Saison 2012/2013
CFC / 3. Liga



 
Chemnitzer FC
Chemnitzer FC0:2VfL Osnabrück
VfL Osnabrück
10. Spieltag - 3. Liga - Saison 2012/2013
Samstag, 22. September 2012, 14:00 Uhr
Fischerwiese, Chemnitz
Zuschauer: 4.100
Schiedsrichter: Petersen (Filderstadt)
Chemnitzer FCTorfolgeVfL Osnabrück
T Schmidt
A Stenzel
A Wilke
A BuchnerGelbe Karte
A Birk (56. Semmer)
M PfefferGelbrote Karte
M Hörnig (74. Förster)
M Kegel (56. Jansen)
M Mrowiec
M Landeka
S Fink

Trainer: Schädlich
0:1 Nagy (54.)
0:2 Zoller (90.)

Besondere Vorkommnisse:
Schmidt hält Foulelfmeter von Hudec (37.)
Gelb-Rote Karte für Pfeffer (90.)

T Riemann
A Staffeldt
A Pisot
A Hudec
A Krük
M NagyGelbe Karte (69. Grimaldi)
M Manno (86. Latkowski)
M Zoller
M Bouma
M Thiel (83. Costa)
S Neumann

Trainer: Wollitz
Spielbericht

Heimserie gebrochen - Niederlage gegen Osnabrück

Von Matthias Mally

Genau 15:45 Uhr war die erste Heimniederlage des CFC in dieser noch jungen Saison beschlossene Sache. Gegen die zuvor in 4 Spielen sieglosen Gäste von der Bremer Brücke setzte es eine unnötige 0:2-Niederlage. Die Tore für die Gäste erzielten Nagy (54.) und Staffeldt (90.).

Vor nur 4100 Zuschauern begannen die Gäste wie die Feuerwehr. Bereits wenige Sekunden nach dem Anpfiff hatte der Schütze des späteren 1:0 für die Gäste die Chance zum Schnellstart. Sein Schuss von der Strafraumgrenze ging jedoch am Tor vorbei. Der CFC hatte von Beginn an erhebliche Probleme ins Spiel zu finden. Hektik, Unkonzentriertheiten und ungenaues Passspiel prägten die erste Halbzeit der Himmelblauen. Nach dem der anfängliche Sturmlauf der Gäste ein jähes Ende fand, überboten sich beide Mannschaften an Harmlosigkeit. Die Gäste wirkten optisch überlegen, während der CFC durch unzählige Fehlabspiele im Spielaufbau „glänzte“. Nach einer halben Stunde hatte Osnabrück erneut die Chance zur Führung. Bei einem Zweikampf sah der sehr einseitig pfeifende Schiedsrichter Petersen ein Foul von Marcel Wilke - doch "Schmidtl" im Tor konnte den höchst umstrittenen Elfmeter parieren. Nach dem gehaltenen Elfer agierte der CFC aggressiver, ohne dass wirklich zählbares heraussprang.

Der CFC kam mit mehr Schwung aus der Kabine. Um Osnabrück ernsthaft in Gefahr zu bringen reichte dies trotzdem nicht. Im Gegenteil. Nachdem die Hintermannschaft der Himmelblauen den Ball nicht aus der Gefahrenzone herausbekam, gingen die Gäste in Führung. Dieser war ein Stellungsfehler des am heutigen Tag schwachen Birk vorausgegangen. Nagy bedankte sich - 0:1.

In der Folgezeit war der gastgebenden Mannschaft der Wille nicht abzusprechen. Allein an Präzision fehlte es weiterhin. Trotzdem kam der CFC durch Fink, Semmer und Jansen zu Chancen, den mittlerweile verdienten Ausgleich zu erzielen. Von Osnabrück kamen in dieser Phase keinerlei Offensivaktionen mehr. Der CFC hingegen agierte zu planlos vor dem gegnerischen Tor, Angriffe wurden nicht konsequent zu Ende gespielt, eine Vielzahl von fair gewonnenen Zweikämpfen wurde vom schwachen Schiedsrichter zurückgepfiffen. So kam es wie es kommen musste. Nach dem Sascha Pfeffer in der ersten Halbzeit in Folge eines Gerangels Gelb sah, musste er kurz vor Ende nach einem taktischen Foul mit Gelb-Rot vom Platz. Zumindest die erste seiner zwei gelben Karten war dabei mehr als umstritten. Osnabrück hingegen machte Sekunden vor Schluss den Sack zu. Staffeldt war es vorbehalten, einen Konter der Gäste zum 0:2 abzuschließen.

Fazit: Vor halbleeren Rängen - die UC´99 und andere Gruppierungen der Südkurve boykottierten die Partie - und dem Spielverlauf angepasster Stimmung gab es für die anwesenden CFC-Fans lange ein typisches 0:0 Spiel zu sehen. Am Ende und Aufgrund der Vielzahl von Chancen der Himmelblauen in Hälfte 2 wäre wohl eher sogar ein Heimsieg verdienter gewesen. Auch die Einwechslung von Jansen, Semmer und Förster konnten die erhoffte Wende nicht herbeiführen. In Anbetracht der kommenden 2 Aufgaben in Bielefeld und gegen Aachen (vor wohl wieder standesgemäßer Zuschauerzahl) wären drei Punkte sehr wichtig gewesen. Aber wer weiß, für Überraschungen ist der CFC allemal gut.

Wertung: 4,0 – typisches 0:0 Spiel; in manchen Phasen sah es nicht nach Fußball aus, was von beiden Teams geboten wurde.

Beste Himmelblaue: Buchner, Fink

Trainerstimmen

Gerd Schädlich (MDR-Online):
"Das war eine ganz, ganz schwache erste Halbzeit. Alle Dinge die wir uns vorgenommen hatten, wurden nicht umgesetzt. Der Elfmeter war ein Witz, und das Beste an der Halbzeit war das 0:0. Wir wollten eigentlich besser aus der Halbzeit kommen, aber erst nach dem Rückstand haben wir angefangen zu kämpfen, aber die Leistung war nicht ausreichend. Osnabrück hat verdient gewonnen."

Pele Wollitz (MDR-Online)
"Wir haben sehr gut organisiert gespielt und hätten bereits nach einer Minute in Führung gehen müssen. Nach dem verschossenen Elfmeter hatte ich Angst, dass die Partie kippen könnte. Trotzdem ist meine Mannschaft sehr stabil aus der Halbzeit gekommen und verdient in Führung gegangen. Am Ende hätte ich mir gewünscht, dass wir den einen oder anderen Konter abgeschlossen hätten."

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