Saison 2007/2008
CFC / NOFV-Oberliga



 
Chemnitzer FC
Chemnitzer FC3:01. FC Gera 03
1. FC Gera 03
5. Spieltag - Oberliga Nordost-Süd - Saison 2007/2008
Samstag, 08. September 2007, 14:00 Uhr
Fischerwiese, Chemnitz
Zuschauer: 3.021
Schiedsrichter: Siebert (Berlin)
Chemnitzer FCTorfolge1. FC Gera 03
T Klömich
A Troschke
A Reinhardt
A Adamu
A Kunert
M Schlosser
M GroßmannGelbe Karte (71. SchumannGelbe Karte)
M Müller
M Bachmann
S Sonnenberg
S Kellig (88. Schimmel)

Trainer: Vogel
1:0 Sonnenberg (8.)
2:0 Kellig (20.)
3:0 Sonnenberg (62.)

T Richter
A AstGelbe Karte (70. Neubert)
A GrossertGelbe Karte
A Friedrich
A Fuhrmann
M Weißhaupt
M Bloß
M Raab
M Schlachta (81. Winterkorn)
S Janke (68. Tröger)
S Embingou

Trainer: Quade
Spielbericht

Von Thoralf Wätzold

Ihr erstes Gastspiel in Chemnitz hatten sich die Spieler vom 1. FC Gera sicher anders vorgestellt. Denn verdient gewannen die Hausherren an diesem 5. Spieltag mit 3:0 (2:0) – ein Sieg, der auch höher hätte ausfallen können.

Von Beginn an zeigten die Himmelblauen, dass sie ihre Siegesserie (zuletzt 3 Siege in Folge) fortsetzen und nicht den Fehler aus dem Spiel gegen Halberstadt, in dem man nach 15 guten Minuten das Fußball spielen eingestellt hatte, wiederholen wollten. Der CFC-Express rollte von Beginn an unermüdlich auf das Tor der Gäste. Die beiden Stürmer Steffen Kellig und Steven Sonnenberg sollten hierbei die Hauptrolle spielen. In der 6. Minute legt Kellig den Ball auf Sonnenberg ab, der diesen im Strafraum jedoch verstolpert. Eine Minute später versuchte es Kellig von der Strafraumgrenze selbst, sein Schuss war jedoch zu harmlos. Nach 8 Minuten spielte dann Marcel Schlosser seinen Gegenspieler auf der linken Seite schwindelig, seine Eingabe segelte durch den Strafraum an den langen Pfosten, wo Steven Sonnenberg goldrichtig stand und zum 1:0 einschob. Ein Auftakt nach Maß – jetzt galt es aber, weiterhin das Spiel zu machen und nicht nach zu lassen. Und das gelang hervorragend. Gera kam überhaupt nicht dazu, sich zu befreien, geschweige denn selbst einmal zu einem Angriff zu kommen. In der 15. Minute legte im Strafraum wiederum Kellig auf Schlosser ab, sein Schuss konnte der Geraer Torhüter jedoch parieren. Folgerichtig fiel in der 20. Minute das 2:0 – nach einer Ecke nickte Kellig ziemlich freistehend die Kugel ins Netz. Zu diesem Zeitpunkt musste man sich um die Gäste ernsthafte Sorgen machen, zumal man mit einer wesentlich stärkeren Gegenwehr rechnen musste, hatte Gera doch bisher beide Auswärtsspiele gewonnen. In der Folge nahmen die Chemnitzer etwas das Tempo raus, ohne dabei dem Gegner zu viel Raum zu lassen. Denn in der ersten Hälfte spiele nur der CFC. Kurz vor der Halbzeit hatte dann Felix Bachmann noch eine Chance, sein Kopfball nach Flanke von Müller ging jedoch über das Tor. Fast mit dem Halbzeitpfiff hatte dann auch Gera die erste nennenswerte Chance in diesem Spiel. Eine Eingabe von rechts konnte jedoch Steven Sonnenberg gerade noch vor einem freistehenden Geraer zur Ecke klären.

Mit 2:0 ging es in die Kabine und das Chemnitzer Publikum war zufrieden, hatte es doch schon lange nicht mehr eine solch überzeugende Leistung ihrer Himmelblauen gesehen.

Der vierte himmelblaue Jubel in dieser SaisonDie zweite Hälfte bot zunächst nur ein munteres Ballgeschiebe im Mittelfeld. Gera konnte sich jetzt etwas befreien und ließ dem CFC nicht mehr so viel Entfaltungsmöglichkeit. Und jetzt kamen die Gäste auch zu Chancen. Die größte hatte Marco Weißhaupt, seinen Schuss aus 10 Metern konnte Klömich aber abwehren. Dann war aber wieder Chemnitz an der Reihe. Einen schwachen Abstoß kamm Felix Bachmann an der Mittellinie abfangen, er führt den Ball schön bis an die Strafraumgrenze und spielt rechts auf Steffen Kellig. Andere Spieler hätten aus dieser Position sicher den Abschluss gesucht, nicht jedoch Kellig. Der spielt quer auf den völlig frei stehenden Sonnenberg, der den Ball nur noch über die Linie rollen muss. 3:0 für den CFC – fas Spiel war bereits nach 62 Minuten entschieden. Und jetzt durfte jeder mal ran. Zunächst hatte Adamu, der wieder ein hervorragendes Spiel im Abwehrzentrum machte, eine Kopfballmöglichkeit nach einer Ecke, dann traf Schlosser aus spitzem Winkel den Ball nicht richtig. Auch Kuhnert versuchte es einmal von der Strafraumgrenze. Auch die Gäste waren jetzt hin und wieder im Chemnitzer Strafraum vertreten, ohne jedoch eine wirkliche Gefahr für das Tor von Klömich auszustrahlen. Nach einer abgewehrten Ecke der Gäste ging es ganz schnell. Sonnenberg wird geschickt, spielt an der Mittellinie einen ungewollten Doppelpass mit einem Abwehrspieler (der Ball sollte eigentlich zum besser postierten Kellig kommen), geht in den Strafraum, schießt aber aus guter Position über das Tor. Sicher fehlte hier nach dem langen Sprint die Kraft für einen konzentrierten Abschluss. So auch wenige Minuten später, als Felix Bachmann an der eigenen Strafraumgrenze den Ball erobert, an mehreren Gegenspielern vorbei den Weg bis zur Mittellinie findet und dort in Uwe-Bein-Manier einen herrlichen Pass in die Tiefe auf Sonnenberg spielt, der sich jedoch den Ball etwas zu weit vorlegt und somit der Gerarer Torhüter einen Tick eher am Ball war. In beiden Szenen war Steffen Kellig sicher etwas verärgert, stand er doch völlig frei und anspielbereit auf der linken Seite. Den Abschluss des Spiels machte dann Gera. Bei einem Freistoß aus 18 Metern musste sich Klömich ganz lang machen, um die Null zu halten.
Einzig negativ aufgefallen ist in diesem Spiel Stefan Schumann, der sich kurz vor Schluss nach einem Foul völlig unnötig noch eine Gelbe Karte wegen Meckerns abholte. So etwas darf einem Spieler mit seinen Ansprüchen einfach nicht passieren!

3.021 Zuschauer im Stadion an der Gellertstraße sahen ein munteres Oberligaspiel, in dem von Beginn an Chemnitz klar dominierte und der Sieg zu keiner Zeit in Gefahr war. Nach einer überragenden ersten Halbzeit, wie man sie in Chemnitz schon lange nicht mehr gesehen hat, hätte der Sieg auch höher ausfallen können. Mit einem aggressivem Zweikampfverhalten und einem gefälligen Spielaufbau konnte der CFC seine Anhänger überzeugen. Setzt man diese Spielweise in den nächsten Spielen fort braucht man sich vor keinem Gegner zu verstecken.

Wertung: 2 (sehr ansehnliches Oberligaspiel)

Beste Himmelblaue: Adamu, Kellig, Sonnenberg, Bachmann

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