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Was macht eigentlich...

Begonnen von Charlie S., 12.02.2023, 11:24 CET

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Janosch1978

#570
Es geht hier um etwas, das über Zahlen, Konzepte und Strukturen hinausgeht. Es geht um die Seele dieses Vereins.Ein Verein lebt nicht allein von Geld. Er lebt von Menschen, von Leidenschaft, von Herzblut. Vielleicht wirkt das auf manche naiv oder nostalgisch. Aber genau darin liegt seine Stärke. Der Chemnitzer FC darf kein Verein wie jeder andere sein. Er muss ein Herzensverein bleiben, getragen von Identifikation, Ehrlichkeit und Glaubwürdigkeit. Von Menschen, deren Handeln zu ihren Worten passt.Es braucht Lernbereitschaft, Mut zur Veränderung und eine Vision, die nicht nur auf dem Papier steht, sondern jeden Tag gelebt wird.Es braucht Achtung vor der Geschichte, Stolz auf das Gemeinsame und den festen Willen, die Zukunft gemeinsam zu gestalten.Aber auch um den Umgang mit den Fehlern der Vergangenheit.Denn am Ende geht es um mehr als Fußball.Es geht um den CFC. Es geht um Chemnitz.
Nicht ihr müsst in meinen Spiegel schauen. Ich muss mich Tag für Tag darin erkennen.

-x-x-x

Ich finde das manche einfach nur übertreiben und nein das jetzt kein Angriff auf unsere Tradition.
Ja Bitti ist eine Vereinslegende und diese wird er auch bleiben wie viele andere Menschen die unseren Verein geprägt haben auch.
Der Chemnitzer FC ist aber eben nicht nur ein Verein mit Tradition, Geschichte, ein Symbol für unsere Stadt oder eine Identifikation für viele Menschen und das über die Stadtgrenze hinaus sondern der Chemnitzer FC ist auch ein Arbeitgeber für viele Menschen somit auch ein Unternehmen.
Vorstand, Aufsichtsrat und Geschäftsführung haben aber auch eine Verantwortung und zu dieser Verantwortung gehören eben auch solche Entscheidungen, die vielleicht bei vielen Fans in erster Linie auf wenig Gegenliebe stoßen.
Jede Entscheidung die getroffen wird ist zum wohle des Vereins.
Man kann sicher auch eine Entscheidung auch mal hinterfragen, absolut kein Problem aber jedes mal mit Aussagen zu kommen wie "wieder ein Stück Tradition verloren" oder "Man verkauft seine Seele" sorry aber das ist einfach nur Bullshit.
Bei aller Emotion die man als Fan in sich trägt wünsche ich mir manchmal trotzdem das einige Fans mal darüber nachdenken was sie in den sozialen Kanälen schreiben.

Janosch1978

Ich halte die Sache differenzierter.
Natürlich ist der Chemnitzer FC auch ein Arbeitgeber und muss wirtschaftlich vernünftig geführt werden. Niemand bestreitet das. Und selbstverständlich müssen Vorstand, Aufsichtsrat und Geschäftsführung auch Entscheidungen treffen, die nicht jedem gefallen.
Aber genau deshalb dürfen diese Entscheidungen hinterfragt werden.
Kritik an der Trennung von Torsten Bittermann oder an anderen Personalentscheidungen bedeutet nicht automatisch, dass jemand die wirtschaftlichen Notwendigkeiten des Vereins ignoriert. Viele stellen vielmehr die Frage, welches Bild der Verein von sich selbst vermittelt und wie er mit den Menschen umgeht, die seine Geschichte geprägt haben.
Der CFC ist eben nicht nur ein Unternehmen. Er ist auch ein Mitgliederverein, ein Stück Chemnitzer Identität und für viele Menschen eine Herzensangelegenheit. Wer das auf reine Wirtschaftlichkeit reduziert, greift zu kurz.
Und nein, nicht jede Entscheidung ist automatisch ,,zum Wohle des Vereins", nur weil sie von den Verantwortlichen getroffen wird. Entscheidungen können richtig oder falsch sein. Sie können Vertrauen schaffen oder Vertrauen zerstören. Deshalb gehört es zu einem lebendigen Verein, dass Mitglieder und Fans solche Entscheidungen kritisch begleiten.
Mich stört vor allem, dass berechtigte Sorgen schnell als Übertreibung oder ,,Bullshit" abgetan werden. Denn viele Fans sprechen gar nicht davon, dass der Verein seine Seele verkauft habe. Sie fragen vielmehr, wie viel Identität, Tradition und Glaubwürdigkeit ein Verein auf Dauer verlieren kann, ohne einen Teil seines Wesens einzubüßen.
Gerade bei Persönlichkeiten wie Torsten Bittermann geht es nicht nur um eine Funktion oder einen Arbeitsplatz. Es geht um Wertschätzung, um Vereinskultur und um die Frage, welchen Stellenwert Menschen haben, die diesen Verein über Jahrzehnte geprägt haben.
Wirtschaftliche Vernunft und Vereinskultur sind keine Gegensätze. Im Gegenteil: Ein starker Verein braucht beides.
Deshalb sollte die Debatte nicht lauten: ,,Tradition oder Professionalisierung?"
Die entscheidende Frage lautet:
Wie gelingt es dem CFC, sich professionell weiterzuentwickeln, ohne dabei die Menschen, die Geschichte und die Glaubwürdigkeit aus den Augen zu verlieren, die diesen Verein ausmachen?
Nicht ihr müsst in meinen Spiegel schauen. Ich muss mich Tag für Tag darin erkennen.

Kubake

Die unterschiedliche Sichtweise ist wahrscheinlich einfach im Alter begründet. Wenn man, wie ich, in den 90ern angefangen hat zum Club zugehen, ist man mit Spielern wie Bitti, Mehlo oder Laude aufgewachsen. Wenn ich aber Bitti nur als Teambetreuer oder maximal Co-Trainer kenne hab ich da eine andere Beziehung dazu. Wenn man aber die Tradition ständig vor sich her trägt (was mir stellenweise sogar etwas zu viel ist) dann muss ich die auch leben. Sonst ist das ganze Bohei nur Marketing. 

focus

Zitat von: Kubake am 18.07.2026, 10:32 CESTDie unterschiedliche Sichtweise ist wahrscheinlich einfach im Alter begründet. Wenn man, wie ich, in den 90ern angefangen hat zum Club zugehen, ist man mit Spielern wie Bitti, Mehlo oder Laude aufgewachsen. Wenn ich aber Bitti nur als Teambetreuer oder maximal Co-Trainer kenne hab ich da eine andere Beziehung dazu. Wenn man aber die Tradition ständig vor sich her trägt (was mir stellenweise sogar etwas zu viel ist) dann muss ich die auch leben. Sonst ist das ganze Bohei nur Marketing.

Nicht das ich die Entscheidung gut finde...aber wie hättest du denn als Verantwortlicher entschieden? In dem Wissen, das er im Jahr knapp 50000€ verdient, seine Arbeit aber eben auch andere Personen übernehmen können.

Kubake

Davon abgesehen, dass ich 50.000€ als Mannschaftsbetreuer eines Viertligisten als zu hoch angesetzt sehe, guck Dir einfach mal an wen wir alles im Marketing, Presse&Öffentlichkeitsarbeit und Präventive Arbeit angestellt haben, immer unter dem Gesichtspunkt 4.Liga.
Und meine Erfahrungen mit Einschätzungen ala, das bisschen was der gemacht hat, können andere mit übernehmen sind durchweg negativ.
Aber wie gesagt, das ist nur meine Sicht der Dinge.

Janosch1978

Hier geht es doch nicht nur um das rein Finanzielle, hier geht es um Symbolik, um Glaubwürdigkeit um Fingerspitzengefühl, um Machtfülle, um fehlende Sichtweisen.
Nicht ob es jemand mit machen würde, über den Schacht und seinen Leonhardt haben wir übrigens mal gelacht.
Es geht auch nicht um den Aufstieg oder um Erfolg um jeden Preis, selbst Duda sagte, der Aufstieg käme zu früh, wo ich zu hundert Prozent bei ihm bin.
Wenn es wirklich um Einsparung von 50 000 Euro geht, dann nehme ich im Zweifel zwei Spieler weniger,wir wollen ja noch nicht aufsteigen,
Es geht um die Frage, was lebe ich vor, wie lebe ich es vor und bleibe ich Glaubwürdig!
Nicht ihr müsst in meinen Spiegel schauen. Ich muss mich Tag für Tag darin erkennen.

focus

Zitat von: Kubake am 18.07.2026, 10:59 CESTDavon abgesehen, dass ich 50.000€ als Mannschaftsbetreuer eines Viertligisten als zu hoch angesetzt sehe, guck Dir einfach mal an wen wir alles im Marketing, Presse&Öffentlichkeitsarbeit und Präventive Arbeit angestellt haben, immer unter dem Gesichtspunkt 4.Liga.
Und meine Erfahrungen mit Einschätzungen ala, das bisschen was der gemacht hat, können andere mit übernehmen sind durchweg negativ.
Aber wie gesagt, das ist nur meine Sicht der Dinge.

Von mir aus auch 40000. :) brutto natürlich.
Wer auch immer das Marketing macht, ist in meinen Augen sein Geld wert.

-x-x-x

Zitat von: Janosch1978 am 18.07.2026, 11:31 CESTHier geht es doch nicht nur um das rein Finanzielle, hier geht es um Symbolik, um Glaubwürdigkeit um Fingerspitzengefühl, um Machtfülle, um fehlende Sichtweisen.
Nicht ob es jemand mit machen würde, über den Schacht und seinen Leonhardt haben wir übrigens mal gelacht.
Es geht auch nicht um den Aufstieg oder um Erfolg um jeden Preis, selbst Duda sagte, der Aufstieg käme zu früh, wo ich zu hundert Prozent bei ihm bin.
Wenn es wirklich um Einsparung von 50 000 Euro geht, dann nehme ich im Zweifel zwei Spieler weniger,wir wollen ja noch nicht aufsteigen,
Es geht um die Frage, was lebe ich vor, wie lebe ich es vor und bleibe ich Glaubwürdig!
Symbolik ist das eine, das Finanzielle spielt mittlerweile eine Hauptrolle.
Wenn man zum Beispiel 2 Personen hat im Verein die eigentlich ähnliche Aufgaben erfüllen und man schaut sich das ganze an und kommt zum Entschluss diese Aufgaben können aufgeteilt werden und obendrein noch eine 5-stellige Summe pro Jahr einsparen zu können, dann fällt das wiederum auf wirtschaftliche Vernunft.
Genau das was wir ja alle seit Jahren fordern von den handelnden Personen.
Natürlich kann man auch sagen man nimmt 2 Spieler weniger unter Vertrag und spart so kosten was aber Folgen für die sportliche Weiterentwicklung haben kann.
Man muss sich halt am ende Fragen was nützt mir mehr?
Natürlich kann man diese Sichtweise kritisieren das steht jeden vollkommen frei solange es sachlich geschieht.

jb

Anton Rücker? Unterschreibt in Zipsendorf, womit der ZFC seinen ohnehin für die Oberliga starken Kader weiter aufrüstet.
Darüber muss ich erstmal nachtrinken...

scooby

Zitat von: jb am 21.07.2026, 08:53 CESTAnton Rücker? Unterschreibt in Zipsendorf, womit der ZFC seinen ohnehin für die Oberliga starken Kader weiter aufrüstet.

Glaube fast das der Kader bei Meuselwitz bald besser ist als letzte Saison. Die sollten nächstes Jahr schon wieder 4 Liga spielen.

AlterFuchs

Zitat von: Marcius91 am 18.07.2026, 13:19 CEST
Zitat von: Janosch1978 am 18.07.2026, 11:31 CESTHier geht es doch nicht nur um das rein Finanzielle, hier geht es um Symbolik, um Glaubwürdigkeit um Fingerspitzengefühl, um Machtfülle, um fehlende Sichtweisen.
Nicht ob es jemand mit machen würde, über den Schacht und seinen Leonhardt haben wir übrigens mal gelacht.
Es geht auch nicht um den Aufstieg oder um Erfolg um jeden Preis, selbst Duda sagte, der Aufstieg käme zu früh, wo ich zu hundert Prozent bei ihm bin.
Wenn es wirklich um Einsparung von 50 000 Euro geht, dann nehme ich im Zweifel zwei Spieler weniger,wir wollen ja noch nicht aufsteigen,
Es geht um die Frage, was lebe ich vor, wie lebe ich es vor und bleibe ich Glaubwürdig!
Symbolik ist das eine, das Finanzielle spielt mittlerweile eine Hauptrolle.
Wenn man zum Beispiel 2 Personen hat im Verein die eigentlich ähnliche Aufgaben erfüllen und man schaut sich das ganze an und kommt zum Entschluss diese Aufgaben können aufgeteilt werden und obendrein noch eine 5-stellige Summe pro Jahr einsparen zu können, dann fällt das wiederum auf wirtschaftliche Vernunft.
Genau das was wir ja alle seit Jahren fordern von den handelnden Personen.
Natürlich kann man auch sagen man nimmt 2 Spieler weniger unter Vertrag und spart so kosten was aber Folgen für die sportliche Weiterentwicklung haben kann.
Man muss sich halt am ende Fragen was nützt mir mehr?
Natürlich kann man diese Sichtweise kritisieren das steht jeden vollkommen frei solange es sachlich geschieht.

Nun ja für einen Profiverein, auch in der vierten Liga, ist ein Jahressalär für einen Langverdiensten und erfahrenen Mitarbeiter von 50.000€ (Arbeitgeberbrutto) nun nicht zu hoch gegriffen. Das sind ca. 3.400,- im Arbeitnehmerbrutto, was je nach Steuerklasse, ca. zw. 2.600 und 2.800,-€ Arbeitnehmernetto im Monat rauskommt. Für einen Teammanager, kein überhebliches Gehalt.
Mir stellt sich nur die Frage, war Bitti gehen muss und nicht der aktuelle Zeugwart, der weit weniger verdient ist?
Und warum haben er und CL so wenig zu tun, dass sie beie offenbr problemlos die Aufgaben und von TB übernehmen können?
So hätte her TB noch Zeugwartaufgaben übernehmen können, oder CoTrainer. Aber ja alles Spekulation. Doch der Verein möchte offenbar kein Licht ins Dunkel bringen.

Maul

Hat unser Zeugwart nicht auch nen Busführerschein? Vlt ist er auch finanziell einfach der kleinere Posten?

PaulPanzer

Oder es ist der gegangen, der ohne Probleme schon was neues an der Hand hatte!

Janosch1978

#584
Entscheidend ist nicht, was wir uns wünschen, sondern was wahrscheinlich ist.
Nicht ihr müsst in meinen Spiegel schauen. Ich muss mich Tag für Tag darin erkennen.