Saison 2012/2013
CFC / 3. Liga



 
FC Hansa Rostock
FC Hansa Rostock0:0Chemnitzer FC
Chemnitzer FC
5. Spieltag - 3. Liga - Saison 2012/2013
Sonntag, 12. August 2012, 14:00 Uhr
DKB-Arena, Rostock
Zuschauer: 11.800
Schiedsrichter: Sippel (München)
FC Hansa RostockTorfolgeChemnitzer FC
T Müller
A Holst
A Wolf
A Geenen
A Blum (34. Humbert)
M Leemans
M Jordanov (75. Starke)
M BergerGelbe Karte (69. Albrecht)
M Weilandt
S Marcos
S Plat

Trainer: Wolf
Tore Fehlanzeige

T Pentke
A Stenzel
A Wachsmuth
A BuchnerGelbe Karte
A Birk
M Pfeffer (72. Jansen)
M Sträßer
M Kegel
M Hörnig
M Landeka
S Fink (88. Förster)

Trainer: Schädlich
Spielbericht

Torchancenflaute im Ostseestadion

Von Erik Büttner

Der Chemnitzer FC kommt mit einem Punkt von der Ostseeküste wieder. Nach zwei Auswärtspleiten spielten die Himmelblauen beim FC Hansa Rostock 0:0. Damit kann man eigentlich zufrieden sein, doch es wäre sogar ein Sieg möglich gewesen.

CFC-Trainer Gerd Schädlich setzte gegen die nach der 2:5-Pleite wütend zu erwartenden Rostocker auf eine defensiv ausgerichtete Startelf. Anton Finks Sturmpartner wurde durch den dritten Sechser, Florian Hörnig ersetzt. Auf Hansa-Seite schickte Trainer Wolfgang Wolf unter anderem den jungen Ronny Marcos ins Gefecht, der hatte auch einen starken Tag erwischt und machte seine Seite gut dicht.

Im Ostseestadion hatten sich neben 800 CFC-Fans auch 11.000 Hansa-Unterstützer eingefunden. Das ist für Rostocker Verhältnisse eher schwach und wohl der ebensolchen Leistungen der letzten Spiele geschuldet. Trotzdem beeindruckten die Hanseaten mit einem geschlossenen Gesang der Vereinshymne, bei dem jeder vom Ultra bis zum VIP vom Sitz aufstand, mitsang und seinen Schal präsentierte. Auch sonst wurde das Stadion von den 2 großen FCH-Fangruppen gut beschallt. Doch darüber hinaus wirkte das Publikum fast etwas teilnahmslos.

Im Gegensatz dazu zeigte sich der CFC, der einen guten Start hinlegte. Nach einer Ecke nahm Fink schon mal die Peilung auf das Hansator auf. Nach etwa einer Viertelstunde hatten die Hausherren aber die Partie unter ihre Kontrolle bekommen. Der CFC agierte jetzt eher passiv und war darauf bedacht, den FCH weit vom eigenen Tor fern zu halten. Das gelang auch weitgehend sehr gut. Nur zwei Standards wurden gefährlich für Pentke. Jedoch ging auch beim CFC offensiv wenig, so dass es chancenarm in die Pause ging.
Nach dem Seitenwechsel dominierte zunächst noch einmal der Absteiger die Szenerie, ehe Chemnitz sich anschickte die erste Geige zu übernehmen. Der CFC wurde etwas bissiger und ließ Hansa kaum noch zum Zug kommen. Leider fehlte aber in den Anspielen auf die Vollstrecker oft die Präzession, so dass auch Chemnitz nur wenig gefährliche Situationen vor dem Hansator produzieren konnte. Da half es auch wenig, dass Schädlich mit Jansen für Pfeffer einen zusätzlichen Stürmer brachte. Es fehlten eben einfach die guten Zuspiele. Landeka und Birk von links waren weitgehend zu ungenau, Stenzel und Pfeffer rechts kamen gegen Marcos und Holst kaum noch zum Zug. Da aber auch der Hansa-Angriff bei Wachsmuth und Buchner völlig abgemeldet war, teilten sich die beiden Mannschaften die Punkte am Ende leistungsgerecht.

Auch wenn für Chemnitz mehr möglich war, können die Himmelblauen mit dem Remis besser leben, als der FC Hansa, der seinen Ansprüchen weiter hinterher hechelt und sich auch für das Münsterdebakel nicht richtig rehabilitieren konnte. Am kommenden Montag geht es für den CFC im DFB-Pokal gegen Dynamo Dresden. Da ist es gut zu wissen, dass die Defensive gut in Form ist. Nur offensiv müssen einfach noch ein zwei Schippen drauf gelegt werden. Manchmal genügt es schon einfacher und klarer in die Spitze zu spielen, als alle Gegner austanzen zu wollen…

Wertung: 3,5 (Chancenarmes Spiel, das der CFC in der Fremde in der Hand hatte)

Beste Himmelblaue: Buchner, Wachsmuth

Trainerstimmen

Wolfgang Wolf (MDR-Online):
"Es war für uns das erwartet schwere Spiel. Man hat meinen Spielern die Verunsicherung doch angemerkt. Da war einfach zu wenig Mut im Spiel nach vorn. Was wiederum wichtig war, ist, dass die Null stand. Insgesamt war es aber eher ein schwaches Spiel, gerade was die Offensivleistung angeht."

Gerd Schädlich (MDR-Online)
"Nach unseren Auswärtspleiten zuletzt in Burghausen und Münster sind wir natürlich sehr froh, heute einen Punkt mitnehmen zu können. Doch wenn man die 90 Minuten sieht, war durchaus auch mehr drin. Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen, aber auch schon in der gesamten ersten Halbzeit fehlte uns die Konsequenz und Konzentration, um den ein oder anderen Angriff noch gezielter ausspielen zu können. Das habe ich auch in der Pause angesprochen, doch auch in der zweiten Hälfte ist es uns trotz deutlich mehr Spielanteilen nicht gelungen, mehr klare Chancen herauszuspielen. Defensiv lässt sich darauf aufbauen, gerade im Hinblick auf das Pokalspiel gegen Dresden. Nach vorn muss dann mehr von uns kommen."

<< 4. Spieltag 1. Runde DFB-Pokal >>