Saison 1998/1999
CFC / Regionalliga



 
FC Berlin
FC Berlin0:2Chemnitzer FC
Chemnitzer FC
29. Spieltag - Regionalliga Nordost - Saison 1998/1999
Samstag, 10. April 1999, 14:00 Uhr
Sportforum Hohenschönhausen, Berlin
Zuschauer: 958
Schiedsrichter: Weise (Könitz)
FC BerlinTorfolgeChemnitzer FC
T Barthel
A Lenz
A Kallnik
A Majchrzak
M PetzoldGelbe Karte
M Brestrich
M Gezen (65. Höppner)
M KrznaricGelbe Karte
M Maric
S Lesch (85. Seruga)
S Salomo

Trainer: Häusler
0:1 König (61.)
0:2 Liebers (79.)

T Ananiev
A Laudeley
A Jan Schmidt
A Mehlhorn
M Köhler
M Tetzner (87. Wienhold)
M Bittermann
M Ullmann (58. Kujat)
M Jendrossek
S Jörg Schmidt (77. Liebers)
S KönigGelbe Karte

Trainer: Franke
Spielbericht

Mit Cleverneß zum Sieg

Von Ronny Licht

So langsam wird es unheimlich: Der CFC gewann beim FC Berlin sein neuntes Spiel in Folge (!), das sechste Mal in Folge blieben die Mannen von Trainer Christoph Franke ohne Gegentor.
Die Taktik war ebenso einfach wie effektiv: In der ersten Halbzeit lauerte der CFC auf Konter, die Abwehr hielt dicht. Der BFC machte zwar das Spiel - richtig zwingende Chancen kamen dabei aber nicht raus. Die größte Chance der ersten 45 Minuten hatte der Berliner Davor Krznaric kurz vor der Pause, als er frei vor Antonio Ananiev stand. Doch der Bulgare verkürzte geschickt den Winkel, wehrte den Hammerschuß des Berliners ab.
In der zweiten Halbzeit rächte sich dann die kräfteraubende Spielweise der Berliner, die ihren rotgesperrten Spielmacher Martino Gatti (früher St. Pauli) schmerzlich vermißten. Die Angriffe wurden ungenauer, es kam immer öfter zu Abspielfehlern. Nach einem Foul an Jörg Schmidt spielte Thomas Laudeley in der 61. Minute einen Ball in den Strafraum, dort prallte der Ball ab und sprang Jens König genau vor die Füße.
Und "King" fackelte nicht lange, schlenzte den Ball halbhoch neben den rechten Pfosten - ein Kunstschuß á la Mario Basler. Die 150 mitgereisten Chemnitzer waren vollends aus dem Häuschen, fast ununterbrochen wurde ab dem 1:0 im Gästeblock mit diversen "Ufftas" und Polonaisen gefeiert. Und dafür gab´s nur 18 Minuten später erneut einen Grund: Ein krasser Abspielfehler des Berliner Mittelfeldspielers Marko Höppner - Alexander Tetzner spielte nach links auf Hendrik Liebers und der wuchtete das Leder ins Netz - 2:0, der Rest war himmelblaue Glückseligkeit.

Fazit: In dieser Form ist der CFC der Top-Kandidat für die 2. Bundesliga. Im Gegensatz zu den Konkurrenten (liebe Grüße nach Zwickau), die immer wieder patzen, gewinnt der Club auch diese schweren Spiele gegen unangenehme Gegner vor Geisterkulissen mit Sportplatz-Atmosphäre. Noch drei Punkte aus dem Stendal-Nachholer am Mittwoch und die Himmelblauen können ganz ruhig nach Magdeburg fahren. Die Mannschaft hält sich an die taktischen Marschrouten, die wenigen Chancen werden genutzt. Auch BFC-Coach Henry Häusler mußte nach dem Schlußpfiff zugeben: "Die haben zwei Chancen und machen zwei Tore. Das unterscheidet uns vom Spitzenreiter."

Wertung: 3,0 (Es war nicht schön, aber es war erfolgreich. Einzig und allein das zählt momentan)

Beste Himmelblaue: Ananiev, König, Laudeley

Pressestimmen

Freie Presse
Clever auf die Chance gewartet - Chemnitzer FC gibt sich beim 2:0 gegen den FC Berlin keine Blöße. Diese Partie war eine Paradebeispiel dafür, wie der Spitzenreiter momentan seine Auswärtsspiele bestreitet - und gewinnt.

BILD Chemnitz
2:0! CFC auf Weg in Liga 2. Spätestens nach dem 2:0-Sieg beim FC Berlin ist in Chemntiz das Fußballfieber ausgebrochen. Spätestens jetzt sind die Himmelblauen der heiße Favorit auf die Meisterschaft und den Aufstieg in die 2. Liga.

Chemnitzer Morgenpost
Union und Zwickau: Nur noch zwei Stolpersteine. Jens König und er erst zwei Minuten zuvor eingewechselte Hendrik Liebers wurden zu den himmelblauen Helden von Hohenschönhausen. Franke ließ den Kontrahenten wieder kommen, um dann im Konter gnadenlos zuzuschlagen. Diese einfache Rechnung ging im Endspurt total auf.

Kicker
König war der Kaiser [..] Abwarten und dann selbst zuschlagen lautete wieder einmal das Patentrezept.

Sonntags-Blick
CFC durch neunten Sieg in Folge weiter vorn.

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