Der CFC im Sachsenpokal

Halbfinale, Viertelfinale, Achtelfinale, Ausscheidungsrunde]


Finale am 02.05.98

Chemnitzer FC gg. FC Erzgebirge Aue 5:4 n.E. (0:0, 1:1)

CFC: Süßner - Wienhold - Bittermann, Laudeley - Tetzner, Köhler, König, Schmidt (70. Jendrossek), Liebers (114. Krasselt) - Kunze, Ullmann (104. Lischke)
Aue: Beuckert - Tautenhahn - Palke, Barth - Romanowsky, Seinig (80. Reinold), Thielemann, Skela, Hasse - Stojko (104. Vogel), Sadlo (64. Kubis)
Zuschauer: 7300
Schiri: Müller (Dresden)
Gelbe Karten: Wienhold, Schmidt - Palke, Stojko, Thielemann
Rote Karte: Tautenhahn (80., Notbremse)

Torfolge:

Elfmeterschießen:

Zum Spiel: Kampf und Spannung bis zum Letzten, und am Ende das glücklichere Ende für den CFC - so das Fazit dieses Pokalfights gegen den alten Konkurrenten aus Aue. Dabei zeigten die Gäste aus dem Erzgebirge über weite Strecken die reifere Spielanlage und waren bis zur letzten Minute ebenbürtig. Die Zuschauer wurden zum Schluß durch das hochdramatische Finale für den mangelnden spielerischen Glanz entschädigt.
Die Himmelblauen, bei denen sich der Einsatz von Torsten Bittermann erst kurz vor dem Anpfiff entschied, erwischten den besseren Start und hatten gleich zu Beginn eine Riesenchance, aber Danilo Kunze traf aus Nahdistanz nur die Latte. Auch danach wurde der leichte Feldvorteil nicht in Tore umgemünzt, und nach 20 Minuten bekamen die Gäste ihrerseits das Spiel in den Griff. Taktisch cleverer agierend deckten sie einige Zuordnungsprobleme in der Chemnitzer Hintermannschaft auf, zunächst allerdings ohne diese zu nutzen. Der CFC versuchte kämpferisch dagegenzuhalten. Allerdings fehlte die Kreativität im Mittelfeld, da Jens König und seine Nebenleute nicht besonders in Erscheinung traten.
Auch nach dem Wechsel dominierten zunächst die Auer. Folgerichtig fiel nach 57 Minuten der Führungstreffer für die Gäste, Steffen Süßner war bei dem plazierten 20-Meter-Schuß machtlos. Dies hatte anscheinend eine eher positive Wirkung auf die Himmelblauen, denn nur knapp zehn Minuten später fiel der Ausgleichstreffer. Nach einer Ecke von Lutz Wienhold war Jörg Schmidt mit dem Kopf (!) zur Stelle. Schmidt'l war bereits in der ersten Hälfte bei einem Foul verletzt worden und hatte sich weiter durchgebissen. Der Treffer war der verdiente Lohn dafür. Nun waren beide Teams annähernd gleichwertig, allerdings nur bis zur 80. Minute, als sich die Kräfteverhältnisse erneut verschoben. Bei einem Konterversuch des CFC langte ein Auer kräftig hin und sah dafür die Rote Karte. Diese war auch berechtigt, egal, ob der Schiri die Aktion als Notbremse bewertete, oder den Platzverweis für das rüde Einsteigen gab. Jedenfalls sahen sich die Himmelblauen plötzlich in Überzahl, diese brachte aber bis zum Ende der regulären Spielzeit nichts mehr ein, so daß die Verlängerung fällig wurde.
Hier war der CFC dann aufgrund der numerischen Überlegenheit spielbestimmend, die Gäste blieben aber trotz Unterzahl bei einigen Kontern gefährlich. Im weiteren Spielverlauf wurde dann auf beiden Seiten der Kräfteverschleiß deutlich, was sehr zu Lasten des Niveaus der Partie ging. Kurz vor Schluß gab es dann für die Himmelblauen noch zwei Möglichkeiten zur Entscheidung, aber Torsten Bittermanns Ablage erreichte den völlig frei mitgelaufenen Lutz Wienhold nicht, und Danilo Kunze bugsierte den Ball aus fünf Metern unbedrängt eher Richtung Eckfahne. Beides war sicher der logischerweise nachlassenden Kondition geschuldet. So kam es zum Elfmeterschießen, in dem der Chemnitzer FC dank eines zweimal großartig haltenden Steffen Süßner der Glücklichere war.
Mit dem Pokalsieg und der damit verbundenen Qualifikation für den DFB-Pokal gelang noch ein halbwegs versöhnlicher Saisonabschluß. Und in diesem Spiel waren auch wieder Tendenzen erkennbar, die Hoffnung auf die kommende Saison machen. So stimmte mal wieder die kämpferische Einstellung der gesamten Mannschaft, insbesondere Jörg Schmidt mit seiner Verletzung sei hier erwähnt. Auch Danilo Kunze zählte erneut zu den Besten auf Chemnitzer Seite. Er hat sich im Saisonverlauf deutlich gesteigert und könnte auch in Zukunft zu einem Leistungsträger werden. Auch das Comeback von Kay-Uwe Jendrossek gibt Anlaß zu Optimismus. Wenn jetzt noch die Sommerpause von Mannschaft und Vereinsführung sinnvoll genutzt wird, sollten die Vorzeichen für die kommende Spielzeit günstig stehen.



Halbfinale am 28.3.98

1.FC Dynamo Dresden gg. CFC 0:1 (0:0)

Dresden: T.Köhler - Jelen - Reckmann, Jan Schmidt - Oberritter, Schröter, Groth, Gütschow, Kaiser (74. Binke) - Schönfeld (46. Hanke), Milde (74. Besser)
CFC: Süßner - Wienhold - Laudeley, Franke - Bittermann, S.Köhler, Jörg Schmidt, König (74. Krasselt), Liebers - Ullmann (78. Lischke), Kunze
Zuschauer: 4270
Schiri: Schößling (Leipzig)
Gelbe Karten: Jelen, Reckmann, Oberritter, Groth - Wienhold, König, Lischke

Tor:

Zum Spiel: Mit einer kämpferisch starken Leistung gelang Titelverteidiger Chemnitzer FC der Einzug ins Finale des diesjährigen Sachsenpokals. In Dresden gab es gegen die Dynamos einen knappen, letztendlich aber verdienten 1:0-Erfolg. Im Endspiel, das am 1., 2. oder 3. Mai in Chemnitz stattfinden soll, treffen die Himmelblauen auf den FC Erzgebirge Aue.
Gut 4000 Zuschauer sahen in der ersten Halbzeit eine lebhafte Partie, wobei Strafraumszenen aber eher Mangelware blieben. Der CFC konnte sich in der Anfangsviertelstunde ein Übergewicht erarbeiten und hatte auch ein, zwei gute Möglichkeiten, die allerdings ungenutzt blieben. Nach 20 Minuten kamen die Gastgeber besser ins Spiel, so daß sich die Kräfteverhältnisse auf dem Platz ausgeglichener gestalteten. Torchancen waren allerdings weiter rar, und bei den wenigen Gelegenheiten der Schwarz-Gelben war der an diesem Tag gut aufgelegte Steffen Süßner auf dem Posten. Auf der Gegenseite gelang den Himmelblauen trotz einiger vielversprechender Angriffe kein Treffer, so daß es mit dem torlosen Unentschieden in die Kabinen ging.
Nach dem Seitenwechsel verflachte die Partie. Dies äußerte sich zum Beispiel in den zahlreichen Fehlpässen auf beiden Seiten. In dieser Phase erarbeitete sich der CFC Feldvorteile durch seinen kämpferischen Einsatz und engagiertes Nachsetzen. Das 1:0 resultierte aus eiem schönen Konter nach einem abgefangenen Dynamo-Angriff. Jörg Schmidt, einer der agilsten Chemnitzer an diesem Nachmittag, nahm einen Steilpaß auf, lief alleine auf das Tor zu und konnte den Dresdner Schlußmann mit einem Flachschuß überwinden. Auch danach lebte das Spiel vorwiegend von der Spannung. Der CFC zog sich nun etwas zurück, hatte die Partie aber weiterhin unter Kontrolle. So gab es bis zum Spielende nicht mehr viel auszustehen, nur fünf Minuten vor Ultimo wurde Steffen Süßner nochmals gefordert, konnte aber einen Drehschuß aus zehn Metern mit einer guten Parade zur Ecke klären.
Nach dem Schlußpfiff dann großer Jubel unter den mitgereisten Fans. Positiv zubemerken bleibt das Debut von Marco Franke, der erstmals über 90 Minuten spielte und dabei neben einer guten kämpferischen Leistung in vielen Situationen auch Übersicht zeigte. Nun geht es Anfang Mai gegen Aue neben der Pokalverteidigung natürlich auch um die Qualifikation für den DFB-Pokal. Negative Randerscheinung am Sonnabend: 50 mitgereiste Hooligans machten ein Großaufgebot der Polizei notwendig, um nach dem Spiel Schlägereien zwischen Dresdner und Chemnitzer Hools zu verhindern.



Viertelfinale am 15.11.97

FC Sachsen Leipzig gg. CFC 5:1 n.V. (0:1, 1:1)

CFC: Süßner - Hertzsch - Laudeley, Kavac (78. Kunze) - Bittermann, Köhler, König, Tetzner, Liebers - Krasselt, Ullmann (100. Hennig)
Zuschauer: 1678

Torfolge:

Zum Spiel: Trotz guter Leistung scheiterte Pokalverteidiger Chemnitzer FC knapp im Viertelfinale am FC Sachsen Leipzig. Dabei täuscht das Resultat etwas über den Spielverlauf hinweg, denn drei der fünf Gegentreffer fielen in den letzten vier Minuten der Verlängerung. Lange Zeit sah es sogar nach einem Erfolg für die Himmelblauen aus. Mirko Ullmann hatte unsere Mannschaft kurz vor der Halbzeit in Führung gebracht, als er die Vorarbeit von Torsten Bittermann verwerten konnte. Leider reichte das Durchhaltevermögen nicht ganz, denn acht Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit konnten die Gastgeber ausgleichen. In der fälligen Verlängerung gab es dann auch noch CFC-Möglichkeiten zum Sieg, aber das leidige Thema Chancenverwertrung machte mal wieder einen Strich durch die Rechnung. So war im diesjährigen Pokalwettbewerb das Viertelfinale die Endstation für den CFC.

Da der FC Sachsen Leipzig im Spiel gegen den CFC einen gesperrten Spieler einsetzte, wurde die Niederlage der Himmelblauen vom Sportgericht rückwirkend in einen Sieg umgewandelt. Im Halbfinale des Sachsenpokals stehen neben dem CFC noch die Mannschaften von Dynamo Dresden, Erzgebirge Aue und die Amateure des FSV Zwickau.



Achtelfinale am 4.10.97

Bornaer SV gg. CFC 2:3 n.V. (2:2, 0:1)

CFC: Süßner - Köhler - Hennig, Gvozden - Bittermann, Krasselt, Jendrossek (10. Tetzner), Schmidt (92. Bauer), Liebers - Ullmann, Osmanovic
Schiri: Zschocken (Dippoldiswalde)
Zuschauer: 450

Torfolge:

Zum Spiel: Mit einem (himmel-)blauen Auge kam der CFC im Achtelfinale des Sachsenpokal beim Oberligisten Bornaer SV davon. Aufgrund von Nachlässigkeiten der Himmelblauen konnten die Bornaer die 2:0 Führung des CFC mit 2 Treffern in den Schlußminuten noch ausgleichen und zwangen die Chemnitzer in die Verlängerung. Steffen Süßner war dabei an den Gegentoren nicht unbeteiligt.
Mirko Ullmann, den an diesem Tag besten Chemnitzer, ist es zu verdanken, daß die Überraschung ausblieb. 6 Minuten vor Ende der Verlängerung erzielte er den 3:2 Siegtreffer für den CFC.

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Ausscheidungsrunde am 30.08.97

SSV Markranstädt gg. CFC 0:2 (0:1)

Schiri: Forstner (Dommitzsch)
Zuschauer: 450
Torfolge:

Zum Spiel: Keine Probleme für die Himmelblauen gab es in der Ausscheidungsrunde des Landespokals. Das Weiterkommen war nie in Gefahr, so daß Jörg Weißflog in der zweiten Halbzeit als Stürmer eingesetzt wurde.

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