Saison 2010/2011
CFC / Regionalliga



 
Chemnitzer FC
Chemnitzer FC6:0Hamburger SV II
Hamburger SV II
13. Spieltag - Regionalliga Nord - Saison 2010/2011
Samstag, 06. November 2010, 13:30 Uhr
Fischerwiese, Chemnitz
Zuschauer: 2.554
Schiedsrichter: Zacher (Nußdorf)
Chemnitzer FCTorfolgeHamburger SV II
T Pentke
A Richter
A Trehkopf
A Schaschko
A Wilke
M Bankert
M Peßolat (60. Sträßer)
M Garbuschewski
M Löwe (68. Schlosser)
S Dobry (60. Fröhlich)
S Förster

Trainer: Schädlich
1:0 Förster (23.)
2:0 Förster (45.)
3:0 Förster (55.)
4:0 Richter (57./Elfer)
5:0 Förster (59.)
6:0 Förster (87.)

T MeyerGelbe Karte
A LabusGelbe Karte
A Sowah
A Maier (65. Brügmann)
A LeschinskiGelbe Karte
M DuveGelbe Karte
M Lam
M Pressel
M KaziorGelbe Karte
S Nagy
S Winkler (65. Behrens)

Trainer: Cardoso
Spielbericht

Sorry RB, wir sind einfach so gut ;-)

Von Andreas Schreiter

Der CFC hat es wieder einmal ordentlich krachen lassen. Als "Opfer" musste diesmal die Reserve des Hamburger SV herhalten. Im Chemnitzer Dauerregen schossen die Himmelblauen 6 Tore und hielten den eigenen Kasten sauber. Mann des Tages war dabei Benjamin Förster, der sagenhafte 5 Tore selbst schoss.

Einsam im Gästeblock, aber noch frohen MutesJedoch zeichnete sich dieses erneut sensationelle Ergebnis nicht sofort hab. Vor 2554 Zuschauern begannen beide Teams offensiv, wobei die Gäste aus dem Norden ihr Glück vorwiegend mit Fernschüssen versuchten, ohne dabei das Tor der Gastgeber ernsthaft in Gefahr zu bringen. In der Folge kamen die Chemnitzer Offensivbemühungen besser ins Rollen, begünstigt durch die Fehler der Hamburger Defesive. Zunächst verdattelte Maier den Ball an der Grundlinie, Förster sagte `Danke´ und schob dem Keeper die Kugel durch die Hosenträger - 1:0 (23.). Auch der zweite Treffer fiel unter gütiger Mithilfe der "kleinen Rothosen". Diesmal war es Torhüter Meyer selbst, der gegen den attackierenden Förster den Ball verlor und danach zuschauen musste, wie der Ball ins leere Tor geschoben wurde. Pünktlich mit dem Pausenpfiff stand es also 2:0. Vielleicht hätten die Hamburger besser daran getan, weniger mit dem Schiri zu diskutieren, als sich auf ihre Abwehr zu konzentrieren. Aber was solls, uns solls Recht sein.

Richter schickt Keeper Meyer in die falsche EckeNach der Pause dauerte es nur 10 Minuten, bis die Förster-Show ihren Höhepunkt fand. In Kurzform liest sich der Spielverlauf wie folgt:
55. Minute - Förster zieht an der Strafraumgrenze ab - 3:0.
57. Minute - Förster ist frei durch, wird vom HSV-Torwart gelegt - 4:0 Richter per Elfmeter.
59. Minute - Dobry legt auf Förster - 5:0.
Kurz gesagt, der CFC dachte gar nicht daran, das Ergebnis zu verwalten, sondern spielte weiter offensiv nach vorn. Man hatte einfach Bock auf Tore und zeigte das auch. Im Mittelpunkt ein überragender Benjamin Förster, dem derzeit offenbar alles gelingt. Und auch den Schlusspunkt setzte die Nr. 10 selbst. Drei Minuten vor dem Abpfiff murmelten sich Förster und Garbuschewski den Ball hin und her und drückten ihn letztlich doch noch über die Linie: 6:0!

Danach war der HSV erlöst und im weiten rund grinsten die Club-Fans um die Wette. Der Sieg hätte sogar noch höher ausfallen können, denn speziell die zweite Halbzeit war einmal mehr eine himmelblaue Gala. Dabei versuchten die Hamburger stellenweise ganz ansehnlich dagegegen zu halten und den Ehrentreffer zu erzielen, scheiterten aber wiederholt an einer starken Chemnitzer Defensive oder sahen gegen Keeper Pentke keinen Stich. Ebenfalls Lob verdienten sich die "Kleene" und "Poppey" von den Blue Admirals, die auf der Tribüne für einen gelungenen Start der "Gellert-Welle" sorgten. Das neue Fan-Radio schwappte aber nicht nur per Headset über das Internet in die weite Welt, auch auf den Rängen gab es eine "Gellert-Welle": Die 2.500 Fans zeigten sich von der Leistung des Clubs derart begeistert, dass in der Hälfte 2 trotz triestesten Dauerregens eine LaOla-Welle mehrfach durch das Stadion rollte.

Fazit: Wenn der CFC 100% seiner Leistung abruft und diese Spielfreude beibehält, kann er in dieser Liga jeden schlagen und auch künftig noch für das eine oder andere Fußballfest sorgen. Wenn die Jungs von Gerd Schädlich so weiter machen, werden sich noch einige Gegner bei RB und speziell bei Timo Rost für ihre Niederlagen entschuldigen müssen ;-).

Wertung: 1,5 - großes Kino

Bester Himmelblauer: Förster (wobei erneut niemand abfiel)

Pressestimmen

Freie Presse

CFC macht erneut halbes Dutzend voll

Nachdem der Chemnitzer FC auswärts den 1. FC Magdeburg mit sechs Toren abfertigte, war am Sonnabend im heimischen Stadion der Hamburger SV II fällig. Auch die Norddeutschen bekamen die starke Verfassung der Himmelblauen beim 6:0 (2:0)-Erfolg der Elf von Trainer Gerd Schädlich zu spüren und fuhren mit einem halben Dutzend Gegentore nach Hause. [..] Mann des Tages in Chemnitz war Benjamin Förster. Der 20-Jährige besorgte fünf Treffer selbst, beim sechsten CFC-Tor hatte er "seine Beine im Spiel". Der Angreifer wurde von HSV-Torwart Alexander Meyer gefoult, den fälligen Strafstoß verwandelte Andreas Richter sicher zum zwischenzeitlichen 4:0 (57.). [..] "Die ersten drei Tore habe ich mir richtig erarbeitet. Beim 5:0 und 6:0 ist mir der Ball nach schöner Vorarbeit meiner Teamkollegen im Strafraum einfach vor die Füße gefallen", lachte Förster, der nach eigenen Angaben in der B-Jugend in einem Spiel fünffach erfolgreich war und in der laufenden Saison bereits 16 Mal traf. "Von mir aus kann es so weiter gehen", freute sich der Torjäger. [..]

MDR-Online

Chemnitzer Förster schießt HSV-Reserve ab

[..] Insgesamt war die Partie vor und nach der Pause ausgeglichen, den Unterschied machte der treffsichere Förster. Spielerisch zeigten Chemnitz und Hamburg ein gutes Spiel, beide Teams schenkten sich nichts. Die Gäste aus dem Norden, die fast ausnahmslos mit einer U23-Auswahl aufliefen und Angreifer Ben-Hatira in die erste Mannschaft abstellen mussten, gingen mit viel Elan in die zweite Hälfte. Der HSV kam druckvoll aus der Kabine und drängte auf den Anschlusstreffer. Doch dieser fiel nicht, stattdessen konterte Chemnitz die Norddeutschen aus und brach dem HSV mit drei Toren in fünf Minuten das Genick. [..] Nach einer kurzen Schockphase gab sich der HSV aber auch mit dem 0:5 im Rücken nicht auf. Die Norddeutschen spielten weiter munter mit und versuchten, den Ehrentreffer zu erzielen. Bei der besten Chance zwang Nagy Pentke zu einer Glanztat (72.). Doch auch der CFC hatte weitere Chancen, den Schlusspunkt in der torreichen Partie setzte wieder Förster. [..]

www.hsv.de

HSV II: Niederlage beim Spitzenreiter

[..] Kein guter Tag für die U23 des Hamburger SV. Beim souveränen Spitzenreiter der Regionalliga Nord, dem Chemnitzer FC, unterlag die Elf von Trainer Rodolfo Cardoso mit 0:6 (0:2). "In der ersten Halbzeit haben wir einigermaßen mitgehalten, doch leider haben wir bei den beiden Gegentoren Geschenke verteilt", sagte HSV-Coach Cardoso nach Spielende. "Meine Jungs haben heute sicherlich einiges gelernt, vor allem in Sachen Körpereinsatz und Cleverness. Chemnitz ist eine sehr gute Mannschaft, da muss man schon sein ganzes Potential abrufen und das ist uns heute leider nicht gelungen". [..] Für Trainer Rodolfo Cardoso dennoch kein Beinbruch. "Ich habe den Jungs gesagt, dass sie den Kopf nicht hängen lassen sollen. Wir haben jetzt einmal hoch verloren, doch zuvor bereits viele gute Spiele gemacht. Wenn wir jetzt noch aus unseren Fehlern lernen und eine entsprechende Reaktion zeigen, dann ist das auch in Ordnung. Chemnitz ist schließlich eine gute Mannschaft mit hohen Ambitionen". [..]


Trainerstimmen

Gerd Schädlich (MDR-Online):
"Das 6:0 fällt höher aus, als der Spielverlauf war. Diese Begegnung war kein Selbstläufer, denn wir haben gegen einen hoch motivierten, aggressiven und laufstarken Gegner gespielt. Mit dem Glück der zwei Abwehrfehler wurde uns zum 2:0 geholfen. In der zweiten Halbzeit haben wir dann endlich besseren Fußball gespielt und ab dem 5:0 etwas das Tempo herausgenommen. Auch wenn wir Zu-Null gespielt haben, haben wir in der Defensive zu viele Dinge zugelassen."

Rodolfo Esteban Cardoso (MDR-Online)
"In meiner Mannschaft haben viele Akteure Ambitionen nach oben. Aber ich weiß nicht, was sie heute im Kopf gehabt haben, denn sie hätten klüger spielen müssen. Das 0:1 war ein Fehler und das zweite Tor hat uns das Genick gebrochen. In der zweiten Halbzeit wollten wir zum Anschluss kommen und unsere Angriffe schneller abschließen, aber wir haben weiterhin zu viele Fehler gemacht. Aber gegen die beste Mannschaft der Liga darf man sich keine Fehler leisten."

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