessantesten Staffel zu wiederholen (ohne dass sich Westen und Südwesten auch nur einen Zentimeter bewegt hätten), bereitet mir ehrlich gesagt große Bauchschmerzen.

Himmelblau

Sehe ich auch so. Die werden auch für diese Variante sein. Für sie ändert sich nichts. Mich würde interessieren wie die finale Entscheidung fällt. Einstimmig oder Mehrheitsbeschluss.

Lars

Das muss man wohl als bittere Niederlage betrachten. Wenn man zwei Vorschläge hat, hat man gar kein Ergebnis. Die selbstherrlichen, asozialen Regionalfürsten haben damit alle Möglichkeiten, das Thema weiter zu zerreden. Dass die dümmste aller Varianten mit zwei Staffeln zwischen der dänischen und österreichischen Grenze ernsthaft debattiert werden soll, ist absurd. Irgendwann muss wohl ein Machtwort vom DFB her.

tommyschmidt

Für mich ist die Tatsache, dass nicht über die sogenannten zweiten Mannschaften der Proficlubs verhandelt wird, die größte Enttäuschung. Denn bis auf die Nachwuchsmannschaften von Bayern II und Dortmund II interessiert keinen die Mitwirkung dieser "Reserven" in 3. und 4. Liga. Streicht man diese Wettbewerbsverzerrer (2 in Liga 3 und 19 in der RL), kann man sogar noch freie Plätze in 4 Staffeln verteilen.

EubaForces

Eigentlich sollte das Kompass-Modell der klare Favourit der meisten Vereine sein. Wenn man aus dem Blickwinkel "Fairness" beide Varianten betrachtet, müsste man die 2. Variante als absurd bewerten.

Maul

- Übergangsspielzeit 27/28? Da hatte man doch ein Jahr eher gehofft?

Ansonsten bin ich mir nicht sicher, ob man das so pessimistisch betrachten soll. Der Westen ist jetzt schon recht gespalten. Norden und Bayern würden im zweiten Modell einseitig Verschlechterungen (Reisekosten, Dorfvereine die sich auf böse Osthorden einstellen müssen) hinnehmen.

Dass dieser Vorschlag existiert, lässt tief blicken.
Sollte Nordost zerschlagen werden hätte selbst das einen Vorteil: Würde dieser Haufen an ambitionierten Nordostvereinen auf zwei Staffeln verteilt werden, so kann man sich schneller wieder in der 3. Liga einfinden. Sollen Buchbach und Hankofen sich mal bereit machen und schonmal die ein Reisebüro suchen.

Fraglich bleibt natürlich, wieviel Basisdemokratie unter "Einholung eines Stimmungsbildes" zu verstehen ist und mit Stimmenenthaltungen eine Mehrheit getrickst werden kann.

PaulPanzer

Zitat von: Maul am 26.03.2026, 04:52 CETSollte Nordost zerschlagen werden hätte selbst das einen Vorteil: Würde dieser Haufen an ambitionierten Nordostvereinen auf zwei Staffeln verteilt werden, so kann man sich schneller wieder in der 3. Liga einfinden. Sollen Buchbach und Hankofen sich mal bereit machen und schonmal die ein Reisebüro suchen.

Naja wo sollte denn da der Strich gezogen werden im Osten für den Norden?
Und bei dem Regionenmodell sollen dann nur 3 Staffeln bluten (denn hier müssten ja einige rausfallen) und West und Südwest machen wie gewohnt (und zusätzlich ohne Absteiger) weiter? Ne das sehe ich absolut nicht als Lösung an!

Pasa

Zitat von: PaulPanzer am 26.03.2026, 09:03 CETNaja wo sollte denn da der Strich gezogen werden im Osten für den Norden?
Und bei dem Regionenmodell sollen dann nur 3 Staffeln bluten (denn hier müssten ja einige rausfallen) und West und Südwest machen wie gewohnt (und zusätzlich ohne Absteiger) weiter? Ne das sehe ich absolut nicht als Lösung an!

Das ist der Punkt. Der Vorschlag wurde vermutlich als Fundamentalopposition durchgedrückt, so nach dem Motto "Entweder wir stellen beide zur Wahl oder an der Stelle ist Schluss" und weit entfernt von "es müssen sich alle etwas bewegen". Während West (gefühlt die halbe Liga Zweitvertretungen oder letzte Saison insolvent gegangen) und Südwest (Zuschauermagnet, am WE kamen satte 75 !!! Zuschauer zu Schott Mainz gegen Walldorf) also weiterwurschteln sollen, soll der Rest wieder sehen wie er kommt.

Während sich beim Kompassmodell 14 der jeweiligen 18 Regionalligisten für die neue Liga qualifizieren, wird es Nord, Bayern und Nordost im Regionenmodell härter treffen. Von zwei 18er-Staffeln ausgehend, müssten genauso viele Clubs runter - also 6 pro Staffel. Und eigentlich sollten in den Staffeln nach meinem Verständnis auch halbwegs gleiche Bedingungen herrschen, was schwierig wird, wenn in einer Staffel Strecken von teilweise 500-600 km (eine Strecke!) zu absolvieren sind, während du im Westen gefühlt jedes Auswärtsspiel mit der S-Bahn fahren kannst. Spannend wird im Regionenmodell auch, wie das Aufstiegsrecht aus der Oberliga geregelt werden soll.

PaulPanzer

@ Pasa ich hoffe das sich die Vereine der Nordost mit allen Mitteln dagegen wehren! Das Kompassmodell ist mMn schon relativ gerecht! Wobei es auch hier den Osten hart in der Quali-Saison treffen könnte und paar Schwergewichte absteigen können. In den anderen Ligen gehen dann paar "Dorfmannschaften" runter wo es für die Vereine praktisch egal ist wo die spielen, da die keine Ambitionen für höheres haben.

Franz

Nur das Kompassmodell kommt für den Nordosten in Frage.
Alles andere ist kontraproduktiv, siehe auch hier https://liga3-news.de/2026/03/25/regionalliga-im-streitmodus-reformdebatte-eskaliert-erneut/
Der Sportchef von Halle Daniel Meyer hatte vorige Woche in einem Interview auch etwas zur Aufstiegsregelung zur dann neuen Rl gesagt. Der Norden und die Bayern wollen dann, dass in die neuen Staffeln jeweils 3 Mannschaften aus ihrem Gebiet aber jeweils nur einer aus dem Nordosten aufsteigen soll. Das ist der Gipfel der Sauerei.
Was auch überhaupt nicht thematisiert wird, ist, dass aus der derzeitigen bayrischen Dorfliga fast keiner aufsteigen will. Nürnberg II hat für dieses Jahr schon gesagt, dass sie verzichten, Unterhaching kämpft noch ums Geld. Ohne Unterstützung des FCB gehen dort auch bald die Lichter aus. Im Westen ist das ja auch nichts Seltenes. Aber das interessiert die Regionalfürsten nicht. Sie wollen an ihren Privilegien festhalten.

Maul

Zitat von: PaulPanzer am 26.03.2026, 09:03 CET
Zitat von: Maul am 26.03.2026, 04:52 CETSollte Nordost zerschlagen werden hätte selbst das einen Vorteil: Würde dieser Haufen an ambitionierten Nordostvereinen auf zwei Staffeln verteilt werden, so kann man sich schneller wieder in der 3. Liga einfinden. Sollen Buchbach und Hankofen sich mal bereit machen und schonmal die ein Reisebüro suchen.

Naja wo sollte denn da der Strich gezogen werden im Osten für den Norden?
Und bei dem Regionenmodell sollen dann nur 3 Staffeln bluten (denn hier müssten ja einige rausfallen) und West und Südwest machen wie gewohnt (und zusätzlich ohne Absteiger) weiter? Ne das sehe ich absolut nicht als Lösung an!

Nicht falsch verstehen, bin kein Fan davon und es ist definitiv ein erneut unfairer Vorschlag in Anbetracht der Reisewege und der Tatsache, dass nur diese Ligen mehr Absteiger produzieren müssten.

Was ich meinte:
Würde man die sportliche Situation letzte/vorletzte Saison heranziehen, könnte man aber folgern: Cottbus/BFC/VSG/Greifswald/Halle Richtung Norden hätte denen einen Weg geöffnet und andere starke (Thüringen/Sachsen) hätten den Weg über den Süden offen. Es wäre eine höhere Durchlässigkeit für die Ostvereine als jetzt, da so theoretisch auch 2 pro Jahr aufsteigen könnten. Hauptsache direkt!

Die Theorie zieht in dieser Saison allerdings nicht, da die genannten Vereine zuletzt den Anschluss verloren haben und sich auch die Spitze der gesamten Liga in Sachsen/Sachsen-Anhalt/Thüringen ballt.

So wie sich der MDR liest, ist es hauptsächlich ein Verbände vs. Vereine. Ich denke, da besteht auch im Norden wie in Bayern Einigkeit, dass sie diese Wege nicht wollen.