Saison 1985/1986
FCK / DDR-Oberliga



 
BSG Sachsenring Zwickau
BSG Sachsenring Zwickau0:1FC Karl-Marx-Stadt
FC Karl-Marx-Stadt
13. Spieltag - DDR-Oberliga - Saison 1985/1986
Samstag, 14. Dezember 1985, 13:00 Uhr
Georgi-Dimitroff-Stadion, Zwickau
Zuschauer: 4.500
Schiedsrichter: Stumpf (Jena)
BSG Sachsenring ZwickauTorfolgeFC Karl-Marx-Stadt
T Alscher
A Mittag
A Wagner
A Babik
A Pohl
M KellerGelbe Karte
M TrochaGelbe Karte
M Schneider
S Becher (53. SchneidenbachGelbe Karte)
S Langer
S Nieher (69. Schlicke)

Trainer: Jürgen Croy
0:1 Heidrich (40.)

T Kompalla (55. Michalowski)
A BähringerGelbe Karte
A Laudeley
A Birner
A Fankhänel
M A. MüllerGelbe Karte
M J. MüllerGelbe Karte
M Steinmann
S Bletsch
S Persigehl
S Heidrich

Trainer: Heinz Werner
Pressestimmen

FUWO

Vom Allerlei bis Einerlei

Die positionellen Veränderungen innerhalb der Sachsenring-Elf waren angesichts der prekären Situation schon so etwas wie "Notwehr". Erstmals spielte Mittag Libero, Trocha im zentralen Mittelfeld, Langer dafür in der Angriffsmitte. Und schließlich kam mit Alscher auch noch der Dritte im Bunde der Torhüter dazu...

Dieses taktische Allerlei versprach einiges, zumal sich die Zwickauer anschickten, mit Mut und Energie den Kontrahenten ins Wanken zu bringen. "Wenn wir auch nicht die 'rote Laterne' abgeben können, so wollen wir doch den Anschluß an die vor uns platzierten Mannschaften herstellen", verriet Alois Glaubitz, der ehemalige Stratege, das Vorhaben seiner Nachfolger. Aber daraus wurde letztlich nichts, weil "das Wollen nicht einherging mit dem Können", formulierte es Jürgen Croy. Dabei spielte er auf Langers Riesenmöglichkeit an, mit der er die Platzbesitzer in Führung bringen mußte, am eigentlich schon geschlagenen Kompalla aber doch noch scheiterte (40.). Im Gegenzug gerieten die Gastgeber ihrerseits in Rückstand und verloren darob nahezu den Kopf. "Selbst im Eifer blieben wir wirkungslos, während der FCK die von uns angebotenen Räume klug nutzte", urteilte schließlich der Sachsenring-Trainer.

Vom Allerlei rutschten die Trabantwerker ins stereotype Einerlei ab, erspielten sich trotz einer optischen Überlegenheit kaum mehr zwingende Chancen (Babik scheiterte an Kompalla/50., Mittag mit einem platzierten Freistoß am ebenso sicheren Michalowski/88.) und blieben so auf der Strecke in einem Derby, das gekennzeichnet war von Zweikampfhärte, höchstem Einsatz und recht hohem Tempo.

...

(Andreas Baingo)

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