Saison 1988/1989
FCK / DDR-Oberliga



 
BFC Dynamo
BFC Dynamo5:1FC Karl-Marx-Stadt
FC Karl-Marx-Stadt
9. Spieltag - DDR-Oberliga - Saison 1988/1989
Samstag, 22. Oktober 1988, 14:00 Uhr
Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, Berlin
Zuschauer: 4.000
Schiedsrichter: Gläser (Breitungen)
BFC DynamoTorfolgeFC Karl-Marx-Stadt
T Rudwaleit
A Rohde
A Herzog
A Reich
A Köller
M M. Schulz
M Küttner (85. B. Schulz)
M Ernst
S DollGelbe Karte
S Pastor (62. Backs)
S ThomGelbe Karte

Trainer: Jürgen Bogs
1:0 Doll (2.)
2:0 Thom (7.)
3:0 Doll (15.)
4:0 Doll (62.)
4:1 Ziffert (70.)
5:1 Herzog (90.)

T Schmidt
A Laudeley
A Köhler
A ZiffertGelbe Karte
A Illing (24. Fankhänel)
M Heidrich (65. Wienhold)
M Müller
M Steinmann
M Mehlhorn
S Seifert
S Richter

Trainer: Hans Meyer
Pressestimmen

Fuwo

Dreifaches Zwillingsduett

[..] Daß der Meister, um Rehabilitation nach der Schlappe von Bremen ringend, von Beginn an "zubeißen" würde, war eigentlich zu erwarten. Nicht aber, daß die Gäste, nach guten Auswärtsleistungen nicht ohne Hoffnungen [..] an die Spree gereist, in der Anfangsphase ihr Gehäuse, in dem einem Schmidt fast leid tun konnte, wie eine Schießbude anbieten würden. Das System mit vier auf einer Linie spielenden Abwehrakteuren ging jedenfalls total daneben. Denn die BFC-Sprinter Thom und Doll jagten in die freien Räume, nutzten ihre Schnelligkeitsvorteile gegen die einen Stellungsfehler nach dem anderen begehende FCK-Deckung. Nach einer Viertelstunde änderte die ihre Spielweise (Köhler nun Libero, Ziffert Vorstopper), doch da war schon alles zu spät. Mit einem dreifachen Duett hatten die "Zwillinge" Thom und Doll die 3:0-Führung herausgeschossen und dabei jeweils soviel Platz vorgefunden, daß es sie selbst erstaunte.

Indes muß man den Gästen bescheinigen, daß sie, obwohl sie den Kontrahenten vom Resultat her schon aus den Augen verloren hatten und laut Trainer Hans Meyer "am Rande eines Debakels" standen, die Flinte nicht ins Korn warfen. So entwickelte sich fortan ein munteres Spiel mit Chancen hüben wie drüben, was aus der Gäste-Sicht nur den Nachteil hatte, daß man bereits 0:3 zurücklag. Allerdings konnte der Betrachter nun zumindest erahnen, warum die Karl-Marx-Städter bis zu diesem Spiel immerhin schon 18 Tore erzielt hatten. In Berlin hätten neben Zifferts Ehrentreffer durchaus noch einige dazu kommen können. Dies jedoch verhinderten ein aufmerksamer Rudwaleit sowie die mangelnde Chancenverwertung (Seifert vergab allein drei dicke Möglichkeiten / 6., 77., 85.). Die Platzherren registrierten es mit Gelassenheit. Angesichts des klaren Vorsprungs und im Gefühl des sicheren Sieges schalteten sie nun deutlich einen Gang zurück, waren aber jederzeit in der Lage, im Tempo anzuziehen. [..]

(Sascha Stolz)

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