Saison 2011/2012
CFC / 3. Liga



 
Chemnitzer FC
Chemnitzer FC5:1SpVgg Unterhaching
SpVgg Unterhaching
24. Spieltag - 3. Liga - Saison 2011/2012
Samstag, 04. Februar 2012, 14:00 Uhr
Fischerwiese, Chemnitz
Zuschauer: 3.400
Schiedsrichter: Blos (Deizisau)
Chemnitzer FCTorfolgeSpVgg Unterhaching
T Pentke
A Stenzel
A Wachsmuth
A Bankert
A Birk
M Garbuschewski
M Tüting
M Sträßer (77. Hörnig)
M Schlosser (65. Aydemir)
S Fink
S Dobry (69. Förster)

Trainer: Schädlich
1:0 Fink (5.)
2:0 Dobry (25.)
3:0 Fink (50.)
4:0 Garbuschewski (64.)
4:1 Thee (81.)
5:1 Fink (85.)

T Riederer
A Schwabl
A Ziegler
A Drum
A Stegmayer
M Thiel
M Bigalke
M Tunjic
M Kanca (46. Rudy)
S Vollmann (59. Thee)
S Haberer (70. Prokoph)

Trainer: Herrlich
Spielbericht

CFC brilliert gegen Unterhaching

Von Matthias Mally

Die Füße durchgefroren, die Hände tief in den Katakomben der eigenen Jacke vergraben - bei eisigen Temperaturen sorgten die himmelblauen Krieger von Häuptling Schädlich für mollig warme Herzen und für die endgültige Erkenntnis, das Fußball zum großen Teil Kopfsache ist. Wie sonst ist es zu erklären, das fast die gleichen Helden, denen in der Hinrunde in manchen Partien die Qualität für die 3. Liga aberkannt wurde, mit brillanten Spielzügen und einem schier unermüdlichen Spielwitz die Gäste aus Bayern gegen die Wand zauberten.

Die ersten Überraschungen gab es bereits in der Startformation, die Gerd Schädlich auf den Rasen schickte. Im Sturm bekam Winterneuzugang Anton Fink seine erste Chance von Beginn an, die er auf spektakuläre Art und Weise zu nutzen wusste. Nicht vorhersehbar war auch, das Selim Aydemir zunächst auf der Bank Platz nehmen musste und somit Marcel Schlosser den Vorzug bekam. Den ersten Hieb für die hoffnungslos überforderten Gäste gab es bereits in der 5. Minute durch Anton Fink. Aus dem Gewühl heraus beförderte der ehemalige Hachinger die Kugel zur Führung in die Maschen. Nach jeweils einer Chance für Chemnitz durch Dobry und für Unterhaching durch Thiel gelang den Mannen von Gerd Schädlich in der 25. Minute der zweite Streich. Nach glänzender Vorarbeit von Garbuschewski und Birk stand der in dieser Woche stolze 36 Jahre alt gewordene Dobry goldrichtig und vollendete zum 2:0. Mit diesem beruhigenden und hochverdienten Vorsprung ging es in die Pause.

Wer der Meinung war, der CFC hätte eine starke 1. Halbzeit gespielt, sollte spätestens in Durchgang 2 merken, zu welchen Leistungen die Mannschaft um Kapitän Carsten Sträßer wirklich in der Lage sein kann. Gerade einmal 3 Minuten waren in Halbzeit 2 gespielt, da hieß es 3:0. Erneuter Torschütze war der immer auffällige und gefährliche, bärenstark aufspielende Anton Fink. Nur wenige Minuten später hatte Dobry, ebenfalls mit einer glanzvollen Vorstellung, die Chance zum 4:0. In dieser Phase des Spiels zerlegte Chemnitz die Gäste aus Bayern auf spielerische Art und Weise wie es die hartgesottenen 3400 Zuschauer schon lang nicht mehr erleben durften. Hacke, Spitze, Doppelpässe - alles schien zu gelingen. Während Bankert in der 61. Minute noch an einem Hachinger scheiterte, machte es eine Minute später Garbuschewski besser. Aus vollem Lauf nagelte er das Leder in die Maschen - 4:0. Die Vorarbeit hierfür lieferte im Übrigen Anton Fink - somit war er an drei Toren direkt und indirekt beteiligt.

Nach weiteren Chancen von Garbuschewski und Dobry durften die Gäste 10 Minuten vor Ende auch einmal jubeln - auch wenn sich die Freude, begründet in der drückenden Überlegenheit der Himmelblauen und dem entsprechenden Spielstand, eher in Grenzen hielt. Wer sich zu dieser Phase mit einem 4:1 Sieg angefreundet hatte, machte seine Rechnung ohne Anton „Toni“ Fink. Ihm war es vorbehalten, den Schlusspunkt zum 5:1 mit einem strammen Schuss unter die Latte zu setzen. Mit dem Abpfiff machte sich Glückseligkeit und die Gewissheit breit, das der CFC in der 3. Liga nicht nur mithalten kann, sondern auch das Potenzial enthält, jeden Gegner mit technisch feinem Fußball auseinander nehmen zu können.

Fazit: Nach dem 4. Heimsieg in Folge und dem 7. Spiel ohne Niederlage entfernen sich die Himmelblauen immer weiter von den Abstiegsrängen. In Anbetracht dieser Serie und besonders dieser Leistung gegen Unterhaching gehört der CFC auf weite Sicht hin gesehen nicht nur in die 3. Liga, sondern sollte nach dem möglichen Klassenerhalt dieses Jahr durchaus den Anspruch besitzen, in den nächsten Jahren die zweite Liga in Angriff zu nehmen. Mit eindrucksvollen Ballstafetten, ansehnlich direkten Passspiel und einer für den CFC ungewohnt effektiven Chancenverwertung ließ man den bayrischen Gästen nicht den Hauch einer Chance. Verdient hätten es die Jungs allemal, im nächsten Spiel gegen Tabellenführer Sandhausen auf einen zahlreichen Auswärtsmob zählen zu können.

Wertung: 1,5

Beste Himmelblaue: Eine bärenstarke Mannschaftsleistung, aus der Anton Fink im positiven Sinne sogar noch herausragte.

Pressestimmen

MDR-Online

Chemnitz wie im Rausch

Der Chemnitzer FC ist nicht zu bremsen: Gegen die SpVgg Unterhaching gewannen die Himmelblauen am Sonnabend mit 5:1 – der vierte Heimsieg in Serie. Ein Mann stach dabei besonders hervor – und der hieß Fink. [..] In der zweiten Hälfte schienen die Gäste dann endgülig überfordert zu sein, denn Betrieb machten nur die Himmelblauen. In der 49. Minute schraubte Fink das Zwischenergebnis auf 3:0. [..] Unterhaching war am Sonnabend nicht zu schwach, sondern Chemnitz zu stark. Zur Belohnung sprangen die Sachsen auf Rang fünf und schnuppern nun am Relegationsplatz. [..]

Kicker-Online

"So sind wir schwer zu schlagen"

[..] Trotz einer 2:0-Führung war der Coach in der Halbzeit unzufrieden: "Erst nach der Pause haben wir mehr Spielfreude entwickelt", meinte Schädlich zu phasenweise traumhaften Kombinationen seiner Elf. Bei minus acht Grad und sehr gut bespielbarem Rasen lief der Ball in kurzen Passagen sehenswert durch die CFC-Reihen. [..] "In dieser Form sind wir schwer zu schlagen", sagte Kapitän Carsten Sträßer und dokumentierte nach vier Siegen in Folge das gewachsene Selbstvertrauen. [..]

Freie Presse

Chemnitzer FC jubelt nach 5:1-Heimsieg

Ausgelassene Freude trotz Eiseskälte: Fußball-Drittligist Chemnitzer FC besiegte am Sonnabend bei minus acht Grad Celsius im heimischen Stadion Unterhaching mit 5:1. Die Himmelblauen kletterten nach diesem 24. Spieltag auf Tabellenrang sechs. Überragender Akteur auf dem mit einer Rasenheizung erwärmten Platz war Wintereinkauf Anton Fink. [..] 3400 Zuschauer sahen in der zweiten Halbzeit teils traumhaften Kombinationsfußball der Gastgeber. Trainer Gerd Schädlich sagte über Glücksgriff Fink: "Anton hat sich wie ein Torjäger präsentiert. Erst war nicht viel zu sehen, aber dann hat er gezeigt, warum wir ihn geholt haben." [..]

Merkur-Online

Drei Tore: Fink zeigt es seinem Ex-Klub

Auch die Neuzugänge konnten an dem Debakel der SpVgg Unterhaching in Chemnitz nichts ändern. In Sachsen nahm Ex-Hachinger Anton Fink die Rot-Blauen mit drei Toren auseinander. [..] Bei den Sachsen erwischten die Rot-Blauen einen rabenschwarzen Tag. „Wir waren nicht so schlecht, haben uns aber einfach grobe Schnitzer geleistet“, sagte Trainer Heiko Herrlich, dessen Team nun seit dem 9. September auf einen Auswärtserfolg wartet. Das Unheil, das Haching bei den Sachsen ereilte, trug einen speziellen Namen. Einen für Haching sehr schmerzhaften. Ausgerechnet der ehemalige Unterhachinger Top-Torjäger Anton Fink fertigte sein altes Team im Alleingang ab. Mit drei Toren war der Stürmer Mann des Spiels. [..]

Trainerstimmen

Gerd Schädlich (MDR-Online):
"In der ersten Hälfte war ich nur mit dem Ergebnis zufrieden. In Hälfte zwei haben wir mehr Spielfreude gezeigt und mit guten Angriffen gelangen uns schöne Tore. Nun haben wir zwei schwere Auswärtsaufgaben vor der Brust. Es wäre natürlich super, wenn unsere Serie halten könnte."

Heiko Herrlich (MDR-Online)
"Nach diesem Spiel ist es für mich schwer, Erklärungen zu finden. Mit der ersten Halbzeit bin ich nicht mal ganz unzufrieden. Trotz des Rückstandes haben wir immer versucht, Fußball zu spielen. In der Pause hatten wir uns vorgenommen, einen schnellen Anschluss zu machen. Aber mit dem dritten Tor wurden wir kalt erwischt. Danach hat sich der CFC in einen wahren Rausch gespielt und verdient gewonnen."

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