Saison 2007/2008
CFC / NOFV-Oberliga



 
FSV Zwickau
FSV Zwickau1:3Chemnitzer FC
Chemnitzer FC
9. Spieltag - Oberliga Nordost-Süd - Saison 2007/2008
Samstag, 20. Oktober 2007, 14:00 Uhr
Westsachsenstadion, Zwickau
Zuschauer: 4.008
Schiedsrichter: Bärmann (Guben)
FSV ZwickauTorfolgeChemnitzer FC
T Soukop
A Kubik
A TrehkopfRote Karte
A KöcherGelbe Karte
A Moses
M Schmidt
M Troche (59. Fuchsenthaler)
M Zdrazil
M Scholze
S Sigmund (86. Freimann)
S Trochocki (78. Strobel)

Trainer: Keller
0:1 Bachmann (15.)
1:1 Fuchsenthaler (73.)
1:2 Kellig (79./Elfer)
1:3 Sonnenberg (85.)

T Klömich
A BaumannGelbe Karte
A Becker
A SieberGelbe Karte
A KunertGelbrote Karte
M Schlosser (90. Troschke)
M Großmann
M Müller (64. Schumann)
M Bachmann
S Kellig
S Sonnenberg (88. Sinaba)

Trainer: Vogel
Spielbericht

Auf Platz und Rängen ging es zur Sache

Von Andreas Schreiter

Glücklich, aber letztlich nicht unverdient, kehrte der Chemnitzer FC mit voller Punktausbeute aus Zwickau zurück. Vor über 4000 Zuschauern (davon mehr als ein viertel aus der Bezirkshauptstadt) besiegten die Himmelblauen im Derby den zuletzt erstarkten FSV Zwickau mit 3:1 (1:0).

Von Anfang an ging es auf dem Platz und den Rängen hart zur Sache. Der CFC versuchte sofort das Zepter zu übernehmen und vor allem über die rechte Seite Druck zu entfachen. Zwickau hielt mit einigen harten Fouls dagegen, die zunächst ohne Folgen blieben. Einzig Trehkopf wurde verwarnt, als er seinerseits eine gelbe Karte für einen Chemnitzer forderte. Lohn der Anfangsoffensive war das 1:0 in Minute 15, als Felix Bachmann von halbrechts den Ball flach in die Maschen donnerte und damit sein erstes Punktspieltor in himmelblau erzielte. In der Folge beschränkten sich die Gäste mehr oder weniger aufs Verwalten und überließen den Hausherren leichte Feldvorteile. Allerdings sprang dabei für Zwickau nur eine Torchance heraus, als nach einen groben Schnitzer von Becker, Moses in Richtung Gästetor aufbrach und einen gefährlichen Schuss abfeuerte. Glücklicherweise reagierte der linke Außenpfosten in überragender Manier - Klömich wäre machtlos gewesen. Auch danach zeigten sich die Abwehrspieler des CFC und Torhüter Klömich, der bei einigen hohen Bällen Probleme hatte äußerst spendabel, was die Gastgeber jedoch nicht nutzen konnten. Mit der knappen Führung für den CFC gings in die Kabine.

Nach der Pause ein ähnliches Bild. Chemnitz wartete ab und Zwickau suchte die Lücke. Allerdings blieben Chancen auch weiterhin Mangelware. Erst nach der Spielunterbrechung in Minute 55 sollte es - vor allem von Seiten der Platzherren - munterer werden. Ein Grund dafür sicher auch der Platzverweis für Christian Kunert, der nach einen Patzer und anschließendem, dummen Foul Gelb-Rot erhielt. Zwickau erhöhte den Druck und kam in der 73. Minute zum verdienten Ausgleich. Nach einer Flanke von rechts war es der eingewechselte und völlig frei stehende Fuchsenthaler, der den Ball mit dem Kopf über die Linie drückte. Wer nun dachte, für den CFC wird es jetzt richtig eng, sah sich erfreulicherweise getäuscht. Die junge Truppe startete noch einmal durch. Vor allem der jetzt starke Schlosser setzte ein ums andere Mal Akzente. Er war es auch, der in der 79. Minute Kellig steil schickte. Dieser ließ zunächst den Zwickauer Keeper stehen, bevor er im Dreikampf mit diesem und mit den Trehkopf zu Fall kam. Die Folge: Rot für den Abwehrspieler (harte Entscheidung) und Strafstoß für den Gast. Die Chance ließ sich der Torjäger nicht nehmen und netzte zur viel umjubelten Führung ein. Noch einmal versuchten die Gastgeber Druck zu machen, blieben aber harmlos. Chemnitz dagegen konterte über Schumann, der wiederum Schlosser schickte. Dieser spielte überlegt quer und Sonnenberg schob den Ball ins leere Tor (85.). Das war die Entscheidung zugunsten der Himmelblauen und die Freude bei Mannschaft und Fans riesig.

Durch den Erfolg bestätigt der CFC seine Ambitionen auf den Staffelsieg und dürfte sich - vor allem durch das Auftreten nach dem Ausgleich - eine gehörige Portion Selbstvertrauen für die anstehenden Aufgaben geholt haben. Unrühmlich war jedoch, dass sich vor allem auf Chemnitzer Seite, einige Chaoten mächtig ins Zeug legten und letztlich mit ihrer hirnlosen Knallerei hauptverantwortlich für die Spielunterbrechung waren. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn das Schirigespann nicht wieder angepfiffen hätte. Immerhin führte der CFC zu diesem Zeitpunkt... Aber auch so wird das Ganze sicher ein Nachspiel haben. Die Mannschaft "dankte" es nach dem Schlusspfiff, in dem sie den Block, aus dem der meiste Mist geflogen kam, beim Feiern ignorierte. Eine sicher nachvollziehbare Reaktion auf die Dummheit weniger Schwachköpfe.

Wertung: 3,0 (intensives Oberligaspiel, bei dem Torchancen Mangelware blieben)

Beste Himmelblaue: Schlosser, Bachmann

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